Beiträge: 42
Themen: 2
Registriert seit: Mar 2026
Hallo zusammen,
auf der Suche nach Exit-Methoden rückt selbst das bisher unvorstellbare für mich zumindest als ultima ratio ins Blickfeld, in gewisser weiter Ferne (wenn Eltern gestorben sind etwa).
Haus und Grundstück erben -> verkaufen -> in Deutschland abmelden (oder doch lieber behalten? Mieteinnahmen für 2-3 Wohnungen würden Unterhalt erhöhen)
Bis dahin werde ich sicherlich dennoch 10 Jahre durch die Unterhaltssklaverei gegangen sein - falls ich das bis dahin überlebe, mental wie finanziell.
Seid ihr selbst vielleicht ausgewandert?
- welche Erdregionen kommen am Ehesten in Betracht (Asien, Südamerika vermutlich)
- auswandern innerhalb der EU trotz diverser Unterhaltsabkommen?
- kennt ihr seriöse Anlaufstellen für Infos und Grundlagen, sämtliche Vorbereitungen etc.
- oder wo man mit gleichgesinnten Auswanderern in Kontakt treten kann für Infos aus erster Hand
- Jobbörsen für Auslandsjobs als erstes Sprungbrett?
- angenommen mit einem Startkapital im niedrigen 6 stelligen Bereich
Ich hoffe hier gibt es ein paar Auswanderer die noch aktiv hier sind.
MfG
Beiträge: 1.374
Themen: 94
Registriert seit: Jul 2016
Wir reden von Unterhalt für EIN Kind und einem gesicherten Einkommen + erwartbares Erbe. Du beifndest dich in einer aktionistischen Phase. Ja, Unterhalt ist wahrlich nichts Tolles. Aber wie an anderer Stelle schon gesagt: Für 1 Kind machbar. Dies ins Verhältnis zum Auswandern gesetzt, ergibt kein schlüssiges Bild.
Ja, es gibt Leute, die sich damit auskennen. Das ist ein weites Feld. Wohin? Qualifikation? Sprache? Da gehört wahnsinnig viel dazu.
Und grundsätzlich auch die Auseinandersetzung mit einem spezifisch ausgesuchtem Land. Die sitzen auch nicht da und warten auf Deutsche.
All das, was dir hier leicht von der Hand geht: Steuer-APP, ein Auto zulassen, eine Meldebescheinigung, Mietvertrag, Gesetze im Allgemeinen... sind dir völlig unbekannt.
Soziale Kontakte? Nicht vorhanden.... Wie bekomme ich Kontakt? Keine Ahnung.... All das....
Auswandern ist der krasseste Schritt den es gibt. Ja, ich habe auch die angenehme Phantasie, irgendwann in Italien am Dorfbrunnen zu sitzen und an einem Rotwein zu nuckeln.
Aber das sind Urlaubserinnerungen. Mit der Lebenswirklichkeit hat das nichts zu tun.
Beiträge: 22.559
Themen: 938
Registriert seit: Aug 2008
Die erfolgreichsten Beispiele sind immer Leute gewesen, die familiäre Beziehungen ins Ausland haben und dann wieder dorthin sind. Der freie Mann, der sich ein Land aussucht und dann geht, das gibts es, ist aber von der Quantität her weitgehend Phantasie. Es gibt auch Leute, die machen ein Jahr Urlaub irgendwo, verbrauchen ihr Geld und kommen pleite zurück. Das wars dann halt mit dem Beruf. Das Modell, wie es im Film mit Alec Guinness gezeigt wird, "Einmal Millionär sein" (Originaltitel: The Lavender Hill Mob, auch bekannt unter dem Titel "Das Glück kam über Nacht".
Beiträge: 42
Themen: 2
Registriert seit: Mar 2026
(19-03-2026, 17:56)Nappo schrieb: Ja, Unterhalt ist wahrlich nichts Tolles. Aber wie an anderer Stelle schon gesagt: Für 1 Kind machbar.
Ich war der Meinung, dass Väter auch mit 1 Kind schon ruiniert wurden.
Auch, wenn das oftmals ALG-Bezieher sind, denen ein fiktives Einkommen angerechnet wird.
Aber nicht nur.
