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Wechselmodell im Bundestag
#26
Bei der Abgeordneten Werner sollte mal die Imunität aufgehoben werden wegen Ordnungsgeld/haft im Rosenkrieg.
Smile
https://www.berliner-kurier.de/berlin/ki...r--1222420
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#27
So sehen sie Pateimitglieder: Als Reaktion darauf bezeichnete der Gymnasiallehrer die Bundestagsabgeordnete öffentlich als “krank und therapiebedürftig”.
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#28
Die ideale "Expertin" fürs deutsche Familienrecht...
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#29
Zum Glück sind die Parteien auf dem Regelfall herumgeritten. Das Thema Wechselmodell muss so abstrakt gewesen sein, dass sich niemand vorstellen wollte, dass die FDP mit Regelfall das Leitbild meinte. Ansonsten wären sie sicher über das Leitbild hergezogen. Und jede Partei hat etwas Vernünftiges von sich gegeben:

1. Das Wohl der Kinder soll an erster Stelle stehen. (CDU)
2. Kinder sollen nach Trennung zu beiden Eltern Kontakt haben. (SPD)
3. Kinder haben ein Recht auf Mutter und Vater. (AfD, SPD)
4. Wir möchten eine einzelfallorientierte Entscheidung. (CSU)
5. Wir möchten kein zwangsbeglückendes Betreuungsmodell? (AfD)
6. Residenz- und Wechselmodell sollten gleichberechtigte Alternativen sein (AfD)
7. Wir möchten keinen Regelfall. (SPD, AfD, Linke, Grüne)
8. Das Wechselmodell soll im Gesetz verankert werden. (SPD)
9. Wechselmodell als Leitbild nicht als Regelfall (FDP)

Abgesehen vom üblichen Bullshit:

Es wurde deutlich, dass das Thema Geld bzw. Kindesunterhalt im Zusammenhang mit dem Wechselmodell negativ ausgelegt wird, obwohl es (aus meiner Sicht) die Quelle des Übels ist und es hier vorranging Neuregelungen bedarf. Zum Glück scheint es den Müttern noch nicht bewusst zu sein, welche Vorteile sie durch das Wechselmodell bei derzeitiger Gesetzeslage habe:  50% Betreuung und trotzdem fast Kindesunterhaltsausgleich in Höhe des Kindesunterhaltes im Residenzmodell.

Konflikthaftigkeit wird mit Hochkonflikthaftigkeit in einen Topf geworfen. Das streitmindernde Potential des Wechselmodells will nicht erkannt werden. Man bemüht Klischees, um etwas abzulehnen, was normalerweise zu seinem Vorteil ist und zum Vorteil des Kindes.

A. Die räumliche Nähe als hartes Ausschlusskriterium für das Wechselmodell wird als Gegenargument genutzt, obwohl Konsens darüber besteht, dass ein Wechselmodell bei mehr als 50 km Entfernung der Wohnorte problematisch werden kann.

B. Ungenügend Finanzmittel werden als Ausschluss für das Wechselmodell gesehen, obwohl nur bedingt Mehrbedarf durch das WM entsteht. Es wird die Realität verdrängt. Wenn ein Elternteil zu blöd oder zu faul ist, Geld zu verdienen, muss doch der andere Elternteil trotz Wechselmodell den Bedarf des Kindes trotzdem  zahlen.

C. Schichtarbeit/Arbeitszeiten werden als Ausschlusskriterium herangezogen. Hallo? Die Arbeitszeit des einen Elternteils kann nach Trennung nicht das Problem des anderen Elternteils sein.

D. Immer wieder diese Gülle mit angeblich höherem Abstimmungsbedarf. Fehlende konstruktive Kommunikation wird als Ausschlusskriterium herangezogen, obwohl nicht mehr kommuniziert werden muss als im Residenzmodell.

