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Diskussion zu: So kann's gehen...
#76
Hallo Zuschauer.

Eine bemerkenswerte und souveräne Entscheidung, finde ich, die sich wohltuend von dem hier oft anzuftreffenden 'Kämpfen' abhebt.

Ich kann mir kaum vorstellen, wie es für einen Vater/für Dich sein wird, regelmäßig Auskünfte über das eigene Kind zu erhalten, es aber - wie lebendig begraben - nicht sehen zu dürfen.

Es interessiert mich sehr, wie Du damit umgehst, dies verarbeiten kannst.
Schreib doch mal gelegentlich etwas dazu.

S.
Geht die Sonne auf im Westen, muss man seinen Kompass testen.
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#77
@Zuschauer

Laß Dich nicht verwirren: Ich finde, Du hast gut gekämpft - gegen das Vergessen und Verdrängen. Den Rest muß die Zeit bringen und ich bin sicher, Du wirst dann bereit sein, wenn es erfolgversprechend oder auch nur nötig ist.
Wer nicht taktet, wird getaktet...
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#78
(04-11-2014, 18:12)Skipper schrieb: ...
Ich kann mir kaum vorstellen, wie es für einen Vater/für Dich sein wird, regelmäßig Auskünfte über das eigene Kind zu erhalten, es aber - wie lebendig begraben - nicht sehen zu dürfen.
...
Vollquote bearbeitet

Hm, ich werde sehen...
Im Prinzip ist es jetzt schon total anders, als noch zu Jahresbeginn 2013.
Es wirkt abstrakt auf mich, bzw., irgendwie habe ich das ganze Problem doch ganz gut von emotionaler auf eine Sachebene heben können.
Klar, ich hab mein Kind ja noch live sehen dürfen, da fällt es wahrscheinlich einfacher.
Anfangs dachte ich echt, ich geh' daran zu Grunde.
Inzwischen scheint auch für mich wieder die Sonne! Cool
Ich werde in losen Abständen weiter berichten.

(04-11-2014, 18:26)wackelpudding schrieb: Den Rest muß die Zeit bringen und ich bin sicher, Du wirst dann bereit sein, wenn es erfolgversprechend oder auch nur nötig ist.
Vollquote bearbeitet


Ja, ich denke auch, die Zeit wird es bringen.
So wie die Konstellation hier liegt, wird eine totale Negierung meiner Person auf Dauer für die Eltern bestimmt anstrengend werden.
Meine Situation ist gewiss nicht schön, aber andererseits - in der Haut der KM und des zwangsadoptierenden juristischen Vaters möchte ich nun wirklich nicht stecken.
Irgendwann wird's da 'ne ganze Menge Erklärungsbedarf geben, bzw. man muss eine jahrelange Lebenslüge aufbauen und dann auch so leben. Das wird erheblichen Druck aufbauen.
Ich habe die für mich optimalste Lösung derzeit gefunden.
Damit kann bzw. muss ich leben.
Es gibt so viele Faktoren, welche noch nicht vorhersehbar sind, wer weiß denn z.B, ob die Ehe hält.
Einem anderen Mann die Vaterschaft zu stehlen um selber Vater sein zu können, das halte ich persönlich für eine durchaus fragile Grundlage, um eine stabile eheliche Beziehung zu führen.
Also, warten wir es ab...
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#79
Zuschauer,

ich komme nochmal auf einen anderen Punkt zurück.
Wenn ich Dir zu bohrend werde, dann überlies einfach.

Kannst Du schon sagen, wie sich diese Episode auf Dein Verhältnis zu Frauen auswirkt?

S.
Geht die Sonne auf im Westen, muss man seinen Kompass testen.
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#80
(04-11-2014, 17:36)Zuschauer schrieb: Dem Forum bleibe ich erhalten, zwar nur als stiller Mitleser, da ich ja zu anderen, euch mehr bewegenden Themen, mangels eigener Erfahrungen nicht viel beitragen könnte.

Es gibt immer wieder Väter, die keine rechtlichen Väter sind, erst kürzlich kam eine diesbezügliche Frage. Da hast du durchaus Erfahrungen erworben, deren Weitergabe im Forum Anderen nutzt.

