Hallöchen,
ich hoffe sehr, dass wir hier erfahrene Väter antreffen, die uns bei der aktuellen Lage aus den Erfahrungen heraus helfen können und bemühe mich um eine verständliche Kurzform der Sachlage:
Kleine 7-jährige Tochter, Mutter aus Taiwan (seit 12 Jahren in D, spricht schlecht deutsch, war fast nie arbeiten), Vater hier in D geboren (freiberuflich), noch verheiratet mit gemeinsamen Sorgerecht. Die Trennung ist schon seit Jahren Thema und wurde letztes Jahr im Juli mit dem Auszug der Mutter aus der gemeinsamen, nur vom Vater gemieteten Wohnung quasi umgesetzt. Beide Eltern hielten eine Betreuungsvereinbarung schriftlich fest, also ein 50:50-Wechselmodell mit bereits vorab festgelegten Übergabeterminen und dem Hauptwohnsitz beim Vater, da sonst das Kindergeld komplett auf das Bürgergeld der Mutter angerechnet wird. Beide sind finanziell sehr schwach gestellt, Vater unter dem Selbstbehalt. Trotzdem will sie, dass die Kleine zwingend weiter auf eine internationale Privatschule geht (und dort auch Chinesisch lernt). Übergaben als auch Absprachen zu Änderungen der Betreuung etc. haben einwandfrei funktioniert.
Das Wechselmodell lief so für 6 Monate bis ca. Ende Dezember 25 problemlos. Der Vater zog vorübergehend in eine Nachbarstadt, weil er dort kostengünstigen Wohnraum bei Freunden erhielt und Wohnungen in Großstädten teuer und nur schwer zu haben sind. Bei seiner neuen Partnerin, die er ebenso Anfang letzten Jahres kennenlernte, wird er bald einziehen können. Mit der Kleinen war er ohne Unterbrechung immer im Haus der Partnerin. Die Kleine lebte sich dort prima ein, spielt, lacht und sucht bewusst und aktiv den Kontakt zur Partnerin.
Dann kam Ende des Jahres immer mehr "Besorgnis" von der Mutter, so zB, das der Schulweg ja zu lange wäre (30 min mit dem Auto, 45 min mit der StraBa von Tür zu Tür, Schulbeginn aufgrund der Internationalität extra später um 08:20 Uhr) und das Kind so zeitig aufstehen muss (06:30 Uhr). Zudem hätte das Kind behauptet, die neue Partnerin nicht zu mögen. Des Weiteren wollte sie zwingend zur Silvesterfeier mit, zu der der Vater samt neuer Partnerin privat von Freunden eingeladen wurde, mit der Begründung "das Kind würde sich sonst ohne die Mutter nicht wohlfühlen." Weiteres ließe sich hier aufzählen...
Der Vater war bereits 2024 beim Jugendamt, um auf die emotionale Erpressung/Druckausübung der Mutter auf das Kind aufmerksam zu machen ("Wenn du nicht lieb bist, gehe ich ohne dich zurück nach Taiwan." oder zum Vater: "Das Kind schenke ich dir." oder "Hoffentlich bekomme ich den Job im Ausland, dann wird das Kind das alles nach 20 Jahren bereuen." oder "Wenn du zu Oma und Opa (Eltern des Vaters) mitgehst, werde ich ganz traurig sein."....) Ebenso war er bei einer Krisenberatung und versuchte eine Paarberatung. Diese lehnte die Mutter aber ab, immerhin habe sie Psychologie studiert und würde das selbst klären. Das sie bereits Suizidgedanken geäußert hat und auch wisse, dass Kinder in diesem Alter sich für alles verantwortlich fühlen (und dem Kind trotzdem Druck macht), interessiert bis heute Niemanden - außer den Vater.
Nun ging es dem Kind im Januar emotional immer schlechter, auch die Schule bestätigte eine vermehrte Unkonzentriertheit und die Tatsache, dass sich die Kleine (von selbst?) an die Schulberaterin wandte. Es stand immer im Mittelpunkt, dass sie traurig wegen der Trennung der Eltern sei, aber beide haben will. Die Übergaben zum Vater waren stets konfliktfrei, die Kleine freute sich sehr, auch wenn die neue Partnerin dabei war (die von der Mutter als 2. Abholperson blockiert wurde, aber damit kam sie rechtlich nicht durch). Die Kleine vertraute sich dem Vater an und berichtete, dass sie bei der Mama zB nie sagen dürfe, dass sie auch den Papa vermisst und das er in einer der Papa-Wochen der Mama unbedingt ausrichten soll, dass sie versucht hat, den Vater davon zu überzeugen, dass sie die Woche zur Mama wöllte.
