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Unterhaltsberechnung "gerichtsfest"
#26
Ja, da du dann sowieso zwingend einen Anwalt brauchst (Verfahrenskostenhilfe...) kann der diese Punkte gerichtstauglich formulieren.
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#27
Zwischenstand:

Ich habe die angesammelten Akten von Jobcenter, Jugendamt und so fort, meinem Anwalt gegeben. Ich brauche einen freien Rücken, sonst kann ich nicht mehr gescheit arbeiten.

Also der Antrag von der Gegenseite war schon mal formal falsch gestellt. Das hat man mit einem nachgeschobenen Antrag geheilt. Im Übrigen ist der Vortrag auch sehr dünn.

Wir warten jetzt ab, wie die Entscheidung vom Gericht ausfällt. Das schnarcht schon seit 2 Wochen vor sich hin, nachdem jede Seite vorgetragen hat.

Mittlerweile bin ich auch wieder etwas entspannter. Es ist eigentlich nicht davon auszugehen, daß ich viel mehr Unterhalt zahlen muß als bisher, weil das ja alles zu Lasten der Staatskasse geht. Ist die gleiche Richterin wie beim letzten mal. Habe gerade meinen neuen Hartz IV Bescheid bekommen. Obwohl ich jetzt nur noch etwa 1/3 Drittel meines Einkommens (über 2000 Euro) an Unterhalt zahle (vorher knapp die Hälfte), bekommt meine zeitweise Bedarfsgemeinschaft mit vier Kindern an fünf von 6 Monaten Leistungen nach dem SGB II. In den Ferien immerhin noch hohe, dreistellige Beträge.
"Du Mama. Wenn Papa tot ist kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof!" - CosmosDirect Lebensversicherung, 2007

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
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#28
Ich komme mit dem Vorschlag wohl zu spät, aber trotzdem nur mal so als Idee: Warum nicht die Erstberatung in Höhe von 195€ nutzen, für die Berechnung?
Wird ein Familienrechtsanwalt doch in 1 Std. hinbekommen, wenn man diesem alle seine Einkünfte und Ausgaben genau und verständlich aufdröselt.
Die meisten haben dafür extra Software, kaum ein Anwalt hat Lust händisch alles für jeden Mandanten von vorne durchzukalkulieren.

Da bei einer Abänderungsklage ohnehin Anwaltszwang herrscht, kannst den "Kalkulations"-Anwalt auch in Aussicht stellen, dass er Dich vor Gericht in dieser Angelegenheit vertreten soll.
Bei Anwälten muss man zielgerichtet vorgehen, ihnen klar zeigen, dass man etwas von der Rechtsmaterie versteht und kein blutiger Anfänger ist. Dann kann man Aufwand/Kosten gering halten.
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#29
(02-04-2019, 14:27)Maestro schrieb: Ich komme mit dem Vorschlag wohl zu spät, aber trotzdem nur mal so als Idee: Warum nicht die Erstberatung in Höhe von 195€ nutzen, für die Berechnung?
Wird ein Familienrechtsanwalt doch in 1 Std. hinbekommen, wenn man diesem alle seine Einkünfte und Ausgaben genau und verständlich aufdröselt.
Die meisten haben dafür extra Software, kaum ein Anwalt hat Lust händisch alles für jeden Mandanten von vorne durchzukalkulieren.

Die Unterhaltsberechnung ist nicht von einer Beratung umfaßt. Eine individuelle, schriftliche Unterhaltsberechnung stellt keine Beratung mehr dar, sondern ist eine konkrete Geschäftsbesorgung. Also zahlt man eine Geschäftsgebühr, keine Beratungsgebühr. Streitwert für die Bemessung der Vergütung ist dann regelmässig die Summe eines Jahresunterhalts.

Problem ist auch, daß das Jobcenter eine Unterhaltsberechnung vom Jugendamt anerkennt, aber keine von einem Rechtsanwalt. Ich brauche aber den Segen vom Amt, damit ich weiter aufstocken kann.

