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"Profil" (A): Löhne: Die Wahrheit über die Ungleichheit
#1
Zurzeit hagelt es auf Feministinnen aus allen Rohren. Neben der von @p zitierten Gegendarstellung in der BZ schießt nun zu einem sattsam bekannten Thema die österreichische Zeitung "Profil" los. Tja, die Zeiten werden härter:

profil.at schrieb:... Frauen verdienen in Österreich bei gleicher Arbeit um ein Viertel weniger, trommeln Politikerinnen seit Jahren. Gleich zwei Equal Pay Days pro Jahr und noch mehr Kampagnen verbreiten diese Botschaft. profil hat neueste Berechnungsmethoden und Studien analysiert: Die weit geöffnete Lohnschere ist ein Mythos. ...

http://www.profil.at/articles/1213/560/3...gleichheit

Das Jahr bleibt spannend.
"Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer in sich angeschlagenen Gesellschaft zu sein"
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#2
Zitat:EvaSpreitzhofer, 05. 04. '12 22:03
Postings
Um die Gratulations-Postings unter diesem Artikel sind Treichler und Bauer wahrlich nicht zu beneiden, aber jeder hat halt die Fans, die er sich erarbeitet ...
Mann könnte hierauf antworten:
"Wer sich der Herabsetzung bedient, hat keine Sachargumente."
Aber das braucht Mann nicht, denn es ist offensichtlich.
Ich weiß nicht, ob das im Artikel enthaltene Video nachträglich eingefügt wurde, aber sehenswert ist es, denn in dem beantworten die beiden Redakteure ein paar der eingegangenen Rückmeldungen zur Titelstory.
Köstlich! Die beiden hatten u.a. ausschließlich männliche Betriebsräte befragt, was zu beanstanden war.
So langsam finden wir Männer uns alle wieder, im braunen Topf, egal ob Männerrechtler, SPD-Politiker, Betriebsrat oder einfach nur entsorgter Vater. Fehlen eigentlich nur noch die, für die Volksbefruchtung vorgesehenen, bisher lediglich 0,001% (von Gesamtbevölkerung) männlichen Feministen. Aber auf die kann zumindest ich getrost verzichten, denn um deren zukünftige Aufgabe beneide ich die nicht. Heart
16.02.2012, BILD: "Das Halbwahre ist verderblicher als das Falsche." (Ernst Freiherr von Feuchtersleben)
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#3
Tja, Bluter,

so ist es wohl!

Wenn die Wut über die Realität siegt, dann gibt es auch solche Kommentare (Jasmin Bürger):

"... Entzückender Versuch einer Rechtfertigung. Auch journalistisch heiligt aber der Zweck nicht alle Mittel: Artikel war ja von der anderen Richtung mindestens ebenso tendenziös – und dass das Ärger gibt, war doch klar. Immerhin seid ihr in aller Munde, also, Ziel erreicht. ..."

Er steht übrigens zu recht ganz unten auf dem Blog einer der Autoren, welcher seinen persönlichen Beitrag im Blog einbrachte.

Reflektionen zu den Reaktionen, Gernot Bauer, Redakteur

"Ohnmachtsphantasien

Das durch die profil-Coverstory zum “Mythos Lohnlücke” öffentlich erregte Ärgernis bestätigt, dass hier Bedeutsames entdeckt wurde. Nämlich eine simple Wahrheit: Dass Frauen bei gleicher Arbeit um 25 Prozent weniger Lohn kassieren, ist statistischer Unfug. ....

... Mit falschen Zahlen Politik zu machen, kannte man bisher nur von den Freiheitlichen im Zusammenhang mit der Kriminalitätsrate von Zuwanderern. Auch wenn Heinisch-Hoseks Zweck (Gleichberechtigung) ein guter ist, heiligt er nicht den Einsatz aller Mittel. Frauenministerin und Lohnlückenbüßerinnen verlieren sich in statistischen Ohnmachtfantasien ...


Interessant zu lesen, auch die sachlichen Kommentare dazu:
http://blog.profil.at/index.php/gernotba...htantasien

Aber, tätäräää, das 'Femperium' schreibt zurück, Ulla Schmid, Redakteurin:

"Unter Wutmännern

... Was geht da ab? Eine Horde von Männern meldet sich zu Wort. Untergriffig, polemisch, frauenfeindlich. Offenbar hat sich hier gewaltiger Frust aufgestaut, der sich jetzt Bahn bricht. Liegt es daran, wie meine Kollegin Angelika Hager im letzten profil feststellte, dass eine „Post-Schwarzer-Dohnal-Greer-Generation“ den „Herren seit Jahrzehnten mit Forderungen nach Mut zum Gefühl, Abbrechen der Schweigemauer, gemeinsamem Weinen im Kino und runtergeklappten Klodeckeln auf den Wecker gefallen“ ist? ..."

