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Chochemer modell
#1
Hat hier einer Erfahrungen mit dem Chochemer Modell ?
Oder findet man zu dem Thema hier etwas?
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#2
Wikimannia: Cochemer Modell
Wikipedia: Cochemer Modell
BM-2cUtSwJnsKAXmyCrqc9vSXJXY7kasczcjy
/r/Trennungsfragen  -  tinyurl.com/GdrFukc
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#3
Der Ding funktioniert nur mit Richter Rudolph. Wenn die beteiligten Professionen strukturkonservative Lebensmittelpunktreue Vertreter sind, weil sie alles schnell über die Bühne bekommen wollen, bringt das beste Modell nix. So ist ja mittlerweile die gute Idee verkommen.
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#4
(12-08-2014, 21:40)Absurdistan schrieb: Der Ding funktioniert nur mit Richter Rudolph. Wenn die beteiligten Professionen strukturkonservative Lebensmittelpunktreue Vertreter sind, weil sie alles schnell über die Bühne bekommen wollen, bringt das beste Modell nix. So ist ja mittlerweile die gute Idee verkommen.

So, jetzt kann ich hier im Thread auch direkt antworten, so daß ich meine per PN gesendete Antwort direkt reinhängen kann:
Das Cochemer Modell war eine Super-Idee von Richter a.D. Rudolph. Leider passte die dem Schurkenstaat Deutschland überhaupt nicht in seinen Plan vom Unterhaltsmaximierungsprinzip. Ich habe die Info von meinem Dienstleister (http://www.maennerscheidung.info) und wollte es zuerst nicht glauben, da das Prinzip an und für sich ja sehr einleuchtend ist. Ich habe es dann mal ganz zaghaft in meiner Umgangsverhandlung vorgeschlagen. Alleine das Stichwort war wie ein Stich ins Wespennest. Sowohl der Richter als auch der Mama-Anwalt sind unisono entsetzt aufgesprungen mit dem Spruch "ja DAS haben wir ja hier noch nie so gemacht, das war nur mal so ein Experiment in Cochem, das ist lääännngst tot und wird nirgends mehr angewandt". Ab dem Zeitpunkt habe ich gemerkt, daß jeder weitere Hinweis in der Richtung überflüssig ist. Heute bin ich entsorgter Vater - brauche ich wohl nicht zu erwähnen.
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#5
Dieses Modell gibt es mittlerweile auch in anderen Städten so z.B. in München. Allerdings muss man dazu sagen, dass das alles nur auf dem Papier funktioniert und dort nicht richtig sondern nur sehr halbherzig umgesetzt wird, weshalb man eigentlich nicht von einem gleichwertigen Modell alla Cochemer Modell sprechen darf. Hauptproblem ist, dass gerade die schärfste Waffe nämlich der Entzug des ABR, wenn die Kindsmutter regelmäßig den Umgang boykottiert, völlig wirkungslos ist, weil deshalb das ABR einer Mutter in Bayern nicht entzogen wird. Vor allem sind auch irgendwann die beteiligten Professionen von einer sich ständig stur stellenden Kindsmutter so genervt, dass sie ggü. dem Kindsvater nur noch die Schultern zucken. Diese Modelle erzielen also nur eine Wirkung, wenn man dann auch wirklich z.B. nach 1 Jahr erfolglosen Hinbetteln und Appellieren an die Kindsmutter dieser das ABR entzieht. Wobei 1 ganzes Jahr kann schon viel zu lange sein. Ich habe alles hinter mir und selbst nach 6 Jahren passiert nicht mehr als weitere Gerichtsverfahren, in denen der Umgang neu geregelt wird - der Mutter passiert gar nichts, obwohl sie sich wie die Axt im Walde aufführt. Und Elterngespräche gibt es erst gar nicht mehr, weil keiner der Professionen mehr Bock darauf hat.

Bevor ich es vergesse. Die Kindsmutter hat sowieso die schärfste Waffe in der Hand, um erst mal komplett alles lahm zu legen und zwar das Gewaltschutzgesetz. Selbst wenn sich später alles als Nonsens herausstellt - wobei es meistens in einem Vergleich ausgeht, weil der Familienrichter keine Zeugen vernehmen will -, wurde damit alles auf Eis gelegt und die Kindsmutter hat wertvolle Zeit gestohlen, um die Kinder gegen den Vater aufzuhetzen.