Beiträge: 247
Themen: 5
Registriert seit: Apr 2023
Wir haben die das umfassende vorherrechnet. Wo ist denn das Problem mit ein paar hundert Unterhalt fürs Kind??? Wie ist deine Rechnung, wieviel fehlt dir und warum?
Auswandern... so ein Quatsch.
Beiträge: 621
Themen: 1
Registriert seit: Jun 2023
Ich vermute der Betreungsunterhalt sind die Beweggründe .
Beiträge: 49
Themen: 2
Registriert seit: May 2018
Asien ist gabz gut fuer sowas. Es gibt zwar auch hier die Plicht der Anmeldubg. Aber man kann einen nicht finden wenn man nicht gefunden werden will.
Man hat jedoch mehrere Probleme. Schulden werden in Deutschland auflaufen.
Sprach in Asien.
Visum und Passverlaengerung.
Qualifikationen? Man braucht meist einen Dr. oder etwas sehr seltenes... also man sollte was koennen. sonst ist man schnell weg und das geld ist mit weg.
Erbe bei dir wird dann spaeter weggepfaendet? wegen Schulden...
Ich bin seit bald 10 Jahren im Ausland in arbeite dort aber man muss sich dann auch davon loesen nach Deutschland zu besuch zu gehen.
Hier gibt es auch viele Zierfische die das Geld absaugen wollen... ist erst kuerzlich einem Kollegen passiert.
Anderes Land andere Sitten...
Probleme mit Krankenhaus und Medizinischer Versorgung... wg Sprache und auch kosten...
Beiträge: 621
Themen: 1
Registriert seit: Jun 2023
(19-03-2026, 19:33)Hansidampfi schrieb: (19-03-2026, 17:56)Nappo schrieb: Ja, Unterhalt ist wahrlich nichts Tolles. Aber wie an anderer Stelle schon gesagt: Für 1 Kind machbar.
Ich war der Meinung, dass Väter auch mit 1 Kind schon ruiniert wurden.
Auch, wenn das oftmals ALG-Bezieher sind, denen ein fiktives Einkommen angerechnet wird.
Aber nicht nur.
Könntest du grob erwähnen, wann die Dame die Trennung wollte ? Direkt nach dem Schwangerschatfstest ? Vor Weihnachten ? Habt ihr Silvester noch gemeinsam verbracht? Ist sie schon lange in ihrem Beruf ? Hat sie allein erziehende im Freundeskreis ?
Beiträge: 42
Themen: 2
Registriert seit: Mar 2026
(20-03-2026, 22:22)Alimen T schrieb: Könntest du grob erwähnen, wann die Dame die Trennung wollte ?
Es ist bei uns tatsächlich nicht "so" ein Ding. Eher hat die Schwangerschaft hat seit Beginn bestehende Sollbruchstellen nochmal offen gelegt und verdeutlicht.
Beiträge: 42
Themen: 2
Registriert seit: Mar 2026
(20-03-2026, 05:56)VivaAsia schrieb: Qualifikationen? Man braucht meist einen Dr. oder etwas sehr seltenes... (20-03-2026, 05:56)VivaAsia schrieb: Probleme mit Krankenhaus und Medizinischer Versorgung... wg Sprache und auch kosten...
Das sind natürlich schon Argumente...
Beiträge: 416
Themen: 20
Registriert seit: Nov 2021
Moin,
bei einem Kind und Deiner Ausgangssituation – gerade auch mit Blick auf ein mögliches zukünftiges Erbe – würde ich ganz klar sagen: Lass es.
Ich bin im Ausland nur deshalb erfolgreich, weil ich dort schon früher ein kleines Unternehmen hatte und nach der Trennung dann richtig loslegen konnte. Möglich war das aber auch nur, weil ich mehr oder weniger verlässliche Mitarbeiter hatte, die mir mit den richtigen Kontakten geholfen haben: Wohnungssuche, Auto anmelden, lokale Steuern, Krankenversicherung usw.
Wenn Du die Sprache nicht beherrschst, zieht man Dich schnell über den Tisch und leert Dir die Taschen, ohne dass Du es überhaupt merkst. Selbst ich habe noch etwas Lehrgeld zahlen müssen – das hielt sich aber im Rahmen.
Und was hier schon in Beitrag #7 zur „Zierfischproblematik“ geschrieben wurde, kann ich nur bestätigen.