... Jetzt outen sich die Wutmänner, jene, die wohl meinen, zu kurz gekommen zu sein; die offenbar Angst um ihre Männlichkeit haben, verdienten ihre Partnerinnen nur annähernd so viel wie sie; die möglicherweise gar zusehen mussten, wie eine Kollegin auf der Karriereleiter an ihnen vorbeikletterte. ..."
http://www.profil.at/articles/1214/567/3...utmaennern


Man beachte die "gepflegte Wortwahl" der Profil-Autorin, die in gesteltzter Weise den Dictus des eingangs zitierten Kommentars einer "Wutbürgerin" wiedergibt.

Bild entfernt durch Moderator wegen möglicher Probleme mit dem Recht am eigenen Bild.

Wie gehabt, wenn die Argumente fehlen, dann wird es eben persönlich und abwertend durchgezogen. Das haben so manche Frauen echt voll absolut und richtig gut drauf. So gut, dass es mich wirklich total betroffen macht ... ;-)

Spannende Zeiten also
"Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer in sich angeschlagenen Gesellschaft zu sein"
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#4
Die Ulla lügt ja, wie gedruckt, wenn sie nun formuliert:
Zitat:Hierzulande reicht eine politische Forderung, um Männer zornig zu machen. Sie lautet: Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit.
Jawohl, gleichwertige Arbeit. Ein kleiner, aber wesentlicher Unterschied, der seit gut 15 Jahren von Frauenpolitikerinnen postuliert wird – und offenbar ebenso hartnäckig von männlicher Seite überhört wird.
Das ist inhaltlich falsch, denn von Ulla genannte Frauenbevorzuger/innen forderten "gleichen Lohn für gleiche Arbeit". Das "gleichwertig" kam erst auf, als die vorherige Lohnlüge als solche nicht länger postuliert werden konnte, was gerade einmal vier Jahre her ist.
Die Super-Ulla weist auf den feinen Unterschied sogar selber hin, denn sie schreibt:
Zitat:Seit 1979 verbietet das Gleichbehandlungsgesetz explizit Unterschiede bei der Bezahlung von gleicher Arbeit. Ein Sekretär im Vorzimmer darf also nicht mehr verdienen als die Sekretärin neben ihm.
Ja, das ist ein direkter Vergleich. Und ja, hier die 25,5% glaubhaft darzulegen gelingt ihr nicht.
Seither feilschen also die erwerbstätigkeitsscheuen Hausmütterchen um die Bedeutung der Gleichwertigkeit, von eigener, mal mehr mal minder verrichteter Haus-/ Familienarbeit und der außerhäuslichen Erwerbstätigkeit des Mannes, im allgemeinen. Eine ziemlich bescheuerte Debatte, denn sie wird am Ende die negative demografische Entwicklung allenfalls beschleunigen, weil sich immer mehr junge Männer auf solch schlechte Deals, alles selbst Erwirtschaftete abgeben zu müssen, nicht länger einlassen.
Der Einwurf der Ulla
Zitat:Da setzt die Debatte über gleichwertige Arbeit an: Warum ist die Tätigkeit eines Malers mehr wert ist jene ­einer Friseurin?
hält keinem Vergleich stand, auch wenn die Ulla hier schlauerweise mal zwei Berufe gewählt hat, die von annähernd gleicher geringer Relevanz sind - aber eben nur annähernd.
Frisörinnen wird das obligatorische Trinkgeld auf deren Gehalt angerechnet, auf das der gemeine Maler nicht annähernd kommt, da er einen Großteil seiner Aufträge aus dem Gewerbe bezieht und der Architekt dort kaum mit Talern um sich schmeißt. Zudem hat der gemeine Maler widrige Umstände zu berücksichtigen, die Frisörinnen - in deren 2m²-20°C-Refugium - nicht einmal erahnen. Höhentauglichkeit und Kenntnisse zu (Gefahrstoff-)Transporten und Ladungssicherung sind der gemeinen Frisörin fremd. Wie auch die körperliche Betätigung im Freien oder in Heißbereichen, bei also allen Temperaturen.
Aber der Ulla ihr Highlight ist für mich das hier:
Zitat:Eine Generation gut ausgebildeter Frauen stellt die Verteilungsfragen neu. Und zwar nicht aufgrund ihres Geschlechts, sondern ihrer Qualifikation. Was gilt nun? Wer tüchtiger ist – oder wer lauter schreit?
Der war echt gut! Und wieder gelogen, denn selbst eingefleischten Feministinnen, wie u.a. Ortgies und Mika, ist aufgefallen, dass sich die Frauen (Geschlecht) als Mütter gerne in die eigenen vier Wände zurückziehen.
Demnach sind es wieder die Hausmütterchen, die den Hals aufgrund ihres Geschlechts aufreißen, hierfür überqualifiziert und außerhalb untüchtig.

Solche Postings, von offenbar noch immer zu klein bebrillten und lauthals krähenden Banalfeministinnen, sind nicht spannend, sondern dämlich.
16.02.2012, BILD: "Das Halbwahre ist verderblicher als das Falsche." (Ernst Freiherr von Feuchtersleben)
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#5
Zitat:Da setzt die Debatte über gleichwertige Arbeit an: Warum ist die Tätigkeit eines Malers mehr wert ist jene ­einer Friseurin?

