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Feminismus = Kindeswohl
#1
Wie Bluter schon sagte haben wir gerade eine sehr interessante Veranstaltung besucht.
Die Diakonie Norderstedt hatte geladen zum Thema:

"Hintergründe von Trennung und Scheidung:
Die heile Familie - hoffnungslos überfordert?"

Referentin war Professorin Dr. Uta Meier Gräwe. Soziolgin an der Uni Giessen.

Der Vortrag enthielt im Wesentlichen eine Menge Punkte, warum Frauen so arm dran sind und was von Männern zu fordern ist, damit sich das ändert.

Ich hatte meine Herztabletten nicht mit und begann schon nach kurzer Zeit zu hyperventilieren.

Sie möchte z.B. dass die klassische Aufgabenverteilung in der Ehe endlich abzuschaffen ist, zugunsten einer paritätischen Aufgabenverteilung, was ja zunächst mal nicht schlimm ist aber nach der Trennung hat gilt selbstverständlich wieder das klassische Rollenmodell, das die Kinder zur Mutter gehören und der Mann die Kohle ran zu schaffen hat.

Sie beklagte auch, dass in der Automobilindustrie mehr verdient würde als im Kindergarten aber die Idee, dass die Frauen dann auch einfach Autos bauen könnten, empfand sie nicht als Lösung.

Die Tatsache, dass Frauen zu 90% Kinder wollen, Männer aber oft nicht ist ihr auch aufgefallen.
Der Grund dafür ist aber, ihrer Absicht nach, das Väter keinen Bock auf Hausarbeit haben.

Ein Gedicht war auch eine anwesende Richterin des örtlichen Amtsgerichtes die mit der revolutionären Aussage glänzte, dass es in ihrem Gericht ausschließlich um das Kindeswohl und Einzelfallbetrachtungen geht und natürlich immer die blöden Eltern schuld seien, die das Kindeswohl aus den Augen verlieren.

Auch eine Diakonisse war fest davon überzeugt, dass alles so wie es ist gut ist.

Jetzt ist mir schlecht.
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#2
Kannst Du bitte nochmal den doch sehr wichtigen Punkt genauer darstellen, warum die Frauen so arm dran sind und was da im einzelnen von den Maennern gefordert werden muss???
Hattet Ihr Eure Haekelsachen dabei?
Norderstedt ist also auch schon verseucht.

Al Bundy, das ist natuerlich nicht ernst gemeint...


"Kommt mit", sagte der Hahn, "etwas Besseres als den Tod finden wir ueberall."
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#3
Muss nochmal tief in mich gehen.
Mal sehen, ob ich alles wieder hoch würgen kann.

Die Frau wird vom Mann gezwungen, ihre Karriere aufzugeben.
Der Mann hat keine Lust auf Hausarbeit.
Die Frau möchte Kinder, der Mann aber nicht.
Die Frauen suchen ihre Partner vor Allem weiter oben, dort gibt es aber nicht mehr genug Männer.
Die Frauen erhalten ab dem 3. Lebensjahr des Kindes keinen Unterhalt mehr.
Männer fahren immer nur zwischen Job und Wohnung hin und her, Frauen müssen die Kinder noch zur Schule, zum Musikkurs und zum Sport fahren.
Frauen leisten 80% der unbezahlten Arbeit.
Männer verpissen sich.
Männer wachen erst auf, wenn sie merken, wie schwer es ihre Töchter haben.

Bluter, was habe ich noch vergessen?
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#4

Mann, man, was seid ihr auch für Masochisten?

Da wäre man ja vollauf beschäftigt, wenn man landauf, landab diese allabendlichen Indoktrinationsveranstaltungen, die mit Staatsknete bezahlt werden, besuchen würde.

(09-11-2011, 23:14)beppo schrieb: Die Tatsache, dass Frauen zu 90% Kinder wollen, Männer aber oft nicht ist ihr auch aufgefallen.
Der Grund dafür ist aber, ihrer Absicht nach, das Väter keinen Bock auf Hausarbeit haben.
Und sicherlich hatte diese unverbesserliche (Class-A) Hasspredigerin auch kluge Vorschläge, wie man den "Bock erzwingen" kann?