Dann sagte die Mutter erneut, dass sie das Residenzmodell haben will und wenn der Vater nicht innerhalb von 3 Tagen zustimmt, würde sie vor Gericht gehen. Denn sie habe Angst, das Kind zu verlieren und sie hätte hier in D ja nichts anderes (selbst der Name des Kindes besteht nur aus Anspielungen auf die Mutter, die trägt nicht einmal den Nachnamen des Vaters))
Nun, es folgte ein Eilverfahren und da der Vater so schnell nicht reagieren konnte bzw. seine Anwältin so schnell nicht verfügbar war, wurde er als eskalierender und unkooperativer Elternteil betitelt und ein Residenzmodell zugunsten der Mutter erwirkt, die ja nun der "endlich" mal agierende und damit kooperative Elternteil war. Das sie sämtliche Gesprächsangebote abgelehnt oder gar nicht erst beantwortet hat, interessierte nicht. Die Kleine berichtete später der neuen Partnerin, dass sie sich vor Gericht habe entscheiden müssen, obwohl sie sagte, dass sie beide Eltern haben will. Da dies aber laut Gericht nicht ging (das WM wurde damit scheinbar gar nicht angeboten), habe sie gesagt: "Na gut, dann eben die Mama."
(Zusatz: Die Anwältin des Vaters meinte dann, dass ein so krasser Vorgang mit Eilverfahren und Abänderung in Residenzmodell gar nicht notwendig gewesen wäre...)
Die Beiständin fürs Kind war allein bei der Mutter zu Besuch und hat dort auch das Kind "befragt". Mit dem Vater fand nur ein Telefonat statt. Sie hat richtigerweise einen massiven Loyalitätskonflikt erkannt. Die Aussagen des Kindes laut Verfahrensbeiständin wirkten jedoch wie aus einem schlechten Horror-Roman. Das Kind ist dort quasi nicht wieder zu erkennen, angeblich habe die neue Partnerin als "Fremde den Papa entführt" und die ganzen Alpträume erst! Die Mutter hat vor Gericht angegeben, dass das Wechselmodell erst seit 2 Monaten bestehen würde. Da hatte der Vater zwar die alte Wohnung gekündigt, war aber mit dem Kind seit Juli 25 immer bei der Partnerin, Kind hatte also ein stabiles, gleichbleibendes Umfeld von 6 Monaten und wurde stets pünktlich zur Schule gebracht oder zu Freunden zum Spielen gefahren. Als der Vater meinte, dass er sich so auch die Privatschule bald nicht mehr leisten konnte, wurde ihm nahegelegt, doch in die Privatinsolvenz zu gehen....
Der Vater darf die Kleine jetzt nur noch von Donnerstag-Nachmittag bis Montag-Früh alle 2 Wochen haben. Zudem wurde eine Familienberatung anberaumt, damit sich der Vater das Wechselmodell "verdienen" darf. Den hart erkämpften Termin hätte die Mutter beinahe geskippt weil sie es wegen der Arbeit nicht geschafft hätte und weil sie sagte, dass sie nichts ändern möchte und das Residenzmodell bleiben soll. (Super, das allein reicht ja in D scheinbar aus, um eine Rückkehr zum Wechselmodell unmöglich zu machen.) Der Vater soll aber weiterhin alles bezahlen - der Kauf neuer Sommerschuhe zB wurde ihm über das Kind ausgerichtet und der ausgefallen Schneidezahn müsse jetzt auch unbedingt zur Mutter.
Wie sieht es eurer Meinung nach aus? Lohnt sich hier ein weiteres Kämpfen und wenn ja, wie? Sollte die Anwältin gleich mit hinzugezogen werden oder ist das rausgeworfenes Geld? Der Mitarbeiter vom JA meinte immerhin bei der Einsteuerung heute, dass es vom Gericht nicht so angedacht wäre, einfach die Familienberatung zu stoppen, weil beide unterschiedliche Ansichten haben. (Vater will zum WM zurück, Mutter will RM behalten) Daher gibt es jetzt erst einmal je ein Einzelgespräch und danach eine gemeinsame Sitzung. Das Gericht meinte auch zur Mutter, dass sie auf Verschiebungen des Vaters aufgrund beruflicher Dinge eingehen soll, was sie bisher auch tat. Aber scheinbar muss sowas erst "von oben" angeordnet werden.
