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Wechselmodell, Mutter kümmert sich nicht. Jugendamt einschalten?? Bin verzweifelt!!!
#1
Hallo zusammen, ich habe gerade echt ein gewaltiges Problem, weiss aber nicht, wie ich es angehen soll. Ich bräuchte echt mal den einen oder anderen Rat von euch.

Zu meiner Situation:  Meine Ex und ich haben uns zum 1.8.13 getrennt und sind auch seit Februar 2015 geschieden. Wir haben zwei Töchter (Zwillinge), die wir seit der Trennung im Wechselmodell betreuen (jeweils wochenweiser Wechsel). Die Mädels werden im Dezember 6 Jahre alt.   Unterhaltsverpflichtungen bestehen keine mehr und grundsätzlich habe ich mit der Ex, gerade wegen der Kinder, ein recht belastbares Verhältnis. Seit Beginn unserer Ehe waren wir eigentlich schon total unterschiedlich, sie recht antriebslos, psychisch labil, ein chaotisches Wesen ohne jeglichen Sinn für Struktur und Ordnung. Ich Beamter, gewissenhaft und durchorganisiert. Während unserer Ehe hat sie sich schon um nichts gekümmert und, obwohl sie zu Hause war, auch keine Lust auf Haushalt gehabt. Sie hat ihre Zeit regelmäßig am PC verbracht und hat ganze Nächte durchgespielt. Während der Ehe hat sie ne Ausbildung begonnen, ist aber nach einiger Zeit nach der zweiten Abmahnung gekündigt worden.     Ich habe während der Ehe gekämpft wie ein Löwe und versucht, sie aufzuwecken…aber leider vergebens. Ich könnte Sachen erzählen, die mir wahrscheinlich kein Mensch glauben würde. Letztlich ist Sie gegangen und hat eine eigene Wohnung genommen. Bezüglich der Kinder haben wir von Anfang an ein Wechselmodell vereinbart. Zwischenzeitlich waren die Kinder ca. 70 % er Zeit bei mir, weil es der Ex schlecht ging. Ab der Trennung gings für sie nur noch Berg ab, was mich aber nicht wunderte. Erste Wohnung wurde ihr gekündigt, als der Vermieter merkte, dass er sich einen Messie ins Haus geholt hat, Vollstreckungsankündigungen sind ins Haus geflattert, weil sie auch die Post nicht mehr geöffnet hat. Für ein paar Wochen war sich auch in einer psychosomatischen Klinik, die sie auf eigenen Wunsch wieder verlassen hat. Die ambulaten Besuche beim Psychologen hat sie auch abgebrochen. Seit der Trennung ist sie Arbeitslos, bzw. mittlerweile bezieht sie Hartz 4. Bei ihr zu Hause schaut es eigentlich untragbar aus und auf Körperhygiene achtet  sie schon längst nicht mehr. Immer wenn die  Kinder bei ihr sind, mache ich mir riesige Sorgen. Dass es bei ihr nicht funktioniert ist auch dem Kindergarten aufgefallen, der eine Meldung ans Jugendamt gemacht hat. Auch der damalige Vermieter hat sich ans Jugendamt gewandt. Aufgrund dieser Anzeigen wurden  wir beide vor ca. einem Jahr beim Jugendamt vorgeladen. Die Sachbearbeiterin hat dann ein Gespräch  geführt und sich ordentlich Notizen gemacht. Ich denke, sie hat meine Ex gleich durchschaut. Bei dem Gespräch hat sie gefragt, was ich tuen würde, um die Situation zu verbessern. Ich habe dann gleich gedacht…jetzt musst du vorsichtig sein. Ich meine, wir waren wegen meiner Ex vorgeladen  und die Sachbearbeiterin versuchte, so war es mein Eindruck, mir Teilschuld anzuhängen. Ich habe aber dann ganz diplomatisch geantwortet und ihr erklärt, dass meine Ex mich jederzeit anrufen könne, wenn es ihr schlecht geht und ich würde die Kinder sofort holen. Damit war die Dame zufrieden. Mittlerweile sind die Mädels in einem anderen Kindergarten und auch da fällt auf, dass es immer Schwierigkeiten gibt, wenn die Kinder bei der Mutter sind. Die haben keine Tagesstruktur, sind