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Hochstrittige Eltern: Sohn bringt Mutter um
#26
(14-08-2015, 11:00)Skipper schrieb: Ansonsten sehe auch ich recht deutlich: Politik und Justiz wollen Väter nicht wirklich.

Bei Politikern stimme ich Dir zu 99% zu, bei der Justiz ist es nicht ganz so einfach. Hier kommt es sehr auf den einzelnen Richter an.

Die Richterinnen (!!!), mit denen ich bei meinen beiden jüngeren Kindern zu tun hatte, haben sehr darauf geachtet, daß der Umgang auch tatsächlich stattfindet und nicht verweigert wird. Sie haben den KMs keine Gelegenheit zur Verweigerung gelassen.

Der Richter, mit dem ich beim letzten Prozeß wegen meines jüngeren Kindes zu tun hatte, hat nicht kapiert, was Sache ist, und sich von einem eloquenten, aber völlig unter der Fuchtel der KM stehenden 12-jährigen Kind dahingehend beeinflussen lassen (und das übrigens gegen (!) den Rat der Beistsandschaft, die voll auf meiner Seite war!), daß er die bisherige Umgangsregelung komplett aufgehoben hat; mit dem Erfolg, daß ich das Kind jetzt überhaupt nicht mehr sehe (naja, vielleicht einmal im Jahr).

Ähnliches habe ich auch bei manchen von mir betreuten Fällen erlebt.

Sagen wir, ich stimme Dir hier zu 70% zu (was immer noch vielzuviel ist).

Simon II
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#27
Die Tat des Sohnes gegenüber seiner Mutter verdeutlicht, was im Schlimmsten Fall passieren kann, so das Kind über Jahre hinweg gesehen manipuliert wurde bzw. wird.

Wir schätzen unsere Kinder viel zu oft so ein, dass sie angeblich nichts vom Streit zwischen uns Eltern mitbekommen. In dem Punkt verdingen sich ganz schön viele von uns als Quacksalber der Psychologie. Da wird massenhaft behauptet, zu wissen, was das Beste für das Kind sei. Da verhalten wir uns NICHT anders als die, die wir in unzähligen Verfahren genau dafür angreifen. Angreifen, weil sie sich dort erlaubten bzw. erlauben, zu behaupten, was das Beste für unser Kind sei.

Das Beste für unsere Kinder kann nur sein, wenn wir Eltern uns nach Trennung voneinander nicht um sie streiten würden.  Genau das tun wir aber mit Hingabe. Da kriegen wir uns kaum wieder ein im Bestreben, zu erklären, wieso/weshalb/warum gerade immer der andere Elternteil der unfähige Elternteil wäre.

Ich habe ja von meinem Sohn losgelassen. Was Andere veranlasste zu behaupten, ich würde mein Kind nicht lieben und im Stich lassen. Wobei diese Äußerungen ja zumeist von Seiten der Mütter ausgehen. Jetzt weiß ich, dass solche Äußerungen auch in den eigenen Reihen getätigt werden. Ist auch egal.

Jedenfalls ließ ich los, nachdem ich erkannte, dass mein Sohn leidet. Er litt elend und seiner hin und her Schubserei vor Gericht, Amt, Behörde und seinen Eltern. Da spielte es keine Rolle, von wem die Initiative von Streit ausgegangen war. Mein Sohn litt.Und ich hatte vor dem FamGericht gefragt, ob dort erkannt wird, dass mein Sohn leidet. Diese Frage hat dort nicht interessiert. Ein FamGericht, dass nach wie vor althergebracht entscheidet. Der eine Elternteil bekommt das Kind. Der andere Elternteil zahlt Unterhalt. Um das miteinander in Kontakt bleiben des Kindes mit dem Elternteil der gehen muss kümmern sich die fünf Richterinnen und Richter am dortigen Gericht nicht.

