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in den Fängen der Helfer, Missbrauchsvorwurf, wie weiter? (Teil I)
#1
Hallo allerseits,

also, das übliche:

Ich bitte um Hilfe, d.h. Tipps und Anregungen. Durchaus auch Kritik.

Dass ich viele Fehler begangen habe, weiss ich.

Lieber wäre mir: Was soll ich machen? Wie soll ich mich weiter verhalten?

Mittlerweile spielt die 'Schmierenkomödie', wie ich sie nenne, seit fast einem Jahr, auch seitens der 'Helferindustrie' kommen diverse, auch zum Teil divergierende Ratschläge, vom privaten Umfeld nicht zu reden.

Nun, zunächst ein möglichst kurzer Abriss mit den groben, allerdings auch intimen Infos:

Ich (Mitte 40) habe meine mittlerweile 'Ex' bereits vor gut 20 Jahren kennengelernt.

Die eigentliche 'Beziehung' dauerte 10 Jahre, von 2004-11/2014 (mein Auszug im November letzten Jahres), wobei die letzten 2 Jahre davon letztlich nur noch die 'Erhaltung eines Funktionszustandes' waren, meinem Kind zuliebe.
(Später habe ich im Scherz mal zu einem 'Berater' gesagt: *Name Kind* denkt wahrscheinlich, es sei normal, dass Papa und Mama aneinander vorbeilaufen, ohne ein Wort zu wechseln…)

Damals, lange vor unserer Beziehung zu meiner Studienzeit, wohnte die Ex im selben Haus. Ich habe sie eher peripher wahrgenommen, einige Parties, Konzerte, etc.

Sie war damals mit dem Vater ihres ersten Kindes zusammen, sozusagen mein Ex-Stiefsohn, mittlerweile volljährig.
Ich habe deren Liäsion nur eher über gemeinsame Freunde kennengelernt, vom Hörensagen….damals dachte ich mir nur: 'Was will diese Frau mit dem Typen?' (Sie war attraktiv, ich hatte aber kein Interesse an ihr, es war sicher auch so ne Art Männerkodex: nicht die Frau des Kumpels, zumal sie dann recht rasch von ihm schwanger war….)

Er war recht 'wild', auch mir persönlich gegenüber eher unzuverlässig, hat exzessiv gekifft und dem Alkohol zugesprochen, u.a. mehrere teils langjährige Führerscheinentzüge wegen Alk am Steuer…

Nun gut, sie wurde eben recht bald von ihm schwanger, mit 19.
 
Kurz, nachdem das Kind da war hat sie sich dann von ihrem Partner getrennt ('Vater No 1' - ich bin jetzt 'Vater No 3'!).

Sie ist dann zu ihren Eltern gezogen, danach habe ich nur noch über dritte, in jahrelangen Abständen, etwas von ihr gehört, primär über einen gemeinsamen Freund.

Auch damals wurde wohl ziemlich intensiv um Umgang, auch jahrelang, gestritten, z.T. kam es sicher auch zu unangenehmen Situationen, z.B. wurde der Vater ihres Kindes damals wohl auch von ihrem Bruder eigenhändig aus der Wohnung der Eltern geschmissen.

Mit ihrem Sohn (jetzt 19) habe ich noch Kontakt, meist meldet er sich, wenn er etwas 'braucht', Boot, Campingausrüstung, etc. Wir treffen uns durchaus auch auf ein Bierchen.
Ich will ihn allerdings auch nicht 'instrumentalisieren'…. Meine Ex ist seine Mutter.
Ich habe ihn dennoch kürzlich einmal gefragt, was ihm denn damals am liebsten gewesen wäre. Er meinte, 'Sie hätten aufhören sollen, sich dauernd zu streiten', es kam wohl zu verschiedenen Szenen, 'quer über das Kind hinweg'.
 
Etwas, was ich in der aktuellen Situation strikt vermeide, deswegen ist die Ex auch in gewisser Weise unverwundbar.

Sie hat dann kurz danach geheiratet, Vater No 2, mit diesem Mann bekam sie 2 weitere Kinder, jetzt 14 und 16, er hat sie wohl irgendwann betrogen, und 'wollte nicht mehr mit Ihr reden'. Sie ging dann auch eine Weile in Psychotherapie.

Ich habe mein Studium beendet, war jahrelang im Ausland, d.h. habe mein Leben geführt.

Aus diversen, karrieretechnischen und familiären Gründen (Eltern werden nicht jünger), bin ich vor gut 10 Jahren zurück nach Germany.
Ich habe mich mit damals Mitte 30 viel herumgetrieben, war nach einigen Jahren intensiven Arbeitens liquide, konnte mir wochenlanges 'Nichtarbeiten' leisten, war viel mit'm Motorrad unterwegs, im europäischen Ausland… Hatte eigentlich auch keine Wohnung, über Monate bei Freunden gelebt…

Ich habe die Ex bei einem Campingtreffen mit bereits angesprochenem gemeinsamen Freund 'wieder' getroffen. Man kam sich bei Gesprächen am Lagerfeuer näher…
Es kriselte in ihrer Beziehung, er habe sie betrogen, etc….  

Damals schon grosse Zweifel: 'never touch an wife with kids', dennoch bin ich letztlich in diese 'Falle' getappt….

Mit der Ex bestand dann wochenlanger E-Mail Kontakt, ohne dass wir uns nach diesem Camping-WE wieder getroffen hätten.
Dann haben wir uns aber dann eben doch erneut getroffen, sind uns auch nicht nur über Gespräche 'näher' gekommen.
Sie hat mich besucht, dabei hiess es, sie habe auf den 'Familienurlaub' verzichtet, kurz darauf: ihr 'Vater No 2' sei ausgezogen.
Ich habe die Sache anfangs eher als F*Mindestniveau*-Beziehung gesehen, nicht sehr ernst genommen, dachte, sie will sich für den Seitensprung des 'Vater No 2' rächen…
Leztlich war ich ihre Exit-Strategie.
Er hat mich damals auch einmal tatsächlich angerufen, meinte, ich solle 'ihm eine Chance lassen, um seine Familie zu kämpfen'.
Ich sagte ihm, es sei ja sie, die mir nachlaufen würde!

(Ja, ich weiss, ich habe viele Fehler gemacht, mittlerweile weiss ich das! Das bringt mich aber aktuell auch nicht weiter).

Als es hiess, er sei ausgezogen, haben wir uns öfter gesehen, nach ca 3 Monaten, wenn ich mich korrekt erinnere, habe ich auch schon die 3 kids (damals 9, 6, und 4) getroffen.
Ich war in gewisser Weise 'the big spender', es gab auf meine Kosten während des ersten Jahres Reisen nach Paris, Budapest, etc, mitsamt dem ganzen Clan….sie hatte nicht viel Geld, mit den 3 kids hat sie nur einen 400,- Euro Job gehabt, und die üblichen Sozialtransfers.

Mittlerweile gehe ich seit Monaten zu einem Psychologen, der kommentiert die Dinge so:

'Sie haben die Mutter gesucht' (Ich bin ein 'Brutkastenkind', Frühgeburt, und meine leibliche Mutter ist nach der Geburt meines Bruders verstorben, als ich 1.5 Jahre alt war.)

….und: 'Sie sind vom Retter zum Opfer geworden', 'das machen viele Männer so'….

Vor allem ersterer Punkt schwante mir schon, bevor ich zu dem gegangen bin.

Oder: zu viel Verantwortungsgefühl, bei zu wenig Selbstbewusstsein, wie ich (in diesem Forum?) irgendwo mal gelesen habe.

Kann man auch sicher so sehen.  

Bringt mich allerdings auch nur für eventuelle zukünftige Beziehungen weiter. Bei den diversen Beratern ist es immer diesselbe Schiene: 'Sie hätten sich besser abgrenzen sollen', Wenn ich dann schildere, wie mit hysterischen Ausfällen auf Abgrenzung meinerseits reagiert wurde, kommt: 'Sie hätten sich früher trennen sollen'…
- Wenn ich dann sage: 'Dann wäre die Situation nicht wesentlich anders, zumindest seit der Geburt der Tochter nicht', ist dann tatsächlich meist ratloses Schweigen….

Nun gut, weiter:

Die Dinge haben sich dann so entwickelt, es wurde sukkzessive immer 'enger', oder auch: LAT-Beziehung und 'Flickwerk'.

Ich habe mir einen festen Job in ihrer Nähe gesucht, sie wohnte, in einem Anbau ihres Elternhauses. Diesen hat sie über einen Kredit finanziert, noch während der Ehe mit 'Vater No 2'. Sie hat die Hälfte des Grundstückes von ihren Eltern überschrieben bekommen, sie ist sehr gut darin, andere davon zu überzeugen, dass ihr dieses und jenes 'zustehe', ihr Argument waren immer: ihre Eltern haben dem Bruder das Studium finanziert, sie habe jedoch nichts gleichwertiges, sie hat allerdings auch die Schule nach der Mittleren Reife abgebrochen!

Bei ihr eingezogen bin ich letztlich erst im Jahr vor der Geburt unserer Tochter, 2010, nachdem ihre Mutter gestorben war, und ich immer längere Phasen in ihrem Haushalt verbracht habe, so dass irgendwann die Frage war: 'Soll ich meine Miete für die Bude weiter zahlen, wenn ich doch eh nur alle 2 Wochen zum Postabholen dort aufschlage' - oder falls es Streit gibt….

Streit gab es von Anfang an immer wieder, z.T. wirklich heftig, auch mit Tätlichkeiten, Ohrfeigen, fliegende Kannen mit frisch gekochtem Espresso,  heruntergeschmissene Laptops, sie war sehr eifersüchtig, wobei ich (am Anfang zumindest) auch den Fehler gemacht habe, das zu provozieren. Mehrfache depressive Phasen ihrerseits, tagelanges Herumliegen.

Immer wieder war auch 'Trennung' Thema, oft auch unausgesprochen, es kamen dann durchaus mal Tränen, 'die Kinder haben sich so an Dich gewöhnt', etc….

Mit ihren kids kam ich so lala klar, am besten noch mit dem mittlerweile 19 Jahre alten Sohn von Vater No 1, die beiden Mädels haben mir früh signalisiert, dass ich 'Ersatz' bin, und 'toleriert'. 'Walking ATM', wie es hier im Forum heisst.

Körperliche Zärtlichkeiten den Kids gegenüber waren nicht drin, allerdings war ich auch zögerlich, ich wollte nicht in einen 'Wettbewerb' mit den jeweiligen Vätern treten.
 
Habe auch früh gemerkt, dass, wenn es um 'Disziplin' und 'Regeln' (Hausarbeit, Schule) ging, die Ex das letzte Wort haben wollte/hatte. Ich 'durfte' mich nie mit den kids streiten, es hiess immer gleich, ich sei 'wertend und beleidigend', sie hat sich allerdings vor allem auch mit den Töchtern durchaus lautstarke 'Kreischduelle' geliefert….
Wäre auch OK gewesen, wenn nicht gleichzeitig bemängelt worden wäre, ich würde mich nicht 'genug kümmern' - nicht genug mithelfen.

Es enstand so meines Empfindens nach die Situation, dass ich zwar die 'Kosten tragen', aber nie 'mitreden' durfte.
 
Lediglich mit 'Ex-Stiefsohn' von Vater No 1 'durfte' ich an verschiedenen Gelegenheiten mal 'zusammenrumpeln', da war ich auch der nützliche Idiot, denn der hat in seiner Pubertät im Prinzip gemacht, was er wollte (hat nicht viel auf ihr Wort gegeben).

Interessanterweise habe ich mit dem jetzt noch den besten Kontakt, geh nachher noch ins Kino mit dem. :-)

Da ich eigentlich früh die Bedeutung ihrer 'mangelnden Wirtschaftskraft' gesehen habe, habe ich mich ziemlich dafür eingesetzt, dass sie arbeitet.
Als daraus nichts wurde (Kinder!)….dann, im Sinne einer langfristigen Planung, dafür, dass sie das Abitur nachholt, und/oder evtl noch eine, lukrativere Ausbildung macht oder studiert (sie hatte eine Lehre hinter sich, aber kaum gearbeitet, nach der Geburt des ersten Kindes nur in 400,- Euro Jobs).

- kurz: ich habe sie sehr unterstützt, es lief denn auch ganz gut, sie dürfte theoretisch mit ihrem Studium dieses Jahr fertig werden.

Im nachhinein kann man durchaus auch sagen: Ich habe mich ausnehmen lassen.
- Nicht nur finanziell (ich hatte vor 10 Jahren, als ich sie kennengelernt habe, 50.000 auf der Kante, als ich November 2011 auszog, waren es nach Abzug der Provision und Kaution für die neue Bude -4000 auf dem Konto), sondern auch durch anderweitige 'Leistungen': Ich habe damals, als sie für ihr Abitur lernen musste, ihre kids für zwei Wochen mit in den Urlaub genommen, jedwege Renovierung ihres Hauses mitgetragen (finanziell und arbeitsmässig), Urlaube für die alljährlichen diversen, Kinderzimmer- und Hausrenovierungen verbraten) Fenster geschliffen, lackiert, etc….
Viele Dinge habe ich aufgegeben, das Motorrad stand nur noch rum, alte Freundschaften habe ich einschlafen lassen.

Im Winter 2010 hatte ich einen recht schweren Autounfall, mit Überschlag bei Glatteis von der Autobahn geflogen, @130 km/h Ausgangsgeschwindigkeit, pures Glück, dass ich einfach zwischen 2 Lastern durchgerutscht, und im Gras gelandet bin.
Bis die Karre zum Stehen kommt, hat man enorm viel Zeit, und es geht einem viel Shit durch den Kopf, das nennt sich 'traumatische Dissoziation', wie ich mittlerweile von meinem Psycho weiss… Wirklich ne interessante Erfahrung. Auto komplett futsch, ich bin einfach so ausgestiegen, lediglich ne Schnittwunde am Finger, die dann allerdings erst beim Aufräumen passiert ist!

Das hat auf jeden Fall etwas ausgelöst: in den Wochen danach war immer mehr die Frage: 'Was mache ich hier eigentlich noch?', 'Nichts wird besser', 'Ich bin hier die ATM' (wie es hier in diesem Forum so schön heisst)

Eigentlich war im Winter 2010/12 der Entschluss am reifen, diese Sache zu beenden, dann, einige Wochen später: der Knaller!

- Sie ist schwanger!

Es ging dann einige Zeit hin und her, sie will kein viertes Kind, will abtreiben, durchaus auch verständlich…

Ich will das Kind schon, 'Wir schaffen das schon'….etc….

Ich habe das damals mit Anfang 40 auch in gewisser Weise als 'letzte Chance' gesehen (Wie gesagt, ich *habe* viele Fehler gemacht!)…

Unausgesprochen war uns beiden wohl auch klar: wenn sie abtreibt, bin ich einige Monate später weg.

