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Diskussion zu: So kann's gehen...
#1
[Diskussion von http://www.trennungsfaq.com/forum/showth...p?tid=8090 ]

Tja, Meinungen oder Tipps zu diesem Thema sind sicher schwierig, da es dazu wohl kaum vergleichbare Erfahrungen gibt.
Erst Recht nicht mit den neuen rechtlichen Möglichkeiten.

Die Erfahrungen mit der Justiz in Bezug auf den ebenfalls just geänderten SR-§1626 BGB lassen jedenfalls nicht viel Gutes erwarten.

Die Justiz hält es da nicht für nötig, sich plötzlich um 180 Grad zu drehen, nur weil der Gesetzgeber es so will.
Da stehen diese schwarzen Rechtsbeuger doch drüber.

Da das Gericht bei dir aber den Ball recht zügig aufgenommen hat, scheinen sie ja nicht ganz unwillig zu sein.
Über die rechtlichen Möglichkeiten scheinst du ja schon recht gut informiert zu sein.
Insofern wirst du vermutlich der erste hier sein, der hier seine Erfahrungen kund tun kann.

Mir drängt sich bei deiner Schilderung nur eine Frage bzw. ein Verdacht auf:
War das Ganze ein abgekartetes Spiel?
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#2
100 Prozent aller Trennungen sind schlimm, der überwiegende Teil ist im Nachgang sogar sehr schlimm, jedoch ein gewisser, mE nicht zu unterschätzender Anteil, ist wie die Geschichte aus einem Horrorfilm --> selbst erlebt!

Ich bin ein ehrlicher Mensch und so gebe ich dir auch meinen ersten Gedanken wider, welcher mir in den Sinn kam, als ich deine Geschichte zuerst überflogen hatte: Totschweigen und die Frau meiden für immer und ewig!

Nachdem ich deinen Beitrag ein weiteres Mal gelesen habe, kam mir in den Sinn, dass es u. U. dein erstes Kind ist und Du deine Vaterschaft leben möchtest.

Unter diesen Umständen kann eine gelebte Vaterschaft jedoch zu einem Alptraum werden. Im schlimmsten Fall wird dich nicht nur die Kindsmutter sondern auch der gesetzliche Vater des Kindes versuchen mit allen Mitteln zu bekämpfen. Du wirst dein Kind in seinen ersten Lebensjahren vermutlich einmal wenn nicht sogar nur alle zwei Wochen für wenige Stunden sehen, der gesetzliche Vater jedoch täglich.

Ich weiß, es ist brutal, jedoch ist es oft besser einen Alptraum schnell zu vergessen, als ihn immer und immer wieder zu leben.

Wünsche der Frau, dass sie in der Hölle schmoren und an ihrer Brut ersticken wird, aber versaue dir nicht dein restliches Leben.

Vom Gefühl her ist es ein Schicksalsschlag ähnlich einem Unfall, der eigentlich nicht hätte passieren dürfen und nachdem man heil froh ist wenigstens überlebt zu haben. Anschließend leckt man seine Wunden und versucht eine derartige Situation zukünftig zu vermeiden.

Sry, meine Tipps sind bescheiden, Du möchtest aber Meinungen zu deinem Thema hören und es ist meine ehrliche Meinung nach mehreren Jahren geleber Vaterschaft mit allen Schikanen, Erniedrigungen, Stürzen, Bangen um das eigene Fleisch und Blut, Lügen, Umgangsboykott, endlos vielen Gerichtsverfahren, und einer Kindesmutter, die nicht müde wird mir Steine ja sogar Granaten vor die Füße zu werfen.
Diese Hölle durchlebe ich jedoch aus freien Stücken, weil ich mich damals dazu entschlossen hatte meinem Kind ein Vater sein zu wollen. Es ist eine tiefe und feste Liebe zu meinem Kind, die mich diesen Schmerz ertragen lässt.

Und ich wünsche dir, dass Du dein restliches Leben normal leben kannst. Sehr gewagt behaupte ich jetzt einfach mal, dass es bei dir momentan noch Neugierde und der Wille sowie Wunsch ist, dein eigenes Kind, welches zu 49 bis 50 Prozent deine Gene in sich trägt kennenzulernen und ihm ein Vater zu sein. Vater sein bedeutet aber auch, dass Du anschließend jede Schikane über dich ergehen lässt, jeden Kampf für dein Kind streitest, jede Erniedrigung erträgst, und deinem Kind dennoch stets einen gut gelaunten und lebensfrohen Papa vorspielst. Irgendwann nach etlichen Jahren kraftlos aufzugeben bedeutete für das Kind einen Elternteil verloren zu haben, viel schlimmer, als wenn Du nie Kontakt dazu aufgenommen hättest.
Warum Frauen das machen und soetwas ihrem Kind antun... ich weiß es nicht und werde das nie verstehen!