manchmal bis um 22:00 Uhr auf, obwohl sie am nächsten Tag um sechs aufstehen müssen und regelmäßige Essenszeiten kennen sie bei der Mutter nicht. Nicht zu sprechen von dem Chaos, in dem sie bei der Mutter leben. Das Jugendamt hat der Mutter auch schon einen Besuch abgestattet, diesen aber zwei Wochen vorher angekündigt. Als die Dame da war, war das Chaos natürlich beseitigt. Bei einem Telefonat hat mir die Sachbearbeiterin mal gesagt, dass ich die Verantwortung  für die Mädchen hätte und wenn ich merken würde, dass das bei der Mama nicht klappt, solle ich mich melden und die Kinder einfach zu mir holen. Das zur Vorgeschichte. Wie gesagt, ich habe immer ein schlechtes Gewissen wenn ich die Mädels bei der Ex abgebe und in den letzten Monaten wurde der Zustand bei ihr auch immer schlimmer. Der Kindergarten hat mich schon mehrfach auf die Fehlzeiten der Mädchen, wenn sie bei der Mutter sind, abgesprochen. Ich habe dann vor ein paar Tagen ein Gespräch mit der Ex gesucht und versucht ihr zu erklären, dass sie der Entwicklung der Kinder schadet, wenn sie sich weiterhin nicht richtig kümmert. Sie weiss, dass sie mit allem überfordert ist. Nachdem ich die letzten zwei Tage nichts von ihr gehört habe und sie auch jeglichen Versuch der Kontaktaufnahme verweigert hat, habe ich mir Sorgen gemacht und bin einfach zu ihrer Wohnung gefahren. Es war 20 Minuten nach zehn (früh). Ich habe geklopft und habe gehört, dass die Mädels geredet haben. Nach nochmaligem Klopfen war die Ex dann an der Tür. Sie wollte mir erst nicht öffnen, als ich sie dann noch mal gebeten habe, hat sie mir aufgemacht. Es bot sich ein Bild des Grauens. Die Mädchen waren barfuß, noch im Schlafanzug, es ah überall aus, als hätte ne Bombe eingeschlagen, Zähne hatten sie natürlich auch noch nicht geputzt und gefrühstückt auch nicht. Die Ex hatte nämlich geschlafen. Die Mädels haben mir erzählt, dass sie die Mama öfters mal ausschlafen lassen. Ich habe sie dann zur Rede gestellt und sie hat gesagt, dass es ihr gerade nicht so gut geht und ich die Kinder mitnehmen soll. Das habe ich dann auch gemacht. Ich habe Himmelangt vor der Zukunft, die Kinder gehen nächstes Jahr in die Schule und wenn das chaotische Leben so weiter geht, gibt das ein Fiasko. Ich trage mich jetzt echt mit dem Gedanken,das Gespräch mit dem Jugendamt zu suchen, obwohl ich einen riesen Respekt davor habe. Der Unterstützung des Kindergartens bin ich mir sicher. Ich habe keine Ambitionen, das alleinige ABR zu beantragen, denn die Mädels lieben ihre Mama und ich will ihnen nie das Gefühl geben, dass ich ihnen die Mama weggenommen habe. Ich habe auch keine Ahnung, was ich vom Jugendamt erwarten soll. Ich fände es zum Beispiel gut, wenn es der Ex so eine Art Familienhilfe an die Seite stellt…ich habe keine Ahnung. Ich weiss nur, wenn ich alles so weiter laufen lasse, gefährde ich die Entwicklung der Kinder, gerade was die Schule betrifft. Auch will ich das Tischtuch mit der Ex nicht zerreißen…. Ich bin gerade echt verzweifelt, und weiss nicht, wie ich meine Kinder am besten helfen kann. Ich würde gerne von euch wissen, was ihr in meiner Situation machen würdet…Kontakt zum JA suchen oder ehr nicht??
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#2
(27-11-2015, 18:21)Nordlicht schrieb: Die Sachbearbeiterin hat dann ein Gespräch geführt und sich ordentlich Notizen gemacht. Ich denke, sie hat meine Ex gleich durchschaut. Bei dem Gespräch hat sie gefragt, was ich tuen würde, um die Situation zu verbessern. 

