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Rückgriffquoten Unterhaltsvorschuß
#1
Je reicher das Bundesland, desto höher die Rückgriffquote. Bayern ist Spitzenreiter vor Baden-Würtemberg. In Berlin dagegen nur gut 13%. Dort scheint sich Realismus breit gemacht zu haben:

Von den Rückständen sei ein sehr hoher Anteil „nicht einbringlich“, rechtfertigte sich der für Familien zuständige Senator Jürgen Zöllner vor dem Parlament. Sein Haus gibt die fatalistische Losung aus, allzu viele Schuldner in der Hartz-IV-Kapitale seien „dauerhaft nicht leistungsfähig“. Bei dieser Klientel führten „Beitreibungsversuche“ lediglich zu Kosten und seien „wirtschaftlich fragwürdig“. Uta von Pirani, Direktorin des Jugendamts von Charlottenburg-Wilmersdorf, bekommt jeden Tag Stundungsanträge auf den Tisch. In den miesen Zahlen sieht auch sie ein „Symptom für die zunehmende Verarmung“.

Ganz anders dagegen im Neckar-Odenwald-Kreis. Dort scheut sich die "versierte Alimentejägerin Leonhardt" nicht, auch Vätern mit 900 Euro netto noch 100 Euro abzuknöpfen oder Strafanzeigen zu stellen.

http://www.focus.de/politik/deutschland/...48790.html
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#2
Übrigens ist in dem Begriff "Rückgriffquote" die Lüge bereits systematisch, politisch integriert: Da sie sich immer auf 100% der ausgezahlten Beträge bezieht, jedoch gesetzlich geplant niemals 100% erreicht werden kann. UVG wird nämlich auch gezahlt, wenn der Vater tot ist, von vornherein erwerbsunfähig, verschollen, behindert oder z.B. noch Schüler ist. Da UVG hier von vornherein als Ausfallleistung gezahlt wird, kann es auch nie zurückgefordert werden und das ist gesetzlich auch nicht beabsichtigt.

Aber macht sich halt gut für die Schikane-Propaganda.
# Familienrechtslogik: Wer arbeitet, verliert die Kinder. Wer alleinerziehend macht, kriegt alles. Wer Kindeswohl sagt, lügt #
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#3
Das ist ein Teil der Wahrheit. Dazu kommt der Umgang der Ämter mit den Berechtigten. Die Prüfung der Ansprüche ist oberflächlich und es wird anscheinend sehr gern gezahlt. Meine Ex hat n e b e n Unterhaltsleistungen für das Kind auch Unterhaltsvorschuß bezogen und zwar 2 1/2 Jahre lang. Nach dem ersten Monat habe ich die Unterhaltsvorschußkasse informiert. Trotzdem wurde nach den 2 1/2 Jahren geprüft, ob das Geld noch mal von mir eingeholt werden kann. Eine Anzeige wegen Sozialbetruges gab es nicht. Auch solche Beträge sind dann in den Quoten enthalten.
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#4
Da die Unterhalspflichten im Lauf der Jahre noch ansteigen, ist eine Petition anzustreben, nach der alle potentiell unterhaltspflichtigen MÄNNER, mit bereinigten Einkünften unter 1300€, zwangssterilisiert werden.
Nur auf diese Weise ist gewährleistet, dass die Staatinnenkasse nicht über Gebühr belastet wird.
Somit wären UVG-Leistungen über die Steuern - auch der Zwangskastrierten - ohne zusätzliche Haushaltsbelastungen gesichert.
Die Potentiellen Mütter können so die genetische Vielfalt auch über Auslandsaufenthalte (z.B. Urlaube, Bildungsreisen...)sicherstellen.
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#5
Inkasso: Wer zeugt, der zahlt
Die Länder strecken hohe Millionensummen für Kindesunterhalt vor – und jagen säumige Väter

Säumigen Unterhaltspflichtigen, die sie bereits gemahnt hatte, kündigt die Rechtspflegerin eine Zwangsvollstreckung an. … Sie ärgert sich, dass Eltern sich ihrer finanziellen Lasten „bei der Solidargemeinschaft entledigen und dadurch ein immenser volkswirtschaftlicher Schaden entsteht“.
Quelle: Focus