Tue so viel Gutes, wie du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber. _CD

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#3
@Beppo

Hm, ein abgekartetes Spiel...
Nein, glaube ich nicht. Dann hätte die Frau sich nicht scheiden lassen müssen.
Ich habe nur von Anfang an klar kommuniziert, dass ich das GSR gern ausüben möchte.
Das hat die KM wohl etwas abgeschreckt, schließlich kann ''Mann'' dann ja eventuell in ihr autarkes Leben eingreifen.

Die KM hat mir jetzt erst mal über einen Anwalt mitteilen lassen, dass zum fraglichen Zeitpunkt ''Mehrverkehr'' stattgefunden haben soll.
Lustiges Wort!
Die Dimension dieser Aussage habe ich erst ein paar Tage später inhaltlich begriffen.

Die spannende Frage wird nun sein, ob im Rahmen des Umgangsverfahrens eine Vaterschaftsstellung angeordnet wird, oder nicht.
Wenn nicht, dann hab' ich eh' verloren...
Wenn ja, bin ich einen Schritt weiter. Denn dann kann das Kind in Zukunft nicht so ohne Weiteres belogen werden.

Im Prinzip schätze ich meine Chancen sehr, sehr gering ein, aber gar nichts zu tun - nee, dass kann ich nicht ertragen.

Juristisch bin ich mittlerweile recht sattelfest, aber erkenne natürlich auch Eines - wenn die KM nicht möchte, wird schon auf Grund der Beweislastumkehr was den Rechtsbegriff Kindeswohl betrifft, für mich niemals Umgang stattfinden.

Primär geht es mir natürlich um mein Kind, welches ich kennen lernen möchte. Aber ich habe auch im Hinterkopf, mich gegen eventuellen Scheinvaterregress abzusichern. Denn keiner weiß doch, wie die Entwicklung in dieser ''Familie'' in Zukunft sein wird.
Mache ich gar nichts und der ''Papa'' wird in ein paar Jahren wieder vor die Türe gesetzt, erinnert er sich vielleicht daran, dass es gar nicht ''sein'' Kind ist.
Die Zweijahres Anfechtungsfrist ist ja sehr dehnbar auszulegen, wie ich aus diversen Gerichtsurteilen recherchiert habe

Und außerdem finde ich es echt zum kotzen, wenn hier vorsätzlich ein Kind den ''Kuckuck'' im Lebensrucksack trägt.
Kann doch so nicht sein...

Übrigens, das Gericht hat innerhalb von zehn Tagen auf die Klage reagiert und sofort auf vier Wochen später terminiert.
Ich bin hochgespannt, was an diesem Tag bei Gericht diskutiert werden wird.
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#4
Mich nimmt deine Geschichte echt total mit. Ich denke auch, dass Du dir eine anderen Rat erhofft hättest.

Nun, ich kenne dich und deine psychische Verfassung nicht. Vielleicht schaffst Du es ja an die "Sache" relativ emotionslos heranzugehen --> wenn ja, lass einfach das Gericht entscheiden, sehe die Umgänge als zusätzliche Bereicherung an und versuche alles so zu nehmen, wie es eben kommt.

Aber kämpfe nicht gegen Windmühlen an, weil das wird dich zu einem gebrochenen Mann machen, über den man später nur noch lachen und für den sich vermutlich sogar das eigene Kind schämen wird.

Richte also gerade in Bezug auf deine weiteren Schritte den Fokus auf deine Gefühle und stelle dir auch vor, wie es sein kann u. U. 18 Jahre kämpfen zu müssen.

Auf jeden Fall hat dein Kind ein Anrecht auf dich, weil Du sein leiblicher Vater bist.

Tue so viel Gutes, wie du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber. _CD

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#5
(07-10-2013, 21:28)Zuschauer schrieb: Ich bin hochgespannt, was an diesem Tag bei Gericht diskutiert werden wird.

Ich auch.