Weil mir das klar war und mein Sohn nicht länger leiden sollte, ließ ich von ihm los. Was halt bedeutete, dass ich für eine Weile aus seinem Leben verschwinde. Das wiederum muss ich erstens mit meinem Gewissen ausmachen. Und zweitens mit meinem Sohn. Wenn die Zeit dafür reif ist.

Und jetzt komme ich zum eigentlichen Punkt.

Nicht ich. Die KINDSMUTTER begann den Krieg. Ich teilte ihr immer wieder mit, dass ich an diesem Krieg NICHT teilnehmen will bzw. werde. Das hat sie NICHT interessiert. Sie hat unser Kind und mich vor die Gerichte gezerrt. Immer wieder. Da blieb mir nur die Reißleine. Wobei darunter gerade eben NICHT vergessen zu verstehen ist. Denn ich will gar NICHT in der Lage dazu sein, oder mich in selbige hinein arbeiten zu vergessen, was die Kindsmutter da angerichtet hat. Sie wird ihre für mich gerechte Strafe bekommen. Ihr schlechtes Gewissen wird sie später an sich selbst scheitern lassen. Ich sorge nur dafür, dass sich ihr Gewissen bei ihr meldet.

Ich habe materiell gesehen keine verbrannte Erde hinterlassen. Was bedeutet. Ich habe nach u. a. dem Jobcenterkrieg gegen mich und meinem Freispruch vor Gericht in Sachen dem 170er StGB darauf verzichtet, mit dem Amt nunmehr gemeinsame Sache gegen die KM zu machen. Denn dort wollte wegen dem nachgewiesenen Sozialleistungsbetrug der KM in NICHT unerheblicher Höhe das Amt mich als den Hauptbelastungszeugen gegen die KM haben. Hätte ich ja gesagt, wären die Folgen für meinen Sohn fatal gewesen. Denn ich wäre als mieser Sieger aus der Sache hervor gegangen.

Und wer weiß. Vielleicht wäre mein Sohn wegen diesem Sieg gegen seine Mutter eines Tages vor meiner Tür gestanden. Weil bei seiner Mutter wäre ja nicht gegangen. Es sei denn, im Frauenknast gäbe es eine Abteilung für gescheiterte AlleinVERziehende.
Nach dorthin hätte sie ja damals auf Kosten der Steuerzahler umziehen müssen. Aufgrund der Schwere ihres Vergehens des Sozialleistungsbetruges hätte das Gericht sie keinesfalls zur Bewährung verurteilen können.

Aber wo bittschön hier im Land wird eine Frau, noch dazu Mutter, für so was tatsächlich bestraft?

Im vorliegenden Fall wurde sie mit dem Tode bestraft. Wobei der Kindsvater sicher auch seinen Teil bis dahin beigetragen hat. Inwieweit. Das weiß niemand von uns. Deshalb halte ich mich da mit Äußerungen auch zurück.

Fazit: Im vorliegenden Fall hat möglicherweise ein ehemaliges Kind nach jahrelanger, unfreiwilliger Konsumierung von "PAS" im Teenageralter den wahrscheinlich am meisten manipulierenden Elternteil gekillt. Bei glaube ich 27 Messerstichen kann nicht von Kurzschlussreaktion gesprochen werden.

Die Behauptung von vorwiegend männlichen Tätern wurde durch die Tragik im vorliegenden Fall erneut betoniert Exclamation

 Wie viele müssen NOCH sterben Huh
Wer Deutschland für kapitalistisch hält, hält auch Kuba für demokratisch. G.W.
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#28
(16-08-2015, 06:15)Dzombo schrieb: Das Beste für unsere Kinder kann nur sein, wenn wir Eltern uns nach Trennung voneinander nicht um sie streiten würden.  Genau das tun wir aber mit Hingabe. Da kriegen wir uns kaum wieder ein im Bestreben, zu erklären, wieso/weshalb/warum gerade immer der andere Elternteil der unfähige Elternteil wäre.