# Familienrechtslogik: Wer arbeitet, verliert die Kinder. Wer alleinerziehend macht, kriegt alles. Wer Kindeswohl sagt, lügt #
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#5
Nicht aufregen - Vita lesen: http://wi.uni-giessen.de/wps/fb09/ma/dat...r-Gr%E4we/
Wer nicht taktet, wird getaktet...
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#6
Hehe, gottseidank war ich nicht dabei.
Beppo, in der Klinik, wo Du mich kürzlich besucht hast, da ist bestimmt noch ein Platz für Frau Gräwe frei. Im Erdgeschoss, da wo der Zaun drum ist. :-)
Wie war der Andrang bei der Diakonie? Gab´s Zustimmung oder eher Kritik der Anwesenden?
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#7
Dorette Kühn hatte die Werbetrommel gerührt und dementsprechend war der kritische Part recht gut vertreten.
Insgesamt war der Kinosaal mit geschätzten 50 Leuten besetzt, die kritischen Wortmeldungen lagen bei über 50%.

Letztes Jahr soll da richtig Tumult gewesen sein.
Ludwig Salgo war da.
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#8
Ja die müssen sich nur oft genug selber vollsabbern und irgendwann glauben sie dann den Schwachsinn auch noch. Sollte ich jemals eine Frau kennenlernen, die auch nur Ansatzweise eine feministische Ader hat, verpasse ich ihr sofort den Tritt ohne Ausnahmen.
"Solange ich eine Frau hab die putzt und kocht und regelmäßig ein bisschen Action im Schlafzimmer, brauch ich nicht zu heiraten. Ich kann auch so wem die Hälfte meiner Sachen geben."
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#9
(10-11-2011, 00:06)beppo schrieb: Ludwig Salgo war da.
Das hätte zum Betreff des Threads schon ausgereicht, um nicht weiterlesen zu müssen. Tongue

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#10
Guten Morgen!

Da mich das angebliche Kindeswohl jeden Arbeitstag erneut zur Erfüllung meiner "einvernehmlich vereinbarten" Rolle zur Geldbeschaffung zwingt, lag ich gestern bereits in der Falle, als dieser Strang eröffnet wurde.
Aber da dieses Thema schon seit Jahrzehnten vor sich hin köchelt, kommt es auf einen Tag mehr oder weniger auch nicht an.

Der Vortrag von Frau Meier-Gräwe entsprach weitgehend dem im Folgenden verlinkten:
http://www.fes.de/forumpug/inhalt/docume...Graewe.pdf

Sie ist nunmal "nur" Sozialökonomin und entsprechend einseitig ist es was sie zu berichten hat.
Immerhin schaffte sie es, die letzte Seite ihres damaligen Vortrags nicht zu präsentieren.

Wie @beppo schon richtig ausführte, hat Frau Meier-Gräwe ein Problem mit der Akzeptanz des Wechselmodells.
Das ist wirklich interessant, denn jede ihrer Zeilen führt schnurstracks dorthin.
Sie stellte gar grundsätzlich eine Zuordnung von Kind zu Mutter in Frage, bestand zunächst aber darauf, dass Kinder im Trennungsfall hin- und hergerissen, somit überfordert würden und folglich einem Elternteil zugeschlagen gehören.

Dumm war an diesem Abend allerdings, dass es sich in den Reihen auch eine der seltenen Wechselmodell-Trennungsfamilien bequem machte.
Mitsamt deren ca. 10jährier gemeinsamer Tochter.
Beide Elterteile, so ich das richtig verstanden hatte, im SozPäd-Bereich beruflich unterwegs.

Im Anschluss an Frau Meier-Gräwe´s Vortrag und nachdem ich sie auf ihre Widersprüche aufmerksam machte - sie lenkte nur knapp ab und meinte es wohl etwas zu krass formuliert zu haben - sprach ich als allerallererstes mit dem Mädchen.
"Hallo, darf ich dich etwas fragen?"
"Ja."
"Du lebst doch im Wechsel mit Mama und Papa?"
Sie nickt.
"Funktioniert das gut oder hast du damit ein Problem?"
"Nein! Mama und Papa sind ja Freunde geblieben."
"Gab es denn zu Beginn Probleme?"
"Ja! Wenn ich bei Papa war, dann waren da immer ein paar Sachen bei Mama und wenn ich bei Mama war, fehlte mir dort was."
"Aber das haben die beiden dann in den Griff bekommen?"
"Ja, weil sie ja Freunde sind."
"Wie weit wohnt ihr auseinander?"
"Mama ist jetzt umgezogen. Nur wenige Straßen von Papa entfernt."
Herzlichen Dank, für deine Antworten. Ich wünsche dir alles Gute, für deine Zukunft."
"Danke!"

Im Anschluss unterhielt ich mich mit einer für Öffentlichkeitsarbeit der Diakonie zuständigen Journalistin.
Als Scheidungskind unserer Generation und kinderlose Frau ist sie dem Thema gegenüber offen und so konnte ich auch ihr die Widersprüche der Referentin ein wenig näher bringen.