Kommentar:
Die erste Täuschung liegt darin, dass der Staat qua Artikel 6 GG zum Schutz von Ehe und Familie verpflichtet ist, dieser Pflicht aber nicht nachkommt und sich für die Verletzung seiner Schutzpflicht nicht verklagen lässt und statt dessen Männer in Haftung nimmt.
Das zweite ist eine fette Lüge: Tatsächlich bürdet der Staat den Familien Lasten auf, die Kinderlose nicht zu tragen bereit sind und die von Staats wegen geschützt und alimentiert werden.
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#6
Ich finde es nur traurig, dass wieder mal alle Unterhaltspflichtige als Drückeberger und Verweigerer dargestellt werden.

Die, die tatsächlich diese astronomischen Unterhaltssätze nicht bedienen können, werden natürlich nicht erwähnt. Stattdessen wird aufgezeigt, dass auch bei geringfügigem Einkommen, durch Drohung mit Strafanzeigen, immer noch ein bißchen mehr rausgepresst werden kann. Egal ob dem Unterhaltsbluter noch etwas zum Leben bleibt oder nicht!!

Wenn ich so etwas lese, überkommt mich die Wut Angry
Gruß ali mente

Wikipedia:
Parasitismus (Schmarotzertum) im engeren Sinne bezeichnet den Nahrungserwerb aus einem anderen Organismus. Auch wenn Parasitenbefall den Wirt nicht lebensbedrohlich schädigt, wirkt er sich doch stets negativ auf dessen Wachstum, Wohlbefinden oder Lebensdauer aus.
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#7
Jugendamt Kassel: Die Wirtschaftskrise führt dazu, dass viele Väter keinen Unterhalt mehr zahlen können.

Mit Blick auf die Wirtschaftskrise und einen Anstieg von Kurzarbeit beziehungsweise der Arbeitslosenquote könnten wieder mehr Männer nicht mehr in der Lage sein, für ihre Kinder Unterhalt zu zahlen. ...zuerst Kontakt mit den Vätern auf. Ziel sei es, eine einvernehmliche Lösung zu finden. Doch 60 Prozent der betroffenen Männer seien nicht der Lage, für ihre Kinder aufzukommen. Entweder beziehen sie selbst Hartz IV oder bekommen eine geringe Erwerbsunfähigkeitsrente.
http://www.hna.de/kasselsolo/00_20090115...nicht.html

Also hat man doch Verständnis für die Situation, auch wenn die Überschrift des Artikels zunächst vorwurfsvoll klingt.
Habe die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die du nicht ändern kannst.
Habe den Mut, Dinge zu ändern, die du ändern kannst,
und habe die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
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#8
Wie ist denn das durch die Zensur gerutscht? Väter zahlen doch deswegen nicht, weil sie sich "vor ihren Verpflichtungen drücken", wie sonst immer berichtet wird....
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#9
Wieso immer die Väter???
Als ich für meinen Sohn Unterhaltsvorschuss bezogen habe, hat die Mutter nicht gezahlt. Auch später nicht. Sie war dann plötzlich krank.
Und in einem anderen Fall hat die Mutter Unterhaltsvorschuss bezogen neben der Unterhaltspfändung. Die Angelegenheit versandet jetzt in einem Widerspruchsverfahren und Anzeige wegen Betruges wird natürlich auch nicht erstatet.
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#10
ich wurde noch nicht mal gebeten meine lohnabrechnungen nach deutschland zu senden. ich warte sehnsüchtig darauf Smile dann würde es eine neue berechnung meiner unterhaltshöhe geben und dann würde ich wahrscheinlich zum nichtzahler werden.
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#11
In deinem existiert doch sowieso ein Titel. Die Schulden laufen munter auf, dafür brauchts keine Lohnabrechnungen.
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#12
(16-01-2009, 12:52)p schrieb: In deinem existiert doch sowieso ein Titel. Die Schulden laufen munter auf, dafür brauchts keine Lohnabrechnungen.

das interessiert mich ja nur am rande, aber die monatliche unterhaltshöhe ist aber interessant. ich glaube an sich daran, dass ich bei meinem einkommen nichts bezahlen müsste.
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#13
(16-01-2009, 13:00)Cocktail-Detlef schrieb:
(16-01-2009, 12:52)p schrieb: In deinem existiert doch sowieso ein Titel. Die Schulden laufen munter auf, dafür brauchts keine Lohnabrechnungen.

das interessiert mich ja nur am rande, aber die monatliche unterhaltshöhe ist aber interessant. ich glaube an sich daran, dass ich bei meinem einkommen nichts bezahlen müsste.