Kurz und gut, sie bekam das Kind, hatte damit aber auch sofort eine 'Keule', die sie später bei Auseinandersetzungen auch ad libitum gern und grosszügig schwang:

'Ich habe dieses Kind nur wegen Dir bekommen', später kam dann noch in den Diskussionen/Streits die Aussage: 'Ich weiss ja, dass ich Dich nur mit *Name Kind* treffen kann'(!)

In einer Diskussion hinsichtlich Trennung (Auszug meinerseits): 'Ich will, dass Du ausziehst' - Ich: 'Nein, das will ich nicht', wissend, was dann passieren würde (Geiselnahme des Kindes, und Reduktion meiner Rolle auf den WE-Eventdaddy, sie hatte es mir ja bei den anderen 3 kids vorexerziert) - Sie dann: 'Dann werde ich schon Mittel und Wege finden' (!!!)

Hier angebracht:
Wir haben nie geheiratet, und ich habe nicht das Sorgerecht, bei der Geburt hiess es ihrerseits: zu kompliziert, immer doppelte Unterschriften notwendig...

Irgendwann, um die Zeit der Geburt meiner Tochter (Ende 2011), habe ich auch einmal gesagt, um sie zu 'kräftigen', Mut zuzureden: Geld sollte kein Problem sein, 'So, wie ich das sehe, steht Dir die Hälfte meines Netto zu', ihre Rückfrage, wie aus der Pistole geschossen: 'Auch wenn wir uns trennen?'   - Ich, 'Ja' (!!!)

Nun gut, es ging weiter, das erste Jahr meiner Tochter war in der Rückschau eigentlich sehr gut, ich bin auf Teilzeit runter, habe dann auch 6 Monate 'Elternzeit' genommen, damit sie mit Ihrem Studium weiterkommt (Grundschul-Lehramt).

Nach den 6 Monaten Elternzeit 2012 war ich allerdings so was von Pleite, den Clan durchzufüttern ging ziemlich an die finanzielle Substanz, ich hatte phasenweise 15.000 Miese, dies auch, weil ich eben immer brav 50% meines Netto überwiesen habe!
Zusätzlich jedoch auch noch die Hälfte der Haushaltskosten, sowie 'Miete'.

Das finanzielle wurde immer mehr zum Streit-Thema, ich kam mir ausgenutzt vor, sie kam z.B. irgendwann glatt damit an, sie wolle die Rückzahlungsraten für ihr Haus erhöhen, dabei hatte sie sich jahrelang geweigert, mich mit ins Grundbuch aufzunehmen, was ich als durchaus legitim gesehen hätte, letztlich trug ich erheblich zur dieser Kreditrückzahlung bei (d.h. Vermögensbildung bei ihr)...

Auch die 'Arbeitsteilung', sowie das, was ich als 'Unterschiedlichkeit der Lebenswelten' beschreiben würde, wurde mehr und mehr zum Konflikt-Thema.
Wohl das übliche, in solchen Situationen: ich habe damals trotz Teilzeit 80% (ein Tag in der Woche frei) 60-80 hrs/Woche gerödelt, wollte von den aus der Elternzeit stammenden Schulden wegkommen, die wiederum haben sie nie sehr gestört, die waren ja auf meinem Konto.
Ich solle mich nicht so anstellen, sie sei es gewohnt, pleite zu sein…
- plus 1 Stunde Arbeitsweg einfach…
Ich habe dazu noch wesentliche Anteile der Hausarbeit übernommen, gekocht (für 5 Personen!), regelmässig die Wocheneinkäufe erledigt, mit dem Kleinkind zusammen… während sie allerhöchstens mit einer der Teenie-Töchter zum Fun-Shopping gegangen ist.

Es wurden zum Teil abstruse Diskussionen geführt, meine Überstunden waren ein ewiger Vorwurf (ich würde 'zu spät' von der Arbeit kommen): mein Einwand, diese liessen sich in der heutigen Arbeitswelt kaum vermeiden, kam der 'Vorschlag', dann solle eben die gesamte Abteilung geschlossen kündigen (!).
Sie hat es wundersamerweise 'geschafft', trotz ihres Studiums noch nebenher einige Bücher Belletristik pro Monat, sich zu Gemüte zu führen, während mir ein E-Mail-Check vorgeworfen wurde… Dies könne ich in der Arbeit erledigen.

Na gut, es kam zu einer schleichenden Erosion des gegenseitigen Verständnisses, immer mehr Streitereien, auch Tätlichkeiten, sie schubste, trat, warf mit Sachen, oft waren meine Sachen herumgeschmissen, als ich aus der Arbeit kam: Bücher aus dem Regal im Wohnzimmer herumgeschmissen, meine Kleider in den Garten geschmissen.
Ich wurde allerdings auch tätlich, einmal hat sie sogar die Polizei gerufen - ja ich habe sie geschlagen, es war so eine Art Kopfnuss, so genau weiss ich das nicht mehr, die Sache wurde nicht weiterverfolgt, sie verzichtete auf eine Anzeige.

Es kam aber wohl zu einer Meldung ans JA, weil wir einige Wochen danach beide da eine Vorladung bekamen, ich habe mich reuig und einsichtig gezeigt….

Und sagte mir innerlich: Zu so einem Deppen machst Du Dich nicht noch mal.

Nun gut, wenn ich mich dann in ähnlich eskalierten Situationen 'entzogen' habe, ich war z.B. mehrfach dann einige Tage im Hotel, kam eben der Vorwurf: ich würde 'Macht ausüben', 'ausweichen'…. 'mich entziehen'…

Letztlich, so gegen Ende 2013, da war unsere Tochter dann 2 Jahre: nur noch ein 'Funktionszustand', den Laden einigermassen am Laufen halten.

'OK, Du wartest, bis die Kleine grösser ist, und die Trennung besser verträgt.'

Was sich wohl viele sagen.

Ausserdem war ich nach der Elternzeit 2012 eh dauernd in den Miesen… Sah also auch vom finanziellen her eh keine Option, so einfach aus der Kiste rauszukommen…

Das ging dann so über Monate.

Meine Tochter hat (hatte?) eine starke Bindung an mich, wie man so schön sagt, was leider jetzt keine Sau interessiert….ich war 6 Monate in Elternzeit, hatte sie oftmals tagelang, wegen Teilzeit immer mindestens 1 Tag die Woche, im Prinzip war es so, dass ich, kaum hatte ich nach der Arbeit die Schuhe ausgezogen, die Kleine auf dem Arm hatte.



.... tbc ...

....... Teil II .....



Gleichzeitig wusste ich immer, nur diffus zwar, das bei einer Trennung das passieren würde, was letztlich jetzt passiert ist …


- jedoch bis dahin ohne einen zusätzlichen weiteren Faktor, den ich jetzt (leider) noch detailliert erwähnen muss:

Ich bin dann mal mit meiner Tochter in der Badewanne gewesen, das war im Januar 2014, da war ich nach einem Nachtdienst mit anschliessend den ganzen Tag wach sein und sich ums Kind kümmern + Haushalt total fertig -

Einschränkung der kognitiven Kontrolle, sozusagen: Ich also mit ihr in der Wanne, heisses Wasser, ich penne fast weg….

- dann Ständer (halbgar), als sich Tochter beim Herumplantschen auf meinen Bauch setzt, und rumhoppelt, rollt auch mit dem Popo ein paar Mal auf Penisspitze, das Kind reagiert aber nicht (zum Glück!), das verdammte Teil aber schon, aber in die falsche Richtung!

Das hätte ich niemals zulassen sollen! Klar, hinterher und vor allem aus der Entfernung ist man immer klüger…

Viel später habe ich dann mal so einen Knallkopf, einen subventionierten Soz.Päd. einer Männerberatungsstelle gefragt, was der denn konkret in der Situation gemacht hätte.
Er meinte dann, dabei eine hektische schleudernde Armbewegung machend: 'Huch, jetzt aber raus hier!'
Damit andeutend, ich hätte das Kind irgendwie aus der Wanne schleudern sollen, wie ne Giftschlange, oder so. Ich habe auch nachgehackt: Ob er meine, dass so etwas das Kind nicht vielleicht noch mehr verschreckt hätte als eventuell die Wahrnehmung meiner Erektion? Er meinte, das mache nichts, ich dürfe 'so etwas' nicht zulassen? Was immer genau 'so etwas' sein soll.
Aber zu dem Zeitpunkt war eh klar, das das nichts mehr wird mit uns zweien.

Später hat mich der Familienanwalt im Gespräch explizit vor dem gewarnt, der kannte den! ('Halten sie sich von dem fern!')

Hier wieder der Begriff 'traumatische Dissoziation', da geht einem einiges durch den Kopf:

'was mach ich jetzt?'
'so geht das also'
'hoffentlich merkt sie nichts' (das Kind, an die Mutter habe ich in dem Moment überhaupt nicht gedacht)
'was mach ich jetzt, geht ja verdammt schnell!, wie krieg ich das jetzt wieder weg',
'wenn ich mich hinsetze/aufsetze (um sie wegzuschieben), und sie dann zwischen meinen Beinen ist, wird sie sich dafür interessieren/fummeln?'
- aber auch der Gedanke: 'naja, jetzt mal locker, is ja nicht so schlimm, fühlt sich ja auch ganz nett an, geht ja gleich wieder weg'

Nach den ersten Sekunden(?) dann die Idee, bzw. der Plan: ich mach 'das' jetzt willentlich wieder weg, und dreh mich langsam in der Wanne um, damit sie (die Tochter) das nicht mitkriegt…

- Dann, der Knaller: kommt die Ex rein!!!!!! (durch offenstehende Tür!): 'Das finde ich jetzt schon ziemlich grenzwertig'

- lustigerweise, mein erster, spontaner Gedanke dabei (hab ich's auch gesagt?): 'stimmt, da haste Recht, ich auch!' :-)

Die Ex hat sich dann umgedreht, und ist wortlos wieder verschwunden. Eigentlich ne gute Reaktion…

Ich bin durch den Schreck erstmal schlagartig die Erektion los, mach dann ziemlich rasch das Kind fertig, und 'stelle mich' den sicher folgenden Diskussionen, die dann auch sofort kommen…. Ich will meiner Tochter nichts Böses, führe sogar die ca 20 cm offenstehende Badezimmertüre als Verteidigung hinsichtlich 'nicht Absicht' an… ihre Antwort: 'vielleicht ist der Kick/Thrill dann umso grösser?' !!???!! Whow.

Letztlich merke ich: ist ja wurscht, was ich sage.

Im Zuge dieser Diskussionen gebe ich ihr gegenüber auch zu, dass ich schon einmal Erektionen im Zusammensein mit meiner Tochter hatte, als sie ca 1-1.5 Jahre alt war, ich habe diese nicht weiter ernst genommen… eher als - naja- eben lästig und erschreckend empfunden, dann abgetan…

Hatte mir auch irgendwann mal gesagt, Nee, mit der Kleinen gehste nicht mehr in die Wanne…. Aber das in dem entscheidenen MOment schlichtweg wieder vergessen (verdrängt)...

Für mich ist eine Erektion eben zunächst eine unwillkürliche, vegetative Reaktion.

Wieso ich damals mit dem Kind aber wieder in die Badewanne gegangen bin, weiss ich bis heute nicht. Müdigkeit, Dummheit.

- Im Zuge der später folgenden (vielen!) 'Helfergespräche' beim Kinderschutzbund (KSZB) und auch eben bei einer 'Männerberatung' werde ich auch auf einige Dinge angesprochen:
Wieso ich das 'Problem' unwillkürlicher Erektionen mit Kind nicht schon vorher mit der Ex besprochen hätte? Das hätte Sprengstoff rausnehmen können ('bei anderen Paaren wäre das vielleicht anders gelaufen')…
Meine Antwort: Wissen sie, wenn seit Jahren jedes 'Gespräch' in einen Machtkampf ausartet, bereden sie so etwas mit der Partnerin doch nicht mehr.

Die Ex unterstellt mir dann über Wochen mehr oder weniger unausgesprochen, dass ich meine Tochter missbrauche/missbrauchen könnte….verpackt in: sie mache sich Sorgen, habe ein schlechtes Gefühl, finde es nicht normal, etc…
Nachdem einige Wochen vergangen sind, ist ein wenig Ruhe eingekehrt, bis sie die 'Badewannensache' erneut ziemlich 'ausbaut', und mir sagt, ich solle mir Gedanken machen, 'es bearbeiten', sie finde mich 'eklig'…

In diesen Wochen kommt mir erneut eine Szene in den Sinn, als die Tochter noch wirklich klein war, beim Wickeln des Säuglings: Stuhlgang in der Windel, ich wische die Sosse schön, wie es sich gehört, von oben nach unten ab, dabei auch mit Feuchttuch-umwickelten Finger über die Scheide, wer das schon mal gemacht hat, weiss, was ich meine: der Stuhlgang muss aus den Scheidenfalten raus. Ist halt so. Die Ex steht irgendwie plötzlich in der Türe und faucht mich an: 'Geht Dir da jetzt einer ab, oder was?'
- > Streit, erster Gedanke: Krass, ist die pervers/hat die nen Schuss?


Ab Frühjahr 2014 wird der 'Funktionszustand' irgendwann dann regelrecht 'eisig'….

Wenn es zu Sex kommt, dh 'Verführung gelingt', kommt am nächsten Tag eine Beschimpfung: 'Du [Unterschreitung des Mindestniveaus]'.

Gleichzeitig ist jedoch, auch dies ist hier wichtig, über Wochen und Monate hinweg keine Verhaltensänderung ihrerseits zu bemerken, was meinen Umgang mit der Tochter angeht: ich gehe nach wie vor mit dem Kind zum Schwimmbad, schlafe mit ihr im Bett, bin über Tage hinweg mit ihr alleine, fahre z.B. mit dem Kind alleine übers WE zum Zelten, oder zu meinem Bruder, alles kein offensichtliches Problem…

D.h., sie kommt nicht wie eine Rakete angeschossen, um das Kind 'vor mir zu schützen'…

Nun gut, bis zum Frühjahr 2014 wird die Stimmung im Haushalt immer gefrorener, man hat sich eigentlich nichts zu sagen…. bis sie mich eines Tages überrascht: sie mache sich immer noch so viele Sorgen, sie habe beim Kinderschutzbund (KSZB) angerufen, und will, dass wir da zusammen hingehen.

Ich sage zu. 'Vielleicht beruhigt sie sich dann wieder', denke mir aber auch vieles andere: ist es ein 'Wink mit dem Zaunpfahl'? Können die vielleicht 'helfen', das die Beziehung wieder 'besser klappt'…

Bin beim ersten Gespräch unglaublich nervös, schäme mich natürlich, habe ein schlechtes Gewissen, bin mittlerweile auch entsprechend von der Ex bearbeitet, es/ich sei 'nicht normal', etc…. pathologisiert.