Im Anschluss an dieses Gespräch wandte ich mich noch einmal kurz an Frau Meier-Gräwe.
Sie führte sofort an, dass ein Wechselmodell nicht möglich wäre, wenn getrennt lebende Elternteile eine Distanz von 400km geschaffen hätten.
Dem konnte ich wohl zustimmen, stellte aber in Frage, dass dies dem Regelfall entspräche und wies darauf hin, dass ein Kindeswohlaspekt sein müsse, dass das Kind am ehemals gemeinsamen Familienstandort erste außerfamiliäre soziale Kontakte aufgebaut hat.
Hier musste Frau Meier-Gräwe passen und eingestehen, dass entsprechend weite Fortzüge nicht dem Regelfall entsprechen und ja, die sozialen Kontakte der Kinder müssten berücksichtigt werden.


Mit weiteren Fragen, bezüglich ungleicher Bezahlung (Autoteilebauer vs. Pflegekraft usw.) wollte ich sie nicht mehr belasten, wenngleich sich hier ein weiteres weites Feld auftun würde.
Sie blieb ja schon eine Begründung schuldig, aus welchem Grund sie ausgerechnet dieses Einkommen, i.H.v. 3178€ brutto, überhaupt in die Waagschale legte.

Ich wäre schon froh, wenn sie ihre Gedanken zur paritätischen Betreuung während bestehender Partnerschaft und nach erfolgter Trennung neu ordnen würde.

Und somit habe ich noch kein Wort zum Familienkongress in Halle verloren, der am vergangenen Wochenende durchgeführt wurde.
Das ist dann wieder ein anderer Thread, den ich allerdings noch nicht einstellen kann, weil mir die Zeit hierfür fehlt.

_________________
Edit: Der Link zu obigem Dokument wurde zunächst nicht dargestellt und funzt offenbar nur auf direktem Weg und ohne eingebetteten Text.
16.02.2012, BILD: "Das Halbwahre ist verderblicher als das Falsche." (Ernst Freiherr von Feuchtersleben)
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#11
Bindestrich Gräwe, diese altfeministische Altkommunistin. Definitiv eine Class A - Täterin. Jahrzehntelange Wühlarbeit in -zig Kommissionen, die ziemlich viel mitbestimmt haben. Klar, dass sie nichts vom Wechselmodell hält, sie hat sich ja auch durchgängig dem Rosinenpickmodell verschrieben. Würde mich als Privatmeinung nicht stören, leider sind es Figuren wie sie, die in Amt und Würden stehen und für die beispiellose Starre im deutschen Familienrecht mitverantwortlich sind.

Vielleicht erwischts ja ihren Sohn, im richtigen Alter ist er ja.
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#12
Solche Gräwe-Figuren machen mir in Kinosälen wenig Kummer, da kriegen die recht guten Gegenwind. Größte Schäden richten diese Typen Kraft ihrer Ämter an.

Gerade der technikferne und sozial-nahe Hochschulbereich scheint mir mit Multiplikatoren verseucht, mit gläsernen Wänden verstellt und verriegelt zu sein, wie kein anderer.

Eine gefährliche Mischung aus Ideologie, 'Wissenschaft und Lehre' und perfekter Vernetzung.
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#13
Das Denkschema von Frauen ist fast überall gleich. Der Mann krault sich die Nüsse auf Arbeit und Mama hat unheimlichen Stress und einen enormen Leistungsdruck im Haushalt. Mama würde viel lieber sich den Leistungsdruck in einem Betrieb stellen, da dies eine reine Erholung ist. Aber der Ehemann verbietet dies natürlich.

Was aber keine Frau sehen will: Der Mann muss über Jahrzehnte mit dem Druck leben, immer Arbeit und ein ausreichendes Einkommen für die Familie zu erzielen.

Es ist eine müßige Diskussion und die Frauenwelt zu überzeugen, scheitert einfach an der mangelnden Sachlichkeit. Je lauter die Frauen kreischen und jammern, desto weniger Männer tun sich eine Familie an. Und das ist doch mal was positives!
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#14
Wenn ich mir die Folien 11 und 40 ansehe: Masochistinnen beim Sprung gegen die Wand? Ist aber interessant, dass Frau eine "Abwärts"-partnerwahl nicht in Betracht zieht: Wer hier wohl Schichtendenken zelebriert?
Wer nicht taktet, wird getaktet...
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#15
(10-11-2011, 11:28)wackelpudding schrieb: Wenn ich mir die Folien 11 und 40 ansehe: Masochistinnen beim Sprung gegen die Wand? Ist aber interessant, dass Frau eine "Abwärts"-partnerwahl nicht in Betracht zieht: Wer hier wohl Schichtendenken zelebriert?

