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Warnung vor der Ex - Druckversion

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Warnung vor der Ex - SebastiAn86 - 04-07-2026

Zuerst möchte ich Dank sagen, danke Trennungsfaq!

Ohne den Input von dieser Seite, wäre ich nie auf die Idee gekommen, wie geschmacklos eine Trennung mit Kind verlaufen kann, wie tief es runter geht, wie scheinbar immer gleiche Muster die Handlung von Müttern in Trennung bestimmen.

Ich möchte alle Väter warnen: Was im Trennungsfaq steht ist nicht nur irgendwie richtig, es ist sofort für sich selbst umzusetzen - mit aller Konsequenz! Ob das notwendig ist, kann nicht aus eigener Erfahrung mit der Partnerin abgeleitet werden - man lernt seine Partnerin erst in der Trennung kennen!

Mein Verständnis von einem wichtigen Zusammenhang:

Seit der Geburt meines Sohnes gab es zwei Eltern-Konflikte:
  1. Kein gemeinsamer elterlicher Entscheidungsraum - Entscheidungen trifft die Mutter, ggf. nach Rücksprache mit ihrer Schwester oder anderen Müttern (verreisen mit dem Kind, Impfen etc).
  2. Keine Akzeptanz einer gleichwertigen Vaterrolle (Vater darf nicht: wickeln, weil Kind schreit;  Fieber messen, weil Mütter fühlen dass und Fiebermessen ist leibliche Versehrung des Kindes; Kleidung kaufen - sie hat schon genug angeschafft; nach dem Papa kommt immer die Mama zum Einschlafen, weil der Papa kann es nicht und die Mama muss es dann nochmal machen; Mama trifft sich mit Freundinnen - Kind kommt mit und bleibt natürlich nicht mit Papa). 
Kommt das jemandem bekannt vor?

Achtung: In der Trennung eskalierten bei uns natürlich (was auch sonst) die beiden Eltern-Konflikte:
  1. Entscheidungen werden weiter alleine getroffen (jetzt Lebensmittelpunkt, Umgang, Betreuungsmodel)
  2. und die Vaterrolle ist dabei nicht gleichwertig (entsprechend Kind bei Mutter, weniger Umgang für den Vater, Residenzmodel).
Man kann also schon vor der Trennung sehen, wie es wird!

Ist es erstmal so weit, tritt für das Kind bereits die von der Mutter gewählte neue Lebensrealität ein. Ein Gericht entscheidet dann u.U. viel zu spät und deswegen gegen den Erhalt einer gleichwertigen Vaterrolle, um das Kind nicht zusätzlich zu belasten!

Deswegen mein Ratschlag: Löst die Elternkonflikte sofort! Macht Euch Gedanken, sodass Ihr Eure Situation versteht. Die Mechanismen sind neu, man kann sie nicht klar sehen und erst recht nicht interpretieren. Es liegt aber unter Umständen einfach an der Mutter und das ist nicht okay! Was passiert erlebt man das erste mal und es sagt einem keiner, wie es zu deuten ist und wie man es richtig macht. Man kann aber alles nachlesen - Chat GPT hilft beim Finden und Auswerten. Man kann auch zur Familienberatung gehen und fragen, wie das Erlebte zu deuten ist. Man wird auch als Vater ohne die Mutter beraten!

Ein Satz, den ich im Jugendamt von einem Pädagogen hörte, kann vielleicht als Richtschnur dienen:
Die Mutter bringt das Kind zur Welt, der Vater begleitet das Kind in die Welt.
Wenn man die beiden Rollen so interpretiert und beim „in die Welt begleiten“ gibt es irgendwie unsichtbaren Widerstand, dann liegt der wahrscheinlich bei der Mutter.