E. Belastung durch Pendeln, obwohl beim Wechselmodell nicht mehr gewechselt wird als beim Residenzmodell.
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#30
Möchte da nicht mal jemand kommentieren?

https://www.youtube.com/watch?v=IfWS8cWYOvQ
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#31
Unser Lieblingsverein VAMV hat auf den FDP-Antrag geantwortet: https://www.berliner-zeitung.de/politik/...g-30516622
https://www.vamv.de/uploads/media/VAMV-P...052018.pdf

Und -Überraschung- ihn niedergemacht. Man solle doch bitte die Gleichstellungspolitik mal sein lassen und man wisse doch gar nichts über dieses komische Wechselmodell. Weitere Kommentare erspare ich mir, es lohnt sich nicht sich an diesem Uralt-Müll abzuarbeiten, die Argumente sind alle schon gesagt bzw. widerlegt worden.
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#32
Zitat:Für  Eltern,  die ein  Wechselmodell  oder  erweiterten Umgang  leben möchten,  müssen  faire Unterhaltslösungen entwickelt  werden,  die weder  den ökonomisch schwächeren Elternteil noch das  Kind  benachteiligen und  gewährleisten,  das  die Existenz  des  Kindes  in beiden Haushalten gesichert  ist. 

Damit dürfte alles klar sein. Es geht nur um Geld.
"Du Mama. Wenn Papa tot ist kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof!" - CosmosDirect Lebensversicherung, 2007

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
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#33
Zitat:Für  Eltern,  die ein  Wechselmodell  oder  erweiterten Umgang  leben möchten
Braucht man keine neue Gesetze ist doch klar. 
Das Problem ist, wie zwinge ich die MILF zum Wechselmodell?

Erweiterter Umgang ist ja Goldmine für die Mutti, Mutti hat viel Freizeit und dazu noch vollen Unterhalt!
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#34
(30-05-2018, 16:13)Zahlesel_RUS schrieb: Braucht man keine neue Gesetze ist doch klar. 
Das Problem ist, wie zwinge ich die MILF zum Wechselmodell?

22. Familiengerichtstag:

Umgang: Es wird festgestellt, dass sich Umgang nicht durchsetzen lässt. Das liegt aber nicht an den Gesetzen, sondern daran, dass sie nicht benutzt werden. Deswegen sollen die Gesetze nochmal geändert werden. Logisch oder? 

http://www.trennungsfaq.com/forum/showth...pid=186954
"Du Mama. Wenn Papa tot ist kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof!" - CosmosDirect Lebensversicherung, 2007

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
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#35
Alles hier schon gesagt. Mein Problem ist, dass auch ich der FDP schlicht nicht vertraue. Sie hat ein neues Feld der Betätigung gefunden und wildert derzeit erfolgreich bei den Vätern um Stimmen. Das mag in Teilen ja gar nicht unmoralisch sein, sondern ehrlich gemeint, aber man hat auch schon festgestellt, dass im gleichen Feld die AfD wildert und wer will damit schon in Verbindung gebracht werden.

Nichts desto Trotz bringt man das Ganze in den Bundestag ein. Soweit so gut. Aber sobald man merkt, dass man mit diesen Themen in D wenig reißen kann und die Potenziale ausgeschöpft sind, wird die Sache im Sande verlaufen. Die FDP ist keine Partei, die Gegenwind lange verträgt. Die wollen wieder mitspielen und werden sich entsprechend flexibel zeigen, auch wenn es in den Koalitionsverhandlungen - löblicherweise - sich kurz anders zeigte. Ich wünschte es wäre anders...
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#36
Auch der deutsche Juristinnenbund macht wie erwartet sein Häufchen und lässt sich übers Wechselmodell aus: https://www.djb.de/verein/Kom-u-AS/K2/pm18-23/

Es ist die übliche Sammlung aus der Beantwortung nie gesteller Fragen, Lügen und vorgestrigem altfeministischem Müll, es steht wie ebenfalls erwartet nichts lesenswertes drin. Von begrenztem Witz weil schon zu oft gehört z.B. der Absatz: "Das Unterhaltsrecht bietet zahlungsunwilligen Unterhaltsverpflichteten derzeit Anreize, sich über das Wechselmodell ihren Unterhaltspflichten zu entziehen, ohne echte Erziehungsverantwortung übernehmen zu wollen."