Da bist du so in etwa auf Skipperkurs ....

Es ist Unsinn zu sagen, dass "w i r uns mit Hingabe" streiten würden. In etwa 25- bis 30 % aller Scheidungsfälle, gehen Mütter hin und grenzen den Vater aus! Punkt! Das ist seelische Gewalt von EINER Seite, in der Regel aus niederträchtigen Motiven wie Eifersucht, nicht allein sein Können, das Kind als Ersatzpartner missbrauchen wollen, sich selbst im Stich gelassen fühlen usw. usw. , Und diese emotional Bedürftigen dürfen sich auch noch eines matrifokalen Gesetzes bedienen, damit die Ausgrenzung vom Betroffenen auch ja nicht irgendwie unterlaufen werden kann. Und wenn er sich dann doch irgendwie wehrt, heisst es: Er streitet mit Hingabe, anstatt auf das Wohl des Kindes zu schauen. Da fehlt mir einfach die Logik.
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#29
@zeitgenosse:

Vollkommen zutreffend. Mutter schafft Fakten und wenn Vater eine gleichberechtigte Vaterschaft anstrebt, ist er der Störer.

... ohne Papa geht das doch viel ruhiger

... das Kind muss erst mal zur Ruhe kommen

Das ist dann der Quatsch von RichterIn, Jugendamt und sonstiger Helferindustrie.
remember
Don´t let the bastards get you down!

and
This machine kills [feminists]! 
(Donovan)
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#30
@Zeitgenosse...

Mein Kurs lass mal meine Sache sein. Der war für mein Kind vormals nicht der Schlechteste. Mein Kind lebte mit seiner Mutter bei mir und vollfinanziert. Das Sorgerecht wurde vorgeburtlich unseres Kindes eingerichtet. Das Ganze lief drei Jahre im Wechselmodell. Und alles, ohne Jugendamt und FamGericht. Nach zwei Jahren habe ich zur KM gesagt, dass sie wird arbeiten gehen müssen, wenn unser Kind sein drittes Lebensjahr beenden wird. Das passte der KM nicht. Sie fühlte sich wohl in der Vollversorgung. Da sie mich gut kannte, begriff sie, dass ich es ernst meinte mit meinem Statement ihr gegenüber. Da zog sie die Frauenhauslüge durch. Damit war ich erledigt. Also erst mal Rückzug aus dem Leben meines Sohnes. Damit habe ich ihm seine Schlachtung vor Amt und Behörde erspart.

Jetzt wüsste ich nicht, an welcher Stelle @Skipper in solchen Situationen zum Rückzug animiert hätte. An solchen Punkten rät er ganz anders. Du müsstest ergo entweder Unterstellungen bleiben lassen, oder einfach richtig lesen.

Ich bin nicht an der KM gescheitert, sondern an der Familienpolitik hier im Land. Die KM ist doch nur eine Marionette gewesen. Nicht des Kampfes wert. 

Am Ende spielt das Gesagte keine Rolle. Der Sohn hat die Mutter umgebracht. Sie ist tot und sein Leben im Eimer. Der Vater ist auch nicht besser dran. Denn der hat BEIDE verloren. Da nützt ihm seine Hochschulprofessur nicht das Geringste. Er wird sich jetzt fragen, ob es das wert war.

Die Kinder im Elterkrieg aus der Schusslinie zu nehmen. Das wird immer wieder gründlich versäumt.
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#31
Ich habe zum Thema gestern auf BR ein interessantes Gespräch verfolgt in der Nachtlinie.

Funkstille = Suizid mit Notausgang

http://www.br.de/mediathek/video/sendung...e-218.html
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#32
(17-08-2015, 09:48)Dzombo schrieb: @Zeitgenosse...

Mein Kurs lass mal meine Sache sein. ....

Ich habe dir in keiner Weise in deinen Kurs hineingeredet.

