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NZZ: Vater zum Mieten
#1
Erst die Väter abservieren, sie wegdrängen und bis auf den Unterhalt wertlos machen, dann Miet-Väter engagieren: http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/n...36095.html (29. Mai 2011, NZZ am Sonntag)

"Nanny zum Holzhacken - Auch in der Schweiz wachsen immer mehr Knaben in einer vaterlosen Umgebung auf. Psychologen warnen seit Jahrzehnten vor negativen Folgen. Jetzt gibt es den Vater zum Mieten."

Wenn das in Deutschland kommt, wird der BGH irgendwann noch die Kosten für den Miet-Vater als Mehrbedarf auf den Unterhalt draufschlagen, genau so wie der Vater nicht mitbetreuen darf, aber seit einem BGH-Urteil Betreuungskosten für Fremdbetreuung bezahlen muss. Den Vater für seine eigenen Entsorgung bezahlen lassen ist deren Spezialität.
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#2
@p...

Das ist nicht "deren" Spezialität, sondern Spezialität schlechthin geworden. Aber so grundsätzlich zeugt es davon, dass die Experten mit ihrem Latein schon lange am Ende sind. Ist nur noch Beteiligung an Meinungsmache pur. Weißt ja. Unwahres wird so lange als wahr sugerriert, bis es letztendlich auch der Letzte glaubt.
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#3
hört sich irgendwie nach bootcamp an. so wird dem jungen mann zwischendurch noch ein bisschen männlichkeit beigebogen, selbstverständlich von einem dienstleister den mutti jederzeit absägen kann wenn's ihr passt.
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#4
Ja, und genau aus dem Grund wollen Frauen die Quote für Kindergärtner und Grundschullehrer; damit das Männliche in der Erziehung doch wieder irgendwie hineingeholt werde, nachdem der Vater entsorgt ist. Könnt ihr euch annähernd vorstellen, wie es ist, wenn ein männlicher Lehrer erstmals auf dem Gymnasium den Jungs aus den so gennanten Einelternfamilien der Mütter Grenzen und Normen setzt und auf deren Einhaltung besteht? Wisst ihr, dass Elterngespräche mit Vater und Mutter oder gar nur mit Vätern völlig anders verlaufen? Was meint ihr, ist der häufigste Rat, wenn alleinerziehende Mütter mich fragen, was sie denn tun sollen, wenn ihr Sohn ihnen nicht gehorche?
Es ist was faul im Staate Deutschland. "Nannyväter" lösen das Problem bestimmt nicht, sie verschärfen es eher.
Sorgerecht ist Menschenrecht, unabhängig vom Geschlecht!
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#5
(03-06-2011, 09:14)Raban schrieb: "Nannyväter" lösen das Problem bestimmt nicht, sie verschärfen es eher.

Manny werden solche dienstleister in England genannt. Der trend ist dort auch voll in. Ich habe eine Reportage gesehen.
Als Beispiel wurde dort eine reifere Muddi mit einem jungen sohn gezeigt, deren Mann/Vati verstorben ist.

Ja, klar, einen nach allen Regeln entsorgten vater ist es schwer zu finden. Deswegen nimmt man viel typischeren Fall wo der Vater gestorben ist. Viele werden ja für ihre kinder lebendig begraben...


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#6
Richtig lustig muss es sein, als Vater entsorgt zu werden und dann als Nannyvater zu arbeiten.
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#7
Habe ich mir auch schon überlegt, zumindest in der kinderfreien Woche ...so könnte ich das Geld für den unverschämten BU erarbeiten; Referenzen habe ich ja ... keine Sorge, passiert eher nicht ...so viel will keine Mutter zahlen, wie das (un)wert wäre Rolleyes
Sorgerecht ist Menschenrecht, unabhängig vom Geschlecht!
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#8
Nur am Rand...
Ich las mal, daß es Vätern leichter falle, tote Kinder zu begraben, als von lebendigen getrennt zu sein, für sie da sein zu wollen und zu können, aber nicht zu dürfen.