Mein Beispiel ist das Wickeln:
  1. Mutter: Hör auf das Kind zu wickeln, es schreit deswegen! (Sichtbarer Widerstand)
  2. Vater: Ich wickel das Kind nicht regelmäßig genug, dass es sich daran gewöhnen kann auch von mir gewickelt zu werden.
Wer hat recht? Ich würde sagen der Vater: Das Kind lernt dazu und entwickelt sich - er begleitet es in die Welt.
Aber in der Aussage der Mutter steckt auch eine Wahrheit: Sie will es nicht und auch deswegen schreit u.U. das Kind - der unsichtbare Widerstand bei der Mutter.

Hätte ich doch vorher mehr Orientierung gehabt, hätte ich mich bestimmter dagegen gestellt.


RE: Warnung vor der Ex - expat - 04-07-2026

wenn die mutter ausreichend bekloppt ist, kannst du als vater machen was du willst. es endet immer in einer katastrophe.

mit dem kind hat die mutter nämlich das perfekte druckmittel um ihren schlechten charakter und/oder vorhandene persönlichkeitsstörungen auszuleben.

von der idee, dass man da als vater viel steuern könnte, sollte man sich verabschieden.


RE: Warnung vor der Ex - p__ - 04-07-2026

(04-07-2026, 01:04)Phil3000 schrieb: Löst die Elternkonflikte sofort! Macht Euch Gedanken, sodass Ihr Eure Situation versteht.

Das ist alles sehr richtig. Du wirst es aber bei dir selbst erlebt haben. Du beurteilst eine a priori Situation mit a posteriori Wissen. Anders gesagt, kein Vater macht sich bei diesen Warnzeichen am Anfang Gedanken, die macht er sich erst wenn er vollends zum Hampelmann gemacht wurde. Er weiss hinterher, was vorher wichtig gewesen wäre. Und das ist keine Frage des Intellekts, eines beschränkten Zugangs zu Wissen. Vielmehr ist das eine rein emotionale Frage und Blockade. Wie bei fast allem zwischen ihm und einer Dame, Kind. Er WILL das nicht in seinen Kopf lassen, denn es ist Horror, er schiebt es von sich, leitet es an sich vorbei. Und lebt im klassischen Walster-Effekt (auch bekannt als abwehrbedingte Attribuierung), der ist ein sozialpsychologisches Phänomen. Es beschreibt die menschliche Tendenz, Opfern von Trennungen, schiefgegangener Familie, Unfällen oder Schicksalsschlägen eine Mitschuld zu geben, um den Glauben an eine gerechte Welt aufrechtzuerhalten und sich selbst psychologisch vor ähnlichen Gefahren zu schützen. Der Glaube an "Ich verhalte mich richtig, dann passiert mir das nicht".

Zitat:Hätte ich doch vorher mehr Orientierung gehabt, hätte ich mich bestimmter dagegen gestellt.

Wirklich? Oder hast du das in Wirklichkeit nur an dir vorbeigeleitet? Jeder kennt doch andere Trennungsväter. Jeder hat leichten Zugang zu den Folgen der Frage: Was kann passieren in einer Partnerschaft? Wie beim Autofahren, jeder kennt Gefahren und Risiken, nimmt das ganz unemotional in Kauf und bereitet sich systematisch darauf vor. Er schnallt sich konsequent an, macht den erste-Hilfe-Kurs, beurteilt Fahrsituationen immer nach Risiko etc. Das tut er auch, wenn er in das Auto verliebt ist und wenn heute laut Horoskop sein Glückstag ist.

Es geht hier wohlgemerkt nicht um Schuld. Du bist nicht schuld daran, dich so verhalten zu haben. Da wirkt ein psychologischer Mechanismus innerhalb sozialer Beziehungen, evolutionär bedingt. Das mit dem Intellekt zu übertönen schaffen nicht Viele.


RE: Warnung vor der Ex - SebastiAn86 - 04-07-2026

Zitat:Du beurteilst eine a priori Situation mit a posteriori Wissen. Anders gesagt, kein Vater macht sich bei diesen Warnzeichen am Anfang Gedanken,..
Richtig. Deswegen schreibe ich es für andere auf.

