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Beistandschaft JA
#1
Hallo Forum,

letzte Woche ist mir ein Einschreiben vom JA zugeflogen. Darin wird mitgeteilt, dass sie die Beistandschaft für meinen Sohn übernommen haben und den Kindsunterhalt nun neu berechnen wollen. Ich solle doch bitte alle Unterlagen zuschicken und dann den berechneten Betrag in öffentlicher Urkunde anerkennen.

OK, die grundsätzliche Frage, ob man sowas unterschreiben sollte, möchte ich hier jetzt erstmal ausklammern.
Trotzdem bleiben noch 2 Fragen übrig:

1) Darf das JA das so einfach, da bei mir der Unterhalt gerichtlich festgelegt ist (dynamisch, xxx%).
Ich habe einige Stellen gefunden, dass das dann nur übers Gericht geändert werden kann, allerdings war das nie so ganz klar und auch nie belegt.

2) Falls die Neuberechnung ergibt, dass ich eine Stufe höher eingestuft sein müsste, können die das dann durchsetzen oder kann ich mich auf die Wesentlichkeitsgrenze / Erheblichkeitsschwelle von 10% berufen, da eine Stufe in der DT ja nur etwa 7% entspricht?

Gruß
Wusi
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#2
Wann hast du das letzte Mal Auskunft über dein Einkommen gegeben?
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#3
Müsste ich nachschauen, ist aber definitiv schon weit über 2 Jahre her.
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#4
(13-08-2015, 10:07)Wusi schrieb: 1) Darf das JA das so einfach, da bei mir der Unterhalt gerichtlich festgelegt ist (dynamisch, xxx%).
Ich habe einige Stellen gefunden, dass das dann nur übers Gericht geändert werden kann, allerdings war das nie so ganz klar und auch nie belegt.

Ja, alle zwei Jahre dürfen sie das.

Wenn Du Dich weigerst, den neuen Titel zu unterschreiben, dann kann das auch nur durch das Gericht geändert werden. Wenn aber klar ist, dass Dein Kind Anspruch auf einen höheren Titel hat, dann verplemperst Du nur zusätzlich Geld, wenn Du es auf ein Gerichtsverfahren ankommen lässt.

(13-08-2015, 10:07)Wusi schrieb: 2) Falls die Neuberechnung ergibt, dass ich eine Stufe höher eingestuft sein müsste, können die das dann durchsetzen oder kann ich mich auf die Wesentlichkeitsgrenze / Erheblichkeitsschwelle von 10% berufen, da eine Stufe in der DT ja nur etwa 7% entspricht?
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#5
Dann dürfen sie nach deinem Einkommen fragen. Gehe vor wie in der faq vorgeschlagen: Keine Formulare des Jugendamtss ausfüllen, sondern in eigenen Worten auflisten was zu fragen denen erlaubt ist. Belege beifügen. Alle Daten, die das Jugendamt nichts angehen schwärzen. Einkommenssenkende Tatsachen nicht vergessen, alles aufführen, z.B. Umgangskosten, egal ob chancenlos dass es anerkannt wird.

Sollte eine höhere Tabellenstufe rauskommen, kannst du bei kleiner Änderung durchaus hoffen, dass sie nicht klagen. Wahrscheinlich aber doch, klagen ist Standardgeschäft des Jugendamts und es kostet die nichts, dich hingegen richtig viel. Du kannst auch einen Mittelweg gehen: Wenn sie tatsächlich klagen, dann sofort den höheren Titel unterschreiben. Klagegrund und Klage fällt weg, Gerichtskosten gering, keine Anwaltskosten.
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#6
OK, danke.
Dann bleibt mir also wohl nur Schadensbegrenzung und alles mit spitzem Stift nachrechnen.

Soll man die berufsbedingten Aufwendungen / private Altersvorsorge schon direkt mit angeben oder das JA erst mal rechnen lassen?

Reicht beim Steuerbescheid die erste Seite aus?
Wie sieht es eigentlich bei der Steuererstattung aus. Auch wenn es nicht wirklich ein großer Betrag ist - das Meiste kommt von Kapitalerträgen meiner 2. Frau, geht mich also eigentlich nichts an.
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#7
Wie in der faq geraten sollten wiederverheiratete Unterhaltspflichtige grundsätzlich einen Aufteilungsantrag für den Steuerbescheid stellen. Dann hättest du das Problem mit Erstattungen die nicht deine sind gar nicht erst.

Die erste Seite reicht normalerweise nicht, aber probier es doch einfach mal. Wenn die Beistandschaft mehr sehen will, werden die das schon von alleine fordern. Sofort mitschicken solltest du aber alles, was dein Einkommen senkt.

Zitat:Soll man die berufsbedingten Aufwendungen / private Altersvorsorge schon direkt mit angeben oder das JA erst mal rechnen lassen?

Wie soll das gehen? Du willst diese Kosten erst nicht angeben und das Jugendamt soll vermuten, wie hoch deine Kosten für private Altersvorsorge sein könnte und das dann sogleich von deinem Einkommen abziehen?

Verlass dich drauf, dass die Beistandschaft keinen Cent anerkennt, den du nicht aus eigenem Antrieb selbstständig und vollständig nachgeweisen hast.
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