Soso. Die verpeilte Gier nach Unterhalt selber kassieren ist wie immer der Antrieb. Ich formuliere es mal um, nämlich auf den tatsächlichen Ist-Zustand statt der Phantasie des djb:

Das Unterhaltsrecht bietet zahlungsunwilligen Frauen derzeit Anreize, über das erzwungene Residenzmodell abzukassieren, ohne echte Kindeswohlverantwortung übernehmen zu wollen. Sie zwingen das Kind zu sich, um nichts selbst zu seiner Finanzierung beitragen zu müssen.
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#37
(17-06-2018, 11:52)p__ schrieb: Das Unterhaltsrecht bietet zahlungsunwilligen Frauen derzeit Anreize, über das erzwungene Residenzmodell abzukassieren, ohne echte Kindeswohlverantwortung übernehmen zu wollen. Sie zwingen das Kind zu sich, um nichts selbst zu seiner Finanzierung beitragen zu müssen.

Passt doch prima zu der Forderung des DAV, noch mehr Unterhaltsmodelle zu installieren.

Zitat:„Der Kindesunterhalt muss in Zukunft stärker an den Betreuungszeiten orientiert werden, aber auch die unterschiedlichen Einkommen der Eltern berücksichtigen.“ Ein entsprechendes Stufenmodell hat der Anwaltsverein bereits erarbeitet.

Hach, Hauptsache der Unterhalt ist geregelt. Die Umgangseltern dürfen sich aber ansonsten bzgl. des "Kindeswohls" gerne weiter an den Instanzen abarbeiten. Wie erbärmlich.
"Du Mama. Wenn Papa tot ist kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof!" - CosmosDirect Lebensversicherung, 2007

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
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#38
Zufällig gefunden. Ja, wer hat denn da auf der Seite der SPD gewildert? Schattenboxen oder der Versuch, wieder neue Wäühlerstimmen einzufangen? Man weiß es nicht.

https://www.spdfraktion.de/themen/wechse...apa-wohnen
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#39
Beitrag aus dem Juristentagsthread verschoben. Der Artikel vom März 2017 war vor der Wahl. Und vor der Bundestagsdebatte, wo die SPD eifrig mitdebattiert hat, siehe oben. Die SPD-Abgeordneten Sonja Amalie Steffen, Esther Dilcher: https://www.bundestag.de/dokumente/texta...ell/546390 Da hat sich die SPD wohl "umorientiert", aber das tut sie ja bekanntlich sehr gerne.

Der angebliche "Sachstand" kam erst einige Tage später, hier: https://www.bundestag.de/blob/553360/d14...f-data.pdf

Das interessanteste da drin ist aber nicht der angebliche Wechselmodellsachstand, sondern was übers Unterhaltsrecht:

"Was das gleichermaßen betroffene Unterhaltsrecht angehe, habe das BMJV den gesetzgeberischen Reformbedarf auf diesem Gebiet bereits eingehend analysiert. Im Anschluss an ein unterhalts- rechtliches Symposium im Mai 2015 hatte das BMJV eine hochkarätig besetzte interne Arbeits- gruppe aus Vertreten der Justiz, der Lehre, der Anwaltschaft und der Ressorts eingesetzt, die ihre Arbeit im Januar 2017 abgeschlossen hat. Auf der Basis der dort erzielten Ergebnisse würden der- zeit auf Fachebene Reformoptionen geprüft"

Passiert ist - nichts. Ach doch, der Unterhaltsvorschuss wurde irrwitzig verlängert.
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#40
Nappo, (März 2018) ich tue mich auch schwer mit dem Vertrauen in die FDP.
Einerseits erkenne ich die Mühen der Kämpfer um eine bessere Welt, allen voran Tim Walter, ja an und ich bekenne auch dass ich Christian Lindner im Wesentlichen ganz gut finde. Andererseits hat die Partei eben auch eine ganze Menge Dreck am Stecken.
Was soll ich jetzt stärker bewerten? Die schlechten Erfahrungen aus der Vergangenheit oder die Hoffnung, endlich eine (etablierte) Partei gefunden zu haben, die sich für uns einsetzt?
Schwierig.
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