Bin dann erstmal angenehm überrascht, als ich denn versuche, dem dortigen KSZB-Psychologen die Sache zu schildern (sowohl Gespräche mit ihr zusammen, als auch Einzelgespräche): keine Vorwürfe, eigentlich auch nichts, was mir (auch bis jetzt!) ein schlechtes Gewissen machen müsste…

Er spricht von 'eine Situation herbeiführen', 'bewusst eine sexuell gefärbte Stimmung erzeugen', 'grooming', etc, alles Dinge, die ich guten Gewissens verneinen kann…

Allerdings steht immer die Frage im Raum: Wie kommt es dazu????

Bis jetzt habe ich für mich da immer noch keine gute Antwort gefunden.

Die Gespräche beim KSZB (ca 4-6 über den Sommer) verlagern sich bald in andere Bereiche, es geht viel um 'Grenzen' und 'Kommunikationsmuster', der Mann meint auch, wir,
-die Ex und ich- würden uns 'nichts mehr gönnen', und 'in dieser Familie (unser Flickwerk-Setup) habe 'keiner seinen Platz gefunden'…

Das sehe ich ebenso… Denke mir: Ja, OK, wenn der auch diese Sachen sieht, kann es vielleicht besser werden… Denkste!

Auch der Exen's 'Eifersucht' auf unsere Tochter wird thematisiert, sie meinte mal, als das Kind kam, habe sie gemerkt, 'er (ich) kann ja richtig lieben' , meine Liebe zu ihr war ja nie 'genug'…

Das Gespräche en detail auszuarbeiten, würde jetzt zu lange dauern, letztlich ist es aber auch gescheitert!

In der Retrospektive in einer Sitzung im Juli 2014: als die Ex meinte, sie wolle die Teenies (Kinder 1-3, von Väter No1-2) 'nicht involvieren'.
Nachdem der Typ meinte, wir bräuchten Familientherapie, und er wolle auch gerne mit den Teenies sprechen, damit die mal zu Wort kommen….Da hat die Ex abgeblockt, im nachhinein wurde mir klar, dass sie damit ihr Nest (ihre Welt) beschützt hat, und ich draussen bin. (Falls ich jemals 'drinnen' war!)

Es ging dann noch einige Wochen, ich habe als 'Besänftigungsversuch' noch mal richtig Kohle auf den Kopf gehauen, den kleinsten Teenie (Kind No 3 von Vater No 2) nach Australien zu alten Freunden geschickt (gute 2000 Teuronen!), die hat nicht mal viel davon gehabt, weil sie mit 14 echt noch zu jung dafür war …. hat sich nicht rausgetraut, und sich am Schluss dort nur noch im Zimmer eingebunkert, obwohl sie mein Kumpel (alter Arbeitskollege von 'früher') zum Surfen mitnehmen wollte, und zum Fussballverein anmelden(Mädchenmannschaft)…
- nochmal nen Urlaub finanziert (unter diesem schwachsinnigen Konstrukt 'jeder zahlt die Hälfte', aber die Ex bekommt eh die Hälfte von meinem Netto… Also fast alles von meinem Konto). Hab denen auch noch nen neuen Kühlschrank für 1500 Teuros in die Bude gestellt.

Im Sommer 2014 kam mir dann des öfteren der Gedanke: 'Lass doch die Bombe platzen', ist doch eh schon wurscht…

Ich sass damals wie ein Häschen auf der Bundesstrasse im Scheinwerferlicht rum…. Gelähmt und voller Angst.
Bin ich letztlich immer noch, voller Angst zumindest (als Pädophiler abgestempelt zu werden) - die Angst schwindet aber.

Gelähmt auch nicht mehr so sehr: war auch schon beim JA, dort aber Null Interesse am Kind, ähnlich wie hier im Forum immer wieder beschrieben (dazu später)

Pünktlich, als unser Kind dann 3 Wochen im KiGa war, kommt dann in nem weiteren Gespräch im Herbst 2014 ihr 'Trennungswunsch': Sie ist der Meinung, ich hätte noch einen 'langen Weg vor mir', wegen dieser Erektionssache in der Badewanne, ich würde es leugnen, abtun, und nicht bearbeiten…
(Mittlerweile konnte ich dieses Gerede nicht mehr hören, ich habe es damals schon abgeblockt, das hat dem Typen vom KSZB jedoch nicht so gefallen)

Sie wolle diesen Weg nicht mehr zusammen gehen… Es sei auch besser so, wir würden uns sonst noch irgendwann abstechen.

Gut. Vor allem letzterem Punkt konnte ich beipflichten…. :-)

Wie gesagt: Pünktlich zum Kindergarten, da 'brauchte' sie mich nicht mehr….
Letztlich war es nur eine Frage der Zeit, bis 'das Scheitern' einer zuerst ausspricht.

Was folgte, waren furchtbare Wochen, Wohnungssuche, innerfamiliäres Schweigen, Eiszeit.

Zu dieser Zeit auch brutale Probleme mit erneuten Erektionen, wenn Kind sich Tragen lassen wollte, oder auf dem Schoss sitzen… Bin da phasenweise regelrecht panisch geworden, habe sie dann immer möglichst 'weg' von meinem Schoss gehalten.

Interessanterweise ist das 'Problem' fast unmmittelbar nach meinem Auszug dann ziemlich verschwunden.

Wir schliefen in getrennten Betten, ich war jedoch nicht eine solche Bedrohung für mein Kind, dass *Name Kind* nicht zu mir ins Bett krabbeln 'durfte'…

Teilweise wurde mir schlecht auf dem Heimweg von der Arbeit.

Nachdem ich wider Erwarten eher schnell eine Wohnung (ca 5km vom derzeitigen 'Lebensmittelpunkt' des Kindes) gefunden hatte, bin ich unter Schweigen ausgezogen, es wurde wenig konkretes besprochen, was Umgang angeht.

Der Typ vom KSZB meinte vorher, unser Kind solle möglichst oft wechseln, 'wenn man merkt, dass sie am Rad dreht' solle man anrufen, und der andere solle sie nehmen.

Nichts konkretes. Nicken von der Ex. Ich dachte wirklich, sie sähe das auch so!

Die Ex hat mich leider auch vor meinem Auszug wochenlang schlichtweg angelogen und eingelullt - 'Das können wir doch freundschaftlich regeln, oder?', 'Ich lasse *Name Kind* ganz oft zu Dir', 'Mach Dir keine Sorgen', 'Such Dir eine grosse (!) Wohnung mit viel Platz für *Name Kind*' ….

In der letzten Woche hat die Ex dann auch unser Kind angelogen, wir haben Ihr eine Kiste hingestellt, zum Spielsachen hineinpacken… 'für Papa's neue Wohnung'…. 'Papa zieht um', 'Du kannst ihn immer besuchen'…

In der Woche nach dem Auszug wurden meine Fragen, wann denn unsere Tochter mal kommen könne, abgewimmelt mit: 'Das bereden wir beim nächsten KSZB-Termin'.

Dieser war eine Woche nach dem Auszug, da liess sie ihre Bombe platzen, ich bin da völlig naiv und wohlgemut rein:

Sie wolle nicht, dass das Kind 'alleine mit mir in der Wohnung sei', die Tochter 'könne nicht zu mir', sie habe wegen der 'Badewannengeschichte' ein 'schlechtes Gefühl', greift ziemlich frontal an, kocht die Sache ('Du bist eine Gefahr für unser KInd') nochmal enorm hoch.

- dieser Berater-Typ hat sie gewähren lassen, und das einfach abgenickt. 'Das müssen wir erstmal so akzeptieren'.

Ich war komplett geschockt, hatte es überhaupt nicht kommen sehen.

Sie hat mir dann zugestanden, ich könne das Kind zweimal die Woche bei Ihr besuchen (davon ein Termin zu ihrem 'Kinderturnen').

War so verdattert, auch eingeschüchtert, habe zugestimmt!

Nächsten Wochen waren die Hölle, die schlimmste Zeit meines Lebens.

- vergebliche Anrufe, SMS, Emails. Telefon wurde nicht beantwortet, wahlweise auch nicht SMS und Emails. Hingehen konnte ich nicht, hatte auch grosse Sorge, mich nicht kontrollieren zu können

Eine typische 'Antwort' ihrerseits (SMS):
'….Bin grad nach hause gekimmen. Bezüglich Sonntag schlage ich vor, dass du deine Eltern einlädtst u. deine eltern *Name Kind* bei mir abholen u. zu mir zurückbringen uu. Den tag mit euch verbringen. Ich gehe davon aus, dass du jedwege negative Beeinflussung bezüglich meiner Person schon im Vorfeld unterbindest bzw. ggf. in der Situation untersagst. Dies betriff v.a. auch ein evtl. Zusammentreffen mit *mein Bruder und sein Partner*. Anderenfalls kann im moment kein kontakt stattfinden. Ich nehme an,dass dies euer "Weihnachtstreffen" ist und du am montag dann nicht kommst. Im übrigen möchte ich nicht unentwegt von dir irgendwelche anfragen haben, auch deshalb habe ich ja auf einer abmachung bestanden. Deine tochter braucht eine starke mutter , also schwäche mich nicht dauernd. Dein ständiges nachfragen bringt mich unter stress….'

Sie hat faktisch das Kind als Geisel (in Schutzhaft) genommen!

In einem SMS-Wechsel bezeichne ich die Ex auch tatsächlich als 'Nazimutter', wird mir im Verlauf bei einem späteren KSZB Gespräch dann prompt vorgeworfen:

'Zu jemandem, der mich so beleidigt, will ich mein(!) Kind nicht lassen' (Nur zur Erinnerung kurz zwischendurch: ich schreibe dies nicht, um auf gemachte Fehler hingewiesen zu werden, ich weiss, dass ich viele Fehler gemacht habe)

… Mittlerweile ist gleich Weihnachten, der Typ vom KSZB meinte, ich solle sie als 'Geschäftspartner sehen', 'Druck rausnehmen', nur noch per Email kommunizieren.

Naja, ich bin einige Wochen ziemlich abgestürzt, zu viel getrunken, kaum geschlafen, 7kg abgenommen, bedrohlich konkrete Suizidgedanken, das übliche.

Weihnachten verbringe ich ohne mein Kind.

Ich tanze ansonsten brav wie zugestanden zweimal die Woche in Ihrer Wohnung an, 'Knastbesuche' nenne ich das bald.

Völlig irre Situationen: geradezu verzweifelt versucht das völlig verwirrte Kind mich zu 'integrieren', deckt den Tisch für mich, schenkt mir Dinge, gibt mir Ihre Sachen mit, fragt permanent, wann es mich besuchen kommen könne…
- erschütternde Abschiede vom Kind, ich muss das schreiende, sich an mich krallende Kind der 'guten Mutter' in den Arm geben, sitze danach immer heulend im Auto.

Wir 'dürfen' auch raus, wenn ich zum Spielplatz gehe, lässt sich das Kind (mit ihren 3 Jahren!) geschlagene 2 Stunden von mir tragen, stopft 3 'Knoppers' hintereinander in sich rein (hat sie vorher nie getan), will überhaupt nicht spielen, heult beim geringsten Anlass los.

Einer der 'Highlights' im 'früheren' Leben war das KInderturnen, da 'darf' ich noch mit dem Kind hin, obwohl die Ex auch da ein 'schlechtes Gefühl' hat:
Ich bemerke aber nach den knapp 2 Wochen Trennung eine irrsinnige Veränderung: die Sprossenleiter, die 'früher' schwuppdiwupp hoch- und an der anderen Seite wieder runtergeklettert wurde, wird nur noch zur Hälfte bestiegen, dann dreht Tochter wieder um, auch hier 'Ich habe Angst'…
Beim Zusammenrumpeln mit anderen Kindern, wenn sie wirklich mal losrennt, wird sofort losgeweint, und sie will wieder getragen werden, war früher nie ein Problem, da wurden selbst grössere Jungs angefaucht (ist man ja ein bisschen stolz als Papa)
- Ich krieg sie kaum dazu, dass sie da mitmacht.



.... tbc ....

..... Teil III .....


Das Ganze zieht sich bis Ende Januar, der Typ vom KSZB rät mir ab von Familiengericht (wie von meiner Familie vorgeschlagen): 'Wenn sie es darauf anlegt, kann sie Ihnen die Staatsanwaltschaft auf den Hals hetzen', dadurch lasse ich mich ziemlich einschüchtern… ich solle nicht 'katastrophisieren', 'ruhig bleiben', 'nichts konfrontatives tun'…. 'meiner Tochter zuliebe'….

Ich habe den auch mit meinem Verdacht konfrontiert, er hätte mein Hinauskomplimentieren aus der Wohnung heimlich mit der Ex geplant: dem 'Kinderschänder' Honig um den Mund schmieren, um ihn dann nach sofort nach Auszug von seinem 'Opfer' zu trennen, um es zu schützen.
Er verneint das. Sie würden sich auch untereinander im Team absprechen, um neutral zu bleiben…

Er meint, er habe sich nicht mit der Ex 'verbündet', er sei von ihrer Tirade ebenso überrascht gewesen, hätte aber in der 'Situation keine Chance' gehabt.'

Da ich dem dennoch nicht traue, gehe ich im Januar auch zu einem Anwalt für Familienrecht, der meint nach 4 Stunden Gespräch letztlich: ich solle noch bis Ostern mit der Ex 'verhandeln', mich erst dann für eventuelle gerichtliche Schritte entscheiden, ich wüsste nicht, was im gegebenen soziokulturellen Rahmen auf mich zu käme, es sei 'ein komplett irrationales System', letztlich würde es 'an der Person' sowohl des Richters als auch des garantiert zugezogenen Gutachters liegen, und er könne mir nicht sagen, ob ich als Pädophiler, oder als Opfer einer Grenzsituation wahrgenommen würde.

Eigentlich wohlgesprochen. Er gibt mir auch den Tip mit, ich solle bei diesem KSZB Berater mehr auf dessen Moderatorenrolle achten, und darauf, dass er der Ex nicht so viel 'Raum' lasse…

Im nachhinein muss ich sagen: in dem Zustand, in dem ich damals war, hätte ich sowieso nicht vor einem Gericht auftreten können:
Die hätten mir nicht nur mein Kind, sondern auch gleich den Führerschein entzogen. Habe vor dem Anwalt z.B. auch losgeheult, als ich ihm erzählt habe, wie sich meine Tochter bei diesen 'Knastbesuchen' verhält.

Letztlich, ist es nach knapp 2 Monaten 'Geiselnahme' zu einer gewissen Entspannung gekommen, da die Ex wohl gemerkt hat, dass ihre Aktion (später wird sie mir das Ganze in einer Mail als 'Warnschuss' verkaufen) das Kind komplett gaga macht.