Na Glückwunsch! Da hast Du das Schwarzer-Peter-Spiel verloren. Bei Deiner Struktur kein Wunder. Macher, Sorger, Umalleskümmerer. So bist Du wohl auch bei der Frau angedockt. 

Hallo! Ihr seid jetzt getrennt! Du hast nicht die Aufgabe, ihre Situation zu verbessern. Solch eine Trennung soll doch wenigstens den kleinen Vorteil haben. 

Nach dem, was Du schilderst, würde ich 
- die Mutter informieren, dass ich aus der Verantwortung für sie aussteige
- dem Jugendamt den Auftrag zurück geben
- das Jugendamt bitten, für die Stabilisierung der Frau zu sorgen
- mich darauf vorbereiten, allein für die Kinder zu sorgen. 

Wenn Du jetzt schon mit der Lösung "Kinder bei Dir" kommst, wirst Du als Aggressor gesehen, der der Mutter am Zeuge flicken will. Wenn das Jugendamt mit der Lösung an Dich herantritt, ist es günstiger. Wenn durch das Wirken des Jugendamtes die Mutter stabiler wird und dann für die Kinder sorgen kann, ist es auch o.k.
Vielleicht finden die einen Dreh...
Das Gute ist in gewissem Sinne trostlos.     Franz Kafka
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#3
Ich finde deine Idee sehr gut und zielführend, beim Jugendamt die Hilfen zur Erziehung ins Gespräch zu bringen. Wenn das Jugendamt bereits wegen der Mutter alamiert ist, sollte für dich da auch kein Ungemach drohen.

Ich finde es auch gut, dass du den Kindern die Mutter erhalten willst. Aber ohne Hilfe wird das auf Dauer nicht gehen. Ich sehe da eher die Gefahr, dass man dir dann ebenfalls den schwarzen Peter zuschiebt, weil du die Verhältnisse geduldet hast. Geh da jetzt durchaus in die Offensive und mach einen Gesprächstermin.
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#4
"Na Glückwunsch! Da hast Du das Schwarzer-Peter-Spiel verloren. Bei Deiner Struktur kein Wunder. Macher, Sorger, Umalleskümmerer. So bist Du wohl auch bei der Frau angedockt."
Macher, Sorger, Umallskümmerei??.....Nein, einfach normal gestrickt und versucht, trotz Vollzeitjob und Haushalt den Kindern ein guter Vater zu sein. Eben einfach normal. Meine Ex ist fernab aller Realitäten, so ist die Lage. Die Situation der Mutter will und kann ich gar nicht verbessern, das habe ich schon in acht Ehejahren nicht geschafft. Ich habe nur ein Auge darauf, dass die Kinder bei ihr gut versorgt sind...und das ist leider nicht er Fall. Sie ist meines Erachtens Spielsüchtig und hängt sehr oft am PC. Das tat sie schon, als wir noch zusammen lebten. In der Zeit vor der Trennung hat sie oft die Nächte verzockt und ist dann erst am Abend aufgestanden, als die Mädels schon wieder im Bett waren. Ich sagte ja, meine Situation können sicher die wenigsten nachempfinden, weil sie so unglaublich ist. Ich habe schon befürchtet, dass mein Beitrag so rüberkommt, als wäre ich Hansdampf in allen Gassen. Wie dem auch sei...ich werde wohl mal das Gespräch mit der Dame vom JA suchen. Es geht mir um das Wohl meiner Töchter und bevor man mir zukünftig mal Untätigkeit vorwirft, ergreife ich die Initiative. Ist es evtl. Ratsam, der Dame unterlagen vorzulegen, die die Situation belegen (Bilder oder ein Tagebuch, welches ich seit der Trennung führe) oder ist das zu aufdringlich?? Nochmal...mein größter Wunsch wäre es, das eingerichtete Wechselmodell zum Wohle der Kinder beizubehalten. Das geht aber nur, wenn die Mutter sich stabilisiert. Und dass das passiert...da fehlt mir der Glaube.
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#5
Ja, bring Beweise mit zum Jugendamt, dort tendiert man oft dazu Frauen auf anhieb alles zu glauben und Maennern erstmal garnichts. Und mach den Termin lieber frueher als spaeter, Deinen Toechtern zu liebe. GANZ WICHTIG: Sollte der Rat vom Jugendamt kommen, das alleinige ABR zu beantragen, mache es AUF JEDEN FALL! Ansonsten kann das ganz schnell nach hinten losgehen, Manuela Rösel hat da in einem ihrer Buecher einen ganz krassen Fall beschrieben wo der Vater diese Chance nicht genutzt hat und das ist dann komplett zu seinem Nachteil ausgegangen.
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#6
wieso das ganze theater....die kinder wohnen doch beim papa....