(17-08-2015, 09:48)Dzombo schrieb: Ich bin nicht an der KM gescheitert, sondern an der Familienpolitik hier im Land. Die KM ist doch nur eine Marionette gewesen. Nicht des Kampfes wert. 

Wieso eine Marionette??? Die war doch hochgradig aktiv. Ist denn jemand vom Staat gekommen und hat ihr aufgetragen, dass sie dich ausgrenzen soll? Die Frau hat doch die Verantwortung zu tragen, und nicht der Staat. Das ist ja eine vollkommen absurde Logik.[/quote]

(17-08-2015, 09:48)Dzombo schrieb: Er wird sich jetzt fragen, ob es das wert war.

Da ist sie wieder, diese (skipper?-)Sichtweise. Woher willst du wissen, dass es dem Vater das wert war? Woher, verdammt noch mal?

(17-08-2015, 09:48)Dzombo schrieb: Die Kinder im Elterkrieg aus der Schusslinie zu nehmen. Das wird immer wieder gründlich versäumt.

Hier wieder genau das Gleiche. Es werden einfach immer beide Elternteile für schuldig erklärt. Ohne zu studieren. Du bist doch mit Verbrechen befasst beruflich. Machst du das da auch so, zum Beispiel bei einem Gewaltverbrechen, sowohl dem Täter als auch dem Opfer eine Mitschuld attestieren?
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#33
@zeitgenosse...

Ja klar. Das Jugendamt. Da ist die KM hingegangen und ließ eine Beistandschaft einrichten gegen mich. Somit kam der Staat ins Spiel. Und über den FamRichter wurde ich entsorgt. Weil Mutti ja immer recht hat oder bekommt. In meinem Fall hat der Staat der KM ganz klar geholfen, mich zu entsorgen. Was ist daran so schwer zu kapieren?
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#34
Ja klar hat der Staat geholfen, das stelle ich doch überhaupt nicht in Abrede. Aber deine Exe ist HINGEGANGEN und LIESS EINE BESTANDSCHAFT EINRICHTEN. Das hat SIE doch GETAN und dafür wird sie sich doch vielleicht auch einmal veranworten müssen, für das, was sie da GETAN hat. Nach deiner Logik kann sie sich dann fein rausreden: "Ich soll was getan haben ? Ich soll für etwas verantwortlich sein? Nein, ich war doch nur eine Marionette des Staates. Mich trifft keine Schuld....."
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#35
@Zeitgenosse...

Ich rede immer von den "quertreibenden" Kindsmüttern. Die und KEINE anderen Mütter sind es, die ihre Hände permanent in Unschuld waschen. Vor allen später. Wenn die Kinder groß sind und sich selbst um ihre Angelegenheiten kümmern können/sollen/wollen.

Dann faseln besagte Mütter was von zugestanden haben. Sie hätten sich nur geholt, was ihnen und ihren Kindern zugestanden hatte. Und wegen ihrer Unterdrücktheit  durch den Mann, respektive des Vaters, selbstverständlich unter Zuhilfenahme des Staates. Unter dessen Fittiche agiert doch bspw. das Jugendamt. Zu dem sich Kindsmütter hinschleichen, weil die Kindsväter angeblich nur ihren Spaß wollten. Sich aber sonst aus der Verantwortung stehlen würden.

In unzähligen Beratungsseminaren für Mütter bzw. werdende Mütter werden diese aufgehetzt, Väter dadurch außen vor zu lassen, in dem sie ihnen Lügen anhängen, sie als Missbräuchler oder Vergewaltiger titulieren, usw.. Das kennen wir alle zur Genüge. Am Ende sind die Väter oft draußen und wissen nicht warum. Das "Warum" quält sie oft jahrelang. Und später fragen sich auch viele mittlerweile groß gewordenen Kinder nach dem "Warum".