Nach einem erneut extrem nervenzerrüttendem Geschrei des Kindes beim Abschied nehmen, mit Festkrallen an meinem Hals nach 2 Stunden Knastbesuch kommt eine Mail 2 Tage später, ob ich Kind am Sonntag Nachmittag betreuen ('mit ihr spielen'… wie nett) wolle, sie würde es bringen, ich solle es zurückfahren.

Ich bin erstmal unglaublich erleichtert.

Es wird auch ein relativ guter Nachmittag, das Kind klammert zwar und ist extrem anhänglich, will unverändert extrem viel getragen werden, aber zumindest 'merkt' es vielleicht ein bisschen, dass ich nicht 'weg' bin…

Naja, nach einem ersten erneuten gemeinsamen KSZB-Gespräch Ende Januar kommt es rasch zu dem, was wohl im allgemeinen als 'Regelumgang' bezeichnet wird:

Das Kind hole ich jeden Mittwoch vom KiGa ab, sie 'darf' dann bei mir übernachten, Donnerstag Morgen bringe ich sie in den KiGa, des weiteren ist sie nun jedes zweite WE von Freitag 17:00, bis Sonntag 19:00 bei mir.

Die Mutter kommentiert diesen Vorschlag des KSZB-Beraters mit dem bezeichnenden Spruch: 'Dies wäre in Ordnung, und für *Name Kind* völlig ausreichend, alles andere wäre ein Zugeständnis an ihn (mich), und das will ich nicht.'

Dabei bleibt es dann zunächst über Monate.

Der Hammer kommt dann in einem weiteren KSZB-Termin im März. Davor war kurz durchaus von seiten des Beraters die Rede von 'Ausweiten', wenn es dem Kind gut damit geht…. Auch die Sache mit 'Erektion in der Badewanne' darf keine Munition mehr sein.

Die Ex schüttelt jedoch weiterhin den Kopf und sagt 'Njet'. 'Kein Vertrauen', ich habe nicht genug 'aufgearbeitet'… Das übliche. Mittlerweile weiss ich schon vorher, was sie sagen wird.

Dann 'torpediert' sie das Ganze, und zwar folgendermassen:

Es ist schon bei der Begrüssung extrem 'feierlich-getragene' Stimmung, dann meint 'Berater' zur Eröffnung, die Ex habe mir etwas mitzuteilen….
Ich denke im ersten Moment: 'Was ist los, ist jemand gestorben', ihr Vater etwa?
(Überlege mir schon, wie ich überzeugend Mitgefühl heucheln kann - OK, das ist nun zu krass, hätte es wohl tatsächlich auch zumindest teilweise empfunden)

Nein, die Farce wird komplettiert durch (bitte festhalten!): Sie müsse mir mitteilen, sie habe sich in *KSZB-Berater* verliebt!

Bin erstmal komplett baff. Muss auch lachendes Losprusten verkneifen, während gleichzeitig durch den Kopf geht: Spinnt sie jetzt total?

Äussere mich eher durch mockantes Lächeln und ein 'Die macht mich echt komplett fertig' in Richtung Berater.

Komplett fertig machen konnte sie mich zu dem Zeitpunkt nicht mehr, das hatte sie zuvor schon ziemlich gut hingekriegt, am schlimmsten wars einige Wochen davor, zu dem Zeitpunkt war ich eher schon wieder dabei, mich etwas zu erholen…

Naja, die Einzelheiten brauchen wir nicht, ein Witz das Ganze, damit war unser Beratungsprozess nach einem knappen Jahr zumindest bei diesem Menschen beendet.
Er kam auch noch mit dem Hinweis, 'vor allem unter dem Aspekt Ihres damaligen Verdachts ich hätte mich mit Frau *Ex* verbündet'.

KSZB-Berater empfahl uns, eine andere Beratungsstelle aufzusuchen.

Ich hatte dann weitere 6 Wochen später einen Termin bei der Erziehungsberatung des Jugendamtes. (Ich war damals noch so naiv, zu glauben, dies wäre 'das Jugendamt'…)
Da ich der Ex zuvor allerdings per mail mitgeteilt hatte, ich wolle ausschliesslich über Umgang sprechen, und mich nicht erneut in eine tribunalartige Situation begeben, bei der sie Ihre 'Verunsicherung' und 'schlechten Gefühle' hinsichtlich 'der Badewannengeschichte' abnudeln könne - kam diese nicht!

Ich sass dann alleine bei der JA-Beratungs-Tante, habe der eine Stunde lang die Geschichte der vorhergehenden Monate erzählt und sie empfahl mir 'Sport zu treiben' (allen Ernstes). Ansonsten könne sie nichts für uns (das Kind und ich) tun, solange Ex nicht auftauche.

Ich wusste dann nicht mehr, was ich tun sollte, ich wollte/will unverändert mehr Zeit mit meinem Kind.

Vor allem Dingen möchte ich, dass das Kind wieder mitbestimmen darf, und nicht wie ein Möbelstück behandelt wird (aka Besitz der Mutter).

Stichworte sind hier 'Selbstwirksamkeitserleben' und 'erlernte Hilflosigkeit' zur Depressionsprophylaxe… Wenn man solche Sachen bei den 'Beratern' anbringt wird das gleich wieder abgewertet/abgebügelt.

Zur Anfangszeit des 'Regelumgangs' hat unser Kind gegen Sonntag Abend immer auch geschimpft: 'Ich mag bei Dir schlafen, Papa', durchaus auch mal beim Zurückbringen: 'Ich mag nicht zur Mama', 'Ich will bei Dir schlafen'…. Wobei sie auch oft sagt: 'Ich will zur Mama'… - ehrlicherweise und zu meiner heimlichen Befriedigung aber eigentlich nur bei Dingen wie Zähne Putzen, oder abendlichen 'es ist Zeit ins Bett zu gehen' Bedrängnissen….

Mittlerweile äussert sich das Kind jedoch eher in der dritten Person von sich, das geht dann so: 'Bin ich heute bei Dir, Papa?'

Das bricht mir immer das Herz.

In dem Zusammenhang: auch von seiten der 'neuen' ProFamilia-Beraterin kam der Einwand: Man müsse aufpassen, das das Kind die Eltern nicht ausspielt.

Ich habe sie dann tatsächlich gefragt, ob sie das nicht albern findet, wenn sie Angst haben müsse, von einer 4-jährigen ausgespielt zu werden. Auch bei mir müsse das Kind Zähne putzen.
Da kann ich mich zwar um Kopf und Kragen reden, aber mittlerweile bin ich 'fuckin pissed'.


Aber erstmal weiter in der Geschichte:

Dieses 'Standardumgang'-System klappt auch recht gut den Sommer über, es ist allerdings sonst nicht viel geregelt.

Dies merke ich, als ich nachfrage, wie es denn im August mit Urlaub aussieht. Ich hatte der Ex bereits im Frühjahr meine Urlaubstermine mitgeteilt, natürlich synchron mit dem KiGa-Urlaub.

Es entspinnt sich ein wochenlanger E-Mail-Dialog mit der Ex, sie taktiert und verzögert, ihre Gegenfrage, was ich denn meine, 'ein guter Weg für *Name Kind* sei', kontere ich damit, sie solle mich nicht mit scheinheiligen Rückfragen belästigen, sondern mir einfach die Daten sagen.

Nach der Show im Dezember-Januar könne ich ein etwaiges Interesse ihrerseits an einem 'guten Weg für *Name Kind* nicht erkennen….

Sie entblödet sich dann tatsächlich nicht, mir zu empfehlen, ich solle mich an unseren damaligen KSZB-Berater (der in den sie sich verliebt habe) wenden, sie habe dem einen 'Vorschlag' geschickt. - Meine Nachfrage: 'Wieso, fährt denn der mit *Name Kind* in den Urlaub'?

Es geht dann noch einige Male hin- und her, bis Herr 'KSZB-Berater' mir den genialen Vorschlag macht ich solle darauf bestehen, dass es, solle es zu keinem Urlaub kommen, wir beide dies dem Kind sagen, in Anwesenheit der Exen's neuer 'ProFamilia'-Beraterin, im Sinne von: 'Wir konnten uns nicht einigen', Papa fährt alleine.

Toll, wenn das so durchgegangen wäre, wäre mein Urlaub auch im [Unterschreitung des Mindestniveaus] gewesen, vor allem wäre, Motorrad fahren (was dann die Option 'Ohne KInd' gewesen wäre) viel zu gefährlich geworden, suizidale Impulshandlungen sind da dann doch zu verlockend, wenn man 'schlecht drauf' auf dem Motorrad sitzt, und dauernd dran denkt, wie man auch hätte der Tochter und ihren Cousins am Meer ne gute Zeit machen können…

Mein Psychologe, zu dem ich seit diesem Frühjahr gehe, um funktions- und lebensfähiger Restvater zu bleiben - aber auch auch um Antworten zu bekommen auf die Frage nach 'unerwünschte Erektionen im Kontakt mit dem eigenen Kind' (vielleicht hängt auch beides zusammen), hat hin und wieder, wenn er nicht gerade vor sich hin theoretisiert, genial-praktische Ideen wie: 'Sie müssen das System ändern'.

Also habe ich versucht, der Ex möglichst glaubhaft rüberzubringen, dass es mir doch eigentlich wurscht ist, wenn der Urlaub mit Kind nicht klappt, 'ich kann auch so'….

Aber dabei müsse man es leider nur irgendwie glaubhaft dem Kind verkaufen, wieso Papa plötzlich nicht mehr zumindest alle zwei Wochenenden und einmal die Woche auf der Matte steht (ich nehme ja sonst meinen Umgang wahr wie ein Uhrwerk, wer sieht, wie mir die Kleine im KiGa entgegenfliegt, weiss warum)

Psychologe meint dann, ich solle mir eh nichts vormachen, das Kind spüre den Konflikt sowieso, ich solle ihr einfach sagen: 'Die Mama will es nicht', dann könne 'sich das KInd mit der Mutter auseinandersetzen'… Auf meinen Einwand hin, es sei nicht Aufgabe meiner Tochter, für 'Zeit mit Papa' zu kämpfen, hat er etwas zurückgerudert, und 'mhmhmh' gemacht.

Ich merke immer mehr, man muss sich von allen Seiten 'etwas holen', und dann sich letztlich immer selbst entscheiden.

Der ist etwas theorielastig, der Herr Psychologe, praktischere Tips gibt Herr 'KSZB-Berater' (ich bin zu dem während der letzten Monate immer noch gegangen, vor allem wegen doch guterTips hinsichtlich des Umgangs mit der Tochter in diesen Tagen: wie kann ich sie aufbauen, wie Loyalitätskonflikt minimieren…)

Aber aufgrund dieses fantastischen Vorschlags (Bestehen sie darauf, dass es dem Kind in Anwesenheit der ProFamilia Beraterin gesagt wird, und zwar von ihnen beiden, nicht der Beraterin: 'Du kannst nicht mit Papa in den Urlaub fahren, weil *WIR* uns nicht einigen konnten), 'durfte' ich mit Tochter, und meinem Bruder, dessen Frau, und deren Kindern doch tatsächlich und in echt 2 Wochen in den Urlaub.

Und zwar so: 1 Woche (erste Anfrage war 6 Wochen zuvor!) vor dem geplanten Urlaubstermin kam erfrischend konziliante E-Mail der Ex: Sie sei noch einmal in sich gegangen, ich habe in der Tat Recht, es sei eine Schmierenkomödie, die wir aufführten, etc, und sie würde mir folgenden Vorschlag machen: 2 Wochen, von bis blabla...

Mein Bruder, hatte schon gewitzelt: 'So wie ich das sehe, wirst Du erst 1 Stunde vorher wissen, ob Du *Name Kind* mitnehmen kannst oder nicht….' :-)

2 Wochen Urlaub mit Kind haben dann stattgefunden. Gut. Nach vorhergehenden 6 Wochen langem Scharmützel. Was tut man nicht alles für sein Kind.


Jedoch kommt zwischendurch durchaus die Überlegung: Soll das jetzt bei jedem Urlaub so weitergehen?

Diese Woche habe ich ebenfalls Urlaub, habe der Mutter in 2 Mails angeboten, das Kind einige Tage zusätzlich zu betreuen, Ergebnis das übliche: keine Antwort.



Aber weiter mit der Geschichte, einige Aspekte fehlen noch: es gibt einen weiteren Player, eine ProFamilia-Beraterin.

Diese ist im Spiel, seit der Sache mit der Verliebtheit meiner Ex zum KSZB-Berater, er hatte und ja dann mehr oder weniger 'verabschiedet' (durchaus professionelle Reaktion, wie ich finde), das Problem war nur, es war dann über Wochen hinweg keiner mehr da, der ein bisschen Reskommunikation hätte gewährleisten können…. (bis auf die mittlerweile zur Routine gewordenen E-Mails mit wechselseitigen Vorwurfslisten, die Ex und ich uns hin-und her schickten)

Dann fand ein von mir organisierter Termin bei einer Jugendamtsberatungsstelle statt, zu dem Frau Ex jedoch nicht erschien, sie meinte dann, sie müsse sich jemanden suchen, um sich Kompetenzen anzueignen, wie sie mit mir und der Situation umgehen soll, ist dann eben wohl zu dieser ProFamilia Stelle gelaufen.

Im Sommer wurde im Zuge der Urlaubsdiskussion auch eine 'erpresserische' Verknüpfung getätigt : ich solle auch einmal dort erscheinen, diese Beraterin würde mich gerne kennenlernen. Nach einigem Hin und Her bin ich dort hin, sie sprach von 'zunächst Einzelgespräche, dann gemeinsame Elterngespräche', eigentlich das übliche.

Auf meine Nachfrage, was denn der Unterschied sein solle, zu dem geplatzten JA-Termin, zu dem meine Ex nicht erschienen ist, meinte sie, sie würde dies beim nächsten Termin mit der Ex bereden.

Nach den 2 Wochen Urlaub bekam ich unsere Tochter zunächst 10 Tage nicht zu sehen, dies stellte auch kein wesentliches Problem dar, es war je auch dann der Urlaub mit Muttern…
Danach ging der 'Starndardumgang' Rhythmus weiter: Mittwochs Abholung vom KiGa, Übernachtung, zurück zum KiGa am Donnerstag Früh, sowie Freitag 17:00-Sonntag 20:00, alle 2 Wochen.


Dann kommt's: unmittelbar nach einem WE kam von der Ex eine E-Mail, wonach die KiGa-Betreuerin sie angesprochen habe, das Kind hätte sich 'ein Büschel Haare ausgerissen, ohne offensichtliche Schmerzen zu empfinden', ausserdem habe sie am selben Tag versucht, sich mit einer Schere in den Finger zu schneiden.


........tbc.....

..... Teil IV ...


