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Wechselmodell spielt in Koalitionsverhandlungen offensichtlich keine Rolle
#1
Wenn man dem Punktepapier glauben schenkt ...

https://www.welt.de/politik/deutschland/...unkte.html

... dann wird das Wechselmodell nicht diskutiert.

Tja, FDP, das war's dann mit den Stimmen! Bei der Neuwahl wandern wir mal wieder weiter.
remember
Don´t let the bastards get you down!

and
This machine kills [feminists]! 
(Donovan)
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#2
Das überrascht dich aber doch hoffentlich nicht? Der Text der faq ist zehn Jahre alt:

"Deutsche Parteien geben sich nur dann progressiv und aufgeschlossen, wenn es sich um momentan modische Einzelaspekte handelt und sie objektiv nicht in der Lage sind, etwas zu verändern und sich dem später auch nicht mehr verpflichtet fühlen, da es nur um Kritik der Gegner und Stimmenfang ging."

Ich betrachte es allerdings schon als Fortschritt, dass ein paar Politiker gelernt haben, dass das Wörtchen "Wechselmodell" existiert. Das war früher nicht der Fall.
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#3
Sagen wir es so:

Ich hatte den Leuten EINE Chance gegeben.

Wenn demnächst Neuwahlen bzw. Landtagswahlen kommen, gehe ich wieder wählen - aber eben anders.
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Don´t let the bastards get you down!

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(Donovan)
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#4
Klar. Trotz den Hoffnungen: Dass die FDP sich in den vier Jahren ohne Bundestag geändert hätte, glaubten wohl auch nur hoffnungslose Träumer.

Nur leider: Es gibt ja bei allen möglichen Themen mittlerweile eine "Alternative", aber das Familienrecht hat keiner weit oben angesiedelt, auch nicht Kleinparteien. Wenn, dann nur mit dem üblichen Standardgelaber mit Kinderbetreuung und ähnlicher Seifenschaum. Was mir ein absolutes Rätsel ist, in Österreich hat die FPÖ damit kräftig Stimmen geholt. Das Familienrecht ist ein Feld, bei dem sich in Deutschland keiner traut, es zu nutzen. Ware ohne Käufer.
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#5
(09-11-2017, 14:38)p__ schrieb: Das Familienrecht ist ein Feld, bei dem sich in Deutschland keiner traut, es zu nutzen. Ware ohne Käufer.

Weil es keinen interessiert! Kinder gehoeren zur Mutter, Maenner sind immer Schufte und sollen ruhig zahlen. Wenn die Mutter den Vater entsorgt, wird sie schon einen guten Grund dafuer haben. Punkt und Aus. So denkt der Grossteil der Gesellschaft.
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#6
Auch wenn es eine Minderheit wäre, die anders denkt, dann nutzt trotzdem niemand dieses Stimmenpotential. Zumal ich zumindest bei einigen Themen nicht an eine Minderheit glaube. In der Vergangenheit haben oft Sorgerechtsdiskussionen das Feld beherrscht und den meisten Umfragen zufolge waren schon vor Jahrzehnten die Menschen mehrheitlich für die gemeinsame Sorge. Aber KEINE Partei hat das befürwortet.
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#7
(09-11-2017, 14:46)kay schrieb: Weil es keinen interessiert! Kinder gehoeren zur Mutter, Maenner sind immer Schufte und sollen ruhig zahlen. Wenn die Mutter den Vater entsorgt, wird sie schon einen guten Grund dafuer haben. Punkt und Aus. So denkt der Grossteil der Gesellschaft.

Vor allem denken so die deutschen Männer in ihrer grenzenlosen Einfalt und machen/unterschreiben entsprechende Gesetze.

Und wenn sie dann irgendwann selbst betroffen sind, ist es zu spät!

Selbst schuld!

Simon II
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#8
Du sagst es, die Einstellung ist immer "Ich bin ein Guter, sowas betrifft immer nur andere (boese). Die haben das ja auch verdient". Das Erwachen und grosse Gehaeule kommt immer nach der Entsorgung und/oder Falschbeschuldigung. Ich habe frueher wohl auch aehnlich gedacht, bzw. mich hatte das Thema auch NULL interessiert. Grosser Fehler wie sich im Nachhinein herausstellte.
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#9
(09-11-2017, 15:33)kay schrieb: Ich habe frueher wohl auch aehnlich gedacht,...
+1
Ein Bekannter von mir, dem ich das eine oder andere aus dem TFAQ Themenkreis erzähle, ist recht konstant verwundert und meint sinngemäß des er sich lange nicht vorstellen konnte das das alles stimmen soll.
--
3. DEUTSCHER GENDER KONGRESS, 06.07.2019, Köln
https://goo.gl/cHp86A
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#10
Gerade wenn Teufelstoechter sprich Borderlinerinnen ins Spiel kommen, kann sich das auch keiner vorstellen der es nicht selbst erlebt hat.
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#11
Der Glaube an eine Kontrolle der Ereignisse ist riesig. Oder das Walster-Syndrom. Man glaubt, mit dem richtigen Verhalten alles kontrollieren zu können und wenn es schiefgeht, wären es verrückte Zufälle. Wir seien die Verrückten, wir würden mitverantwortlich sein für unsere Situation und die der Kinder.