Eine gläserne Decke/Wand besonderer Art...
um mal im Bild von Thea Dorn zu bleiben.

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#9
"Julia, Carls Mutter, lebt von seinem Vater getrennt, ist alleinerziehend und muss arbeiteten."

ohne Worte
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#10
das ist ja furchtbar! schickt doch mal die feuerwehr oder nötigenfalls auch die GSG9 um den nicht-zahlenden vater mal zur räson zu bringen!!!

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#11
Auch hierzu fällt mir natürlich eine Frage ein...

Habt Ihr schon mal was von einem Tagesvater oder Tagesopa gehört? Tagesmütter und Tagesomas gibt es definitiv. In 6 Jahren Kita habe ich nicht einen Erzieher oder Kinderpfleger kennengelernt. In 8 Jahren Grundschule lediglich einen Lehrer. Gibt es dafür eine Erklärung, warum es für Kinder in ganz jungen Jahren so wenige männliche Betreuer/Lehrer gibt? Irgendwie finde ich das schon schade.
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#12
(03-06-2011, 13:26)Profiler schrieb: Ich las mal, daß es Vätern leichter falle, tote Kinder zu begraben, als von lebendigen getrennt zu sein, für sie da sein zu wollen und zu können, aber nicht zu dürfen.
So ähnlich wie in Afghanistan, wo der Vater erst dann tot ist, wenn er auch wirklich begraben wurde? An einem Ort, wo der Vater eigentlich gar nix zu suchen hat?

Nach Deiner Rechnung könnte es einem Kind leichter fallen, den Vater zu begraben, weil er sich für den falschen Ort zur falschen Zeit befunden hat?

Ich finde Deine Gedanken recht abartig.
(03-06-2011, 21:18)Freaky schrieb: Tagesmütter und Tagesomas gibt es definitiv.
Die müssen ja auch nicht ständig mit der Angst leben, von einer durchgedrehten Muddi wegen Kindesmißbrauch belangt zu werden!

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#13
(03-06-2011, 21:22)blue schrieb: Ich finde Deine Gedanken recht abartig.
Sehe ich nicht so.
Gerade wenn Kinder spurlos verschwunden sind und man weiß nicht ob sie noch leben oder im Kellerverlies eines Dutroux oder des Österreichers schmachten, muss das für die Eltern noch weit schlimmer sein, als zu wissen, dass sie tot sind.
(03-06-2011, 21:18)Freaky schrieb: In 6 Jahren Kita habe ich nicht einen Erzieher oder Kinderpfleger kennengelernt.
In meinem anderen Forum haben wir einen Vater der seit fast 4 Jahren darum kämpft, seine Tochter sehen zu dürfen.
Er rennt von Gericht zu Gericht, von JA zum KSB, Pestalozzistiftung und X Gutachtern, und bekommt ab und zu mal ein Bröckchen BU zugeworfen, um dann wieder in Totalboykott zu kommen, weil sämtliche Instanzen ihm nicht zutrauen, mit seiner Tochter richtig umzugehen, die sich, wohlgemerkt immer einen Ast abfreut, wenn sie ihn mal wieder für 2 Stunden in der "Spielecke" des JA sehen darf.

Von Beruf ist er Kindergärtner!

Er darf also also alle möglichen Kinder betreuen, nur nicht sein eigenes.
Da wird er wie ein Schwerverbrecher behandelt.
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#14
(03-06-2011, 21:18)Freaky schrieb: Gibt es dafür eine Erklärung, warum es für Kinder in ganz jungen Jahren so wenige männliche Betreuer/Lehrer gibt? Irgendwie finde ich das schon schade.

Die Erklärung ist, dass es wenig Männer machen wollen :-) Dieselbe Antwort wie die Frage, warum so wenig Frauen Mechatroniker werden wollen. Umfragen und Studien, die solche Fragen beantworten ergeben immer das, was die Auftraggeber hören wollen.