Mein erster Gedanke: Toll! Endlich bröckelt die Fassade! Seit Monaten erzähle ich dem KSZB-Betreuer, dem Kind gehe es schlecht, er beschwichtigt und wiegelt ab, ich solle 'nicht katastrophisieren'….

Das Kind: Hat anfangs bei mir eingekotet und eingenässt (war vor der Trennung bereits 1 Jahr praktisch 'trocken'), wepst bei mir unruhig in der Wohnung herum, will permanent getragen werden….kommt ausser vor der 'Hypnose'-Droge TV/Computer, oder wenn ich sie trage, kaum zur Ruhe…
-mittlerweile an den Wochenenden der immer gleiche Ablauf: beim Aufwachen die Frage: Ist heute KiGa? Musst Du heute in die Arbeit? Nachdem beides zufriedenstellend verneint wird, sichtliches Entspannen, ab da ist auch ruhiges Vor-Sich-Hinspielen möglich…
Sie piekst mich auch mit einer Essensnadel aus heiterem Himmel, nennt mich durchaus mal 'Kaka-Papa' und 'Scheiss-Papa'.

Auch ist mir schon zu Anfang, d.h., gleich, nachdem die Tochter Ende Januar zum ersten Mal seit meines Auszuges zu mir durfte, aufgefallen, dass sie 'parentifiziert'.
Sie hat von Anfang an Dinge gesagt, wie: Beim Hinausgehen im Regen: 'Papa, zieh Deine Mütze an, es regnet', Wenn es kalt ist: 'Zieh Dir Deine Jacke an Papa', oder beim Verabschieden vor dem Zurückbringen zu Muttern: ' Du bist doch jetzt ganz allein in der Wohnung, das magst Du doch auch nicht, oder?'
(Den Begriff 'Parentifizieren' habe ich mir jetzt erst während der letzten Monate angelesen, auch der KSZB-Berater kam damit, als ich Tochter's Sprüche erzählt habe….aber genau das ist es! Das Kind 'sorgt' sich um mich. Zunächst dachte ich mir: Was soll das denn jetzt.)

Ja, also, das Kind ist durch den Wind, dies aber schon seit Monaten, letztlich seit der 'Geiselnahme' im Dezember-Januar, nicht erst seit die KiGa-Frau es bemerkt hat!
Das Einkoten hat wieder aufgehört. Auch in die Hose gepieselt hat sie bei mir zumindest seit dem Sommerurlaub nicht mehr. Sie schläft auch ruhiger. (Anfangs hatte sie tatsächlich Alpträume, sie hat viel gezappelt und gequietscht, einmal sogar: 'Ich will zum Papa')

So tragisch das ist: eigentlich bin ich 'froh', dass die Fassade bröckelt und die KiGa-Frau sich gemeldet hat. Ich habe die dann gleich antelefoniert, um das erstmal zu checken, war wohl wirklich so. Diese Betreuerin ist mir (glaube ich) recht wohlgesonnen.

Des weiteren hat die Mutter einseitig die Zeiten des Wochenendumgangs geändert, Mitte September, anstatt Freitag 17:00 'darf' ich Kind erst Samstag 09:00 abhjolen, dafür 'soll' ich sie am Montag Morgen in den KiGa bringen. Ihre Begründung war, das Kind wäre am Sonntag Abend immer so aufgelöst, weil sie das Gefühl habe, den Papa in der Wohnung alleine zurück zu lassen.

Das ist mir ziemlich aufgestossen, da dann der Freitag Abend wegfällt, insgesamt sich bei mir die Zeit mit Kind verkürzt. Ausserdem ist es natürlich anstrengender, zugegebenermassen, man muss ja Samstag dann früher raus, und Kind abholen, es fällt einmal 'Ausschlafen' weg, Kind schläft sonst so bis 08:00-09:00, auch nicht zu verachten, wenn man sonst um 05:30 raus muss… :-)

Ex meinte in ihrer Mail: 'nimm es als Anordnung' (!) - KSZB Berater meinte draufhin, ich solle schreiben: 'Unter Protest'… Süss, nicht?

So kommt es zu einem weiteren 'Elterngespräch', dieses Mal ein Vierergespräch (Mutti, Vati, KSZB-, sowie ProFamilia Berater), letztlich ohne wesentliches Ergebnis…

Ich nenne die Dinger mittlerweile 'Quasselstunde': die Ex lehnt sich zurück, und sagt, 'ich habe kein Vertrauen', wegen 'Erektion in der Badewanne' und meines 'Umgangs damit'…

Dann muss sie nichts weiter sagen, zumal die ProFamilia Tante bereits zur Einleitung deklariert: Man sei froh, wenn man zunächst 'ins Gespräch komme', 'über konkrete Zeiten' soll es heute noch nicht gehen'….

Vor 2 Wochen war ich bei einer 'Erstberatung' im JA, habe mich wieder Abwimmeln lassen, es war kein wesentliches Interesse feststellbar.

Die Dame dort meinte, wenn es so schlimm wäre, hätten sich die vom KiGa bei ihnen gemeldet.

Ich solle weiter zu den Beratungen gehen, sie kenne die ProFamilia-Beraterin, dies sei eine 'toughe Frau'. Nun, im letzten Beratungsgespräch kam sie mir nicht so rüber, es wirkte eher so, als würde sie sich unterschwellig mit Mutter solidarisieren.




Nun gut, ich brauche jetzt Anregungen:

1. Kennt jemand das Problem, Erektionen mit Kind? Erfahrungen?

2. Soll ich erneut zum Jugendamt? Dort mehr Druck aufbauen?
Offensichtliches Notieren des Namens der Beraterin, schriftliche Kommunikation? Jemanden als Zeugen mitnehmen?
Die Tochter ist seit Monaten durch den Wind, das interessiert die nicht!

3. Soll ich einen Antrag beim FG stellen, auf Regelung/Erweiterung der Umgangszeiten, vor allem auch hinsichtlich Urlaube/Ferien/Geburtstag des Kindes?
Hier ist nichts geregelt, es läuft letztlich nur über die Willkür der Mutter ('Zugeständnis', 'Anordnung').
Hier auch der Aspekt, dass die Beratungen ja nun mit wechselnden Beratern seit Monaten laufen, aber sich nichts wesentliches ändert, was 'Zeit mit Papa' angeht.
Ich werde von den Beratern immer genötigt, nichts eskalierendes zu tun, aber die Beibehaltung einer Blockadehaltung, wie sie sie aus meiner Sicht der Mutter zugestehen, stellt meines Erachtens ebenfalls eine Eskalation dar. Derweil rupft sich Kind die Haare aus. Toll.

Wenn die Mutter bei der Anhörung aus 'allen Rohren' feuert, insbesonders 'Erektion des Vaters in der Badewanne' anführt, was wird passieren? Erfahrungen?

4. Wie hält man den Druck vom Kind weg?
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#2
Guckst du mal hier:

http://maennerboard.de/index.php?topic=123.0

Ist diese Ähnlichkeit zufällig?
Bibel, Jesus Sirach 8.1

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#3
1. Nein, nicht mal ansatzweise. Die Standardlehrmeinung sagt: Es kann passieren, das ist nicht schlimm. Stress wie du ihn erlebst, kann es erst hervorrufen. Die beste Reaktion ist einfach abbrechen und weg, wenn es passiert. Das heisst: Badewanne verlassen, Kind absetzen. Das hat auch der Berater gemeint. Manche Situationen sollte man auch von vornherein vermeiden, z.B. Badewanne und Bett.

2. Sinnlos. Gegen die kannst du nichts machen.

3. Dazu wirst du viele Meinungen hören und dann auch nicht schlauer sein wie vorher. Ich kann aber extrem gut nachvollziehen, an welchem Punkt du stehst und mit welcher Art Ex du zu tun hast. Da sind Aspekte beim Umgang drin, die ich selbst exakt so erlebt habe, ein Exentypus wie deiner ist nicht selten.

Unterschiedliche Herangehensweisen münden in veränderten Wahrscheinlichkeiten für den Verlauf der Dinge. Wenn du ohne Gericht weitermachst, wird es weiter Umgang nach Gutsherrinnen-Art geben, sie die Gutsherrin, du der unfreie Knecht auf ihrem Land. Aber es gibt Umgang, solange du der nützliche Idiot bleibst.
Der Gang zum Gericht wird die Wahrscheinlichkeit für weitere spätere Gerichtsverfahren erhöhen. Er wird den Ärger erhöhen, Gegenreaktionen erhöhen und er bietet eine Chance auf mehr Umgang, aber auch das Risiko dass der Umgang erdrosselt wird. Aus heutiger Sicht und in deiner Situation würde ich diesen Weg nicht mehr wählen. Du hast dafür zu viele "Leichen im Keller", bist auf mehreren Ebenen zu instabil und wirst es auf Dauer nicht durchhalten, mit und gegen noch mehr Fronten zu kämpfen, nur um der Hoffnung auf ein bisschen mehr Umgang wegen.

Oberhalb einer bestimmten psychischen und physischen Belastungsgrenze würde ich heute sogar nur noch an mich selbst denken und eine ganz heftige Bremse einlegen. Gespräche und Helferindustrie wegschieben, Umgang so wie er gewährt wird, wenn nicht dann nicht. Und wenn mich auch das noch zu sehr stresst, dann auch das abbrechen. Du hast nur dieses eine Leben, ein kranker, toter, gebrochener Vater ist kein bisschen besser für das Kind wie einer, der mit Richter und Beratern dem Umgang nachhetzt.

4. Deine Möglichkeiten sind zu begrenzt, um das zu schaffen. Du kannst es nicht. Versuche vielmehr, in deiner gemeinsamen Zeit mit dem Kind eine gemeinsame Insel ohne Stress zu erleben.
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#4
Mittlerweile habe ich jetzt alles durchgelesen.

Deine Ex ist hochmanipulativ, die hat nicht nur dich dazu gebracht, gegen dein Interesse und gegen deinen Willen zu handeln, die macht das auch mit anderen Menschen - z.B. mit dem Typen vom KSZB.

Besprich mal mit deinem Anwalt folgendes Szenario: du gehst zur Staatsanwaltschaft und erstattest Selbstanzeige wegen Verdachts des Kindesmißbrauchs, sexuelle Nötigung et al und gibst diese Badewannengeschichte zu Protokoll. Zwei Möglichkeiten: die Staatsanwaltschaft ermittelt, du wirst angeklagt und verurteilt. Ab dann bist du nicht mehr erpreßbar. Oder die Staatsanwaltschaft stellt die Ermittlungen ein, weil es nichts zu ermitteln gibt. Auch dann bist du nicht mehr erpreßbar mit dieser Sache.

Variante zwei ist sehr viel wahrscheinlicher.

Und dann entziehst du dich den Manipulationen deiner Ex. Es gibt Ratgeber und Fachliteratur, google mit den Suchworten "emotionale Erpressung", "histrionische Persönlichkeitsstörung" und "Narzissmus". Eine belastbare Umgangsregelung wäre das Ziel, allerdings steht zu befürchten, dass deine Ex dieses Werkzeug zur Manipulation, dieses Kind, nicht einfach so aus ihrem Machtbereich entlassen wird. Hier ist guter Rat teuer - vielleicht weiss einer der anderen Foristi einen Rat.

Gaanz wichtig: grenze dich von deiner Ex ab. Sie hält dir ein Stöckchen hin, und du springst - das muss aufhören!
Bibel, Jesus Sirach 8.1

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#5
Hei, jei, jei, das ist ein ganze Menge stuff. Sehr reflektiert, sehr bemüht, sehr gut zu lesen .... jedoch enorm komplex die ganze Geschichte.

hier nur ein paar Gedanken:

- die Psychos suchen das Problem grundsätzlich immer beim Ratsuchenden. Auf die Idee, dass man Opfer von emotionaler Gewalt geworden ist, dass man Opfer einer niederträchtig agierenden, höchst wahrscheinlich in ihrer Kindheit traumatisierten Exe geworden ist, kommen die nie. Bei denen unbedingt aufpassen und sich ja nicht jeden Stiefel anziehen, die die einem hinstellen.

- die Geschichte mit der Erektion ist ärgerlich. Du weisst inzwischen, dass es ein Dummheit war und man kann nur jedem Vater strikt abraten, sich in solche Situationen überhaupt zu begeben. Ich meine nun, die Kleine war ja über eine ganze Zeit am Wochenende bei dir, du bist nicht mehr in die Badewann mit ihr und nun sollte das Thema vom Tisch sein.

- Ich werde hier im Forum zwar jetzt wieder verprügelt, aber ich meine es bringt dir nichts, dich an das Familiengericht zu wenden. Deine Exe hat für mein Gefühl eine ausgeprägte Persönlichkeitesstörung, so ähnlich wie die von raid, dass alle Versuche, sie per Gerichtsbeschluss zu etwas zwingen zu wollen, scheitern werden. Das jedenfalls ist meine feste Überzeugung. Das wird nichts bringen, sondern die ganze Situation nur weiter verschlechtern. Nimm das, was du bekommst von ihr an Umgangszeit und geniesse diese Zeit. Die Kleine wird dich sowieso nie vergessen. Sie wird später der Exe anhängen, dass sie die Umgangszeit immer viel zu knapp bemessen hat und vielleicht ganz zu dir ziehen. Wenn sich jetzt nicht durch familiengerichtliche Auseinandersetzungen, bei denen man NIE weiss, wie sie ausgehen werden und bei denen die Exe alle "Kinderschänderargumente" aufbringen wird, die es nur gibt, die ganze Situation weiter verschlechtert- sprich, dass der Umgang weiter oder sogar gänzlich redurziert wird, und zwar weil die Exe das sabotiert und von keinem Gericht wirksam daran gehindert werden wird!

-Nimm die Regelung wie sie ist, und lass Zeit ins Land ziehen. Keine bösen Emails mehr, nur noch "jawohl", "ja gerne", "ja selbstverständlich". ..... Diese Leute sind krank. Sie müssen einen ganz unten sehen, sie brauchen von einem die totale Unterwerfung ... alles andere führt zu einer narzisstischen Kränkung und dann werden sie ganz, ganz, ganz böse und fühlen sich auch noch vollkommen im Recht.

- Die Sache mit dem Druck ist schwierig. Den kann man gar nicht vom Kind weghalten. Leider. Vielleicht könntest du ihr öfters mal sagen, dass sie sich keine Sorgen machen muss um dich, dass du sie im Herzen immer dabei hast, und - sagen wir zum Beispiel - immer an sie denkst, wenn du den Mond siehst .... Dass ihr euch ja alle zwei Wochen sehen würdet. Wie lange ihr euch da seht ist für die Aufrechterhaltung der Bindung nicht entscheidend!!! Riskiere wegen ein paar Stunden mehr Umgang nicht das, was du jetzt hast.
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#6
Erektionen sind wie jeder weiß unwillkürliche, vegetative Reaktionen.