da gilt das kontinuitätsprinzip! keine sorge!

vorschlag:

1. anwalt suchen...
2. situation m. kündigung lehre, wohnung, harz4 aktenkundig
3. bei gerichtstermin vorher das ganze einreichen
4. VP mögl. beantragen - wenn nicht vom gericht bestellt...
5. momentan sehe ich keine wohlgefährdung, wenn die kinder beim papa sind
6. noch fragen - hauser?

bb
netlover
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#7
(28-11-2015, 16:14)netlover schrieb: netlover
Lass dir mal zu Weihnachten eine Taststur mit funktionierender Shifttaste schenken.
--
2. DEUTSCHER GENDER KONGRESS, 06.05.2017 Frankfurt a.M.
https://goo.gl/UL6xnf
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#8
sO kannN icH abeR schnelleR Schreiben...

bb
netLoveR
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#9
So hat aber keiner Lust das zu lesen.
Dann kannst du dir das Schreiben auch gleich ganz sparen, dann sparst du noch mehr Zeit.
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#10
So, heute hab ich mit der Dame vom JA telefoniert und eigentlich wollte ich ja einen Termin zum Gespräch haben. Im Laufe des Gesprächs hat sie sich dann eingehend über die Situation informiert. Bei unserem ersten Gespräch (nach der Anzeige vom Kindergarten) hat sie mir schon gesagt, dass die Verantwortung für die Kinder auch bei mir liegen würde und wenn ich der Meinung wäre, das würde bei der Mama nicht klappen, solle ich die Kinder einfach behalten und das Wechsemodell aussetzen. Gleiches hat die mir auch heute gesagt und auf unser letztes Gespräch verwiesen. Ich habe damals ehrlich gesagt dem Braten nicht getraut, weil ich ja der Meinung war, Jugendämter sind immer auf der Seite der Mütter. Ich glaube nach dem heutigen Gespräch muss ich aktiv werden, sonst wirft man mir vielleicht Untätigkeit vor. Auf eine Familienhilfe für die Mama angesprochen hat sie gemeint, dass das JA diese nicht anordnen kann sondern dass die Anfrage von der Mutter kommen muss. Nach ihren Worten sollte ich der Mutter wohl nahelegen, sich Hilfe zu holen, weil sonst die Aussetzung des Wechselmodells droht. Tja...was soll ich davon halten? Ich werde erneut ein ernstes Gespräch mit der Mama suchen und ihr den Ernst der Lage erläutern. Ich bin immer bestrebt, mit der Mutter der Mädels ein gutes Verhältnis zu pflegen, ich bin heute noch da, wenn sie Hilfe braucht und ich würde mich freuen, wenn sie zurück in die Realität und ins Leben finden würde...allein mir fehlt der Glaube. Hier geht es aber jetzt primär um das Wohl und die Zukunft der Mädels und das zwingt mich jetzt, aktiv zu werden, obwohl ich ehrlich gesagt Respekt davor habe. Ganz schnell hat man mit der Ex wieder Streit und vor allem schnell hat die den Kindern vermittelt, dass es Papas Schuld ist, dass sie die Mama nicht mehr sehen dürfen. Da ist Fingerspitzengefühl gefragt. Ich werde weiter berichten.
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#11
Handeln musst Du, nur kannst Du als Mann/Vater leider in den Augen der Helferindustrie wenig richtig, dafuer aber alles falsch machen. Schreib der JA Mitarbeiterin eine Email mit einer Art Gespraechsprotokoll und den Schritten die Du jetzt tun wirst. Dann hast Du wenigstens was schriftliches. Nicht dass es hinterher heisst, das haette man Dir Niemals so geraten und wurde nie so gesagt.