Deiner Verhandlungsbeschreibung zufolge hat der Richter durchblicken lassen, dass es keine durchsetzbare Umgangsregelung geben wird? Oder war es nur der Auftritt der Mutter, der dich zur Rücknahme des Antrags veranlasst hat?
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#81
(04-11-2014, 19:01)p__ schrieb:
(04-11-2014, 17:36)Zuschauer schrieb: Dem Forum bleibe ich erhalten, zwar nur als stiller Mitleser, da ich ja zu anderen, euch mehr bewegenden Themen, mangels eigener Erfahrungen nicht viel beitragen könnte.

Es gibt immer wieder Väter, die keine rechtlichen Väter sind, erst kürzlich kam eine diesbezügliche Frage. Da hast du durchaus Erfahrungen erworben, deren Weitergabe im Forum Anderen nutzt.

Deiner Verhandlungsbeschreibung zufolge hat der Richter durchblicken lassen, dass es keine durchsetzbare Umgangsregelung geben wird? Oder war es nur der Auftritt der Mutter, der dich zur Rücknahme des Antrags veranlasst hat?

Der Richter hat signalisiert, er könne noch diverse Gutachten in Auftrag geben, etc.
Seiner Erfahrung nach, ist man danach genau so schlau wie vorher.
Die KM und vor allem deren Rechtsbeistand hat alles gegeben um glaubhaft zu machen, warum Umgang nicht kindeswohldienlich sein kann.
Im Prinzip will die nur ihre Ruhe und sich nicht zeitlich mit dem Thema Umgang beschäftigen.
Die hat mich total ausgeblendet.
Anders als in ''normalen'' Umgangsverfahren ist ja auf Grund des Gesetzes die KM gerade eben NICHT verpflichtet, an positiven Umgangsvereinbarungen mitzuwirken.
Es reicht zu sagen, Umgang ist nicht kindeswohldienlich, da reicht es z.B. auch aus, eine Krankheit des Kindes als Grund vorzuschieben.
Ich könnte auch in, na sagen wir mal, fünf, sechs Jahren, das Verfahren wieder in Gang setzen.
Dann würde es wahrscheinlich heißen, es ist doch gerade JETZT zu diesem Zeitpunkt nicht möglich, dem Kind zu erklären, dass es einen anderen Vater gibt.
Es wird immer Gründe geben, welche dagegen sprechen.
So simpel, so einfach...deswegen ist doch der Gesetzeslaut genau so geschrieben worden.
Formal juristisch ist den Vorgaben des EuGHMr seitens des Gesetzgebers genüge getan worden.
Ich bin inzwischen überzeugt, dass die Mehrzahl all solcher geführten Prozesse ins Leere laufen werden.
Auskunft ja, Umgang nein.
Das wird die Quintessenz sein.

Eines will ich mal noch loswerden...
Falls Frau RA'in .... .... .... hier zufällig mitliest - etwas ethisch-moralisch mieseres in Person, ist mir in meinem Leben bisher noch nicht begegnet.

(04-11-2014, 19:01)Skipper schrieb: Zuschauer,

ich komme nochmal auf einen anderen Punkt zurück.
Wenn ich Dir zu bohrend werde, dann überlies einfach.

Kannst Du schon sagen, wie sich diese Episode auf Dein Verhältnis zu Frauen auswirkt?

S.

Och, kann ich so noch nicht sagen...
Lerne hin und wieder schon sehr nette Frauen kennen.
Kinderwunsch habe ich allerdings inzwischen ad acta gelegt und werde mich dementsprechend verhalten.
Aber Mann soll ja nie nie sagen. Big Grin
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#82
Ich denke, deine Einschätzung trifft es ziemlich genau.
Insofern hast du von einer Fortsetzung dieses Verfahrens wenig zu gewinnen und viel (Geld) zu verlieren.

(04-11-2014, 19:24)Zuschauer schrieb: Eines will ich mal noch loswerden...
Falls Frau RA'in .... .... .... hier zufällig mitliest - etwas ethisch-moralisch mieseres in Person, ist mir in meinem Leben bisher noch nicht begegnet.

Dann hast du vermutlich noch nicht viele Anwälte kennen gelernt.
Bei vielen von denen gehört maximale Widerwärtigkeit zum Berufsethos.
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#83
Es ist ein uralter Trick der Rechtspflege, Gesetze und Antragsteller auszubremsen indem man ihre Anwendung ohne Begründung langwierig macht, die Handlungsspielräume zugunsten sinnloser Umwege ausnutzt. Musterbeispiel ist wohl der richterliche Drang im Familienrecht, mit Gutachten zu winken, wenn der Antragsteller nicht gleich den Schwanz einzieht. Kosten, Risiken, ungewisser Ausgang, das perforiert auch zielstrebige Antragsteller.

