![]() |
|
Amtshilfeersuchen im nicht-EU Ausland - Druckversion +- Trennungsfaq-Forum (https://www.trennungsfaq.com/forum) +-- Forum: Diskussion (https://www.trennungsfaq.com/forum/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Konkrete Fälle (https://www.trennungsfaq.com/forum/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Amtshilfeersuchen im nicht-EU Ausland (/showthread.php?tid=14024) |
Amtshilfeersuchen im nicht-EU Ausland - RatzFatz - 04-02-2026 Hallo, Gleichgesinnte! Ich bin seit Längerem stiller Leser eures Forums – und nun hat es mich selbst erwischt. Acht Jahre verheiratet mit meiner damals Angebeteten, jetzt die Scheidung. Ein gemeinsames Kind, ein Ehevertrag der faktisch wertlos ist und ich, der Gutverdiener. Umd dazu kommt, dass sie bei der Eheschliessung krank und arbeitslos war (hatte lange blau gemacht wegen Burnout) - kein gutes Setting.. Kurzfassung: Wir haben ein völlig unterschiedliches Verständnis davon, was „fairer Unterhalt“ ist. Erst recht seit sie beim Jugendamt war, denn seit dem hat sie plötzlich Eurozeichen in den Augen.. es wird also eher schlimmer als besser. Auf den ganzen Zirkus habe ich keinen Bock – auf Deutschland ehrlich gesagt auch nicht mehr. Meine Eltern sind tot, Freunde leben verstreut im Ausland, mich hält hier nichts. Ich bin IT-Freelancer und kann problemlos aus dem Ausland arbeiten. Das passt für mich. Aktuell überlege ich also, wohin es gehen soll. Priorität hat für mich viel Sonnenschein und Schutz (zumindest im Ausland) vor übergriffigen Ämtern! Der Gedanke geht aber weiter. Wenn mir jahrelange Rechtsstreitigkeiten drohen und mir das Kind ohnehin vorenthalten wird, fehlt mir komplett die Motivation zu zahlen. Mir ist klar, dass meine baldige Ex Unterhalt einklagen und einen Titel erwirken kann. Selbst wenn sie weiß, wo ich im Ausland lebe, muss mir Post formal zugestellt werden – über deutsche Stellen, Auslandsvertretung und schließlich die Behörden des Ziellands. Und genau da wird es interessant. Zielländer wie Panama oder Thailand stehen bei mir aktuell im Raum. In Panama gibt es teilweise nicht einmal Briefkästen, Behörden arbeiten eher lax, Zustellungen sind Glückssache. In Thailand dürfte es für meine Ex eher noch komplizierter sein. Mir geht es ausschließlich um maximale Schadensbegrenzung - wenn die mir doof kommt zahl ich halt nix. Lässt sie sich auf Deals ein, dann ich ebenso. Aber ich denke mal, dass ich sie erst dahin erziehen muss und dafür ist mein Setting uU gut geeignet Natürlich kann sie theoretisch wissen, wo ich bin. Ich plane aber nur eine einfache Webseite mit Handynummer, ausschließlich SMS-fähig, keine MMS, kein WhatsApp. Also keine informellen „Du hast Post ja doch bekommen“-Ding.. Meine Frage an euch: Hat jemand Erfahrungen – direkt oder indirekt – wie belastbar Amtshilfeersuchen aus Deutschland im Ausland tatsächlich sind, konkret für Panama oder Thailand? Ich geh übrigens auch mal davon aus, dass solche Verfahren 6-18 Monate dauern, teuer sind (Übersetzungen, Beglaubigungen) und bei einem Umzug während des laufenden Prozesses praktisch neu aufgesetzt werden müssen. Mehr als ein- oder zweimal müsste man das nicht mal durchziehen, bevor die Gegenseite entnervt aufgibt denk ich mir. RE: Amtshilfeersuchen im nicht-EU Ausland - p__ - 04-02-2026 Dazu steht schon viel im Forum. Die Durchsetzung von Unterhalt auf offiziellem Wege ist in solchen Ländern schwer möglich, in Ländern die nicht AUG Vertragsstaaten sind oder nicht im Haager Unterhaltsübereinkommen sind gar nicht. Thailand und Panama sind drin, https://www.bundesjustizamt.de/DE/Themen/Familieinternational/Adoption/Vertragsstaaten/Vertragsstaaten_node.html , möglich ist es also, kippt aber oft auf dem Dienstweg. Heute. Jedes Jahr gibts Reformen und der Durchgriff wird erhöht. Mit der Ausstellung eines neuen Passes könnte es auch schwierig werden. Thailand hat zudem jüngst eine Kette von saftigen Preissteigerungen und Erschwerungen für Langzeitausländer erlebt, die Situation hat sich sehr verschlechtert. Die Voraussetzungen hast du sicher schon nachgelesen. "Überall arbeiten können" ist zudem oft Wunschtraum. Als Freiberufller musst du vor allem überall gut bezahlte Aufträge finden können und das über viele Jahre. Aus langjähriger Erfahrung heraus ist festzustellen, dass solche Vorhaben meistens dann doch nicht stattfinden, dass es mehr ein typisches Gedankenspiel ist im Rahmen der Trennungsphasen, durch die man geht. Alternativen sind pleite sein in Deutschland. Vielleicht ist auch der Ehevertrag nicht so mies wie du jetzt meinst. Hat ein Anwalt dazu schon etwas gesagt? Eine arbeitslose Kranke heiraten - die muss ja irre Ausnahmequalitäten an anderer Stelle gehabt haben... |