Mich haben schon Mütter gefragt, ob ich nicht als Tagesvater ihre Kinder betreuen will. Der Bedarf scheint da zu sein. Hätte ich die Ressourcen dafür, dann hätte ich es mir ernsthaft überlebt. Auch Erzieher ist kein schlechter Beruf. Richtig fasziniert er mich aber nicht. Faszinierend ist dagegen, für ein nichtdeterministisch polynomiell vollständiges Problem eine Optimierungsmethode zu entwickeln. Wahrscheinlich eine Testosteronvergiftung :-)
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#15
(03-06-2011, 21:30)beppo schrieb: Gerade wenn Kinder spurlos verschwunden sind und man weiß nicht ob sie noch leben oder im Kellerverlies eines Dutroux oder des Österreichers schmachten, muss das für die Eltern noch weit schlimmer sein, als zu wissen, dass sie tot sind.
Laß mal diese Extreme aussen vor. Ansonsten überlege ich mir wirklich, wo der Unterschied ist. Dodgy Weiß ich denn, ob meine Kinder noch leben?

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#16
@blue: Ich denke Profiler meinte es lediglich so, dass der Vater (der leider sein Kind beerdigen musste)sich keine Angst und Sorgen um sein Kind, das er liebt und leider dennoch nicht sehen darf, machen muss. Ich finde den Gedanken nicht abartig, irgendwie könnte ich mir vorstellen, dass es mir ähnlich ginge.

An irgendwelche Vorwürfe wegen Kindesmissbrauchs denke ich gar nicht, obwohl man es ja immer wieder liest. Ich finde den Gedanken abartig einen Mitarbeiter wegen seines Geschlechts zu be- oder verurteilen.

Ui, der Beppo kennt einen Kindergärtner. Das hast Du mir eindeutig voraus. Ich finde, dass Männer einfach anders mit Kindern spielen als Frauen. Kann man nicht verallgemeinern, ich hab auch nicht nur Blümchen mit meinen Kindern gepflückt, aber ich denke im Großen und Ganzen sollte es passen.

@p: Ja, aber WARUM wollen so wenige Männer das machen? Denken sie dann genauso wie viel zu viele andere Menschen beider Geschlechter, dass Kinderbetreuung Frauensache ist? Verdient man(n) da zu wenig? Wo hakt es? Und Du wärst bestimmt ein prima Tagespapi Smile Könnte ich mir sehr gut vorstellen. Eine Freundin von mir wollte damals übrigens gerne Schweißerin werden. Man hat sie nicht genommen, weil das wohl irgendwie dazu führen kann, dass man ungewollt kinderlos bleibt. Meine Freundin ist inzwischen 42 und nach wie vor kinderlos, weil sie keine Kinder will. Sie war eins von den Mädels, bei denen man vor gut 20 Jahren gedacht hat, dass Frauen doch gut bei der Bundeswehr aufgehoben wären. Big Grin Naja, nun ist sie Messebauerin und hat viel Freude daran.
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#17
(03-06-2011, 22:30)Freaky schrieb: @blue: Ich denke Profiler meinte es lediglich so, dass der Vater (der leider sein Kind beerdigen musste)sich keine Angst und Sorgen um sein Kind, das er liebt und leider dennoch nicht sehen darf, machen muss. Ich finde den Gedanken nicht abartig, irgendwie könnte ich mir vorstellen, dass es mir ähnlich ginge.
Die Aussage von @profiler ist mir zu allgemein und nicht fundiert begründet in den Raum geworfen worden. Ich könnte mir vorstellen, das je nach Grund, warum das Kind beerdigt werden mußte, sich ein Vater nicht wohler fühlt, als wenn er es wegen Boykott der Mutter nicht sehen darf/kann.

Es kann ja auch sein, dass er eine Mitschuld bei der Mutter sieht, warum das Kind beerdigt werden mußte. Als Diskussionsgrundlage könnte der "Kinder-Sammelleichen-Thread" im Pappa-Forum herangezogen werden.
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