Vorteil ist, dass die Angelegenheit für den Antragsteller ein Ende findet, an das er gebunden ist und bei dem ihm selber klar ist, dass er mit diesem Stand dann auch zu leben hat. Richter sagen gerne, sie müssten eben ihren Frieden damit finden. Dass es der diktierte Frieden eines Versailler Vertrags ist, der auf allen Seiten zu noch viel grösseren Katastrophen führen kann und auch oft tut, ist denen natürlich furzegal, da zählt nur, die Papiere schnell vom Schreibtisch in den Papierkorb zu bekommen.

Nachteil ist unter anderem, dass dem Vater -später vom Kind!- immer vorgehalten werden kann, er habe ja einfach aufgegeben und damit den stärksten Beweis seines schwachen Interesses selbst amtlich geliefert. Ein Urteil verlagert dagegen die Verantwortung ganz klar auf einen Dritten, nämlich den Staat. Ein Vergleich oder Antragsrücknahme suggeriert eine Einigung, die gar keine ist. Verfahren, die nicht strittig bleiben werden von Politik und Gesellschaft als Beweis gewertet, der Sachverhalt sei gar nicht regelungsbedürftig, alles sei gut so wie es ist.

Zum Thema Anwälte kann ich nur sagen, dass das nicht für Anwälte, sondern alle Figuren mit zwei juristischen Staatsexamen zutrifft. Solchen unehrenhaften Menschen teile ich meine Verachtung auch mit und schliesse sie aus, wenn sie privat auf mich treffen. Im Gerichtssaal bewirken solche Bekundungen nichts, da wird alles auf die emotional aufgeheizte Stimmung geschoben.
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#84
[Vollquote gelöscht, bitte Nr. 6 beachten]

@p

Da stimme ich dir uneingeschränkt zu.
Es war im Vorfeld klar, der Beistand und das JA hätten zu Nicht Umgang plädiert.
Das wusste ich, das wusste meine Anwältin, das wusste der Richter.
Ein psychologisches bzw. medizinisches Gutachten hätte gewiss nicht anderes ausgesagt.
Mit dem Urteil hast du Recht, per se habe ich den 'Schwanz' eingezogen.
Ich bin ein rationaler Mensch, und die Schriftstücke und Gerichtsakte reichen mir wirklich persönlich aus, morgens noch in den Spiegel schauen zu können.
Ich muss später nicht lügen, die ''Eltern'' müssen das und werden das auch tun.
Seien wir doch mal ehrlich und realistisch.
Klar, das Kind werde ich vielleicht in 15 oder 20 Jahren kennen lernen, vielleicht auch etwas früher.
Aber vielleicht auch niemals, wer weiß das schon...
Was spielt es da noch für eine Rolle, ob ich ein Urteil habe?
Wenn das Kind dann nicht so intelligent ist um selbst zu erkennen, was damals gelaufen ist, dann ist es doch eh' egal...
Ein Vater-Kind Beziehung im klassischen Sinne werde ich doch sowie niemals mehr aufbauen können.
Es wird immer fremd bleiben, je später das Kennen lernen, je fremder.
Ich resigniere keinesfalls und meine Tür wird immer offen sein.
Aber wie gesagt, durch jahrelange Prozesse lasse ich mir doch nicht meine Lebensqualität kaputt machen.
Nein, bei aller Liebe, das nun wirklich nicht.
Das finanzielle Rückgrat für solche Prozesse habe ich durchaus, aber auch das Wissen, das ein Pyrrhussieg in mir nur die Frage aufwerfen würde - Cui bono??
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#85
Um es zu Verstehen was es bedeutet, würde ich gerne erfahren wie viele Verfahren du hattest, was es bedeutet in Zahlen an Finanzellen aufwand und auch der Zeitliche Rahmen würde mich Interessieren.
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#86
(04-11-2014, 21:37)Zuschauer schrieb: Ich resigniere keinesfalls und meine Tür wird immer offen sein.

Ich meine, Du bist genau so weit gegeangen, wie es z. Z. sinnvoll ist - und hältst für Dein Kind eine Chance offen, die es möglicherweise zur eigenen Identitätsfindung später auch braucht.

I. d. R. sagen ja Schriftsätze mehr darüber aus, wie die Parteien ticken, als nachher im Beschluß zum Ausdruck kommt. Da wird dann schon erklärbar sein, warum Du nicht weiter gemacht hast.