Zitat:...er schiebt es von sich, leitet es an sich vorbei. Und lebt im klassischen Walster-Effekt (auch bekannt als abwehrbedingte Attribuierung), der ist ein sozialpsychologisches Phänomen.
Dazu habe ich adhoc leider nichts gefunden.

Zitat:Der Glaube an "Ich verhalte mich richtig, dann passiert mir das nicht".
An was soll man denn sonst glauben?

Zitat:Oder hast du das in Wirklichkeit nur an dir vorbeigeleitet? Jeder kennt doch andere Trennungsväter.
Das ist ein guter Punkt. Ich kenne einen Trennungsvater, und der hat einfach keine Verantwortung übernommen. "Rollenvorbilder" hätten mir vielleicht geholfen.

Ich finde es persönlich jedoch besonders schwierig das erlebte Verhalten in der Elternsituation im Gesamtkontext zu sehen und auch so zu benennen, dass man für sich Handlungssicherheit erreicht. Ich muss verstehen, dass das was passiert z.B. emotionale Überlagerung von Bindungsmomenten ist, um die langfristige Relevanz zu verstehen. Dann kann ich abschätzen, wie wichtig es ist, dass ich etwas tue und Hilfe für diesen Kontext suchen. Wenn ich nur beobachte, dass die Mutter ein Einschlafritual einführt, welches den Vater praktisch ausschließt, dann ärgert mich das vielleicht, aber ich kann deswegen noch nicht einschätzen, dass das Teil eines Musters sein könnte, oder welche Relevanz das Verhalten hat. Erst wenn ich verstehe, dass eine emotionale Überlagerung stattfindet, die Teil eines "Parental Gatekeeping" sein kann, welches ein grundsätzliches Problem zwischen zwei Elternteilen darstellt, ohne Aussicht auf Verbesserung, weiss ich dass ich wahrscheinlich richtig beobachte und etwas tun muss und was ich erzählen muss, damit andere verstehen, wie sie mir helfen können.


RE: Warnung vor der Ex - Alimen T - 05-07-2026

Zitat:Der Glaube an "Ich verhalte mich richtig, dann passiert mir das nicht".


An was soll man denn sonst glauben?


Das kenne ich zu gut . 
Genau so bin ich auch in Beziehungen reingegangen die mir wichtig waren.
Idea Treu gewesen usw.
Idea alles mitgemacht was von mir verlangt wurde grob gesagt- 
und dann Pustekuchen.

Vom sehr guten Freund der Freundeskreis sind alle verheiratet und haben Kinder. 
Einer davon hat sich jedoch scheiden lassen. 
Ich wusste davon Nix . Hab gemerkt, dass er regelmäßig was unternehmen wollte .
Hab erst über einen anderen erfahren, dass die Frau sich von ihm mit Kind getrennt hat. 
Er ist dann weit weggezogen. Er dachte wohl er würde der Frau damit eins auswischen .
Seit dem ich das Forum kenne, hat er ihr damit vermutlich in die Karten gespielt würde ich im Nachhinein behaupten.

Zitat:Jeder kennt doch andere Trennungsväter.

Ich kannte tatsächlich in den letzten 20 Jahren viele Trennungsväter 
-Die Eltern von Schulfreunden 
-jeder direkte Nachbar ( bei einem hab ich es erst erfahren als ich weg gezogen bin)
-3 direkte Arbeitskollegen usw…..
Und niemand redete darüber . Außer einer der Arbeitskollegen, 
jedoch war er manchmal ein wenig hinterhältig und demnach hab ich ihm gewisse Darstellungen über Unterhaltszahlungen nicht geglaubt. Das war das einzige worüber er geredet hat bezüglich des Familienrechts.

Mann redet sich das alles schön, weil man natürlich denkt, dass nicht alle Frauen so sind.
Das Familienrecht ist leider so heftig, dass es sich für einen Mann nur lohnt
Kinder mit einer Leihmutter zu zeugen und alles vertraglich vorher festhalten, dass man alleinerziehender Vater anschließend wird…