Ansonsten hilft das vielleicht weiter:

http://dieaxtimwalde.de/falschbeschuldig...ssbrauchs/

Wenn man sich geschickt positioniert, dann dürfte die Mutter ihren Vorteil verspielt haben. Grundsätzlich kann man nur jedem raten, solche Sachen kategorisch abzustreiten, unabhängig davon wie es war und ob es schlimm ist oder nicht oder was man auch sonst dazu meinen kann. Der Zug ist bei dir allerdings abgefahren. Das ist ein bisschen ungut.

Den Rest habe ich nicht gelesen, sorry.
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#7
(26-10-2015, 19:13)Austriake schrieb: Guckst du mal hier:

http://maennerboard.de/index.php?topic=123.0

Ist diese Ähnlichkeit zufällig?


Naja, natürlich ist es eine ähnliche Geschichte, der hat länger durchgehalten.

Aber relevanter, neben der Konstatierung der Ähnlichkeit, ist: Wie lässt sich so ein Leben vermeiden?

Mein Vater, aufgrund seiner Biographie recht hart und trocken, kommentiert knapp, aber präzise:

- zur Bekanntmachung der anstehenden Trennung: 'Naja, wir haben uns ja eh gefragt, wie lange Du das noch mitmachst'
- zu meiner 'Verunsicherung' hinsichtlich Erektionen mit Kind (ich war kurz nach der Trennung so neben der Spur, ich habe meine Eltern tatsächlich gefragt, ob ihnen jemals in meinem Umgang mit der Tochter etwas aufgefallen wäre!): 'Oje, jetzt fängt sie damit an'
- insgesamt sein Kommentar: 'Nun, Du hast jetzt 10 Jahre Deines Lebens verkackt, damit musst Du klarkommen'

Darum geht es! Wie lassen sich solche Verläufe vermeiden???
Für mich ist das allerdings auch gerade nicht aktuell, so schnell fasse ich keine Frau an.



LG,

Nick
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#8
(26-10-2015, 19:35)p__ schrieb: 1. Nein, nicht mal ansatzweise. Die Standardlehrmeinung sagt: Es kann passieren, das ist nicht schlimm. Stress wie du ihn erlebst, kann es erst hervorrufen. Die beste Reaktion ist einfach abbrechen und weg, wenn es passiert. Das heisst: Badewanne verlassen, Kind absetzen. Das hat auch der Berater gemeint. Manche Situationen sollte man auch von vornherein vermeiden, z.B. Badewanne und Bett.

2. Sinnlos. Gegen die kannst du nichts machen.

3. Dazu wirst du viele Meinungen hören und dann auch nicht schlauer sein wie vorher. Ich kann aber extrem gut nachvollziehen, an welchem Punkt du stehst und mit welcher Art Ex du zu tun hast. Da sind Aspekte beim Umgang drin, die ich selbst exakt so erlebt habe, ein Exentypus wie deiner ist nicht selten.

Unterschiedliche Herangehensweisen münden in veränderten Wahrscheinlichkeiten für den Verlauf der Dinge. Wenn du ohne Gericht weitermachst, wird es weiter Umgang nach Gutsherrinnen-Art geben, sie die Gutsherrin, du der unfreie Knecht auf ihrem Land. Aber es gibt Umgang, solange du der nützliche Idiot bleibst.
Der Gang zum Gericht wird die Wahrscheinlichkeit für weitere spätere Gerichtsverfahren erhöhen. Er wird den Ärger erhöhen, Gegenreaktionen erhöhen und er bietet eine Chance auf mehr Umgang, aber auch das Risiko dass der Umgang erdrosselt wird. Aus heutiger Sicht und in deiner Situation würde ich diesen Weg nicht mehr wählen. Du hast dafür zu viele "Leichen im Keller", bist auf mehreren Ebenen zu instabil und wirst es auf Dauer nicht durchhalten, mit und gegen noch mehr Fronten zu kämpfen, nur um der Hoffnung auf ein bisschen mehr Umgang wegen.

Oberhalb einer bestimmten psychischen und physischen Belastungsgrenze würde ich heute sogar nur noch an mich selbst denken und eine ganz heftige Bremse einlegen. Gespräche und Helferindustrie wegschieben, Umgang so wie er gewährt wird, wenn nicht dann nicht. Und wenn mich auch das noch zu sehr stresst, dann auch das abbrechen. Du hast nur dieses eine Leben, ein kranker, toter, gebrochener Vater ist kein bisschen besser für das Kind wie einer, der mit Richter und Beratern dem Umgang nachhetzt.

4. Deine Möglichkeiten sind zu begrenzt, um das zu schaffen. Du kannst es nicht. Versuche vielmehr, in deiner gemeinsamen Zeit mit dem Kind eine gemeinsame Insel ohne Stress zu erleben.


Danke für die Antwort.

Ad 1: Alles klar. Was Erektion in der Badewanne angeht: manchmal denke ich mir, 'schlimmer' als die Erektion war in der Retrospektive, dass ich die Türe offen gelassen habe!

Ad 2: Ja. Ich habe auch den Eindruck, das ich da in eine Nebenfront abgleite.

Daneben aber auch die Idee, dadurch, das Jugendamt zu involvieren, könnte ich evtl einen gewissen Verhandlungsdruck auf seiten der Ex aufbauen? Sinngemäss hiess es einmal von ihrer Seite: 'Wenn ich *Name Kind* nicht ausreichend vor Dir schützen kann, kann mir das Sorgerecht entzogen werden'.
-dieses brachte mich eben auf die Idee: wenn ich mit den Jugendamtsleuten spreche, und die sind irgendwie davon zu überzeugen, dass ich 'keine Gefahr' für meine Tochter bin, würde dieses Argument wegbrechen.
(Vielleicht ist das aber auch zu viel 'Arbeit' für zu wenig Effekt)
Des weiteren denke ich, dass meine Ex doch ziemlich an 'guter Fassade' interessiert ist, die ganze Thematik läuft ja bisher eher im 'Geheimen', diverse Berater sind zwar dabei, aber sonst nichts weiter. Ich habe ebenfalls noch einen gewissen (naiven?) Glauben ans System. Der bekam aber bei meinem bisher einzigen und letzten JA Termin schon einen Dämpfer.

Ad 3: Richtig, aber viele Meinungen sind insofern nicht schlecht, als doch immer wieder etwas herausspringt, was einen weiterbringt..

_Der Gang zum Gericht wird die Wahrscheinlichkeit für weitere spätere Gerichtsverfahren erhöhen._

Hier muss man sich ein Stopp-Schild setzen, denke ich? Maximal OLG Beschluss, und gut ist es, oder?

Ich sehe einen eventuellen Schritt ans Gericht, oder sonstige 'Eskalation' als 'Erhöhung des Kompromissdruckes', auch, in gewisser Weise, 'Öffentlichkeit' (und ist es eben nur der Gang zum Gericht, oder zum JA) als 'Kratzen an Exens Fassade'.
So ähnlich, wie ich es insgeheim begrüsst habe, dass die KiGa Betreuerin meinte, 'Kind reisst sich Haare aus'.

Gleichzeitig habe ich eben permanent das Gefühl, ich tue nicht genug für meine Tochter, aufgrund meiner Panik, als 'Kinderschänder' zu gelten. Ich würde sozusagen 'das Kind im Stich lassen'

Gleichzeitig geht es eben auch um 'Ehrverletzung': Die Ex hat ja im privaten Umfeld durchaus grosszügig von ihrem Mitteilungsbedürfnis hinsichtlich ihrer 'Sorgen' und 'schlechten Gefühle' Gebrauch gemacht. Ein gemeinsamer Freund hat sich bei mir, trotz 'Aussprache', seit Monaten nicht mehr gemeldet.


_Du hast dafür zu viele "Leichen im Keller", bist auf mehreren Ebenen zu instabil und wirst es auf Dauer nicht durchhalten_

Zur Zeit bin ich instabil, das ist richtig, unmittelbar nach der Trennung war das aber wesentlich schlimmer.
Ich bin zunehmend aber auch, wie im initialen Posting geschrieben: 'fuckin pissed'. Anfänglicher Angst, Erschütterung und Verunsicherung folgt Wut.
Kannst Du das noch bitte ausführen, inwieweit Du 'mehrere Ebenen' siehst?
Ich habe meinem Kind gegenüber ein extremes schlechtes Gewissen, dass ich diese 'Badewannensache' zugelassen habe, und vor allem auch, dass ich es der Ex 'erlaubt' habe, dies so sehr 'zur Waffe' auszubauen.
Ich habe auch ein schlechtes Gewissen, weil ich damals unmittelbar nach der Trennung nicht *sofort* zum Familiengericht gegangen bin.

Letztlich immer der Gedanke: ich tue nicht genug für mein Kind. Wenn ich eben das Mittel 'Gericht' aussen vor lasse.


_Gespräche und Helferindustrie wegschieben_

Das ist interessant: Ich habe heute einem weiteren Einzelgespräch bei Herrn 'KSZB' abgesagt, ich habe ihm auf Band gesprochen, dass ich im Moment keinen Sinn darin sehe, er solle mir bitte lediglich einen weiteren Termin für ein gemeinsames Gespräch mit Frau Ex vorschlagen.





Danke für Deine Gedanken!


LG, Nick
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#9
(26-10-2015, 19:50)Austriake schrieb: Deine Ex ist hochmanipulativ, die hat nicht nur dich dazu gebracht, gegen dein Interesse und gegen deinen Willen zu handeln, die macht das auch mit anderen Menschen - z.B. mit dem Typen vom KSZB.

Ja.

Hallo Austriake,

(26-10-2015, 19:50)Austriake schrieb: Besprich mal mit deinem Anwalt folgendes Szenario: du gehst zur Staatsanwaltschaft und erstattest Selbstanzeige wegen Verdachts des Kindesmißbrauchs, sexuelle Nötigung et al und gibst diese Badewannengeschichte zu Protokoll. Zwei Möglichkeiten: die Staatsanwaltschaft ermittelt, du wirst angeklagt und verurteilt. Ab dann bist du nicht mehr erpreßbar. Oder die Staatsanwaltschaft stellt die Ermittlungen ein, weil es nichts zu ermitteln gibt. Auch dann bist du nicht mehr erpreßbar mit dieser Sache.

Variante zwei ist sehr viel wahrscheinlicher.



Na! Das ist ja nun mal ein interessanter neuer Ansatz!

Vor dem FG-Antrag?

Kann natürlich übel in die Hose gehen.

Also, ich habe diese Woche Anwalt-Termin, diesen Aspekt werde ich ansprechen.

Danke.


LG, Nick
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#10
(27-10-2015, 02:17)Nick schrieb:
(26-10-2015, 19:50)Austriake schrieb: ...... Selbstanzeige .......


Kann natürlich übel in die Hose gehen.

Das wird definitiv in die Hose gehen. Niemals! Egal, wie man den Vorfall bewertet. Der Vorschlag ist fahrlässig.
Auch wenn es minimal wahrscheinlich glimpflich abgehen sollte, kann es dennoch zu stetiger Stigmatisierung beim FamG verwendet werden.
# Familienrechtslogik: Wer arbeitet, verliert die Kinder. Wer alleinerziehend macht, kriegt alles. Wer Kindeswohl sagt, lügt #
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#11
(27-10-2015, 04:12)sorglos schrieb:
(27-10-2015, 02:17)Nick schrieb:
(26-10-2015, 19:50)Austriake schrieb: ...... Selbstanzeige .......


Kann natürlich übel in die Hose gehen.

Das wird definitiv in die Hose gehen. Niemals! Egal, wie man den Vorfall bewertet. Der Vorschlag ist fahrlässig.
Auch wenn es minimal wahrscheinlich glimpflich abgehen sollte, kann es dennoch zu stetiger Stigmatisierung beim FamG verwendet werden.

Eine Einstellung der Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft kommt einer völligen Rehabilitierung gleich.

Mann kann sogar noch einen Schritt weiter gehen und jeden juristisch belangen, der weiterhin einen solchen Verdacht äussert und ihn zum Zwecke der Nötigung oder Erpressung verwenden will. Verleumdung, üble Nachrede etc.pp.
Bibel, Jesus Sirach 8.1

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#12
Nick, Du drehst dich zu sehr um die Badewannenereignisse. Die Ex weiss das und hält dich schön weiter am drehen. Ich würde das als Spinnerei wegwischen und mich erst wieder damit beschäftigen, wenn sie dich wirklich anzeigt. Von einer Selbstanzeige rate ich ab, aus genau den Gründen die Sorglos geschrieben hat. Der Vater zeigt sich selbst an, das hängt viel stärker nach. Deine sich dem Unverständnis anschliessenden Erklärungen zu taktischen Gründen oder zum Beweis deiner Unschuld will dann gar keiner mehr hören. Die Taktik ist eher angebracht nach Jahren von Streit und Distanz, dann wirken solche Anschuldigungen auch von vornherein nicht mehr glaubhaft.

(27-10-2015, 01:54)Nick schrieb: Daneben aber auch die Idee, dadurch, das Jugendamt zu involvieren, könnte ich evtl einen gewissen Verhandlungsdruck auf seiten der Ex aufbauen?

Vielleicht verstärkst du auch den Druck der Ex, der du damit neue Verbündete zugeschaufelst. Auf jeden Fall erhöhst du die Komplexität der Situation weiter, weil weitere Beteiligte dazukommen. Exen wie deine sind geschickt und manipulativ, zusammen mit dem Mütterbonus wird da kein Druck gegen sie aufgebaut, sondern nur gegen dich!

Gerichtsverfahren generieren wieder Gerichtsverfahren, das zeigt auch die Statistik. Natürlich nicht so, dass ein Verfahren die Instanzen hochgeht, sondern dann neue Verfahren folgen. Du kriegst mit Glück vielleicht eine Umgangsregelung. Dann stallt sich irgendein Punkt als unzureichend heraus, Mutter stellt sich aber quer: Neues Verfahren. Oder die Mutter schiesst quer, du beantragst Ordnungsgeld: Neues Verfahren. Oder die Dinge ändern sich, Regelungen werden wegen fortschreitendem Kindesalter unpraktikabel, Mutter stellt sich aber quer: Neues Verfahren. Das Rechtswesen ist eine Teergrube. Das Zeug klebt an dir, je mehr und mühevoller du dich bewegst, desto tiefer zieht sie dich rein.

Aber wie gesagt, da kann man auch ganz anderer Meinung sein. Es ist ein alter Streitpunkt, dem sich ständig Ratschlagskriege entzünden.

(27-10-2015, 01:54)Nick schrieb: Ein gemeinsamer Freund hat sich bei mir, trotz 'Aussprache', seit Monaten nicht mehr gemeldet.

