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ein offenes wort an meine 22jährige tochter
#75
(27-12-2015, 15:10)zeitgenosse schrieb: - Sag ihr, wenn sie bei dir in M. leben würde und es auch einmal dazu käme, dass sie sich ein bisschen um dich bemühen würde, hier mal eine Einladung, dort mal ein Ausflug, Treffen zum Geburtstag, Weihnachten ... die Sache sicher ganz anders ausschauen würde.

Mir sind solche Verhaltensweisen fremd. Ich habe nie etwas von meinen Eltern gefordert - halt nur das übliche als pubertierender Teenager, sprich, Kohle zum Fortgehen, Klamotten, Essen, etc. Aber ab 18 war schluss damit. Alles was ab dann kam, war freiwillig und kam stets von Herzen und wurde von mir mit einem großen Dankeschön angenommen. Gefordert habe ich nie was. Als ich damals kein Geld für ein Auto hatte, ging ich halt zu Fuß oder fuhr Rad. Bei meinen Eltern betten? Niemals - auch keine Erwartungshaltung! Heute "ermahne" ich meine Mutter regelmäßig, dass sie ihre Rente jeden Monat verprassen und ja nichts sparen soll. Einzig was sie natürlich regelmäßig macht, ist, dass sie für den Kleinen Klamotten kauft. Aber auch das ist mir unangenehm. 

Die Frage ist allgemein. Wie viel in oder von diesem Töchterchen hat mit deinen Idealen bzw. mit dir zu tun? Man bzw. jeder Betroffene sollte sich diese Frage immer sehr ehrlich und direkt beantworten. Wenn man selbst materialistisch ist und/oder ständig zu den Eltern läuft oder lief, damit sie Kohle rüber schieben und man bei der Beerdigung der eigenen Eltern mit einem Augen weinte und mit dem anderen lachte und sich auf das Erbe freute, dann wird das bei den eigenen Kindern ähnlich sein. Deshalb also die Liebe oder Beziehung aufzukündigen, wäre unfair, denn sie verhalten sich ja nur so, wie sie es gelernt haben. Und nun sind wir beim nächsten Punkt. Ich gehe davon aus, dass dein Töchterchen dieses Verhalten nicht von dir sondern von ihrer Mutter unbewusst gelehrt bekam. Auch hier gilt, dass es unfair wäre die Liebe oder Beziehung zum Kind aufzukündigen, denn sie verhält sich ja nur so, wie sie es von ihrer Mutter gelehrt bekam. 

Zu guter Letzt denke ich, dass man das gut beobachten muss. Kommt nach zig Kontakten alle paar Jahre mal ne Anfrage nach z.B. einem neuen PC oder nen gemeinsamen Urlaub, dann liegt das imho noch im Rahmen. Ansonsten gilt: Hat das Kind wenig Interesse an einem selbst hat, dann schläft das Ganze sowieso ein, wenn die Geldzahlungen bzw. materiellen Zuwendungen ausbleiben. 

An deinem Fall erkennt man schön, dass spätere Treffen und der weitere Verlauf mit entfremdeten Kindern eben nicht immer bzw. in den seltensten Fällen so romantisch ablaufen, wie man sich das in der Fantasie vorstellt. Das sind nun mal Wesen geworden, die von einer skrupellosen Mutter und einem ebenso gewissenlosen Umfeld geformt und geprägt wurden. Verloren ist deshalb natürlich nichts. Minimum solltest Du aber auch Forderungen stellen, wenn sie schon fordert. Also liebes Töchterchen, wenn du was willst, dann besuche und kontaktiere mich deinen Vater regelmäßig. 

PS. Was ich mich schon seit geraumer Zeit frage, ist, was für eine schwachsinns Idee das war in London als Friseuse arbeiten zu wollen. Zeigt ja schon eine gewisse Extravaganz mit Hang evtl. zum Luxus und einer total durchgeknallten Erziehung seitens der Mutter. Friseuse in London SmileWer kommt auf so einen Schwachsinn?

Tue so viel Gutes, wie du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber. _CD

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RE: ein offenes wort an meine 22jährige tochter - von zeitgenosse - 13-11-2014, 23:01
leider ein negatives update.... - von netlover - 17-08-2015, 23:00
RE: ein offenes wort an meine 22jährige tochter - von zeitgenosse - 27-12-2015, 15:10
RE: ein offenes wort an meine 22jährige tochter - von raid - 27-12-2015, 19:27
RE: ein offenes wort an meine 22jährige tochter - von zeitgenosse - 27-12-2015, 19:29
RE: ein offenes wort an meine 22jährige tochter - von zeitgenosse - 28-12-2015, 11:00
RE: ein offenes wort an meine 22jährige tochter - von zeitgenosse - 28-12-2015, 12:45
RE: ein offenes wort an meine 22jährige tochter - von zeitgenosse - 28-12-2015, 21:21

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