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Wie die Helferbranche einen Vater entsorgt - Druckversion

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RE: Wie die Helferbranche einen Vater entsorgt - kay - 18-01-2024

Ich wuerde das machen mit alle 14 Tage Wochenende und alle 14 Tage einen Tag in der Woche. Ev. versuchen zu verhandeln dass jede Woche ein Tag in der Woche Umgang stattfindet. Deine Befuerchtungen dass Du dann als Ansprechpartner fuer die Schule etc. raus bist, teile ich nicht.


RE: Wie die Helferbranche einen Vater entsorgt - stayFather87 - 18-01-2024

Euer Kind ist jetzt alt genug um mit zu bestimmen, versuche das dem JA noch mal deutlich zu machen in anständigem Ton, da gibt’s auch viel Material zum Beispiel im Dettenborn & Walter, Familienrechtspsychologie. Das JA soll die neutralen Wünsche des Kindes erfassen und berücksichtigen. Sonst kommt ihr da nie auf ein vernünftiges Ergebnis.


RE: Wie die Helferbranche einen Vater entsorgt - Alles-durch - 18-01-2024

@Kay
Am Werktag wird das Kind im wöchentlichen Wechsel unterschiedliche Aktivitäten haben. Da wird die Mami natürlich feuer drauf geben. Abgebrüht genug ist die Dame.
Konflikte sind also für den Werktag vorprogrammiert. Der Vater wird dann schuld dran sein. Das Kind wird gekauft und sagt dann in einem schwachen Moment oder bei einer pubertätren Wallung irgend etwas dummes. Die Mami wird diesen Moment nutzten und erklären, dass das Kind immer irritiert oder müde vom Papa kommt, was die Mami jetzt schon vorbereitet. Das Jugendamt glauben sowieso immer was die Mami erzählt und ich habe dann in ca. 3 Monaten nur noch alle 14-Tage Umgang am Wochenende. So wie es die Mami immer wollte........Ich befürchte die Werktage sind komplett weg, wenn ich da einmal nachgebe.

@stayFather
Leider nicht!
Das Kind ist angeblich in einem Loyalitätskonflikt, wenn es sich für den Vater positioniert. Es ist nur das wahr, was die Mami gut findet. Da das Kind Angst hat ins Heim zu kommen, kann die Mami da schön mit spielen.


RE: Wie die Helferbranche einen Vater entsorgt - stayFather87 - 19-01-2024

Die Werktage auf alle Fälle behalten und ein ganzes Wochenende dazu nehmen, dann kommst du mit hälftigen Ferien auf ca 35-40% Umgang. Ändere deine Einstellung auch mal, hab mal nicht so viel Schiss vor dem Getue der „Mami“, definiere deine eigenen Ziele und verfolge diese. Wenn du zu sehr an das denkst was eintritt, weil die „Mami“ es möchte dann wird es nämlich tatsächlich irgendwann passieren.


RE: Wie die Helferbranche einen Vater entsorgt - Schubs - 10-04-2024

@Alles-durch
Also ich hab so was ähnliches erlebt und empfehle, eine Position einzunehmen, dass das Kind erst mal ins Heim geht.
Bei mir war es so, dass die liebe Mama 200 km zu ihrer Internetbekanntschaft gezogen ist und mich mit Junior 8 Jahre alt sitzen ließ. Ein halbes Jahr später kamen Muttergefühle auf und der ganze vom Richter abgekartete Zirkus mit Verfahrensbeistand, Jugendamt und Gutachter ging los. Ich war völlig unbedarft und habe verloren wie noch nie. Ein Jahr später hatte die Mama das Aufenthaltsbestimmungsrecht und holte den Sohn zu sich. Ich, dann bereits etwas mehr mit der Materie vertraut, nahm dann die Position ein, wenn's so entschieden wurde, soll's sein sein, muss die Ex damit zurechtkommen, die wollte es so. Für meinen Sohn war ich da, wenn er es wollte, das wurde aber immer seltener.
So gingen 2,5 Jahre ins Land, zu Weihnachten nach nem dreiviertel Jahr keinen Kontakt, meinen Pflichtbesuch absolviert und Geschenk vorbei gebracht. Da merkte ich, hier stimmt was nicht, die sehen die Schuld für die eigenverursachten Probleme bei mir und deshalb die absolute Kontaktreduzierung - ich, is halt so. Meine Ex war ein psychisch am Ende.
Zu Ostern drauf, dann der Anruf meiner Ex, ich kann nicht mehr, Du bist jetzt dran. Etwas wieder willig und mit langer Probezeit zugestimmt. Es war Coronazeit und Homeschooling. Im Sommer drauf, dann die Entscheidung, er muss bei Dir bleiben, also umgemeldet, Schule gewechselt und den Unterhaltsspieß umgedreht.
Dann merkte die Ex, ups, der Wechsel des Sohnes macht ja 1300€ in der Haushaltskasse aus, anstatt Unterhalt und Kindergeld bekommen, jetzt Unterhalt zahlen. Das nächsten anderthalb Jahre waren nicht lustig, sie hat ja das Aufenthaltsbestimmungsrecht und hätte ja nur mit dem Finger schnipsen müssen, und der Sohn hätte zu ihr gemusst. Aber sie wollte ja nicht der Puhmann sein, sondern allen zeigen, das es bei ihr besser funktioniert als bei Papa. Richtig weh tat ihr das Geld, nicht das, was sie für den Sohn bekommen hatte, sondern der abzugdrückende Unterhalt. Nach anderthalb Jahren eine Separatvereinbarung abweichend zur Tabelle der Düsseldorfer Sesselfurzer vereinbart, da selbst mich die unmögliche Unterhaltserhöhung 2023 auf die Palme gebracht hatte. Seither keine Ambitionen und kein Sabotieren des aktuellen Status Quo mehr durch meine Ex. Der Sohn hat es auch gemerkt, dass die Versprechungen der Ex Ausblieben. Daher gab es Anfang 2023 eine Eskalation, wodurch die Betreuungsinstitutionen wieder auf uns aufmerksam wurden und er eine Woche im Heim gewonnen hatte. Hier hat er mal die Alternative zu Mama will nicht und Papa geht nicht kennengelernt, seit dem deutliche Verbesserung in seiner Abfindung mit der Situation.
OK, ist etwas anders geartet, aber warum empfehle ich die selbige Vorgehensweise in Deinem Fall. Der Ex geht es nur ums Geld. Zeig Ihr auf, dass sie, wenn das Kind ins Heim geht anstatt 15% von Deinem Netto als Unterhalt nach Tabelle der Düsseldorfer Sesselfurzer, 27% von Ihrem Netto plus Kindergeld für die Heimunterbringung aufbringen muss. Dir tut die Erhöhung um 12 % bedeutend weniger weh als ihr als ehemalige Unterhaltsempfängerin. Wenn sie das begreift, dann ist die sicherlich empfänglich für ein 50 : 50 Betreuungsmodell ohne Unterhaltsfluss. Exfrauen ticken so, wenn es ums Geld geht, ist meine Erfahrung. Nur keine Schwäche zeigen.