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Kindesunterhalt, Mieteinnahmen
#26
@Nappo
Ich denke, dass ich das verstanden habe. AfA interessiert die am JA aber nicht. Wenn ich damit anfange, dann steigen die ganz aus. Dumme Soz-Päd

Die vom JA macht was ganz anderes. Ich nehme mal als Beispiel 30.000 € an jährlichen Mieteinnahme.

Brutto-Mieteinnahmen: 30.000 €
Instandhaltung: 20.000 €
-------------------------------------------------
Mieteinnahme nach Instandhaltung: 10.000 €
--> Bruttoeinkommen: 10.000 €
abzügl. Steuern: 1.000 €
---------------------------------------
Nettoeinkommen: 9.000 €

Jetzt kommt JA und sagt. Instandhaltungen kann ich nicht nachvollziehen, dass es weder Wertsteigernd noch für die selbst bewohnte Wohnung ist. Die sieht aber die viele Kohle. Also macht die folgendes:

Mieteinnahmen = 30.000 €
--> Bruttoeinkommen = 30.000 €
abzügl. fiktive Steuer (5%): 1.500 €
------------------------------------
Nettoeinkommen: 28.500 €


Jetzt sage ich. Sekunde mal die Instandhaltung hat doch schon das Finanzamt geprüft, dass es nicht wertsteigernd oder für mich persönlich war. Die hatten auch die Belege.

Ich verstehe jetzt die Logik des JA nicht.
A) Wenn die der Meinung sind, dass es keine Instandhaltung war, wann sollten die mich beim Finanzamt anscheissen. Ich zahle die Steuern und wir haben eine Steuerlast von irgendwo 40%. Wäre auch nicht mehr fiktiv, sondern real.
B) Wenn die Instandhaltung berechtigt war, dann muss diese auch vom JA anerkant werden. Finanzamt und JA haben schließlich die selben Regeln, was die Anerkennung von Instandhaltungen betrifft.

Die Berechnung vom JA wirkt auf mich wie: "Wir wissen, dass Du beschissen hast und wollen einen Anteil an der Beute." Nee! Ich habe halt nicht beschissen! Ich habe aber keinen bock auf eine verschärfte Steuerprüfung mit diesen propagandistischen und verblöde... Weibe...
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#27
(08-09-2019, 20:11)Nappo schrieb: Keine freiwillige Titulierung von irgendwas. Das weckt nur diese widerlichen Geister.

Wenn zur Titulierung aufgefordert wird, sollte er zumindest den unstrittigen Unterhalt titulieren. Nach eigener Massgabe (z.B. incl. Laufzeitbeschränkung). Der Tip steht auch in der faq.
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#28
@p: Ja, das schon. Da habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Ich wollte Bezug nehmen auf die Aussage, selbst initiativ zu werden und zum Notar zu gehen. Bei Aufforderung durch das JA und unstrittigem Unterhalt, bin ich da bei Dir.

@Alles-durch: Jetzt wird mir es klarer. Ich möchte behaupten, dass das so seitens des JA nicht geht. Zur Berechnung von Unterhalt werden die Einkünfte des Unterhaltspflichtigen heran gezogen. In der Regel sind es Arbeitnehmer oder/und Selbständige. Das ist das, was die kennen. Es gibt aber auch andere. So wie in Deinem Beispiel und es gibt sieben Einkunftsarten ;-)

In Falle eines Selbständigen wird der Steuerbescheid heran gezogen. Aus diesem geht das "zu versteuernde Einkommen " hervor. Die zu zahlende Steuer ist zu berücksichtigen. In Deinem Falle auch.

Die Belege - welche man heran führen kann - weisen als Rechnungsanschrift die Mietwohnung aus. So fällt also die Argumentation weg, man habe diese für die selbst bewohnte Wohnung genutzt. Weiterhin ist auch ableitbar, ob sie der Instandhaltung dienten oder nicht.