Ich bin fast sicher, dass auch in dieser FDP-Männergruppe Liberale Männer http://www.liberale-maenner.org auch fast nur selbst Betroffene agieren. Männer, die selber irgendwo drastische Erfahrungen gemacht bei den Punkten, die sie beklagen.
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#12
(09-11-2017, 19:00)p__ schrieb: Ich bin fast sicher, dass auch in dieser FDP-Männergruppe Liberale Männer http://www.liberale-maenner.org auch fast nur selbst Betroffene agieren. Männer, die selber irgendwo drastische Erfahrungen gemacht bei den Punkten, die sie beklagen.

Für mindestens einen, den ich kenne, trifft das zu.

Simon II
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#13
Das war's dann wohl. Auch die nächsten 4 Jahre wird das WM kein dringendes Thema auf der politischen Agenda sein.

https://www.welt.de/politik/deutschland/...t-aus.html
"Du Mama. Wenn Papa tot ist kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof!" - CosmosDirect Lebensversicherung, 2007

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
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#14
Man könnte fast glauben, das Wechselmodell wäre ein wohlfeiles Pfand gewesen, das die FDP genau deshalb vor der Wahl aufgestellt hatte, um etwas zu haben, das man sich nach der Wahl gefahrlos gegen Zustimmung bei anderen Punkten abhandeln lassen konnte.

Und nochmal zum "So denkt der Grossteil der Gesellschaft" aus dem Artikel: In einer vom Familienministerium in Auftrag gegebenen Allensbach-Umfrage hatten sich zuletzt 51 Prozent der Trennungseltern grundsätzlich für eine gemeinsame Betreuung durch beide Elternteile ausgesprochen

Und die Grünen... vielleicht sollte man für die das Wechselmodell als "Familienzusammenführung von Migranten" umbenennen, die Eltern wanderten ja unter Kindermitnahme auseinander, sind also Migranten und das Wechselmodell ist eine Zusammenführung von Kindern und ihrer Eltern.
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#15
Hier noch ein ZEIT-Artikel dazu:
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2...ettansicht

Weiterhin die Gemeinsame Erklärung "Deutschland braucht ein zeitgemäßes Familienrecht!",
https://www.doppelresidenz.org/page/news...1510304925
"Hoffnung ist eben nicht Optimismus, ist nicht Überzeugung, daß etwas gut ausgeht, sondern die Gewißheit, daß etwas Sinn hat - ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht." - Václav Havel
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#16
Mittlerweile haben wir sogar Rückenwind: "Am Donnerstag hatte ein Bündnis von 60 verschiedenen Verbänden, Initiativen, Juristen, Psychologen und Therapeuten in einer gemeinsamen Erklärung die sogenannte Doppelresidenz als Leitmodell im Familienrecht gefordert."

Der Rest des Artikel ist leider minderwertig, die Erklärungen dünn und fehlgeleitet. Auch die Beschreibung der Parteien ist einseitig und lässt die Haltung der Grünen viel weniger kritisierendswert dastehen wie sie ist:

"Während die Grünen Familien nicht so stark in ihren Möglichkeiten beschränken wollen, hält die Union am traditionellen Familienbild fest."