Auch da verschleisst du dich auf Nebenschauplätzen. Es ist völlig üblich, dass bei strittigen Trennungen gnadenlos die ganze Umgebung wie Schachfiguren gezogen werden, dass sich Freunde auf Nimmerwiedersehen verabschieden weil die Ex dort Müll hinterlassen hat. Investiere nicht in Aussprachen, vergiss die Leute, die der Ex zuhören. Sei froh, dass du nun weisst, wer wirklicher Freund ist und wer nicht. Sei auch vorsichtig, über ehemals gemeinsame Bekannte fliessen die meisten Informationen. Wer Spass am Spiel hat, lanciert darüber genau das, was die Ex hören soll.

(27-10-2015, 01:54)Nick schrieb: Kannst Du das noch bitte ausführen, inwieweit Du 'mehrere Ebenen' siehst?

Du warst übel lange in einer pathogenen Abhängigkeit mit deiner Ex verstrickt, das passiert nicht aus heiterem Himmel, auch bei dir sind ungelöste psychische Probleme vorhanden. Gut ist, dass du nach Hilfe gesucht hast, aber da liegt noch ein Stück Weg vor dir. Deine psychische Stabilität unter Belastung ist jedenfalls sehr fraglich. Deine finanzielle Stabilität scheint auch nicht riesig zu sein. Deine Position beim Kind ist schwach, du hast kein gemeinsames Sorgerecht. Du bist erpressbar, manipulierbar und hast dich teilweise von der Verstrickung mit der Ex noch gar nicht gelöst. Du bist tief in Schuldgefühlen drin. Deine Kommunikation mit der Ex ist zu weitreichend und noch lange nicht auf der Elternebene angekommen.

Sieh das als nüchterne Bestandsaufnahme und Begründung, wieso ein zusätzliches Streitfeld, nämlich das Juristische ungünstiges Gelände für dich ist. Lies Sunzi :-)
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#13
Moin, und Danke für Deine Zeit, zeitgenosse!


(26-10-2015, 20:07)zeitgenosse schrieb: - die Psychos ... Bei denen unbedingt aufpassen und sich ja nicht jeden Stiefel anziehen, die die einem hinstellen.

- die Geschichte mit der Erektion ist ärgerlich.


- Ich werde hier im Forum zwar jetzt wieder verprügelt, aber ich meine es bringt dir nichts, dich an das Familiengericht zu wenden.

-Nimm die Regelung wie sie ist, und lass Zeit ins Land ziehen. Keine bösen Emails mehr, nur noch "jawohl", "ja gerne", "ja selbstverständlich". ..... Diese Leute sind krank. Sie müssen einen ganz unten sehen, sie brauchen von einem die totale Unterwerfung ... alles andere führt zu einer narzisstischen Kränkung und dann werden sie ganz, ganz, ganz böse und fühlen sich auch noch vollkommen im Recht.

- Die Sache mit dem Druck ist schwierig. ....Riskiere wegen ein paar Stunden mehr Umgang nicht das, was du jetzt hast.


Also, die Sache mit den Psychos ist tatsächlich so, man kann da nur Teilaspekte akzeptieren.

Die Sache mit der Erektion ist in der Tat ärgerlich. Undecided

Dass dies 'keine Munition' mehr sein darf, wird mir von Herrn KSZB Berater auch seit Monaten versichert, unterschwellig 'erlaubt' dieser (und Frau ProFamilia sowieso), es aber immer wieder.

- ich habe von meiner Familie durch die Bank Prügel einstecken müssen (Vater, Brüder), als nach der Trennung das Kind in Schutzhaft genommen wurde, wieso ich so blöd gewesen sei, das 'nach aussen' zuzugeben.

Jedoch kommt hier ein Aspekt zu tragen, den ich 'retrospektive Besserwisserei' nenne:
Zu dem Zeitpunkt war ich der Meinung, die Sache könne noch 'gerettet' werden, ich sah das Problem 'Erektion mit Kind' auch als 'Wink mit dem Zaunpfahl', wie vom Betriebsmittelbereitsteller bemerkt, korrelieren solche Dinge mit Stress.

Vor allem in den Wochen vor meinem Auszug war es extrem, wie im Original Post schon erwähnt.
Ich wollte die Situation verbessern.

Ich war einfach sehr naiv.

Die Intention meines Postings ist neben der Suche nach Ratschlag auch durchaus die informative Seite - anderen eine 'Warnung' zu sein.

Wobei ich durchaus natürlich das Problem sehe, dass die meisten in diesem Forum erst lesen, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, ich bin auch erst zu spät auf die 'Trennungs-FAQ' gestossen.

Ich bin auch immer noch überrascht, welche zahlenmässige Dimension dieses Problem der in moralischer Hinsicht fragwürdigen Machtausübung nach Trennung darzustellen scheint.

Manche Männer fallen dem auch leichter zum Opfer...

Interessant ist in diesem Zusammenhang eine Bemerkung, die seitens meines Bruders als erstes kam, nach Verkündigung der Trennung. Mein Bruder ist schwul und lebt seit einigen Jahren mit Partner, als ich meinte, ich würde ausziehen, kam von ihm als erstes die Aussage:
'Als ich mit *Name des Partners* beim ersten Mal bei Euch war, hat er mich danach geschockt, weil er gesagt hat: ''Warte mal, wenn die mit dem Studium fertig ist, wird sie ihn raushauen'' '

Das war nach der Geburt unseres Kindes!


Wie der 'Iglu' meinte: bei mir ist 'der Zug ist abgefahren', wohl in mehr als nur einer Hinsicht.

(Naja, oder eben auch nicht, mal sehen, ja ich lese Sun Tzi)


Durchaus wert sind Überlegungen, wie sich solche 'Verläufe' vermeiden lassen, deswegen eben *auch* mein initiales Posting.



Was die Frage der 'Eskalation' durch Familiengerichtsantrag/JA-Kontakt angeht:

Mittlerweile bin ich in einer Situation, in der ich mir (überwiegend) denke, ich würde meiner Verantwortung fürs Kind nicht gerecht, wenn ich es nicht tue. Ich hätte sozusagen 'nicht alle Mittel' ausgeschöpft, wenn ich es nicht tue.


_Riskiere wegen ein paar Stunden mehr Umgang nicht das, was du jetzt hast_  Ist eben nur ein Aspekt.

Daneben gibt es noch:
Erhöhung des Verhandlungsdruckes auf Ex,
alle Mittel ausschöpfen,
Kind nicht in Stich lassen,
Planungssicherheit (ich hatte die surreale Urlaubsdiskussion erwähnt),
Kratzen an Ex's Fassade der guten besorgten Mutter, ....

- ich denke, das ein wichtiger Punkt, sie ist da sehr bedacht, das letzte 'gemeinsame' Beratergespräch kam (leider) auch erst nach Monaten des Stillstandes zustande, nachdem Kind durch Haareausrupfen im KiGa auffällig geworden war.



LG, Nick
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#14
Sorry Guys,


Ich merke, ich muss nochmal die korrekte Zitierweise hier üben.


Zunächst ganz allgemein der Dank für insgesamt doch eher nüchterne Rückmeldungen, ich hatte sehr befürchtet, als Kinderschänder diffamiert zu werden.

Ich glaube, im Grossen und Ganzen ist rübergekommen, in welcher Situation ich stecke, die Frage ist:

-  'Weiterwursteln' in den Fängen der Berater, Akzeptanz der Situation, oder Eskalation über JA/FG?


Ich werde die Dinge ein wenig sacken lassen, soweit möglich, und Rückmeldung geben.

Soll aber auch heissen: bin weiterhin dankbar für Anregungen und auch Nachfragen.



Der Betriebsmittelbereitsteller hat insofern Recht mit seinem Hinweis, dass 'psychische Stabilität' auch eine wesentliche Rolle spielt, der permanente Mindfuck erodiert diese.
Wie geschrieben, vor einem Jahr hätte man mir wohl den Führerschein entzogen, wäre ich vor Gericht erschienen. Confused

Ich bin im Nachhinein froh, diese Phase überstanden zu haben, ohne mich aufgehängt, oder beruflich gröberen Bockmist gebaut zu haben.


Morgen habe ich einen Termin beim Familienrechtsanwalt.

Bei dem war ich bereits letzten Januar, zu Zeiten der Schutzhaft, und er hat für mich sehr vernünftig und plausible gesprochen.

Vielleicht brauche ich ja auch eher einen Anwalt für Sexualstrafrecht? :-)

(Wie hiess nochmal der Typ, der den Kachelmann verteidigt hat? - Schwenn, oder so? - ernstgemeinte Frage!)

Ich werde auch die Idee mit der Selbstanzeige ansprechen.

And I'll keep you posted.


Was die im Zusammenhang mit einem möglichen Gerichtsgang angesprochenen Aspekte angeht: 'Was tut man nicht alles für sein Kind?' Huh  

Kurze Hintergrundinfo zum Finanziellen: in gewisser Weise ist in meiner aktuellen Situation ein 'Trostpflaster', dass ich in der Hinsicht durchaus 'Glück im Unglück' habe, ich bin in der Lage, ein wesentlich überdurchschnittliches Einkommen zu erzielen, in einem allgemein stressigen und auch physisch anstrengendem Environment zwar, aber dieser Punkt ist trotz psychischer Belastung nach der Trennung stabil geblieben.
Offen gesagt: 3-5000,- könnte ich für solch ein Gerichtsverfahren schon abknapsen.

 - Hier ist ein weiterer Punkt zu berücksichtigen: der aktuelle Job ist intellektuel nicht sehr anspruchsvoll, wie Fahrradfahren (eher was für die letzten 5 Jahre zur Rente, wobei das relativ ist), und in gewisser Weise ein Überbleibsel der Endzeit der Beziehung, ich hatte im Jahr der Trennung den Job gewechselt, da mein vorhergehender in vieler Hinsicht härter war.

Die Idee war hier, durch Reduktion der Belastung im Berufsleben privat 'besser' funktionieren zu können.

In gewisser Weise finde ich mich nun in einer Situation, in der mein Job nicht mehr meiner Lebenssituation entspricht.

Auch hier bin ich durchaus offen für Anregungen:   - 'Weiterverfolgen der Karriere vs Versuch der Umgangsregelung, oder beides parallel?'

Da auch Herr Psychologe u.a. meint, mittel- und langfristig solle ich mir etwas 'erfüllenderes' suchen, ergibt sich aber dann die Frage: wie ist dieser Schritt (Jobwechsel) vor allem mittelfristig mit dem 'ungelösten' Problem 'Umgang mit Kind' zu synchronisieren.

Konkret: Momentan hätte ich relativ viel Zeit für meine Tochter, kann diese aber wegen Umgangsblockade nicht nutzen.

Ein 'erfüllender', 'besserer' Job hätte aber sicher wieder 60-80hrs/Woche zur Folge, d.h. 'weniger Zeit fürs Kind'.


Noch Infos zum Aspekt 'Geld für die Ex':

Wie gepostet, hatte ich ja jahrelang der Ex einfach die Hälfte meines Nettoeinkommens überwiesen, sentimentaler Depp, der ich war.

Zusätzlich hatten wir dieses Konstrukt, dass ich mehr oder minder dann vom Restbetrag auch die Hälfte der Haushaltskosten übernommen habe, sowie 'Miete', die Ex hat ihren Teil der Haushaltskosten dann auch zu einem wesentlichen von Geld bestritten, welches sowieso von meinem Konto kam, davon aber auch ihre Kreditraten fürs Haus bezahlt. Dies wurde zu einem massiven Konflikt-Thema.

In den Wochen vor meinem Auszug habe ich dann den Herrn KSZB-Berater gefragt, der sich dann zu dem Zeitpunkt eher als 'Trennungsberater' positioniert hatte ('Das können wir auch machen' - Hrrmmmph) wie denn die Geldfrage so zu sehen wäre, er meinte 'Hälfte des Netto' nach der Trennung wäre Unfug, ich solle ihr einen Betrag zahlen, 'mit dem ich gut leben könne'.

Wohlgemerkt, zu dem Zeitpunkt habe ich auch noch Exens's Sprüche von 'freundschaftlich regeln' und 'Ich lasse *Name Kind* immer zu Dir' für bare Münze genommen!

Es kam dann in der Woche vor meinem Auszug zur Gelddiskussion, mein Angebot war knapp das Doppelte des DT-Betrages, plus eventuell als Kredit einen zusätzlichen Betrag, zumindest bis sie ihr Studium beendet hat.

(Ich war damals dermassen unbedarft, die 'Düsseldorfer Tabelle' habe ich erst nach der Trennung als gängigen Begriff kennen gelernt!)

Dieses Angebot wurde von ihr nicht akzeptiert, sie bestand auf meinem 'Versprechen' von zur Zeit der Geburt des Kindes (Hälfte Netto). Ich bin da aber hart geblieben: 'nicht nach der Trennung'.

Mittlerweile bin ich mir sicher, dass die Eskalationsschiene, die sie beim ersten KSZB Gespräch gefahren hat, mit diesem für sie unbefriedigenden Ausgang zu tun hat (das war dann 1 Woche danach!)

In den Monaten nach der Trennung habe ich der Ex dann eben, mehr oder weniger aus der Luft gegriffen, ca ein 3/4 Jahr lang knapp das Doppelte des lt. DT 'zustehenden' KU überwiesen.
Auch unter dem Einfluss des ständigen Beschwichtigens seitens des KSZB Beraters, im Sinne von: 'nichts konfrontatives tun'...

Bis ich dann massive Bauchschmerzen damit bekam, auch aus meiner Familie kam permanent die Flak im Sinne von: 'Bist Du blöd, ich verstehe Dich nicht, wieso Du der immer noch so viel zahlst, bei dem was sie Dir und *Name Kind* antut.'

Selbst Herr Psychologe hat mich dann irgendwann mitleidig angeguckt, und gemeint: 'Ach, sie zahlen immer noch so viel'?

Hier kommt der Aspekt 'Umgang kaufen' ins Spiel.
- Ex schrieb dann irgendwann einmal 'Selbst, wenn Du mir all Dein Geld überweisen würdest, könntest Du *Name Kind* nicht mehr sehen'     - dies allerdings unter den dann herrschenden Bedingungen der monatlichen Überweisung des 'knapp doppelten DT-Betrages'.

Das Ding ist dann etwas weiter 'eskaliert', und zwar, als ich im Zuge der 'Urlaubsdiskussionen' letzten Sommer die Zahlung auf den *tatsächlichen* DT-Betrag reduziert habe (mehr oder weniger grob ausgerechnet).

Der KSZB Berater meinte hierzu, sie habe 'Existenzangst', ich dann: 'Hätte ja nicht sein müssen'.
Seither ist meine Devise: noch letzten Winter hätte man über alles reden können, aktuell nicht mehr. Insofern ist natürlich immer das Thema 'Umgang gegen Geld' im Hintergrund latent vorhanden.

Auch was diesen Aspekt angeht, hat sich die 'Eskalationsspirale' einen Tick weitergedreht.