Besonders im Sinne des Kindes hoffe ich, dass die Mutter und der rechtliche Vater doch noch zur Vernunft kommen.  
Wer nicht taktet, wird getaktet...
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#87
(04-11-2014, 21:53)JonDon schrieb: Um es zu Verstehen was es bedeutet, würde ich gerne erfahren wie viele Verfahren du hattest, was es bedeutet in Zahlen an Finanzellen aufwand und auch der Zeitliche Rahmen würde mich Interessieren.

Genau 1 Jahr.
Vorher einige juristische Schriftsätze seitens der Gegenpartei, die waren allesamt auf einem Niveau, so tief kann ein normaler Mensch gar nicht sinken.
Es gab eine einzige Verhandlung, und während der Verhandlung ist mir dann auch klar geworden, wie sinnlos diese Veranstaltung ist.
Vorherige Vermittlungsgespräche seitens des Beistandes und Jugendamtes wurden ebenso konsequent abgelehnt.
Klar, ich hab verloren, die Frage ist doch nur - hat die KM gewonnen.
Finanziell war das alles nicht so dramatisch, irgendwo so um die 3 scheine oder so...
Unterhalt zahle ich auch, zwar nur 'fiktiv'. Aber so als Erinnerung, für mich.
Hab ein extra Konto angelegt, da gehen monatlich 400€ drauf.
Wer weiß, vielleicht gebe ich es irgendwann mal dem Kind, oder ich mache in zwanzig Jahren 'ne Weltreise, wer weiß.

(04-11-2014, 21:58)wackelpudding schrieb: Besonders im Sinne des Kindes hoffe ich, dass die Mutter und der rechtliche Vater doch noch zur Vernunft kommen.  

Nein, da glaube ich ehrlich gesagt nicht dran.
Die leben in einer kleinen, eigenen bunten Traumwelt.
Alle Beide im Leben gescheitert, fahren auf Sparflamme und sehen in dem Kind in ihren Lebensinhalt.
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#88
Ich nehme mal den gestrigen Film ''Weil du mir gehörst'' zum Anlass...
Meine Geschichte ist ja vielleicht dem Ein oder Anderen noch geläufig.
@p bat mich, mal ein kleines Update zu geben.

Nach der Verhandlung vor Gericht lief der gerichtliche Vergleich einige Zeit recht vernünftig.
Umgang hatte ich ja keinen, aber wenigstens etwas Auskunft über die Entwicklung des Kindes.
Eines Tages blieben jedoch die Berichte aus und mir wurde seitens des JA nur lapidar mitgeteilt, dass die KM unbekannt verzogen wäre.
Für das JA war damals der Fall somit erledigt.
Ich hab dann wochenlang privat recherchiert und auch in Erfahrung bringen können, wo sich die KM nebst Ehemann nun aufhält. (europäisches Ausland)
Nach Kontaktaufnahme meinerseits ist diese dann total ausgepflippt und hat mich schriftlich ganz unfein beschimpft.
Nun, das war dann irgendwie das Signal für mich, alles sein zu lassen...
Das ist jetzt über drei Jahre her, das Kind müsste jetzt glaube ich in der Schule sein.

ich hatte ja so ziemlich genau vor 7 Jahren @p um Rat gefragt, wie er sich in meiner Situation verhalten hätte.
Retrospektiv betrachtet kann ich nur sagen, @p hatte Recht.
Mein Leben lief, läuft und wird auch in Zukunft (...hoffe ich zumindest mal) in absolut geregelten Bahnen laufen.
Ich empfinde keinen Hass auf die KM, ist mir alles gleichgültig.
Das Kind wird als Kuckuckskind aufwachsen, was soll's ...ist eben so.
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#89
Das ganze Thema könnte eines Tages dann doch wiederbelebt werden, denn dein leibliches Kind ist erbberechtigt. Um zu verdeutlichen, was ich meine mal folgendes (natürlich rein fiktives) Szenario:

Du triffst morgen die Frau deines Lebens (ich hab meine erst mit 53 getroffen..), gründest mit ihr eine Familie, Kinder werden geboren. Oder auch nicht. Ihr schafft euch ein schmuckes Eigenheim an. Irgendwann stösst dir etwas zu, Unfall, Krankheit oder sonst etwas.
Deine Witwe und deine Kinder müssen fortan mit der schmalen Witwenrente zurecht kommen, das Eigenheim ist glücklicherweise mit deiner Lebensversicherung gesichert gewesen.