Jetzt musste eine Mutter die Sünde des "Krieges der Eltern ums Kind" mit dem Tode bezahlen. Was sicher niemand gewollt hat. Allerdings hatte den auch niemand verhindert. Weil alle Beteiligten derart mit sich selbst beschäftigt waren, dass keine Zeit für Gedanken an das Danach war. Welch bittere Ironie!

Eltern bringen ihre Kinder um, nachdem sie davor um selbige gestritten haben.

Jetzt brachte ein ehemaliges Streitobjekt ein vormals am Streit beteiligtes Elternteil um.

Aber wie immer wird auch dieser Fall totgeschwiegen und keiner erhebt sich für die Beendigung des Elternkrieges.
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#36
(18-08-2015, 06:42)Dzombo schrieb: Jetzt musste eine Mutter die Sünde des "Krieges der Eltern ums Kind" mit dem Tode bezahlen. Was sicher niemand gewollt hat. Allerdings hatte den auch niemand verhindert. Weil alle Beteiligten derart mit sich selbst beschäftigt waren, dass keine Zeit für Gedanken an das Danach war. Welch bittere Ironie!

1. antwortest du nicht auf die Geschichte, dass Mütter nach deiner Meinung keinen eigenen Willen und damit auch keine Verantwortung tragen, sondern Marionetten des Staates sind.

2. geht es mir ziemlich auf den Sack, dass du einfach nicht aufhörst pauschal "alle" Beteiligten zu verurteilen. WOHER willst du das aus der Ferne beureilen, dass "alle Beteiligten" d e r a r t mit sich selbst beschäftigt waren. Verdammt noch mal hör auf, Leute, die vielleicht völlig unschuldig sind, hier in den Dreck zu ziehen. Danke.
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#37
@zeitgenosse...

Ich schrieb von Kreidekreismutter. Womit klar ist, dass nicht pauschal alle Mütter gemeint waren. Was bedeutet. Du hast nicht richtig gelesen und deswegen interpretiert. Damit kann ich aber leben.

Zur Geschichte kann ich im Detail nichts sagen, weil ich zu der kein Hintergrundwissen habe. Lassen wir die Experten reden.
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#38
@zeitgenosse....

Ich habe vergessen Dir mitzuteilen, dass mir deine teils ausfälligen Bemerkungen zu Usern in anderen Threads nicht entgangen sind. Halte dich mit solchen Äußerungen für die Zukunft zurück. Oder lies die Mitteilungen anderer User gleich richtig. Dann ersparen wir uns  Ärger untereinander. Tust Du es nicht, gehe zumindest ich davon aus, dass Du kritikfähig bist und meine Antworten auf deine Unterstellungen verträgst.

Wie hätte die schreckliche Tat im Vorfeld verhindert werden können?
Wer Deutschland für kapitalistisch hält, hält auch Kuba für demokratisch. G.W.
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#39
Zitat:(...)

Wie hätte die schreckliche Tat im Vorfeld verhindert werden können?
Dazu hatte ich bereits in #5 etwas gesagt.

Es sind mE defizitäre Möglichkeiten zivilisierter Konfliktbewältigung, mit sich selbst und dem Umfeld.
Das meine ich ganz umfassend, insbesondere aber auf die ganz persönliche Ebene bezogen.

Das zeigt sich mE auch deutlich am Alk-Problem der getöteten Mutter, ein Umfeld also, in dem Konflikte in Alk auf- bzw. mit dem Messer gelöst werden.

Es sind mE defizitäre Regelungskompetenzen auf persönlicher, behördlicher und justizieller Ebene, die solche 'Lösungen' begünstigen, teils verursachen.  


Ergänzung:
Unter 'Konflikt' verstehe ich stärkere Unterschiede von gefühlten Soll- und Ist-Zuständen, die zu regeln bzw auszuhalten sind.