Ja,

wenn doch aber die "Unterhaltsabänderungsklage" nicht eingereicht und per "Gerichtsbeschuss im Namen des Volkes" der scharfen Richter nicht abgesegnet ist, läuft da sicherlich ein netter Betrag auf.

Sad

Ich würde mal bei Frau Merkel nachfragen. Sie hat doch bestimmt auch noch ein Milliönchen Euro für Dich. Aber frage nach, solange sie noch in Spendierlaune ist. Mittelständler sind da gerade als Zielgruppe für Spenden aus dem Steuersäckl angepeilt, die Unternehmerverbände promoten dies heftigst. Und ich wollte auch schon für Frau Thyssen und Herrn Olaf Henkel spenden ... die sehen immer so notleidend in diesen Krisenzeiten aus.

Big Grin

Allerbeste Grüsse aus Belgien,
Goddiejens
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#14
Zitat:Die Zahlung von Unterhaltsvorschuss ist unabhängig vom Einkommen der Mutter, so Heeger. Theoretisch kann eine gut verdienende Frau, die allein erziehend ist und deren Ex-Partner für die Kinder nicht aufkommt, einen Antrag bei dem Jugendamt stellen. Es gebe aber nur wenige Mütter, die auf den Vorschuss nicht angewiesen seien und die Sozialleistung trotzdem beantragten, so Kirst-Strauß. Das Gros sei auf den Zuschuss angewiesen. "Wer zu uns kommt, der braucht das Geld", sagt Heeger. HNA

Wers glaubt?
# Familienrechtslogik: Wer arbeitet, verliert die Kinder. Wer alleinerziehend macht, kriegt alles. Wer Kindeswohl sagt, lügt #
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#15
geld abholen ist leichter als jeden tag arbeiten zu gehen - ein einfaches prinzip, dewegen scheitert auch der kommunismus.
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#16
Stimmt,

Frau Grüneberg* würde heute sagen: "Es ist noch viel mehr aus unseren Zahldeppen äh Männern rauszuholen." Warum auch arbeiten, wenn es gegen turbulentes Nachtleben mit viel Spaß und eine kurze Zeit Entbindungsschmerz einen Dukatenscheißer gratis gibt?

Anmerkung, insbesondere für Westsozialisierte: ZK-Mitglied Grüneberg tätigte 1978 den in der DDR dann sehr populär werdenden schönen Spruch "Aus unseren Betrieben ist noch viel mehr rauszuholen."
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#17
Zu dem HNA-Artikel sind jetzt endlich die Kommentare erschienen. Ziemlich gepfeffert und eindeutig.
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#18
mal sehen, ob mein Kommentar von 12:15 auch veröffentlicht wird:

Unterhalt ist an zwei Bedingungen geknüpft:
- Leistungsfähigkeit des Leisters und
- Bedürftigkeit des Empfängers

Von der Geburt meiner Tochter an, wollte ich mich um sie sorgen, sie mit erziehen, auch mit unterhalten.

Als nichtehelicher Vater habe ich aber - wenn eine Mutter, aus welchen Gründen auch immer, das nicht will- keine Chance dazu, nicht einmal einen Rechtsanspruch.

Ich soll aber - bei Androhung von Gefängnis - zahlen und kann eventuell, wenn Mutti guten Willen zeigt, auch ein Besuchsonkel alle 2-4 Wochen sein.

Nun hat mich aber der Kampf um nicht gewährten Umgang krank gemacht. Ich bin also nicht mehr leistungsfähig, kann seit 4 Jahren nicht zahlen.

Und da dieser Staat Müttern, die Väter ausgrenzen wollen, alles in den Ar... schiebt, liegt auch keine Bedürftigkeit vor. Es gibt genug Steuerzahler und Wähler, die diesen Zustand gut und gesellschaftlich akzeptabel finden und gern für mich aufkommen.