Das ist ja wohl eine Riesenlüge, deren Unlogik auch dem Dümmsten ins Auge springt. Die Grünen wollen weiterhin wie bisher das Residenzmodell zwangsverordnen, weil sie Familien nicht so stark in ihren Möglichkeiten beschränken wollen?! Grüne Logik? Umgekehrt ist es richtig: Die Grünen halten beinhart an einem nationalsozialistischen Bild der Frau und Mutter fest, das immer die Kinder bei der Mutter sieht und nicht den Vater oder beide. Der Vater hinaus in den Kampf und die Pflicht, um seiner gesteigerten Erwerbsobliegenheit zu genügen, die Mutter beim Kinde. Ausserdem sind die Grünen traditionell für Diskriminierung und Sexismus, gemeinsame Betreuung würde (neben den Vorteilen für die Kinder) in vielen Punkten zur Beseitigung von Diskriminierung und zu Gleichheit unter den Eltern führen und die Grünen sind gleichberechtigte Väter ein reiner Greuel. Sexistisch muss es sein, pro Frau Mutter, sonst kann der Grüne nicht zustimmen.
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#17
(11-11-2017, 16:54)p__ schrieb: Die Grünen wollen weiterhin wie bisher das Residenzmodell zwangsverordnen, weil sie Familien nicht so stark in ihren Möglichkeiten beschränken wollen?! Grüne Logik? Umgekehrt ist es richtig: Die Grünen halten beinhart an einem nationalsozialistischen Bild der Frau und Mutter fest, das immer die Kinder bei der Mutter sieht und nicht den Vater oder beide. Der Vater hinaus in den Kampf und die Pflicht, um seiner gesteigerten Erwerbsobliegenheit zu genügen, die Mutter beim Kinde. Ausserdem sind die Grünen traditionell für Diskriminierung und Sexismus, gemeinsame Betreuung würde (neben den Vorteilen für die Kinder) in vielen Punkten zur Beseitigung von Diskriminierung und zu Gleichheit unter den Eltern führen und die Grünen sind gleichberechtigte Väter ein reiner Greuel. Sexistisch muss es sein, pro Frau Mutter, sonst kann der Grüne nicht zustimmen.

Hervorragend auf den Punkt gebracht!

Darf ich diese Argumentation in anderen Foren verwenden?

Simon II
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#18
Klar.
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#19
Zitat:Die FDP konnte sich nicht mit dem Wunsch durchsetzen, für Trennungskinder das Wechselmodell zum Regelfall zu erklären, also eine genau hälftige Betreuung der Kinder durch Mutter und Vater. CDU, CSU und Grüne lehnten dies ab. Über den Umgang mit Scheidungskindern sei nur im Einzelfall zu entscheiden.

http://www.sueddeutsche.de/politik/sondi...-1.3744019

Umgefallen. Also erstmal keine "Trendwende".

Dann kommt es nun darauf an, wer die Ministerien Justiz und Familie besetzen wird.
# Familienrechtslogik: Wer arbeitet, verliert die Kinder. Wer alleinerziehend macht, kriegt alles. Wer Kindeswohl sagt, lügt #
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#20
Ich habe große Angst, das Manu von ihrer Parkposition aus MeckPomm wieder kommt.
"Du Mama. Wenn Papa tot ist kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof!" - CosmosDirect Lebensversicherung, 2007

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
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#21
"Über den Umgang mit Scheidungskindern sei nur im Einzelfall zu entscheiden."

Also gibts bald einen Paragrafen, der eine Begründung für das als Regelfall praktizierte Residenzmodell fordert, nachdem dies ja bisher das Wechselmodell explizit begründet werden muss?

(16-11-2017, 17:56)Sixteen Tons schrieb: Ich habe große Angst, das Manu von ihrer Parkposition aus MeckPomm wieder kommt.

Ihre Partei stellt die nächsten vier Jahre keine Bundesminister. Die SPD ist auch damit zu sehr beschäftigt, Selbstmord auf Raten zu begehen. Dabei sollte man sie nicht stören.
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#22
(16-11-2017, 17:42)sorglos schrieb: Umgefallen. Also erstmal keine "Trendwende".

Daß die FDP sich mit dem Wechselmodell als Regelfall durchsetzt, war realistisch nicht zu erwarten.

Was ich übel finde und der FDP ankreide, ist, daß sie offensichtlich auch nicht erreicht haben, daß die rechtlichen Grundlagen dafür geschaffen werden, daß Paare, die einvernehmlich jetzt schon das Wechselmodell leben wollen, dies ohne rechtliche Probleme tun können!

Simon II
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#23
Sorry.... aber hat hier WIRKLICH auch nur einer die FDP auf dem Schirm gehabt? ?
die sich d nicht ohne Grund aus dem Landtag geflogen.
Ich habe bewußt nicht die üblichen Parteien gewählt, da diese sich nur auf ihrem ros ausruhen. Ich werde, wie schon seit der vorletzten Wahl jedem anderen meine stimme geben, bevor ich die stam-parteien wähle
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#24
Sieht so aus, wie wenn die Karten nun neu gemischt werden. Allerdings ohne die Hoffnung, dass sich irgendwas am Familienrecht doch noch ändert. Ist ja auch nichts wichtiges :-(
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#25
Um mal zu ergänzen:

In den Verhandlungen war das Wechselmodell sehr wohl Thema und zwar NUR bei FDP!
https://www.tichyseinblick.de/wp-content...raeche.pdf
Scheidung 2014 - Arm aber glücklich.
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