(02-04-2019, 14:27)Maestro schrieb: Da bei einer Abänderungsklage ohnehin Anwaltszwang herrscht, kannst den "Kalkulations"-Anwalt auch in Aussicht stellen, dass er Dich vor Gericht in dieser Angelegenheit vertreten soll.
Bei Anwälten muss man zielgerichtet vorgehen, ihnen klar zeigen, dass man etwas von der Rechtsmaterie versteht und kein blutiger Anfänger ist. Dann kann man Aufwand/Kosten gering halten.

Mein Anwalt ist ein erfahrener, kompetenter und einfühlsamer Geschäftspartner. Er weiß, das ich mich mit der Materie auskenne und hat Respekt vor meinen bisherigen Leistungen vor der Sozialgerichtsbarkeit. Er kennt meine finanzielle Situation und tut nur daß, was wir besprochen haben. Aber auch er leistet bei der Abrechnung über Verfahrenskostenhilfe auch nur das obligatorische Soll. Fristen reizt er regelmässig bis zum letzten Tag aus. Letztlich macht er aber, was er soll. Ein Anwalt ist auch ohnehin nur so gut, wie man ihm zuarbeitet. Du hast natürlich Recht, wenn man den Anwalt zügellos laufen läßt, kann es sein, daß er einen unnötigen Kostenberg produziert.
"Du Mama. Wenn Papa tot ist kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof!" - CosmosDirect Lebensversicherung, 2007

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
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#30
Das ist doch mal ein schöner Start in die Woche. Der VKH Antrag von meiner Ex ist von dem Amtsgericht abgebügelt worden.
Sinngemäß hat das Gericht dem Anwalt von der Ex seine Faulheit vorgehalten, daß er eben so gar nix dazu vorgetragen hat, was sich zwischen dem bestehenden Titel und heute verändert hat. Er hätte sich in die Entstehungsgeschichte des bestehenden Titels einarbeiten müssen, um die damaligen Verhältnisse mit denen von heute zu vergleichen. Es wäre nicht Aufgabe des Gerichts oder des Antragsgegners, ihm das abzunehmen. Es reicht nicht aus, einfach mal zu sagen, der Pflichtige verdient jetzt halt mehr. Ggf. stelle ich das noch bei den Gerichturteilen mit ein. Die Ex hat jetzt 4 Wochen Frist zur Beschwerde beim OLG.
"Du Mama. Wenn Papa tot ist kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof!" - CosmosDirect Lebensversicherung, 2007

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
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#31
Hach, ist mal ein schönes Ostergeschenk. Und ich möchte wetten, der Anwalt lässt sich jetzt Zeit bis zu einem Neuversuch.  Denn die ganze nötige Rechnerei (die in deinem Fall durchaus Zeit kostet) wird ihm ja höchstens mit Verfahrenskostenhilfe vergütet und bei der ist der Staat knausrig, da gibts weniger Geld wie wenn ein Mandant zahlt. Der wird jetzt die Ex höflich einbremsen, weil er keine Lust mehr hat.

Ja, die Begründung des Beschlusses über die abgelehnte VKH wäre für den öffentlichen Bereich "Gerichtsurteile" interessant. Schliesslich gibt das auch Formulierungsmunition für andere Väter, die verklagt werden sollen.
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#32
(15-04-2019, 19:22)p__ schrieb: Hach, ist mal ein schönes Ostergeschenk. Und ich möchte wetten, der Anwalt lässt sich jetzt Zeit bis zu einem Neuversuch.  Denn die ganze nötige Rechnerei (die in deinem Fall durchaus Zeit kostet) wird ihm ja höchstens mit Verfahrenskostenhilfe vergütet und bei der ist der Staat knausrig, da gibts weniger Geld wie wenn ein Mandant zahlt. Der wird jetzt die Ex höflich einbremsen, weil er keine Lust mehr hat.

Ja, die Begründung des Beschlusses über die abgelehnte VKH wäre für den öffentlichen Bereich interessant. Schliesslich gibt das auch Formulierungsmunition für andere Väter, die verklagt werden sollen.
Jaaaa, rein damit
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#33
Ja gut. Mache ich voraussichtlich heute abend.
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Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
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