Ganz einfach gesagt: Kein menschenwürdiger und regelmässiger Umgang für mein Mädchen und mich - keinen Cent in Muttis Hand!

Basta!
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#19
(17-01-2009, 13:16)Ralf G. schrieb: mal sehen, ob mein Kommentar von 12:15 auch veröffentlicht wird:

Er ist nicht nur veröffentlicht worden, du hast sogar eine Antwort bekommen, mit lauter tollen Ratschlägen ;-)
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#20
Auch von weiblicher Seite Verständnis und Mitgefühl. Smile
Habe die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die du nicht ändern kannst.
Habe den Mut, Dinge zu ändern, die du ändern kannst,
und habe die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
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#21
Ja Alter,

was geht denn hier ab... Die Kommentare sind ja der Hammer...und bleiben sogar drinnen. Ja irre. Wenn da irgendwelche den KU rechtfertigen wollen werden sie sofort von Gegenbeiträgen zerpflückt. Nicht schlecht. Da scheint ja mal wirklich freie Meinungsäusserung zu herrschen.

gleichgesinnter
Wenn die Banken für ihre Schulden nicht einstehen, warum sollten Millionen Zahlesel für ihre Unterhaltsschulden bzw. Unterhaltstitel aufkommen?

Zitat von Mus Lim, Montag den 04. Mai 2009 im Trennungsfaqforum
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#22
Wo Recht zu Unrecht wird - wird Widerstand zur Pflicht
Es ist durch viele Studien belegt: Väter, die einen menschenwürdigen Umgang mit ihren Kindern haben, sie weiter erziehen und mitbetreuen dürfen - auch nach Trennung und Scheidung - sind auch gern bereit, sich monetär an den Kindern zu beteiligen. Die allermeisten meiner Mitläufer vom Papa-Lauf.de zahlen, oft sogar mehr, als sie müssen ... und dürfen ihre Kinder dennoch nicht sehen, weil Muttis nicht wollen und der Staat versagt, die Rechte der Kinder auf beide Eltern umzusetzen. Jetzt bekommt der Staat dafür die Rechnung!
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#23
"Wenn nichts mehr zu holen ist"
http://www.tlz.de/tlz/tlz.weimar.volltex...dbserver=1

"95 Prozent der Vorschussanträge werden gestellt, weil die Unterhaltspflichtigen - in der Mehrzahl Väter - nicht zahlen können, da sie entweder nur ALG II beziehen oder Geringverdiener, Rentner, Strafgefangene oder Asylbwerber sind", sagt Hannelore Braun vom Jugendamt.

Jetzt sinds schon 95%. Vor wenigen Jahren noch waren alle Drückeberger, dann krocht das Elend langsam hoch, der letzte Artikel sprach von 60%, nun 95%...

Man kann sich den alten Ton trotzdem nicht verkneifen:

"Doch auch Sozialministerin Christine Lieberknecht weiß: Gerade säumige Väter versuchen oft mit allen Tricks, ihre Einkünfte zu verschleiern."

Zum Schluss eine selten öffentlich zu lesende Einsicht:

"Doch solche Eltern sind im Weimarer Land in der Minderzahl. Die meisten, für die der Staat in die Bresche springen muss, haben tatsächlich kein Geld. Deshalb würde auch mehr Personal in der Unterhaltsvorschussstelle nicht zu einer Erhöhung der Rückholquote führen."
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#24
(20-01-2009, 11:07)p schrieb: "95 Prozent der Vorschussanträge werden gestellt, weil die Unterhaltspflichtigen - in der Mehrzahl Väter - nicht zahlen können, da sie entweder nur ALG II beziehen oder Geringverdiener, Rentner, Strafgefangene oder Asylbwerber sind", sagt Hannelore Braun vom Jugendamt.

Na ja, das sind die, die beim letzten mal nicht zahlen wollten Tongue

Die Gerechtigkeit siegt eben doch Big Grin
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#25
(20-01-2009, 11:07)p schrieb: "
Man kann sich den alten Ton trotzdem nicht verkneifen:

"Doch auch Sozialministerin Christine Lieberknecht weiß: Gerade säumige Väter versuchen oft mit allen Tricks, ihre Einkünfte zu verschleiern."

Im Quoten-Amt ist man zu solchen Äußerungen wohl verpflichtet.
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