Gestern, 13:15
@ p, das ist mal wieder eine sehr anschauliche Ausarbeitung, an der sich zwischen den Zeilen viel erkennen lässt. Fazit: Selbst wenn es tatsächlich mal um Väter gehen soll, kleidet man das Thema in Diversity-Bimm-Bamm und Gender-Gedöns, um nicht aufzufallen um ja dem vermeintlichen Mainstream zu folgen, denn sonst gibts Ärger.
@SebastiAn: Ich finde deinen Ansatz und dein Engagement mutig und bemerkenswert. Das man da mal Schiffbruch erleidet, ist keine Niederlage, sondern mündet im Erkennen, wie der Laden hier funktioniert. Das ganze Gleichbehandlungs-Gender-wir-sind-alle-Eins-Gedöns endet in dem Moment, wo alte Rollenbilder erwünscht und präferiert sind. Und das passt genau dann, wenn man bemerkt, dass nach wie vor der Mann und Vater an die Werkbank gehört und Mutti nach Hause.
In der Wirtschaft gibt es - wie immer im Kapitalismus - auch Strömungen und Wellen, die sich als erstes erkennbar machen bei denjenigen, die Unternehmen leiten und managen. Da gibt es Phasen, in denen es normal war, dass man Leute präferierte, die sich im Unternehmen hoch gearbeitet haben. Dann Phasen, in denen man Leute präferierte, die von Außen einfliegen und sich so von Etage zu Etage hoch hangeln. Dann Phasen von Kaufleuten, dann lieber Bürokraten, dann lieber wieder Leute aus Manager des Hochadel, Universitäten entsprungen, deren Existenz dem Normalbürger nicht einmal bekannt ist.
Was Du erlebst ist erhellend und bleibt den Meisten verborgen. Der tatsächliche Ansatz und die tatsächliche Vorstellung vom Führen eines Unternehmens von Seiten der Unternehmensleitung. Es hat selten eine Zeit gegeben, in der sich Wirtschaftsbosse so heuchlerisch verhalten haben wie heute.
Auf entsprechenden Symposien verhalten sie sich wie Lämmer. Zugewandt, Politikhörig, Divers ,-) . Im Unternehmen verhalten sie sich wie Löwen im Antilopengehege. Persönlichkeitsgestört, nach unten tretend, asozial. Am Ende weißt du wo du stehst.
Gut erkennbar ist das gerade in Gefilden, abseits der Werkbänke. Nehmen wir den angestellten Steuerberater einer großen Steuerberatungsgesellschaft. Oft verheiratet, 5 Kinder, nach außen Familienvater, aber nie daheim. Recht gutes Gehalt, wenn auch ein Witz gegenüber der Führungsriege. Am Wochenende mit dem Klienten auf dem Golfplatz, statt zuhause am Frühstückstisch. Die Frau bekommt alternativ einen Porsche, der Lover wird ignoriert. Mann geht ja selbst gerne mal ins Freudenhaus. Das Ganze am besten noch mit religiösem Anstrich nach Außen. Man würde sich wundern, wo das alles vorkommt.
Wer da als Mann an kommt und von Familie redet und von Vereinbarkeit von Familie und Beruf, ist schnell raus aus dem Spiel. Wer die Dynamiken deutscher Unternehmen kennt (die im Ausland sind mir unbekannt), weiß, warum wir so viele Probleme haben und warum du nur noch maximal auf Fachidioten triffst. Nicht selten kannst du an dieser Wortkreation die erste Silbe "Fach-" auch weg lassen.
Und du hast richtig gefolgert, dass die Angst der Männer schnell zu groß ist, am Ball zu bleiben. Das ist schlicht die Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes. Die Folge sind sonst nicht nur Verfahren vor Arbeitsgerichten, die ähnliche Ausmaße haben wie die vor Familiengerichten, sondern Burnout und Frührente.
Da ich der Meinung bin. dass man das Ganze viel zu spät erkennen wird, weil man es nicht erkennen will, habe ich mich aus dem System verabschiedet. Das kann man natürlich nicht ohne Weiteres. Mir ist da mein Privileg bewusst.
P.S.: Ich habe hier aktuell eine Kollegin, die noch Mitglied der aktuell größten Oppositionspartei ist. Es ging in deren Verbandsgemeinde um die Verteilung der vom Bund zugeteilten Gelder in Form von Infrastrukturmaßnahmen. Im Zuge dessen, bin ich für diese Fraktion dort beratend tätig. Also rief die mich an und erzählte was von Frauenhaus und so.... Mit Hinweis, dass ein paar Kilometer weiter gerade eines ausgebaut wird, habe ich die mal geimpft.
Also hat die sich mal mit Männerthemen beschäftigt und das Ganze vorgebracht. Stichwort: Männerhaus (Weicht jetzt völlig von deinem Thema ab, soll aber mal als Beispiel gelten um zu begreifen, wo wir stehen)
Danach hat sie erkannt, wie es ist, vor Wände zu rennen. Nun will sie einen Umweg nehmen. Zuerst über ein Jugendhaus, dass sich mit den Problemen von Jungen beschäftigt, um über Umwege zum Ziel zu kommen. Die dreht gerade an allen Rädern. Anruf von ihr: Ich habe aktuell alles versucht und bleibe dran. Aber erreicht habe ich noch nichts.