Interessant fand ich an der Folie 11 vor Allem die Tatsache, dass die Weibchen alle eine Stufe über den Männchen standen.
Als Lösung haben die Männchen aber wieder aufzuholen.
(10-11-2011, 10:42)p schrieb: Vielleicht erwischts ja ihren Sohn, im richtigen Alter ist er ja.

Bei ihrem Sohn bedankte sie sich, dass er nun eine Partnerin habe, die ihr eine Enkelin eingebracht habe.
Der leibliche Vater und damit auch die leiblichen Großeltern waren entsorgt.
Vielleicht erfahren wir ja wie es weiter geht.
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#16
(10-11-2011, 13:10)beppo schrieb: Interessant fand ich an der Folie 11 vor Allem die Tatsache, dass die Weibchen alle eine Stufe über den Männchen standen.
Als Lösung haben die Männchen aber wieder aufzuholen.

Ja eben, deshalb hatte ich mich auch nach der Logik von Folie 29 gefragt. An sich hätte man erwarten dürfen, dass nach den Vorstellungen junger Männer gefragt wird und wie man sie unterstützen kann...

Wer nicht taktet, wird getaktet...
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#17
Interessant fand ich auch die Relation, dass zwar die Erwerbsbeteiligung der Frauen in den letzten Jahren noch weiter gesunken ist, gleichzeitig ist aber auch der Anteil der Frauen an der Hausarbeit gesunken.
Das deutet natürlich auch auf eine starke Benachteiligung durch die Männer hin.
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#18
(10-11-2011, 13:32)beppo schrieb: Das deutet natürlich auch auf eine starke Benachteiligung durch die Männer hin.

Das siehste ganz falsch: Jetzt machen die Männer den Frauen schon die angestammten Arbeitsfelder streitig, ohne ihrerseit was herzugeben...Angel

Wer nicht taktet, wird getaktet...
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#19
Unbezahlte Arbeit ist der typische Terminus mit denen die FrauenpolitikerInnen der Parteien hausieren gehen. Dabei "vergessen" sie daß diese Arbeiten sehr wohl bezahlt werden, nämlich vom Partner, der sein Einkommen mit der Frau teilt, während sie z.B. "unbezahlt" Kinder hütet oder Eltern pflegt. Man fragt sich unwillkürlich warum es noch keine hungertoten Frauen gibt, wenn die soviel Arbeit ohne Bezahlung erledigen? Frau Gräwe kann bestimmt ´ne Antwort darauf geben...

Mal eine kleine Rechnung: 70 Mrd. unbezahlte Stunden, davon 80% durch Frauen macht 56 Mrd. unbezahlte Stunden. Geteilt durch ca. 30 Mill. Frauen die dafür in Frage kommen macht 1867 unbezahlte Arbeitsstunden jährlich. Das sind fast 36 Stunden wöchentlich je Frau. Zusätzlich zur bezahlten Arbeit versteht sich. Genausogut könnte man an den Weihnachtsmann glauben.

Weiterhin wird stets unterschlagen, daß Männer weitaus mehr ehrenamtliche unbezahlte Tätigkeiten leisten als Frauen, und auch die Zwangsdienste, wo Mann nicht mehr als eine Aufwandsentschädigung erhält, flossen in die Berechnungen nie mit ein...
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#20
Innerlich durchgeladen hatte ich, als ein Mann aus den mittleren Reihen eine Vergütung der Heimarbeit anregte.
Immerhin erkannte Frau Meier-Gräwe hier ein gewisses Konfliktpotential und sie lehnte diese Idee dann auch ab.
Sie verpackte es in freundlichere Worte, als ich.
Ich nannte es "gewerbsmäßige Gebärmaschine" und fühlte mich u.a. sogleich an eine der SPD-hinteren Kampf-Femanzen erinnert, die im Internet mit einer solche schrägen Idee (sie gebar drei Kinder) gerne mal hausieren geht, aber nicht in der Lage ist wenigstens sich selbst zu versorgen.
"Wer will schon eine Mutter mit drei Kinder einstellen?"
Mit Ideen, wie, "Lassen Sie dann doch auch mal den Vater ran" kann die sich allerdings nicht anfreunden, was mich wiederum an die Mutter eines Kindes erinnert, die vor vier Jahren und mit dem Vorsatz in der Ferne die Arbeitswelt zu erobern, von hier aus einen ganz langen Schuh machte, es aber nicht versäumte die Unterhaltsgeisel mitzunehmen.
Fragt mich nicht was aus der geworden ist, aber auch die versorgt sich nicht selbst, sondern hängt noch immer an mehereren Tröpfen.




16.02.2012, BILD: "Das Halbwahre ist verderblicher als das Falsche." (Ernst Freiherr von Feuchtersleben)
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