Ich denke aber auch, dass du das Ergebnis hinnehmen solltest.
Analog zu Raid denke ich, dass du diesen Versuch hast aber wenn er schief gehen sollte, solltest du es dir nicht zur Lebensaufgabe machen, dich daran abzuarbeiten.

Ein "Sieg" kann immer noch bedeuten, dass du zwar rechtlicher Vater mit allen Unterhaltspflichten wirst aber dein Kind trotzdem nicht siehst.

Leider halte ich diese Variante für wahrscheinlichste.
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#6
@Raid

Danke für deine Einschätzung!
Ja, es ist mein erstes Kind und ich wäre auch gern Vater geworden.
Kann auch gut sein, dass ich zu naiv an die Sache rangehe.
Aber ich bin ein recht geradliniger Mensch, und ich finde, diese Frau hat gegen eine paar grundlegende Einstellungen meiner Lebensphilosophie verstoßen.
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#7
Nun ja, Du bist Vater geworden ;-)

Du hast Werte, Prinzipien, Charakter und Moral, leider alles Tugenden, welche die Mutter deines Kindes nicht hat.

Wie gesagt, Du kannst die "Sache" geradlinig verfolgen, solange Du nicht zu emotional mit dem Thema umgehst. Sehe es vielleicht wirklich als eine Art Durchboxen deiner Philosophie, Weltverbesserung und vor allem als einen Kampf um die Würde und das Recht deines Kindes an. Das kann eine gute und nervenschonende sowie akzeptable Strategie sein.

Tue so viel Gutes, wie du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber. _CD

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#8
@Beppo

Nein, ich führe zuerst das Umgangsverfahren. Werde ich als leiblicher Vater festgestellt, hebt das NICHT die juristische Vaterschaft des anderen auf.
Dazu müsste ich nochmals klagen, aber der Ausgang wird klar sein.
In eine sozial familiäre Beziehung hinein anzufechten ist zwar ''erlaubt'', aber wenn der Vater Nein sagt, bleibt er der juristische Vater.
Und ich vermute, das wird in meinem Fall so sein.
Ich werde sehen, welcher Wind im Umgangsverfahren weht, dann entscheide ich, ob anfechten oder nicht.
Das Gericht hat das JA mit zu dem Termin einbestellt, zur mündlichen Stellungnahme.
Diese Fälle sind ja für die Gerichte noch recht neu, es hat sich sozusagen noch keine allgemeine Rechtsprechung gebildet.
Ich glaube, die sind sehr verunsichert...
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#9
Obwohl es mir doch irgendwie komisch vorkommt, dass die Frau gleich wieder ihren Exgatten geheiratet hat. Vielleicht doch ein abgekartetes Spiel?

Kann natürlich auch sein, dass das eine absolut unselbstständige Frau ist, die einfach mal querschlafen, sich bissl vom Papa bzw. Ehegatten trotzigerweise abnabeln, Erfahrung sammeln und ihren nuttigen Zügen nachgehen wollte und anschließend reuemütig zu Papa zurückkehrt.

Halleluja also in Sachen Frauen lernt man nicht aus ;-) Und lt. Helferindustrie das beste, was einem Kind als Bezugsperson passieren kann.

Also mein liebes Kind ich erzähle dir jetzt, wie Du damals entstanden bist: Nun, Du bist durch sogenannten Mehrverkehr gezeugt worden, eine Art von Verkehr, den eigentlich nur Nutt... oder auf plattdeusch Schlam.. haben. Vermutlich hast du die Augenfarbe von Günther, die Haarfarbe von Erich, die Nase von Jochen, die abstehenden Ohren von Helmut und die vorstehenden Zähne von Jürgen. Dein Papi, mit dem ich verheiratet bin, ist dein gesetzlicher Vater. Der andere Mann, der mit dir gerichtlich festgesetzten Umgang hat ist vermutlich einer der möglichen Väter.

In Liebe deine Mami.

Da ist Totschweigen vermutlich echt das beste.

@Zuschauer: und glaube mir, diese Wahrheit wird die Kindsmutter nicht zulassen sondern sie wird gegen dich kämpfen.

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#10
Ob abgekartet oder nicht, ändert nichts an der Situation. Es bringt nichts, mit viel reden und denken die vermuteten Willenswinkel der Mutter oder ihres Mannes ergründen zu wollen. Nur in die Richtungen blicken, die Richtung Ziel führen!