Tue so viel Gutes, wie du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber. _CD

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#6
Vom Cochemer Modell haben die Beschleunigung von Umgangssachen und die (nicht vollstreckbare) Anordnung von Mediation Eingang in die Gesetze gefunden.

Cochem kann nur funktionieren, wenn ein Richter disziplinierend eingreift. Das kann mit vielen jungen Richtern ohne Erfahrung und Menschenkenntnis nicht funktionieren.

Wir haben in Sachen Menschenkenntnis auch unsere Fehler gemacht, sonst würden wir uns hier nicht "rum treiben".

Insofern funktioniert das nur in wenigen Fällen.

Viel wichtiger wäre, dass das Wechselmodell gerichtlich angeordnet werden könnte.
remember
Don´t let the bastards get you down!

and
This machine kills [feminists]! 
(Donovan)
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#7
(29-10-2015, 11:32)CheGuevara schrieb: Das kann mit vielen jungen Richtern ohne Erfahrung und Menschenkenntnis nicht funktionieren.

Das ist, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann, definitiv falsch!

Es kommt NICHT auf das Alter an, sondern auf die Gesinnung des Richters!

Viele Richter sind als stramme Kommunisten und Feministen aufgewachsene Alt-68er und genau die sind für das Desaster in der Familienpolitik verantwortlich.

Simon II
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#8
Genau. Die 68er. Gruppensex und perverse "Kinder gehören allen"-Steinzeit - Theorien.
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#9
(29-10-2015, 12:51)Simon ii schrieb: Es kommt NICHT auf das Alter an, sondern auf die Gesinnung des Richters!
Viele Richter sind als stramme Kommunisten und Feministen aufgewachsene Alt-68er ...
Meine Erfahrungen sind so. Taufrische Richter urteilten bisher weitaus konservativer als die Alten.
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#10
(29-10-2015, 13:26)Martini schrieb: Meine Erfahrungen sind so. Taufrische Richter urteilten bisher weitaus konservativer als die Alten.

Damit wir uns nicht mißverstehen oder aneinander vorbeireden: Was verstehst Du in diesem Zusammenhang unter "konservativ"?

Simon II
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#11
Althergebracht, wie von Anno dazu. Es ist ein subjektiver Eindruck, begründen kann ich das nicht. In einem Beispiel war es mal so, dass das Jugendamt, der Kinderschutzbund, der Kindergarten sich gegen einen Antrag der KM ausgesprochen hatten. Was dieser junge Richter daraus dann machte, war einfach nur noch schräg und verblüffte sogar das Jugendamt. Cochemer Modell wäre für diesen jungen Richter in etwa so gewesen wie: Brokkoli im Hirn? Die Erde ist eine Scheibe!
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#12
Meiner Erfahrung nach sind jüngere Richter eher günstiger:
Sie haben in der Ausbildung schon mal was von Kinderrechten gehört und sind eher rationaler drauf.

Es ist gut, dass alte, strunzkonservative reaktionäre Säcke (die sich von der Hausfrau die Pantoffel reichen lassen) und hennarote Ultrafeministinnen(die Männer am liebsten ganz abschaffen wollen) so langsam ins den teuren Ruhestand gehen. Schlimm genug, dass wir alle die Pensionen dieser Typen mitbezahlen.
# Familienrechtslogik: Wer arbeitet, verliert die Kinder. Wer alleinerziehend macht, kriegt alles. Wer Kindeswohl sagt, lügt #
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#13
Es ist so wie raid es gesagt hat. Die einzig wirksame Sanktion wäre der Entzug des ABR. Und wenn das nur einer mal machen und damit auch vor einem OLG durchkommen würde, wäre es schon gut. DANN könnte jeder Richter vor der Hexe damit herumwedeln und ihr in Aussicht stellen, dass sie IHR die Entsorgung bevorsteht, weil sie nicht in der Lage ist, die Beziehung des Kindes zum Vater in Ruhe zu lassen. Von fördern will ich gar nicht erst reden.
Und jeder Trennungsvater sollte sich das schon klar machen, bevor er in ein Schlacht zieht ..., ob und was herauskommen könnte, bin ich der Meinung.
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#14
@sorglos. Stimmt. Die echten 68er sind in Pension. Aber die Folgen...
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