Stell Dir vor, das JA würde bei einem Selbständigen her gehen und sagen: Also Ihre Portokosten von 3.000 € sind uns zu hoch. Davon waren mind. 1.000 € für private Briefe.....

So ähnlich läuft das bei Dir. Damals bei mir haben die sich mit allem gewunden was sie hatten, meine Steuerbescheide anzuerkennen. Die sagen einfach, Du hättest gefälscht, gelogen und betrogen. Da habe ich auch so gestrampelt wie Du jetzt. Daher weiß ich, wie es Dir geht.

Heute übernähme ich gerne solchen Schriftverkehr mit dem JA frei nach dem McDoof Motto: Ich liebe es!
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#29
(08-09-2019, 21:43)Alles-durch schrieb: ....



Jetzt kommt JA und sagt. Instandhaltungen kann ich nicht nachvollziehen, dass es weder Wertsteigernd noch für die selbst bewohnte Wohnung ist. Die sieht aber die viele Kohle. Also macht die folgendes:



Mieteinnahmen = 30.000 €

--> Bruttoeinkommen = 30.000 €

abzügl. fiktive Steuer (5%): 1.500 €

------------------------------------

Nettoeinkommen: 28.500 €





Jetzt sage ich. Sekunde mal die Instandhaltung hat doch schon das Finanzamt geprüft, dass es nicht wertsteigernd oder für mich persönlich war. Die hatten auch die Belege.



Ich verstehe jetzt die Logik des JA nicht.

...


Da gibt es nichts mehr zu verstehen. Diese Muttiamtsechnung ist der geistige Offenbarungseid, für die man keine weitere Zeit mehr verschwendet, diese Brieffreundschaft weiter zu pflegen..
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#30
(09-09-2019, 19:09)Asltaw schrieb: Da gibt es nichts mehr zu verstehen.
Die Urheber*innen dieses Wahnsinns sind indes nicht fähig, eigene kognitive Dissonanzen wahrzunehmen, geschweige denn zu verarbeiten um ihr geistiges System wieder in einen kohärenten Schwingungszustand zu versetzen. Wer, wie ich jetzt, ob dessen anfangen würde, über die kongenitale Natur dieser "Fähigkeit" zu philosophieren, müsste als frauenhassender Dinosaurier mit der Verbrennung auf dem "Scheiterhaufen der Geschichte" rechnen.

Wer als Mann das Glück hatte, bisher noch keine Kinder in diesen Wahnsinn zu entlassen, belasse es dabei und betrachte diese Gesellschaft als Anschauungs- und Studienobjekt für die Dynamik und Selbstorganisation eines Geschlechts, welches meint, sich durch zivilisatorische Errungenschaften dem Wirkungsbereich von Naturgesetzen erfolgreich und dauerhaft entzogen zu haben. "Friss Schei**!", sagt die Kindbesitzerin. "Hinten kackt die Ente.", sagt der Zahlknecht. "Hört auf mit dem Mist!", sagt ...? Nicht die Familienknackerbande.

VM Cool
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#31
Ja Ja - alles recht krass. Zumal die vom JA gewählte Berechnungsmethode zu einem Einkommen führt, dass ich niemals erzielen werde. Selbst wenn die Instandhaltungen "0" wären, würde die Steuer das mit rd. 35% - 40% wieder auffressen statt mit 5%. Von den nicht umlagefähigen Betriebskosten, die ebenfalls bei der Methode unter den Tisch fallen, will ich erst garnicht anfangen.
 
@p_
Ich habe mir mal das Beurkundungsmuster im FAQ angeschaut. Die Erklärung ist ja recht langfristig. Ich habe dort mal einen Halbsatz ergänzt, den ich recht wichtig finde. Gibt es einen Grund, dass dieser Aspekt fehlt?  