Dass die Sache aber jetzt gerichtsanhängig ist, bringt etwas. Dass die Mutter Mehrverkehr zugegeben hat, ist hilfreich. Ich verstehe nur nicht die Begründung, wieso du mit einem Umgangsverfahren anfängst. Zuerst müsste die leibliche Vaterschaft festgestellt werden. Erst auf dieser Basis kann es um Umgang oder sonst etwas im Bezug auf das Kind gehen.

Der Weg fängt relativ breit an. Nach dem Eingeständnis der Mutter wird wohl ein Abstammungstest angeordnet und deine leibliche Vaterschaft festgestellt. Das wird das Gericht noch tun. Es kann natürlich auch sein, dass sich die Mutter in ihrer Ehe-Auszeit auch mit anderen Männern vergnügt hat und du gar nicht der Vater bist, mal sich richtig austoben...

Deutlich schmaler wird der Weg, wenn es nach der Abstammtungsfeststellung um Umgang geht. Sehr schmal bis unmöglich wird der Weg für eine rechtliche Vaterschaft. Und ultraschmal wird der Weg fürs gemeinsame Sorgerecht. Vieles baut aufeinander auf, Voraussetzung für Sorgerecht ist z.B. die rechtliche Vaterschaft.
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#11
@p

Ich muss mit einem Umgangsverfahren anfangen, das ist der Türöffner.
Fängst du mit einer Anfechtungsklage an, sagt die KM und der Scheinvater mit Sicherheit Nein zum Vaterschaftstest.
Ich als vermeintlich leiblicher Vater habe KEIN durchsetzbares Recht auf einen Vaterschaftstest.
Der wird komischerweise nur im Umgangsverfahren erlaubt, weil es könnte ja sonst jeder kommen und sagen, er sei der leibliche Vater und möchte Umgang!
In diesem Umgangsverfahren muss die KM auch gegen ihren Willen einem Abstammungstest zustimmen. Der Scheinvater wird gleich gar nicht gefragt.
Ist die positive Vaterschaft dann festgestellt, hebt sie aber nicht automatisch die juristische Vaterschaft auf.
Das Gesetz ist mit sehr heißer Nadel gestrickt worden, aber zumindest mal ein Anfang.

Wenn ich also als leiblicher Vater festgestellt bin - ich gehe davon auch fest aus - habe ich dann ein Recht auf Umgang. Aber nur, wenn es dem Kindeswohl dient. Ich muss also beweisen, dass mein Umgang dem Kind zum Wohle ist. Ich denke, es wird wohl einfacher sein, am Nordpol Blumen zu züchten...

Ich gehe da mittlerweile recht nüchtern an die Sache, gelegentlich schlagen zwar Emotionen hoch, aber das ist wohl verständlich...

Habe demnächst einen Termin auf dem JA, auf eigene Initiative. Möchte mal schauen, wie die dort so ticken, was sie zur Faktenlage zu sagen haben.

Wie gesagt, ich denke, ich bin hier so ziemlich ein Präzedenzfall vor dem deutschen Gericht.

Du erinnerst dich ja bestimmt an meine Mail vom Anfang des Jahres. Mittlerweile sehe ich deutlich klarer, bin emotional sehr gefestigt.
Im Prinzip habe ich doch komplett bisher verloren, es kann nur besser für mich werden.
Ob ich zu eventuellen Unterhaltsverpflichtungen herangezogen werde, ist mir ehrlich gesagt egal.
Was mich nur sehr nerven würden, vielleicht in zig Jahren von einem angeblichen Scheinvater auf Regress verklagt zu werden, aber gleichzeitig niemals einen Bezug zu meinem Kind aufbauen konnte.

Die ganze Situation ist eben nicht damit gerettet, total untätig zu bleiben.
Ich muss reagieren, egal wie - aber etwas machen muss ich.

Halte euch auf Laufenden...
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#12
Du gehst also nach dem ganz neuen § 167a FamFG vor.
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#13
Wenn man das so liest, vergeht einem JEGLICHE Lust jemals wieder eine Beziehung mit einer Frau einzugehen oder sich auch nur intensiver mit einer zu beschaeftigen! Wenn ich die Geschichte lese, koennte ich nur noch goebeln. Zuschauer, Du bist nicht zu beneiden und hast meine volle Anteilnahme.
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#14
@p