Die meisten Deutschen, die ich hier kennengelernt habe, kamen eher aus der Kategorie Glücksritter, Abenteurer oder Dauerurlauber. Von 20 bis 25 Leuten ist vielleicht einer dabei, der geschäftlich wirklich etwas auf die Reihe bekommt. Mein Segelkumpel, ein Deutsch-Schweede, hat viele Jahre in Portugal gelebt und konnte das ebenfalls bestätigen. Man trifft oft genau die Deutschen, die in der Heimat schon nichts gebacken bekommen haben. Und dann gibt es noch die, die Dir unbedingt „helfen“ wollen. ;-)
Deshalb: Wenn Auswandern, dann nur, wenn Du bereits einen echten Bezug zum Zielland hast – etwa über Familie, Sprache, Business oder bestehende Kontakte – und dort schon ein soziales Umfeld vorhanden ist. Bei null anzufangen, ist meiner Meinung nach mehr oder weniger aussichtslos.
Beiträge: 42
Themen: 2
Registriert seit: Mar 2026
(21-03-2026, 21:21)DrNewton schrieb: Ich bin im Ausland nur deshalb erfolgreich, weil ich dort schon früher ein kleines Unternehmen hatte und nach der Trennung dann richtig loslegen konnte. Möglich war das aber auch nur, weil ich mehr oder weniger verlässliche Mitarbeiter hatte, die mir mit den richtigen Kontakten geholfen haben: Wohnungssuche, Auto anmelden, lokale Steuern, Krankenversicherung usw.
Wenn Du die Sprache nicht beherrschst, zieht man Dich schnell über den Tisch und leert Dir die Taschen, ohne dass Du es überhaupt merkst. Selbst ich habe noch etwas Lehrgeld zahlen müssen – das hielt sich aber im Rahmen.
Danke Dir für deine fundierte Meinung dazu
Beiträge: 416
Themen: 20
Registriert seit: Nov 2021
(22-03-2026, 12:34)Hansidampfi schrieb: (21-03-2026, 21:21)DrNewton schrieb: Ich bin im Ausland nur deshalb erfolgreich, weil ich dort schon früher ein kleines Unternehmen hatte und nach der Trennung dann richtig loslegen konnte. Möglich war das aber auch nur, weil ich mehr oder weniger verlässliche Mitarbeiter hatte, die mir mit den richtigen Kontakten geholfen haben: Wohnungssuche, Auto anmelden, lokale Steuern, Krankenversicherung usw.
Wenn Du die Sprache nicht beherrschst, zieht man Dich schnell über den Tisch und leert Dir die Taschen, ohne dass Du es überhaupt merkst. Selbst ich habe noch etwas Lehrgeld zahlen müssen – das hielt sich aber im Rahmen.
Danke Dir für deine fundierte Meinung dazu
war meine ehrliche Meinung zu dem Thema. Die wenigsten unter uns können als IT-Freelancer von "irgendwo" arbeiten. Gibt es auch, aber das ist eher die Minderheit. Schau dir mal die Sendung "goodbye Deutschland" an, ohne Plan auszuwandern ist schon von Anfang an gescheitert. Wichtig ist auch, sich zu fragen "wovon willst Du Leben" oder "wie / womit willst Du Geld verdienen". Überall auf der Welt muss man für seinen eigenen Lebensunterhalt arbeiten. Oder Du hast so viel Reserven, dass Du nicht arbeiten brauchst oder es langsam angehen kannst; aber dann kannst Du auch hier bleiben weil Aufwand / Nutzen in keinem Verhältnis stehen ......
Beiträge: 70
Themen: 2
Registriert seit: May 2024
[quote="DrNewton" pid='224085'
Überall auf der Welt muss man für seinen eigenen Lebensunterhalt arbeiten.
[/quote]
...und zwar oftmals viel härter als in D (noch). Wenn jemand aus einer 35h IG-MetallHängematte kommt und dann auf einmal 50h+ arbeiten muss wird auch das Urlaubsparadies zum Arbeitsplatz...
War selbst einige Zeit im Ausland und kann es bestätigen.Wer in D nix auf die Kette bekommt wird im Ausland hart aufschlagen....und es ist ALLES anders als hier. Interessant ist das Thema trotzdem.
|