Du solltest bei einer psychisch kranken Mutter auch nicht so viel Skrupel haben, Du bist es Deinen Kindern schuldig dass sie vernuenftig aufwachsen und gute Chancen im Leben haben! Handel wenn es notwendig ist, auch wenn die Kinder dann ev. traurig oder sauer sind. Das werden sie im Leben noch oefters sein, so ist das nun mal. Und lies mal die Buecher von Manuela Rösel und wenn Du das Geld hast, lass Dich von ihr telefonisch beraten.
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#12
Ich find das auch heftig. Das JA rät dem Vater zu eigenmächtigem Verhalten?

Das von @kay geratene Protokoll wäre das Mindeste, um sich abzusichern.
Das Gute ist in gewissem Sinne trostlos.     Franz Kafka
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#13
So...heute habe ich ein langes Gespräch mit der Mama geführt. Wie schon so oft. Ich habe ihr die Situation dargelegt und ihr erklärt, dass sie sich nur selbst helfen kann und wenn sie nichts unternimmt, ist der Kontakt zu den Mädels in Gefahr. Sie war sofort einsichtig und wird auch morgen Kontakt zum JA aufnehmen um eine Familienhilfe zu bekommen. Wie mir die Dame vom JA erklärt hat, werden wir dann wohl beide geladen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Ich habe noch kurz überlegt, ob ich dem JA vorab noch mal einen Auszug meines Tagebuches nebst Bildern schicke, lasse es aber. Grundsätzlich soll den Kindern Mama und Papa erhalten bleiben und ich würde mir wünschen, dass die Mama wieder in die Spur kommt. Ich persönlich habe da so meine Zweifel, weil ich mittlerweile 10 Jahre vergebens versuche bei ihr was zu bewirken. Ein Mensch ist wie er ist, ein Ergebnis seiner Erziehung und der äußeren Einflüsse . So ne 180-Grad-Wendung ist da ehr unwahrscheinlich. Aber das ist nicht meine Baustelle. Die Familienhilfe wird dann ja wohl zukünftig dem JA berichten müssen, wie alles klappt. Dann werden wir sehen. Mal sehen, was die JA-Dame bei dem Termin dann alles von mir wissen will. War jemand zufällig schon mal in ähnlicher Situation und kann mir den einen oder anderen Rat geben, auf was ich achten muss??
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#14
Hi.

Die Familienhilfe hatten wir auch mal bei Ex und den Kindern im Haus. Die Einflußmöglichkeiten dieser Person auf die KM würde ich nicht überbewerten. In einigen Haushalten wird die von dem Betreuungselternteil lediglich als nettes Goodie verstanden, die ein leckeres Essen kocht, die Bude putzt, die Kinder bespielt und mit der man bei einem Kaffee nett plaudern kann.
Ihr werdet zusammen mit der Familienhilfe einen Hilfeplan erstellen, der Punkt für Punkt die einzelnen Maßnahmen enthält, welche zu einer Verbesserung der Situation beitragen, bis der Betreuungselternteil wieder in der Lage ist, die Kinderbetreuung alleine zu stemmen.
Achte darauf, daß du dabei mit eingebunden wirst und stets über alle Schritte informiert wirst. Die Familienhilfe erstellt auch ein Protokoll über ihre Tätigkeiten und die Situation im Hause der KM. Meistens sind das Mitarbeiter örtlicher Träger, wie etwa die kirchliche Diakonie.
Du solltest der Hilfe auch "auf die Finger schauen". Die werden vom Jugendamt beauftragt und sind im Interesse ihrer Brötchengeber gehalten, ein solches Bild über die Gesamtsituation abzuliefern, der einen möglichst langen Einsatz mit vielen abzurechnenden Stunden rechtfertigt. Je nach deinen Einkommensmöglichkeiten wirst du auch für die Kosten herangezogen. Achte also darauf, das du Einsicht in diese Protokolle bekommst (verlange das) und die Protokolle auch das wiedergeben, was der Realität entspricht.
Was die Familienhilfe von dir wissen will, darüber solltest du dir keine Sorgen machen. Wichtig ist nur, daß du dich dabei nicht ausbooten läßt und dich aktiv beteiligst, deine Unterstützung anbietest. Sonst bist du nur Zaungast im ganzen Geschehen. Es geht nicht darum, den Betreuungselternteil in die Pfanne zu hauen, sondern ihn zu stabilisieren. Achte also darauf, wie diesen gegenüber dem JA darstellst. Die Familienhilfe kann sich durchaus ein eigenes Bild von seinem Schützling machen.
"Du Mama. Wenn Papa tot ist kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof!" - CosmosDirect Lebensversicherung, 2007