Zwei Seiten dazu:
- Art und Zahl der Konflikte und
- die persönlichen  und institutionellen Fähigkeiten, diese Konflikte zum Ausgleich zu bringen bzw. gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Ich beobachte beides:
- Verschärfung und Zunahme von Konflikten und
- gleichzeitig abnehmende Regelungsfähigkeiten.      

S.
Geht die Sonne auf im Westen, muss man seinen Kompass testen.
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#40
Das Dogma der Gewaltfreiheit ist zu einem grossen Problem geworden. Es zieht sich von der Krippe an durch das ganze Leben. Die geringsten Ansätze werden pauschal und massiv geächtet.
Die Folge: die Menschen lernen nicht mehr, dosiert und angemessen mit Gewalt umzugehen. So kommt es aus Unbeholfenheit und Unkenntnis zu Exzessen.
Früher lernte jeder, der bei einer Schulhofschlägerei beteiligt war, dass es Grenzen gib, die nicht überschritten werden dürfen. Dass es auch bei Auseinandersetzungen so etwas wie Fairness und Angemessenheit zu wahren gibt. Das fehlt, weil Ansätze schon im Keine erstickt werden.
Aggression ist aber eine einfache und selbstverständliche menschliche Regung und der Umgang damit muss gelernt werden, damit sie nicht entgliest.
Das Gute ist in gewissem Sinne trostlos.     Franz Kafka
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#41
Genau!

Auch der Umgang mit dem Feuer lässt sich nicht lernen, indem man ihn verbietet.
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#42
'Gewaltfreiheit' und das Streben danach halte ich für eine der höchsten zivilisatorischen Errungenschaften, die uns Menschen vom Tier, der Bestie unterscheiden.

Flucht oder Angriff (Aggession) sind TIERISCHE Verhaltensweisen, die tief in uns Menschen noch angelegt sind und DAHER äußerer (Moral, Recht), wie innerer Regelungsmechanismn (Gewissen, Über-Ich) bedürfen, damit wir uns schon bei der Befriedigung von Grundbedürfnissen nicht tagtäglich gegenseitig umbringen.

Ressourcen werden knapper, die Bevölkerungsdichte und Spreizung von arm und reich nehmen zu, zwangsläufig steigen die Konflikte. Durch Auflösung von Familienstrukturen nimmt gleichzeitig die Vermittlung von Werten und Normen und Regelungskonpetenzen ab...
> Verrohung und Verfall der zivilen Gesellschaft.

S.
Geht die Sonne auf im Westen, muss man seinen Kompass testen.
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#43
@karlma: es ist nicht die mangelnde Übung im Umgang mit Aggressionen. Das können Kids (und wir alle) auch im Sport kompensieren.

Das Problem ist - wie @Skipper es zutreffend ausdrückt - die mangelnde Problemlösungskompetenz der Justiz!
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#44
(19-08-2015, 08:58)karlma schrieb: Das Dogma der Gewaltfreiheit ist zu einem grossen Problem geworden. Es zieht sich von der Krippe an durch das ganze Leben. Die geringsten Ansätze werden pauschal und massiv geächtet.
Die Folge: die Menschen lernen nicht mehr, dosiert und angemessen mit Gewalt umzugehen. So kommt es aus Unbeholfenheit und Unkenntnis zu Exzessen.
Früher lernte jeder, der bei einer Schulhofschlägerei beteiligt war, dass es Grenzen gib, die nicht überschritten werden dürfen. Dass es auch bei Auseinandersetzungen so etwas wie Fairness und Angemessenheit zu wahren gibt. Das fehlt, weil Ansätze schon im Keine erstickt werden.
Aggression ist aber eine einfache und selbstverständliche menschliche Regung und der Umgang damit muss gelernt werden, damit sie nicht entgliest.

Hervorragende Analyse, der ich voll und ganz zustimme!