Vielen Dank vorab für euer Feedback.
ich hoffe sehr, dass wir hier erfahrene Väter antreffen, die uns bei der aktuellen Lage aus den Erfahrungen heraus helfen können und bemühe mich um eine verständliche Kurzform der Sachlage:
Kleine 7-jährige Tochter, Mutter aus Taiwan (seit 12 Jahren in D, spricht schlecht deutsch, war fast nie arbeiten), Vater hier in D geboren (freiberuflich), noch verheiratet mit gemeinsamen Sorgerecht. Die Trennung ist schon seit Jahren Thema und wurde letztes Jahr im Juli mit dem Auszug der Mutter aus der gemeinsamen, nur vom Vater gemieteten Wohnung quasi umgesetzt. Beide Eltern hielten eine Betreuungsvereinbarung schriftlich fest, also ein 50:50-Wechselmodell mit bereits vorab festgelegten Übergabeterminen und dem Hauptwohnsitz beim Vater, da sonst das Kindergeld komplett auf das Bürgergeld der Mutter angerechnet wird. Beide sind finanziell sehr schwach gestellt, Vater unter dem Selbstbehalt. Trotzdem will sie, dass die Kleine zwingend weiter auf eine internationale Privatschule geht (und dort auch Chinesisch lernt). Übergaben als auch Absprachen zu Änderungen der Betreuung etc. haben einwandfrei funktioniert.
Das Wechselmodell lief so für 6 Monate bis ca. Ende Dezember 25 problemlos. Der Vater zog vorübergehend in eine Nachbarstadt, weil er dort kostengünstigen Wohnraum bei Freunden erhielt und Wohnungen in Großstädten teuer und nur schwer zu haben sind. Bei seiner neuen Partnerin, die er ebenso Anfang letzten Jahres kennenlernte, wird er bald einziehen können. Mit der Kleinen war er ohne Unterbrechung immer im Haus der Partnerin. Die Kleine lebte sich dort prima ein, spielt, lacht und sucht bewusst und aktiv den Kontakt zur Partnerin.
Dann kam Ende des Jahres immer mehr "Besorgnis" von der Mutter, so zB, das der Schulweg ja zu lange wäre (30 min mit dem Auto, 45 min mit der StraBa von Tür zu Tür, Schulbeginn aufgrund der Internationalität extra später um 08:20 Uhr) und das Kind so zeitig aufstehen muss (06:30 Uhr). Zudem hätte das Kind behauptet, die neue Partnerin nicht zu mögen. Des Weiteren wollte sie zwingend zur Silvesterfeier mit, zu der der Vater samt neuer Partnerin privat von Freunden eingeladen wurde, mit der Begründung "das Kind würde sich sonst ohne die Mutter nicht wohlfühlen." Weiteres ließe sich hier aufzählen...
Der Vater war bereits 2024 beim Jugendamt, um auf die emotionale Erpressung/Druckausübung der Mutter auf das Kind aufmerksam zu machen ("Wenn du nicht lieb bist, gehe ich ohne dich zurück nach Taiwan." oder zum Vater: "Das Kind schenke ich dir." oder "Hoffentlich bekomme ich den Job im Ausland, dann wird das Kind das alles nach 20 Jahren bereuen." oder "Wenn du zu Oma und Opa (Eltern des Vaters) mitgehst, werde ich ganz traurig sein."....) Ebenso war er bei einer Krisenberatung und versuchte eine Paarberatung. Diese lehnte die Mutter aber ab, immerhin habe sie Psychologie studiert und würde das selbst klären. Das sie bereits Suizidgedanken geäußert hat und auch wisse, dass Kinder in diesem Alter sich für alles verantwortlich fühlen (und dem Kind trotzdem Druck macht), interessiert bis heute Niemanden - außer den Vater.
Nun ging es dem Kind im Januar emotional immer schlechter, auch die Schule bestätigte eine vermehrte Unkonzentriertheit und die Tatsache, dass sich die Kleine (von selbst?) an die Schulberaterin wandte. Es stand immer im Mittelpunkt, dass sie traurig wegen der Trennung der Eltern sei, aber beide haben will. Die Übergaben zum Vater waren stets konfliktfrei, die Kleine freute sich sehr, auch wenn die neue Partnerin dabei war (die von der Mutter als 2. Abholperson blockiert wurde, aber damit kam sie rechtlich nicht durch). Die Kleine vertraute sich dem Vater an und berichtete, dass sie bei der Mama zB nie sagen dürfe, dass sie auch den Papa vermisst und das er in einer der Papa-Wochen der Mama unbedingt ausrichten soll, dass sie versucht hat, den Vater davon zu überzeugen, dass sie die Woche zur Mama wöllte.