Und irgendwann taucht da ein völlig unbekannter Mensch auf, wedelt mit einem Stück Papier herum das ihn als deinen leiblichen Abkömmling ausweist, und erhebt Ansprüche auf das was du hinterlassen hast. Deine Familie ist finanziell nicht so aufegstellt, dass die mal eben einen fünf- bis sechsstelligen Betrag auf den Tisch werfen können, um die Erbansprüche dieses Menschen zu befriedigen. Dieser beantragt daher die Verwertung, sprich Zwangsversteigerung eures Eigenheims, deine Familie landet auf der Strasse.

Das kannst du so nicht wollen, von daher rate ich dringend Vorsorge zu treffen für so einen Fall.
Bibel, Jesus Sirach 8.1

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#90
@Austriakrake

Da haste durchaus Recht, jedoch muss die Vaterschaft des juristischen Vaters erstmal durch das Kind erfolgreich angefochten werden.
Das kann frühestens durch das Kind selbst im Alter von 18 Jahren erfolgen, durch die KM und den juristischen Vater kann nicht mehr angefochten werden. 
Ob das Kind das macht, glaube ich eher nicht. Die KM wird dem Kind nichts über ihren leiblichen Vater sagen, in der Geburtsturkunde stehe ich ja auch nicht. 

Klar, ein gewisses Risiko besteht da schon, weil irgendwann letzten Endes sich alles nur ums Geld dreht. 
Aber glaube mir, auch für diesen unwahrscheinlichen Fall werde ich gewappnet sein.
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#91
Ein Risiko ist schon da. Das Hauptproblem ist, dass da nichts verjährt und du nichts davon steuern kannst. Am Anfang der Geschichte steht, dass die Mutter und ihr Mann eh nie was erreicht haben. Vielleicht haben sie auch nicht viel zu vererben. Kann schon sein, dass man sich in ferner Zukunft nochmal an jemand erinnert, der vielleicht mehr zu vererben hat. Und dann die rechtlichen Voraussetzungen dafür schafft. Das geht problemlos.
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#92
(13-02-2020, 17:10)Austriake schrieb: Das ganze Thema könnte eines Tages dann doch wiederbelebt werden, denn dein leibliches Kind ist erbberechtigt. Um zu verdeutlichen, was ich meine mal folgendes (natürlich rein fiktives) Szenario:

Du triffst morgen die Frau deines Lebens (ich hab meine erst mit 53 getroffen..), gründest mit ihr eine Familie, Kinder werden geboren. Oder auch nicht. Ihr schafft euch ein schmuckes Eigenheim an. 

Mal jetzt ganz ehrlich wer von uns steht noch mit dem Wissen im Grundbuch ?...Sollte der Fall eintreten hat die Ehefrau das Haus und im Falle ihres Todes geht das Haus auf die Kinder über und Du hast lebenslanges Wohnrecht.
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#93
@Austriake..genau das Thema Erbe beschäftigt mich momentan. Was muss ich tun um zu verhindern, dass im Falle meines vorzeitigen Ablebens, Geld und Besitz meiner Familie (Eltern) nach Brasilien abwandert? Stichwort Enterben.
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#94
@p

Richtig, ein latentes Risiko ist immer da. 
Bzw., das Kind wird spätestens mit 18 Jahren informiert werden, dass es einen leiblichen Vater gibt. 
Ab diesem Tag beginnt die zweijährige Frist zur Anfechtung. 
Entweder in diesen zwei Jahren, oder der Zug ist abgefahren. 
Ich glaube auch nicht, dass sich dahingehend die Gesetze ändern werden. 
Aber sicher ist man natürlich trotzdem nie.
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#95
Die Gesetze wurden diesbezüglich schon mehrfach geändert und das sogar rückwirkend. So waren nichteheliche Kinder früher nicht erbberechtigt. Das hat man einfach so geändert und so sahen sich eine Menge Leute 50 Jahre nach Geburt eines Kindes plötzlich einer völlig veränderten Erbsituation gegenüber.
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#96
@p

Ja, aber die Zeit etwas zu regeln bleibt mir immer noch. 
So ein Anfechtungsverfahren dauert ja auch einen Moment. 
Das ist jetzt natürlich Kaffesatzleserei, mich beunruhigt das dahingend aber im Moment so rein gar nicht.
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