Auch hier: suggestions and thoughts welcome!




Eine kurze Frage noch: in meiner Stadt gibt es eine lokale VAFK Gruppe.

Ist es aus Sicht der Foristi sinnvoll, dort einmal aufzuschlagen, mit der Frage nach weiteren taktisch-strategischen Anregungen?



LG, Nick
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#15
Die Ortsgruppen beim vafk sind sehr unterschiedlich. Einfach mal hingehen und sehen, wie sie drauf ist wird nicht schaden, aber erwarte nicht zu viel.

Beim Geld hast du Riesenfehler gemacht. Vielleicht hättest du die Ex kaufen können, stattdessen hast du diese Chance komplett verschenkt. Sowas fängt man genau andersrum an: Man zahlt sofort so wenig wie möglich und lässt das erst einmal sacken. Dann bietet man nach einiger Zeit (nicht sofort!) an, auch weitere Beträge zu überweisen. Dies aber nicht als Unterhalt bezeichnen, nicht zusammen mit dem Kindesunterhalt überweisen, nicht per Dauerauftrag, nicht regelmässig. Aus mehreren wichtigen Gründen, z.B. darf es nicht Anschein bekommen, es habe mit irgendeinem rechtlichen Anspruch zu tun. Eben hatten wir es wieder in einem anderen Thread, Stichwort Vertrauenstatbestand.

Für dieses Entgegenkommen erwartest du, dass dir ebenfalls entgegengekommen wird. Gemeinsame Sorge, feste Umgangsregelung, da muss man verhandeln. Wenn die Unterschriften geleistet sind, gibts Geld, vorher nicht. Du hättest es erst mal abwarten sollen, wie ihre vollmundigen Sprüche von wegen "ich lass mir nichts abkaufen" weitergehen, wenn es enger wird.

Versprechen, ihr immer die Hälfte zu geben? Ach, das soll gelten und ihr Versprechen, "Ich lasse *Name Kind* immer zu Dir" gilt nicht? Soso.

Du hast dich ja schon zu Beziehungszeiten restlos mit deiner überdrehten Grosszügigkeit blamiert und als Geldesel par Excellence entpuppt, auf den man nur genug draufhauen muss, dann spuckt er die Taler schon aus. Um da wieder auf normales Niveau zu kommen, hätte es eines harten Schnitts bedurft.
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#16
Wenn Du Dir Umgang erkaufen kannst, wuerde ich es tun. Wenn Du vor Gericht gehst, schmeisst Du die Kohle den Awaelten in den Rachen und der Ausgang ist ungewiss. Dann natuerlich aber mit einer wasserdichten schriftlichen Vereinbarung die ihr dann gerichtlich anerkennen lasst. Der "Helfer" nennt es Existenzangst, ich wuerde es Gier nennen, solltest Du versuchen auszunutzen. ABER mach blos keine grossen Angebote per Mail, das wird im Zweifellsfall bei einer Unterhaltsklage bei Gericht vorgelegt und geht dann nach hinten los. Zahlen wuerde ich erstmal nur muendlich nennen...
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#17
at nick

Du gehst mir viel zu leichtfertig mit den Überlegungen von p und meiner Wenigkeit um, und träumst immer noch weiter davon, mit dem Gang zum Gericht irgendetwas erreichen zu können. Ich sage es noch einmal: nicht bei der Vorgeschichte und nicht bei dieser Exe.

Ganz stark scheint das Motiv bei deinen Versuchen, mit Druck den Umgang auszuweiten, ein ganz merkwürdiges Schuldgefühl eine Rolle zu spielen. Als ob dir hinterher die Tochter vorwerfen würde, dass du für sie nicht zum Gericht gegangen und nicht gegen die Mutter geklagt hast. Dass ist - exküsi - in meinen Augen eine hahnebüchene Überlegung. Was ist denn, und dies ist sehr zu befürchten, wenn du hinterher als Pädophiler eingeordnet wirst, und da reicht es schon, wenn die Exe diese Geschichte dem Richter einfach nur erzählt, ein paar Tränen produziert .... ? Was ist denn, wenn es danach nur noch eingeschränkt zu Umgang kommt oder nur zu begleitetem Umgang zusammen mit einer Aufsichtsperson? Oder wenn das Kind auf Antrag der Exe befragt wird von einem Gutachter? Und die ganze Geschichte so richtig schön hochgekocht wird und dir auf ewig an der Backe bzw. am A.... hängen wird? Dann wirst du ganz sicher ein schlechtes Gewissen haben, oder? Dann hast du vielleicht für ein paar Stunden mehr Umgang die ganze Karre in den Dreck gefahren und wirst als Vater entsorgt werden.

Also, meine W a r n u n g hast du vernommen, nun kannst du wählen.

Eine Sache wollte ich noch nachtragen: Die Geschichte mit dem No 2. Wie sieht es denn da aus mit dem Umgang des Vaters mit seinen Töchtern? Meinst du nicht, dass du da schon auch noch etwas gut zu machen hättest? Und vergegenwärtige dir wie du damals drauf warst. Genauso sind heute ihre Freunde und die von ihr manipulierten Berater der Helferindustrie drauf. Genau so. Ignorant, manipuliert, eingespurt ....
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#18
(27-10-2015, 18:18)zeitgenosse schrieb: Du gehst mir viel zu leichtfertig mit den Überlegungen von p und meiner Wenigkeit um, und träumst immer noch weiter ....

Absolut. "Hoffnung" ist eine verführerische Droge.
# Familienrechtslogik: Wer arbeitet, verliert die Kinder. Wer alleinerziehend macht, kriegt alles. Wer Kindeswohl sagt, lügt #
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#19
Normalerweise empfehle ich keine Scheu vor dem Gang vor den Richter zu haben, in Deinem Fall wuerde ich das aber auch nicht machen. Mit der (nun auch noch bei mehreren Stellen gut dokumentierten) "Vorgeschichte" und der boesartigen Ex gepaart mit einem guten Anwalt geht das hoechstwahrscheinlich nach hinten los, s. zeitgenosses Beitrag.
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#20
Ich habe das Meiste jetzt gelesen und denke, dass deine Chancen grundsätzlich gar nicht so schlecht sind. Rational auf der Faktenbasis betrachtet. Dir scheint allerdings das nötige Mindset abzugehen. ICh habe den Eindruck, dass dir sehr viel daran liegt, dich nach allen Seiten mit Beratern, Psychologen usw. abzusichern. So kann man in keinen Kampf ziehen. Kampf bedeutet Risiko. Wer im Ring steht, läuft eben Gefahr etwas auf die Mütze zu bekommen.

Gemessen an der Faktenlage sehe ich es nicht so negativ wie die Vorredner. Der schwebende Missbrauchsvorwurf ist verspielt. Der sticht nicht mehr. Und Standardumgang inkl. Ferien usw. bekommt man in der Regel vor jedem Gericht.

Zu kämpfen ist keine Frage von richtig oder falsch sondern eine Frage der Entscheidung. So etwas klingt natürlich immer zynisch, aber so schlecht ist der Ist-Zustand vergleichsweise nicht. Das ist dann deine Entscheidung, ob du das aufs Spiel setzen willst gegen oder im Austausch zu gar nichts oder weniger.
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#21
(27-10-2015, 15:23)p__ schrieb: Beim Geld hast du Riesenfehler gemacht.


Ja.

Wobei Du hier das ''auch'' vergessen hast!



LG, Nick
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#22
Abend!

(27-10-2015, 18:18)zeitgenosse schrieb: Du gehst mir viel zu leichtfertig mit den Überlegungen von p und meiner Wenigkeit um, und träumst immer noch weiter davon, mit dem Gang zum Gericht irgendetwas erreichen zu können.


Nein. Tue ich nicht.

Ich grübele seit Wochen.





Zitat:..... Als ob dir hinterher die Tochter vorwerfen würde, dass du für sie nicht zum Gericht gegangen und nicht gegen die Mutter geklagt hast.

Das ist richtig, ich habe meinem Kind gegenüber dieses Schuldgefühl, als würde ich sie 'im Stich lassen'.
Wenn sie mich in 10, oder eher 15 Jahren fragt: 'Papa, wo warst Du?', bin ich ihr Rechenschaft schuldig.

Und da werde ich nicht ein schlechtes Gewissen haben, weil mein *Mindestniveau* im falschen Moment steif geworden ist, sondern, weil ich es nicht geschafft habe, meinem Kind genügend Zeit mit mir zu ermöglichen.



Zitat:<Schilderung möglicher Konsequenzen einer gerichtlichen Eskalation> ....das Kind befragt wird von einem Gutachter.... die ganze Geschichte so richtig schön hochgekocht wird und dir auf ewig an der Backe bzw. am A.... hängen wird? .... die ganze Karre in den Dreck gefahren und wirst als Vater entsorgt werden.

Ja, also, das ist ein Grund, wenn nicht sogar *der* Grund, weshalb ich mich hier an das Forum gewandt habe
Ich bin mit dieser Situation mittlerweile dermassen ausserhalb meines früheren Lebens in einem Bereich, mit dem ich keinerlei Erfahrung habe, demzufolge schwer handeln kann, obwohl mir meine Vernunft sagt, dass es handelbar sein muss....
-deswegen hatte ich eben gefragt: wie wird die Wahrscheinlichkeit eines solchen worst case scenarios gesehen?  Es muss doch ein wenig Restvernunft bestehen im 'System'?



Zitat: Die Geschichte mit dem No 2. .... Meinst du nicht, dass du da schon auch noch etwas gut zu machen hättest?


Du hast genau gelesen.

Ich überlege mir, ob ich den nicht mal anrufen soll, um mich bei ihm zu entschuldigen, dass ich mich so 'bereitwillig als Exit-Option zur Verfügung gestellt habe. 'Never touch a wife with kids!'

Hab bis jetzt noch nicht die Eier gehabt.


Zitat:Und vergegenwärtige dir wie du damals drauf warst.


Hirnlos, schwanzgesteuert, und dann gleich 'gefangen' in der Retter-Rolle, wobei: es war dann mehr so ein Hineinrutschen... Sie hat auch lange Monate auf 'unabhängig' gemacht.



Naja. Viele Fehler.


Mann Leute, hatte ich doch initial geschrieben!

Ich weiss, dass ich viele Fehler gemacht habe, lieber wäre mir zu wissen, was ich machen soll.!     Undecided




LG, Nick
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#23
(28-10-2015, 02:23)Nick schrieb: Ich weiss, dass ich viele Fehler gemacht habe, lieber wäre mir zu wissen, was ich machen soll.!     Undecided

Weniger Leerzeilen :-)
Eine Menge Anregungen hast du doch bekommen, auch wenn grosse Spünge und lösende Schritte nicht mehr möglich sind. Bei der Analyse der Fehler gehts nicht darum, dir Listen vorzuhalten, was du alles falsch gemacht hast. Darin steckt vielmehr der Kern für Veränderungen. Beispiel Finanzielles: Exens Verhalten zeigt doch, dass du sie mit deinem aberwitzigen Geldregen durchaus kaufen konntest, auch wenn sie das natürlich nicht zugibt. Nach der Trennung haben sich ihr einfach andere Mittel angeboten, ihre Macht und Willen durchzusetzen. Schon ihr Satz, sie liesse sich nicht kaufen, ist recht doppelbödig.

Probiers doch einfach noch mal. Auch auf anderer Ebene. Lass sie den Wert von dem lernen, was du hast, anstatt ihr alles vor die Füsse zu legen. So kann ich mir vorstellen, dass sie mit dem Kind auch belastet ist und ganz froh, wenn es mal nicht bei ihr ist. Die Gutsherrinn ist eben auch abhängig von der Leistung des Knechts. Was, wenn du Interesse, Geld, Vohandensein deinerseits zurückfährst?
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#24
(28-10-2015, 02:23)Nick schrieb:
Zitat:..... Als ob dir hinterher die Tochter vorwerfen würde, dass du für sie nicht zum Gericht gegangen und nicht gegen die Mutter geklagt hast.

Das ist richtig, ich habe meinem Kind gegenüber dieses Schuldgefühl, als würde ich sie 'im Stich lassen'.
Wenn sie mich in 10, oder eher 15 Jahren fragt: 'Papa, wo warst Du?', bin ich ihr Rechenschaft schuldig.

Und da werde ich nicht ein schlechtes Gewissen haben, weil mein *Mindestniveau* im falschen Moment steif geworden ist, sondern, weil ich es nicht geschafft habe, meinem Kind genügend Zeit mit mir zu ermöglichen.

Sorry, aber das ist totaler Quatsch. Das stellst DU jetzt so hin, als ob das tatsächlich so wäre. Du siehst sie alle zwei Wochen von Sa-Morgen bis Montagabend. Das ist ausreichend, um die Beziehung zu halten. Die Saisonarbeiter in Russland sehen ihre Kinder bisweilen für ein halbes Jahr nicht, und dennoch haben sie eine ganz tiefe Beziehung zu ihren Kindern, wenn sie wieder da sind.

Ich würde das Risiko einer weiteren Umgangsverschlechterung, von noch viel weniger Umgang bis hin zu gar keinem Umgang, weil irgendwelche Gutachter dir Gott-Weiss-Was anhängen an deiner Stelle nie und nimmer eingehen. Es reicht ja schon völlig aus, WENN NUR VON DER GESCHICHTE GEREDET WIRD. DAS REICHT VÖLLIG AUS. GLAUBE ES MIR. KEIN RICHTER, KEINE RICHTERIN WIRD ÜBER DIESEN PUNKT HINWEGGEHEN. DA BEKOMMEN SIE DIE TOTALE PANIK. DIE DENKEN, WAS IST, WENN ER DEM MÄDCHEN DOCH ETWAS ANTUT UND ICH MIT EINER AUSWEITUNG DES UMGANGS AUCH NOCH VORSCHUB GELEISTET HABE. ICH SAGE ES DIR, DIE STREICHEN DIR DEN UMGANG! DA KANNST DU REDEN SO VIEL DU WILLST. UND DAS ALLES FÜR EIN PAAR STUNDEN MEHR UMGANG. DAS IST WAHNSINN. VÖLLIG DEPPERT MEINER BESCHEIDENEN MEINUNG NACH.

ja, ruf ihn an, und zwar nicht irgendwann einmal .... erkundige dich, wie schaut es bei ihm und den Kindern aus. Hat er noch Kontakt? Es kann ja nicht sein, dass du bei seiner Entsorgung an forderster Front mitgeholfen hast und es dabei bleibt. Einfach nur sagen, dass du Fehler gemacht hast und im Sack nix drin ist, ist ein bisschen wenig, meine ich.
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#25
Die Geschichte mit der Badewanne habe ich schon mal irgendwo gelesen. War es hier?
Das war aber vor mindestens 2 Jahren.

Nick, hast Du diese Geschichte nicht schon mal erzählt? Unter welchem Pseudo?
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