Ja, so ist unsere Strategie...
Ob es im Umgangsverfahren zu einem Vaterschaftstest kommt, hängt ja wohl immer noch vom Richter ab. Im Gesetz ist zumindest aber mein Recht verankert.
Und durch die ''Mehrverkehr Nummer'' der KM denke ich, dass der Richter ja nun bestimmt Interesse hat, aufzuklären. Gewiss auch im Interesse des Kindes.
Aber letztendlich ist alles nur ein Pyrrhussieg, Umgang kommt durch einen positiven Vaterschaftstest für mich nicht automatisch zum Tragen. (Kind hat Fieber, hat Stress, etc., etc...)
Scheitere ich dann noch mit der Anfechtungsklage kann ich aber für mich sagen, ich habe alles juristisch Mögliche versucht.
Und das lässt mich dann bestimmt einen gewissen Seelenfrieden finden.

''Ein totes Pferd sollte man nicht weiter reiten''
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#15
Im Januar waren die Möglichkeiten noch anders. Da § 167a FamFG erst seit Juli gilt, bist du wohl einer der frühen Fälle, die den einsetzen. Spannend, aber nicht hoffnungslos. Ich denke trotzdem, dass es schon aufgrund der mütterlichen Einlassung zu einem Abstammungstest kommt.
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#16
Deine Situation ist eigentlich recht vorteilhaft. Du kannst dem trauten Glück ordentlich Ärger machen und einheizen ohne irgendetwas zu verlieren. Das schafft Verhandlungsmasse, denn früher oder später werden die ihre Ruhe haben wollen.
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#17
(07-10-2013, 23:35)Zuschauer schrieb: Und durch die ''Mehrverkehr Nummer'' der KM denke ich, dass der Richter ja nun bestimmt Interesse hat, aufzuklären. Gewiss auch im Interesse des Kindes.


Nun ja, der Vater steht lt. Gesetz ja fest. Ein Richter macht niemals mehr, als er unbedingt muss, alleine schon, weil er i. d. R. mit Arbeit ausreichend zugedeckt ist.

Ohne Vaterschaftstest wird es natürlich schwer sein zu beweisen, wer nun bei dem durchgeführten Mehrverkehr tatsächlich der biologische Vater ist.

Ob der Gatte der Mehrverkehrerin weiß, dass sie Mehrverkehrerin ist? Ich denke, an seiner Stelle wäre ein HIV-Test sinnvoll.

Bei solchen Frauen kann ich nur den Kopfschütteln :-)

Tue so viel Gutes, wie du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber. _CD

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#18
Es gibt keine Verhandlungsmasse. § 167a FamFG erschafft einen Vater vierter Klasse, der ist nicht ohne Grund gar nicht im BGB existient. Unter den vielen Väterklassen im Recht ist die weit unten. Ans Verhandeln geht es jetzt eh nicht.
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#19
Erstens wird er dabei ja nicht stehenbleiben wollen sondern sich perspektivisch etwas gedacht haben und zweitens besteht das Leben nicht nur aus Gesetzen und Gerichtssälen.
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#20
Ja, vielleicht die Mutter ja einsichtig und er hat eine geheime Bombenstrategie.
§ 167a FamFG ist eigentlich dazu da, zu verhindern dass ein Vater die rechtliche Vaterschaft erringt. Dessen Pointer führt zu §1686a BGB in ein absichtlich dafür gebautes Sackgassengleis. Machbar wird damit im Gegensatz zu früher der Abstammungstest, das ist der Gewinn.
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#21
In so einer Lage würde ich mich nicht unbedingt auf eine juristisch positive Lösung versteifen. Ich bin da nicht im Thema, aber m.W.n. gab es vor relativ kurzer Zeit eine Gesetzesänderung zu Gunsten leiblicher Väter in solchen Situationen.

Wer nicht ewig Bittsteller oder Spielball und Verfügungsmasse der Mutter sein will, sollte in strittigen Situationen willens und in der Lage sein der Mutter das Leben zur Hölle zu machen. Ansonsten braucht man gar nicht erst antreten. Aber das ist meine private Weltsicht und ich weiß, dass es hier einige anders sehen.
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#22
@Zuschauer:

Ich sehe deinen Kampf nach wie vor als Möglichkeit deinem Kind eine dauerhafte Bindung zum leiblichen Vater sprich zu dir zu ermöglichen, denn es ist natürlich davon auszugehen, dass die Ehe zwischen der Mehrverkehrerin und ihrem gutmütigen Gatten auch dieses Mal nicht zumindest nicht dauerhaft gut gehen wird.