Dazu eine kleine Geschichte:

Mein ältestes Kind war etwa 5 oder 6 Jahre alt, als wir bei Bekannten weilten, deren etwa gleichaltriges Kind mein Kind ziemlich striezte. Als mein Kind weinend zu mir kam, habe ich ihm gesagt, daß es beim nächsten Striezen dem anderen Kind eine runterhauen soll. Antwort: "Das geht doch nicht, da haut es mich wieder, und dann ich wieder und dann geht das immer so weiter". Darauf ich: "Mach einfach, Du wirst sehen, das geht nicht so weiter".
Beim nächsten Striezen knallte mein Kind dem anderen Kind so richtig eins "vor den Latz" und siehe: Seitdem war Friede, Freude, Eierkuchen, weil sich mein Kind bei dem anderen Respekt verschafft hat. Tongue

Simon II
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#45
... DAS nenne ich Aufruf und Erziehung zur Gewalt und ihre Verherrlichung.
Da ist es dann nur noch ein kleiner Schritt, eine unangenehme Mutter zu erstechen.

Ich bin ernsthaft entsetzt über einige Beiträge hier!

S.
Geht die Sonne auf im Westen, muss man seinen Kompass testen.
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#46
(19-08-2015, 11:09)Skipper schrieb: Ich bin ernsthaft entsetzt über einige Beiträge hier!S.

Wie Recht du hast Skipper! Und Karlma übrigens auch mit seiner Reflektion.

Einerseits darf man Kinder nicht zu Opfern erziehen, auf der anderen Seite nicht zu Tätern, was in dieser Gesellschaft die immer mehr auseinander driftet, nahezu unmöglich ist.

Ruhe, Zeit, Aufmerksamkeit und Liebe gebe ich meinen Kindern die Mutter ebenso. In der funktionierenden Beziehung schon nicht immer leicht, als Trennungseltern eine Mammutaufgabe.

Als Lesepate und Jugendhelfer sehe ich was passiert mit den Kindern in unserer Gesellschaft und ich bin, weit über den Horizont hinaus, Rational zu denken, entsetzt!

Als ich vor kurzem über die Wiederholung von pappa.com im FAQ-Forum erinnert habe, meinte ich übrigens genau solche Beiträge die vermehrt auftauchen. Angry
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#47
Was für Beiträge meinst Du?
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#48
Meine Rede: Aggressionen sind Teil unserer Biologie und langfristig wird sich die Biologie auch über uns hinweg setzen.

Ich sehe aber kein Problem darin, wenn sich Kind über Eltern hinwegsetzt. Natürlich ist das eine Art Entartung, aber immerhin gibt es gute Chancen, dass sich diese Genfamilie nicht weiter fortpflanzt! Es ist aber auch Biologie.
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#49
(19-08-2015, 11:09)Skipper schrieb: ... DAS nenne ich Aufruf und Erziehung zur Gewalt und ihre Verherrlichung.
Da ist es dann nur noch ein kleiner Schritt, eine unangenehme Mutter zu erstechen.

Ich bin ernsthaft entsetzt über einige Beiträge hier.

Klar, das das dem Skipper nicht gefällt. Aber Dein Beitrag zeigt sehr deutlich, in welchem Masse auch Dir die Zwischentöne fehlen. "Erstochen" ist keine Option, wenn man andere Möglichkeiten gelernt hat. 

Schade, dass Du wieder polarisiert.
Das Gute ist in gewissem Sinne trostlos.     Franz Kafka
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#50
Irgendwie wird immer am entscheidenden Punkt vorbei geredet.

Die Professionen haben versagt. Nicht nur im vorliegenden Fall. Es gibt irre viele Fälle, wo besagtes Versagen auf der Hand liegt.

Wenn es kein Geld mehr zu verteilen gäbe, wäre bundesweit der Elternkrieg spätestens am kommenden Morgen zu Ende.

Dann könnte es wieder glückliche Beziehungen mit Haltbarkeit und mehr Kinder geben.
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