Weil der Markt nicht selten den Preis bestimmt.

Leider bezahlt der Markt für ein neu gestrichenes Zimmer mehr als für einen neuen Haarschnitt. Hier haben wir den Schuldigen: Der Markt! (Eine Diskussion über Marktheorien im Mantel feministischer Rhetorik soll an dieser Stelle entfallen...)

Entweder muss ich mir für 100,00 EUR brutto die ganze Bude neu tapezieren und streichen lassen können, oder die neue Dauerwelle muss mindestens 800,00 EUR brutto kosten. Das kann der Markt aber leider nicht. Über volks- und betriebswirtschaftliche Zusammenhänge (vllt. sogar Lohnkosten und Produktkalkulation) fängt man dann besser erst gar nicht an.

Dieser ganze Equal-Pay-Gap ist ökonomisch betrachtet einfach nur sinnfrei. Da der ganze o.g. Spass i. d. R. auch noch versteuert werden will, kann sich kaum einer vorstellen, dass diese ganze Diskussion in einem fiskalpolitisch-orientierten Staat auch noch gefördert wird.

Der Wert der Arbeit wird nicht vom Individuum deklariert, sondern von der (Grund-)gesamtheit einer Volkswirtschaft. Wenigstens hinsichtlich Grundgesamtheiten und Stichprobenauswahl hat man es zwischenzeitlich endlich kapiert, dass ein statistischer Lohnvergleich zwischen einem Ingenieur und einer AE-HartzIV Empfängerin eine gewisse "erweiterte Standardabweichung" ergibt...

Wenn der ganze Schwachsinn nicht so traurig wäre, müsste ich lachen.
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#6
(06-04-2012, 12:25)Bluter schrieb: hält keinem Vergleich stand, auch wenn die Ulla hier schlauerweise mal zwei Berufe gewählt hat, die von annähernd gleicher geringer Relevanz sind

Was aber doch Blödsinn ist!

Gerade hier kann man doch einfach die Frisörin mit dem Frisör und die Malerin mit dem Maler vergleichen, da in beiden Berufen beide Geschlechter vertreten sind.

..... nur wäre es dann schwierig geworden eine angebliche Lohndiskriminierung darzustellen.

Also auch das ist ein ganz billiger Trick, einfach mal Birnen mit Äpfeln vergleichen und dann für ihre Zwecke zu nutzen.

Das durchschaut ja schon jeder aufgeweckte Viertklässler!
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#7
(11-04-2012, 07:08)Eifelaner schrieb: Das durchschaut ja schon jeder aufgeweckte Viertklässler!

Der schon, aber nicht die feminismus- und staatstragenden Elemente. Ausschlaggebend hat zu sein, wie schwer einer Frau die Arbeit fällt. Und da ist kein Unterschied zwischen einem Arbeiter in einer Gießerei und einer Friseurin. Deswegen müssen zwangsläufig diese Berufsgruppen miteinander verglichen werden. Eine Frau in Hitze und an schweren Gewichten kommt eh nicht in Frage, aber Männer sind als Sklaven geboren, dafür hat es einfach nicht mehr zu geben.

Wenn sich mal ein Mann in einen Frauenberuf verirrt, ist das noch kein Grund daraus auf Gleichheit zu schließen, er will sich das Leben doch nur leicht machen. Genauso wie die Hausmänner, diese Drückeberger! Bei Frauen ist das wiederum so, dass eine Hausfrau ja mindestens eine Doppelbelastung hat und 80 Stunden in der Woche schuften muss.

Fazit: Männer wollen es sich grundsätzlich einfach machen und auch noch viel mehr kassieren - als hätten sie eine Familie von dem Verdienst zu ernähren...
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#8
Im Ösiland geht die Debatte um die Lohnungerechtigkeit, von der ausschließlich Frauen betroffen sind, unvermindert weiter.
Elfriede Hammerl haut nun schon den dritten Mist zu dieser Sache raus und auf derStandard kommen drei Kommunikationswissenschaftlerinnen zu Wort und überraschen die geneigten Leser mit einer vollen Breitseite an Sachargumenten. Nee, Scherz! Sie beklagen jetzt "Frauen-Bashing", weil sie keine Argumente haben. Echt geil, echt lesenswert.
Mit einem weiteren Highlight, in Form eines Plakates, belästigte eine Frauenclique Salzburger Passanten, zu sehen auf erstaunlich.at.
Nicht allein, dass hier - ganz uneigennützig - statt einer üblichen 25%-Lüge eine bisher unübertroffene 40%-Lüge präsentiert wird, ... aber schaut selbst. Big Grin
16.02.2012, BILD: "Das Halbwahre ist verderblicher als das Falsche." (Ernst Freiherr von Feuchtersleben)
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