Persistenz kannst also mE nur Du als leiblicher Vater deinem Kind bieten.

Tue so viel Gutes, wie du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber. _CD

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#23
@Zuschauer

Ich würde hier 2 Seiten sehen wollen; Deine und die des Kindes.

Ich kann nachvollziehen, dass es für Dich wichtig ist zu wissen, was Sache ist. Also versuch das herauszufinden - soweit und solange Du die damit verbundenen wirtschaftlichen und emotionalen Belastungen verkraften kannst.

Bezogen auf das Kind ist zu sehen, dass seine Mutter ungeschützten Mehrverkehr lebte - man könnte annehmen, dass dies Ausdruck ihres übergroßen Kindeswunsches war; dann wird sie wohl auch das Kind als ihr Eigentum sehen. Da sind schon Zweifel angebracht, ob sie ihrem Mann eine adäquate Vaterrolle zugestehen wird.

Ob darüber hinaus die zweite Ehe von Bestand ist, muß auch mit Fragezeichen versehen werden. Wenn der Mann dann im Zuge einer Trennung die Vaterschaft anzweifelt, wird darin auch die Botschaft für das Kind liegen, dass es (zumindest von ihm) nicht gewollt war.

Deine Bemühungen mögen da heilend sein, denn sie können Deinem Kind -sobald es das begreifen kann- sagen, dass dort ein Vater war, von dem es gewünscht wurde.
Wer nicht taktet, wird getaktet...
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#24
(08-10-2013, 09:49)wackelpudding schrieb: @Zuschauer
Deine Bemühungen mögen da heilend sein, denn sie können Deinem Kind -sobald es das begreifen kann- sagen, dass dort ein Vater war, von dem es gewünscht wurde.

Absolut!

Ich denke also durchaus, dass Du bis dato folgende Botschaft erhalten hast:

Bemühungen um dein Kind hinsichtlich Umgang sind sehr zu begrüßen, insofern Du emotional dazu in der Lage bist und nicht an der perversen Konstellation, welche die Kindesmutter verursachte, verzweifeln wirst.

Am schlimmsten für das Kind wird es jedoch sein, wenn Du irgendwann nach mehrere Umgangsjahren evtl. den Kontakt warum auch immer abbrechen musst.

Ich für meinen Teil werde beharrlich bleiben, weil es für ein Kind nichts schlimmeres gibt, als einen Elternteil zu verlieren, schlimmer noch, als einen Elternteil nie kennenzulernen.

Eine Kindesmutter hat jedoch auch nachträglich viel Möglichkeit dich eine zeitlang vom Kind wegzudrängen so z. B. durch Gewaltschutzverfahren.

Du musst dann Widerspruch erheben und einen Antrag auf eine mündliche Verhandlung stellen.

Spätestens hier geben dann viele Väter auf, weil sie ihre eigene Existenz bedroht sehen, allerspätestens dann beim zweiten oder dritten Gewaltschutzverfahren.

Für das Kind wird es später aber nicht nachvollziehbar sein, warum es Papa nicht mehr sehen möchte, weil Mami wird natürlich all die Unsäglichkeiten verschweigen.
Bei einer Kapitulation deinerseits werdet Ihr beide also Du und das Kind als Verlierer aus einem Kampf hervorgehen, der von Anfang sehr einseitig war.
Es ist also wie eine Lebensaufgabe, die dich sehr viel Energie kosten kann.

Tue so viel Gutes, wie du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber. _CD

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#25
(08-10-2013, 10:48)aurie schrieb: Hab hier einen interessanten Artikel zur Trennungsverarbeitung: http://lumenznetworks.com/blog/de/trennung/
Was soll daran interessant sein ?
Mal davon abgesehen, dass dies off topic ist:
Die Bestsellerautorin und "eine der führenden Beziehungsexpertinnen Deutschlands" Eva- Maria Zurhors (über einer Million verkaufter Bücher rund um das Thema Beziehungen) empfielt Müttern:
"Sollten Sie Kinder haben, minimieren Sie den Kontakt soweit es möglich ist."
Selbstverständlich gibt sie auch noch esotherisch-feministische "Seminare" für Frauen zur Selbstfindung. Sicher gibt es da auch diverse Tipps zur Väterentsorgung.
"Hoffnung ist eben nicht Optimismus, ist nicht Überzeugung, daß etwas gut ausgeht, sondern die Gewißheit, daß etwas Sinn hat - ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht." - Václav Havel
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