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Vom Wechselmodell zur Residenz - und nun?
#14
(24-03-2026, 12:31)p__ schrieb: Du bist die Dame, zu der er gezogen ist bzw. wollte? Das wird nicht einfach. Halte dich sehr im Hintergrund. Eifersucht der Ex ist ein starkes Agens, auch wenn sie nur unter der Oberfläche wühlt. Häufig wird das übers Kind übertragen. Das Kind erzählt der Mutter freimütig von der anderen Wohnung, von der netten Berry und was sie gemacht haben. Das heizt ihr ein. Und mit dem Wechselmodell hat sie auch sogleich ein Hauptziel, das gekippt werden muss, denn es ist für sie der Schleichweg, über den das Kind in eine neue Familie entwischt.

Damit verstehst du auch, wieso es ziemlich aussichtslos ist, die Ex von der Wiedereinführung des Wechselmodells zu überzeugen. Das stellt für sie nicht nur ein menschliches, finanzielles, pädagogisches Problem dar. Da steht noch mehr Dunkelheit dahinter, an die mit Elterngesprächen nicht heranzukommen ist.

Beim Geld, Betriebskosten Wohnung, das muss der Vater im Innenverhältnis geltend machen. Hat er das nicht getan bei der Scheidung? Wenn er nichts geltend macht, gilt das als Geschenk, dann bleibt es sein Problem. Und die Privatschule ist Mehrbedarf. Wenn die Eltern nichts haben, haben sie eben nichts und die Rechnung kann nicht bezahlt werden. Auch ein Gericht kann daran nichts ändern.

Wenn der Vater etwas Machiavelli kann (leider selten bei Herren, die auf Zierfische hereinfallen, bei denen regieren mehr die eigenen Träume statt Berechnung), kann er versuchen, solche Zwänge zur Gegenerpressung zu nutzen. Wenn er es schaffen würde, Geld aus gewissen Quellen aufzutreiben, (Nebentätigkeit, Verwandtschaft, egal), könnte er sich ja überreden lassen, nach einer konsensfähigen festen und eingehaltenen Umgangsregelung oder sogar einem erneuten Wechselmodell die Privatschule weiter zu bezahlen.

Wenn nicht, dann rate ich zu einem harten Aufprall. Blockieren, nichts freiwilig geben, ins leere laufen lassen. Das sind dann alles Probleme der Mutter. Wenn ihm die Kündigung des Mietvertrages nicht gerichtlich verboten wurde, dann auch kündigen. Aber dazu sind die meisten zu weich. "Denk mal einer an das Kiiiind". Ja, das Kind. das ist die Beute der Ex und der Vater ist dafür ausdrücklich der Verantwortung enthoben worden. Also, geliefert wie bestellt. Und wie gesagt, düstere Folgen erhöhen auch die Kompromissbereitschaft.



Ich denke, du hast hier massiv Recht! Danke für diesen Einblick.

Die Scheidung steht erst noch an und die seit 12 Jahren genutzte und entsprechend heruntergewirtschaftete Wohnung hat er alleine mit meiner Hilfe gemeistert! Sie hat sich natürlich mit ein paar noch passenden Kindersachen und dem Taschengeld, welches vom Vater und seinen Eltern stammt, aus dem Staub gemacht. Ihren 14-Jahre alten Hund, den sie selbst als ihr 1. Kind betitelte, hat sie auch zurückgelassen - in der neuen Wohnung sind Hunde verboten! (Der ist inzwischen verstorben und hatte bei uns aber noch eine schöne Zeit. Ich habe ihn zu mir genommen und wieder aufgepäppelt, weil ich das Leid nicht ertragen konnte. Die Mutter hatte das arme Tier tagelang alleine gelassen.)

Die Kleine hat sich von Anfang an recht wohl bei mir gefühlt, weil ich zB Comics/Mangas zeichne und Schmuck bastel (wir sind beides "Elstern"), und es ist mit der Zeit immer mehr geworden. Sie umarmt mich spontan, will von mir ins Bett gebracht und vorgelesen bekommen. Wir haben ihr von Anfang an vermittelt, dass ihre Mama immer bleibt und sie sich mir gegenüber völlig frei und offen verhalten darf. Teilweise benennt sich mich frei als 2. Mama und sieht mich als festen Bestandteil ihrer nun größer gewordenen Familie. Hier gibt es also keinerlei Zwänge alá sei nett, geh kuscheln, sag mal Gute Nacht etc. Die Kleine kommt von ganz alleine zu mir und meinte auch mal, dass sie es schön findet, dass ich sie verstehe. Wenn der Papa mal weg muss, sagt sie: "Ach, Papa, geh nur...wir machen hier inzwischen Mädels-Party." Wenn sie früh Kuscheln kommt, will sie zwischen uns liegen und sie sagte schon mehrfach, dass ihr mein Essen schmeckt. Dinge, die wir gebastelt oder gemalt haben und die sie mitnahm, sind nie wieder gekommen oder waren plötzlich kaputt. Wenn ich ihr etwas zeichne, dann legt sie sogar das Tablet weg um es auszumalen....man könnte ewig weiter fortfahren...

Nunja, was sie hingegen vor Gericht über mich gesagt hat/haben soll, steht ganz oben im Text und es hat uns sehr verletzt. Ich mache ihr keinerlei Vorwürfe und behandle sie so wie immer. Laut einer Sozialpädagogin und einer Erzieherin, die ich deswegen konsultiert habe, zeigt sie keinerlei Abneigung mir gegenüber - eher das Gegenteil - und in dem Alter können Kinder ein solches Verhalten wohl auch nicht über einen so langen Zeitraum hinweg täuschend einsetzen. Leider scheint sie aber von der Mutter nicht die "Erlaubnis" bekommen zu haben, sich bei mir/uns wohlzufühlen.

Wir hatten der Mutter sogar noch beim Umzug geholfen und der Vater hat ihr kostenfrei eine Küche überlassen. Anfangs hatten wir sogar die Telefonnummern getauscht, um uns des Kindes wegen schreiben zu können. Mir ist dann mehrfach aufgefallen, dass die Kleine bei der Mutter ein anderes Verhalten (wehleidig, weinerlich, klammernd) zeigt, als bei uns. Als ich sie einmal abholte, dachte ich schon, es wäre etwas Schlimmes passiert - aber sobald die Mutter außer Sichtweite war, kam wieder das sonnige, normale Gemüt des Kindes zum Vorschein. Die Mutter redet mit ihr immer auf Chinesisch, auch als der Vater bat, dies in seiner Anwesenheit zu unterlassen.

Ich halte mich sehr im Hintergrund und stütze den Vater, so gut es geht. Ich habe ihm deine Punkte teilweise schon vor Wochen gesetzt, zB das er ab jetzt weder Taschengeld noch die Schuhe/Kleidung zahlt und im weiteren Verlauf die Privatschule aufkündigt. Auch den Milchzahn bekommt die Mutter nicht und die von ihr sehnlichst gewünschte Scheidung (weil man in Taiwan sich erst nach einer Scheidung einen neuen Partner sucht) wird aus finanziellen Gründen verschoben.

Er ist (leider) sehr gutmütig und ich darf ihn manchmal daran erinnern, dass auch er Rechte/Würde besitzt und einen respektvollen Umgang verdient hat.
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RE: Vom Wechselmodell zur Residenz - und nun? - von Berry - 24-03-2026, 13:18

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