Die Links die p veröffentlicht hat, mögen solch Engagement widerspiegeln, sind aber zumeist bei näherem Hinsehen Luftnummern und für die Firma geeignet, lediglich keine Angriffsfläche für die Kommunisten zu bieten. Man baut so etwas nur als potemkinsches Dorf auf, um zu zeigen, dass man auf Linie ist. Das ist die vordergründige Motivation, damit das Unternehmen seine Ruhe hat.
@SebastiAn: Ich finde deinen Ansatz und dein Engagement mutig und bemerkenswert. Das man da mal Schiffbruch erleidet, ist keine Niederlage, sondern mündet im Erkennen, wie der Laden hier funktioniert. Das ganze Gleichbehandlungs-Gender-wir-sind-alle-Eins-Gedöns endet in dem Moment, wo alte Rollenbilder erwünscht und präferiert sind. Und das passt genau dann, wenn man bemerkt, dass nach wie vor der Mann und Vater an die Werkbank gehört und Mutti nach Hause.
In der Wirtschaft gibt es - wie immer im Kapitalismus - auch Strömungen und Wellen, die sich als erstes erkennbar machen bei denjenigen, die Unternehmen leiten und managen. Da gibt es Phasen, in denen es normal war, dass man Leute präferierte, die sich im Unternehmen hoch gearbeitet haben. Dann Phasen, in denen man Leute präferierte, die von Außen einfliegen und sich so von Etage zu Etage hoch hangeln. Dann Phasen von Kaufleuten, dann lieber Bürokraten, dann lieber wieder Leute aus Manager des Hochadel, Universitäten entsprungen, deren Existenz dem Normalbürger nicht einmal bekannt ist.
Was Du erlebst ist erhellend und bleibt den Meisten verborgen. Der tatsächliche Ansatz und die tatsächliche Vorstellung vom Führen eines Unternehmens von Seiten der Unternehmensleitung. Es hat selten eine Zeit gegeben, in der sich Wirtschaftsbosse so heuchlerisch verhalten haben wie heute.
Auf entsprechenden Symposien verhalten sie sich wie Lämmer. Zugewandt, Politikhörig, Divers ,-) . Im Unternehmen verhalten sie sich wie Löwen im Antilopengehege. Persönlichkeitsgestört, nach unten tretend, asozial. Am Ende weißt du wo du stehst.
Gut erkennbar ist das gerade in Gefilden, abseits der Werkbänke. Nehmen wir den angestellten Steuerberater einer großen Steuerberatungsgesellschaft. Oft verheiratet, 5 Kinder, nach außen Familienvater, aber nie daheim. Recht gutes Gehalt, wenn auch ein Witz gegenüber der Führungsriege. Am Wochenende mit dem Klienten auf dem Golfplatz, statt zuhause am Frühstückstisch. Die Frau bekommt alternativ einen Porsche, der Lover wird ignoriert. Mann geht ja selbst gerne mal ins Freudenhaus. Das Ganze am besten noch mit religiösem Anstrich nach Außen. Man würde sich wundern, wo das alles vorkommt.
Wer da als Mann an kommt und von Familie redet und von Vereinbarkeit von Familie und Beruf, ist schnell raus aus dem Spiel. Wer die Dynamiken deutscher Unternehmen kennt (die im Ausland sind mir unbekannt), weiß, warum wir so viele Probleme haben und warum du nur noch maximal auf Fachidioten triffst. Nicht selten kannst du an dieser Wortkreation die erste Silbe "Fach-" auch weg lassen.
Und du hast richtig gefolgert, dass die Angst der Männer schnell zu groß ist, am Ball zu bleiben. Das ist schlicht die Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes. Die Folge sind sonst nicht nur Verfahren vor Arbeitsgerichten, die ähnliche Ausmaße haben wie die vor Familiengerichten, sondern Burnout und Frührente.
Da ich der Meinung bin. dass man das Ganze viel zu spät erkennen wird, weil man es nicht erkennen will, habe ich mich aus dem System verabschiedet. Das kann man natürlich nicht ohne Weiteres. Mir ist da mein Privileg bewusst.
P.S.: Ich habe hier aktuell eine Kollegin, die noch Mitglied der aktuell größten Oppositionspartei ist. Es ging in deren Verbandsgemeinde um die Verteilung der vom Bund zugeteilten Gelder in Form von Infrastrukturmaßnahmen. Im Zuge dessen, bin ich für diese Fraktion dort beratend tätig. Also rief die mich an und erzählte was von Frauenhaus und so.... Mit Hinweis, dass ein paar Kilometer weiter gerade eines ausgebaut wird, habe ich die mal geimpft.
Also hat die sich mal mit Männerthemen beschäftigt und das Ganze vorgebracht. Stichwort: Männerhaus (Weicht jetzt völlig von deinem Thema ab, soll aber mal als Beispiel gelten um zu begreifen, wo wir stehen)
Danach hat sie erkannt, wie es ist, vor Wände zu rennen. Nun will sie einen Umweg nehmen. Zuerst über ein Jugendhaus, dass sich mit den Problemen von Jungen beschäftigt, um über Umwege zum Ziel zu kommen. Die dreht gerade an allen Rädern. Anruf von ihr: Ich habe aktuell alles versucht und bleibe dran. Aber erreicht habe ich noch nichts.
Die Links die p veröffentlicht hat, mögen solch Engagement widerspiegeln, sind aber zumeist bei näherem Hinsehen Luftnummern und für die Firma geeignet, lediglich keine Angriffsfläche für die Kommunisten zu bieten. Man baut so etwas nur als potemkinsches Dorf auf, um zu zeigen, dass man auf Linie ist. Das ist die vordergründige Motivation, damit das Unternehmen seine Ruhe hat.