"Dies vorausgeschickt, verpflichte ich mich monatlich im Voraus, ab _______________[Beginn Unterhaltszahlung] bis einschließlich _______________[Ende titulierte Unterhaltszahlung] - und zwar bis zum 3. Werktag eines jeden Monats - an mein Kind _______________ zu Händen der Kindsmutter _______________ monatlich _____ EUR  Kindesunterhalt zu zahlen, sofern das Kind bei der Mutter lebt und unterhaltsberechtigt ist."


Ich finde die Empfehlung im FAQ einen statischen Titel zu unterzeichnen auch nicht ganz einsichtig. Liefert man damit nicht die Rechtfertigung für ein Gerichtsverfahren. Schließlich orientiert sich das Gesetz und die Rechtsanspruch an dynamischen Titel; auch wenn das nicht schmeckt.
Persönlich will ich die Stufe 1 beurkunden. In meinem Fall besteht sogar das Risiko unter den Mindestunterhalt zu rutschen, wenn es ein statischer Titel ist. Ein weiterer Grund für das JA ein Gerichtsverfahren zu begründen bzw. die noteriele Urkunde nicht anzuerkennen. 

Im Ergebnis rechne ich damit, dass die sowieso nur die eigenen Muster gelten lassen und den Gerichtsweg einschalgen. Warum aber ohne Not durch einen statischen Titel mehr Reibungsfläche bieten, als notwendig?
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#32
In die Zukunft gerichtete Bedingungen sind nicht zulässig, da keiner weiss ob und wie sie eintreten. Sicher eintreten wird nur ein bestimmtes Datum, deshalb ist eine Begrenzung auf Volljährigkeit oder eine bestimmte Laufzeit möglich.

Im Gegensatz zu einer Zeitbeschränkung ist die die Bedingung einer Unterhaltberechtigung ein nicht prüfbarer Gummiausdruck, an dem man überhaupt nichts aufhängen kann. Eben diese Klärung, ob das Kind nicht unterhaltsberechtigt ist, ist nichttrivial und wird oft sowieso ein Verfahren erfordern. Damit wäre so eine Bedingung im Titel blosser Füllstoff, mal gilt er, mal nicht, mal vielleicht.

Im Gegensatz dazu ist ohnehin "das bei der Mutter lebt" wenigstens in einem Szenario extrem eindeutig. Wechselt das Kind zum Vater, ist die Hinfälligkeit der Titel so unmittelbar einseitig, dass es auch keine Probleme mit der Rückgabe geben wird. Ein Auslandsschuljahr ändert jedoch nichts an der Unterhaltspflicht des pflichtigen Vaters. Also wieder eine Bedingung, die mal gilt, mal nicht, mal vielleicht.
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#33
Soweit ich das richtig verstanden habe, ist eine freiwillige Titulierung überhaupt nur deswegen sinnvoll, weil sie den Streitwert in zukünftigen Unterhaltsverfahren senkt. Es geht also praktisch nicht darum, von vornherein der Gegenseite ein "faires Angebot" (also den eigenen finanziellen Suizid) zu machen, sondern der Familienknackerbande die Pfründe zu schrumpfen. Und das kann dadurch erreicht werden, dass im Streitfall nur die Differenz zum bestehenden Titel verhandelt wird. Richtig?

VM
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#34
Ein freiwillige Titulierung ist überhaupt nie sinnvoll. Sinnvoll ist sie nach eindeutiger Aufforderung der Gläubigerin, denn unterlässt man sie dann wird man die nachfolgende Klage verlieren und dafür auch noch blechen. Ergebnis: Titel nach Massgabe der Gerichts plus Kosten. Es gibt einen Anspruch der Gläubigerin auf einen Titel, wenn sie einen verlangt. Steht alles in der faq.
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#35
Eigentlich mal ein interessanter Fall, bei dem man noch dazu lernen kann. Heute mal Lust gehabt und bisschen gewühlt. Da findet sich in den Leitlinien des OLG Koblenz zu Instandhaltungskosten ( die es im FA-Jargon nicht gibt und Erhaltungsaufwand heißen) folgendes:

1.6. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung werden durch eine Überschussrechnung ermittelt. Dabei kann zur Ermittlung durchschnittlicher Einkünfte auf einen Mehrjahreszeitraum abgestellt werden. Für die Vergangenheit ist von dem in dem jeweiligen Jahr
erzielten Einkommen auszugehen. Instandhaltungskosten können entsprechend § 28 der
Zweiten Berechnungsverordnung pauschaliert werden. Hinsichtlich der Abschreibungen
gilt Nr.1.5.1.

https://olgko.justiz.rlp.de/fileadmin/ju...t_2017.pdf

Schauen wir also dann mal in den § 28 der Berechnungsverodnung, findet sich:

(2) Als Instandhaltungskosten dürfen je Quadratmeter Wohnfläche im Jahr angesetzt werden:
1.
für Wohnungen, deren Bezugsfertigkeit am Ende des Kalenderjahres weniger als 22 Jahre zurückliegt, höchstens 7,10 Euro,
2.
für Wohnungen, deren Bezugsfertigkeit am Ende des Kalenderjahres mindestens 22 Jahre zurückliegt, höchstens 9 Euro,
3.
für Wohnungen, deren Bezugsfertigkeit am Ende des Kalenderjahres mindestens 32 Jahre zurückliegt, höchstens 11,50 Euro.

https://www.gesetze-im-internet.de/bvo_2/__28.html

Das ist im Grunde schon der Hammer. Da geht man dreist her und hat natürlich auch hier wieder an Alles gedacht. Die allumfängliche Weisheit der OLG Richter beinhaltet also auch, wie hoch Instandhaltungskosten sein dürfen. Sind sie höher, Pech gehabt.

Jetzt müsste man dem JA gegenüber natürlich bluffen. Man liefert nur, von dem man sich Vorteile verspricht und liefert natürlich nicht das, von dem sie vielleicht selbst nichts wissen.
Denn schreibt ja der TO:

... Bruttomieteinnahmen abzügl. fiktive Steuer. Das ist in diesem Zusammenhang natürlich Unsinn. Die JA Tante hat also den Erhaltungsaufwand gar nicht (!) berücksichtigt und einen Abzug erfunden, den sie nicht hätte zu erfinden brauchen, weil ja eine Steuererklärung vorliegt, aus der die Steuerlast hervor geht. Da passt ihr aber das Endergebnis nicht.

Und weil sie nicht weiß, wie sie mit den Instandhaltungskosten umgehen soll, streicht sie sie vollständig. Damit fällt sie hinten runter.
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#36
@Nappo
Vielen Dank super Hinweis. Ich glaube aber das es um Instandhaltungsrücklagen geht.

Ich zitiere mal p_ vom 30-05-2013, 13:09 Uhr (siehe unten das verwandte Thema "[font=Tahoma, Verdana, Arial, sans-serif]Mieteinnahmen und Unterhalt"[/font])

"....beim OLG FFM:
Einkommen aus Vermietung und Verpachtung sowie Kapitalvermögen ist der Überschuss der Bruttoeinkünfte über die Werbungskosten und notwendige Instandhaltungsrücklagen. Für Wohngebäude ist keine AfA anzusetzen; im Einzelfall kommt stattdessen die Berücksichtigung angemessener Tilgungsleistungen in Betracht."

Da hat sich bis heute nichts verändert. Die Berechnung sieht also wie folgt aus:

Bruttomiete
abzügl. Werbungskosten gem. Steuererklärung / Bescheid (Erhaltung, Zinsen, Betriebskosten,....)
zzgl. AFA
abzügl. Instandhaltungsrücklage gem. § 28 der Berechnungsverodnung

Ich kann also on Top noch ne Instandhaltungsrücklage mit in Abzug bringen. Super!!! Danke für den Hinweis.
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