Dann sagte die Mutter erneut, dass sie das Residenzmodell haben will und wenn der Vater nicht innerhalb von 3 Tagen zustimmt, würde sie vor Gericht gehen. Denn sie habe Angst, das Kind zu verlieren und sie hätte hier in D ja nichts anderes (selbst der Name des Kindes besteht nur aus Anspielungen auf die Mutter, die trägt nicht einmal den Nachnamen des Vaters))
Nun, es folgte ein Eilverfahren und da der Vater so schnell nicht reagieren konnte bzw. seine Anwältin so schnell nicht verfügbar war, wurde er als eskalierender und unkooperativer Elternteil betitelt und ein Residenzmodell zugunsten der Mutter erwirkt, die ja nun der "endlich" mal agierende und damit kooperative Elternteil war. Das sie sämtliche Gesprächsangebote abgelehnt oder gar nicht erst beantwortet hat, interessierte nicht. Die Kleine berichtete später der neuen Partnerin, dass sie sich vor Gericht habe entscheiden müssen, obwohl sie sagte, dass sie beide Eltern haben will. Da dies aber laut Gericht nicht ging (das WM wurde damit scheinbar gar nicht angeboten), habe sie gesagt: "Na gut, dann eben die Mama."
(Zusatz: Die Anwältin des Vaters meinte dann, dass ein so krasser Vorgang mit Eilverfahren und Abänderung in Residenzmodell gar nicht notwendig gewesen wäre...)
Die Beiständin fürs Kind war allein bei der Mutter zu Besuch und hat dort auch das Kind "befragt". Mit dem Vater fand nur ein Telefonat statt. Sie hat richtigerweise einen massiven Loyalitätskonflikt erkannt. Die Aussagen des Kindes laut Verfahrensbeiständin wirkten jedoch wie aus einem schlechten Horror-Roman. Das Kind ist dort quasi nicht wieder zu erkennen, angeblich habe die neue Partnerin als "Fremde den Papa entführt" und die ganzen Alpträume erst! Die Mutter hat vor Gericht angegeben, dass das Wechselmodell erst seit 2 Monaten bestehen würde. Da hatte der Vater zwar die alte Wohnung gekündigt, war aber mit dem Kind seit Juli 25 immer bei der Partnerin, Kind hatte also ein stabiles, gleichbleibendes Umfeld von 6 Monaten und wurde stets pünktlich zur Schule gebracht oder zu Freunden zum Spielen gefahren. Als der Vater meinte, dass er sich so auch die Privatschule bald nicht mehr leisten konnte, wurde ihm nahegelegt, doch in die Privatinsolvenz zu gehen....
Der Vater darf die Kleine jetzt nur noch von Donnerstag-Nachmittag bis Montag-Früh alle 2 Wochen haben. Zudem wurde eine Familienberatung anberaumt, damit sich der Vater das Wechselmodell "verdienen" darf. Den hart erkämpften Termin hätte die Mutter beinahe geskippt weil sie es wegen der Arbeit nicht geschafft hätte und weil sie sagte, dass sie nichts ändern möchte und das Residenzmodell bleiben soll. (Super, das allein reicht ja in D scheinbar aus, um eine Rückkehr zum Wechselmodell unmöglich zu machen.) Der Vater soll aber weiterhin alles bezahlen - der Kauf neuer Sommerschuhe zB wurde ihm über das Kind ausgerichtet und der ausgefallen Schneidezahn müsse jetzt auch unbedingt zur Mutter.
Wie sieht es eurer Meinung nach aus? Lohnt sich hier ein weiteres Kämpfen und wenn ja, wie? Sollte die Anwältin gleich mit hinzugezogen werden oder ist das rausgeworfenes Geld? Der Mitarbeiter vom JA meinte immerhin bei der Einsteuerung heute, dass es vom Gericht nicht so angedacht wäre, einfach die Familienberatung zu stoppen, weil beide unterschiedliche Ansichten haben. (Vater will zum WM zurück, Mutter will RM behalten) Daher gibt es jetzt erst einmal je ein Einzelgespräch und danach eine gemeinsame Sitzung. Das Gericht meinte auch zur Mutter, dass sie auf Verschiebungen des Vaters aufgrund beruflicher Dinge eingehen soll, was sie bisher auch tat. Aber scheinbar muss sowas erst "von oben" angeordnet werden.
Vielen Dank vorab für euer Feedback.