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
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#15
(02-12-2015, 00:51)Sixteen Tons schrieb:  Je nach deinen Einkommensmöglichkeiten wirst du auch für die Kosten herangezogen.

Zitat:Eine Kostenbeteiligung der Leistungsberechtigten ist bei Gewährung einer SPFH nicht vorgesehen.

Die Frage solltest Du klären.

http://www.bmfsfj.de/doku/Publikationen/...e%3D2.html

Die Familienhilfe ist auf der anderen Seite auch nicht der verlängerte Arm des Expartners. Deine Ziele stehen deswegen nicht so sehr im Vordergrund.
Das Gute ist in gewissem Sinne trostlos.     Franz Kafka
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#16
Leistungsberechtigt ist ja eigentlich nur die Mutter. Da wir geschieden sind und eine Unterhaltsplicht nicht mehr besteht, denke ich nicht, dass ich an den Kosten beteiligt werde.
Primär hat ja auch nur die Mutter Ziele, nämlich ihren Part im bestehenden Wechselmodell zum Wohle der Kinder auszufüllen. Dazu ist sie gerade halt nicht in er Lage.
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#17
(02-12-2015, 09:19)karlma schrieb:
Zitat:Eine Kostenbeteiligung der Leistungsberechtigten ist bei Gewährung einer SPFH nicht vorgesehen.

Das ist korrekt. Das verhält sich ggf. anders, wenn BET und Kind z. B. über einen sozialen Träger in einer betreuten Wohnform untergebracht sind (war zuletzt dazu mit einem betroffenen Vater im Dialog). Insofern ist mein Hinweis obsolet geworden. Ich selber mußte damals kein Geld beisteuern.

Es kann trotzdem nicht schaden, ein Auge auf die SPFH zu haben, um zu unterscheiden, ob die sich einnisten oder aktiv unterstützen will. Das klappt besser, wenn man sich an der Ausarbeitung des Hilfeplans aktiv beteiligt. Sonst kann man kaum intervenieren, wenn es darauf hinausläuft, das sich jemand die Taschen füllt, anstatt daran zu arbeiten, die Zustände zu verbessern.

Die größte Herausforderung wird es sein, das die Hilfe nachhaltig wirkt. Das wird nur klappen, wenn die Mutter mitarbeitet, bzw. auch dazu Willens ist.
Ansonsten kann es sein, das KM für ein paar Wochen die Zähne zusammenbeißt und nach dem Verschwinden der SPFH wieder in alte Muster verfällt.
"Du Mama. Wenn Papa tot ist kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof!" - CosmosDirect Lebensversicherung, 2007

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
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#18
ikarus....ich glaube, du siehst die lage nicht richtig...: die JA-tante hat gesagt DU sollst das wechselmodell aussetzen bis besserung eintritt!

warum machst du es nicht???? beide haben ABR - also kann nix falsch sein!

du entziehst die kinder/kind nicht...sondern machst einfach alle 2 wochenenden von freitag bis sonntag umgang mit mama....

du sitzt am längeren hebel - du mußt agieren....nicht dich agieren lassen, wenn mama nicht in der lage ist!

hallo.....klingelts?????

das JA hat dir eine steilvorlage gegeben und du trittst den ball vorm tor freistehend ins seitenaus....

bb
netlover
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