![]() |
|
Rhetorik der Helferbranche - Druckversion +- Trennungsfaq-Forum (https://www.trennungsfaq.com/forum) +-- Forum: Diskussion (https://www.trennungsfaq.com/forum/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Konkrete Fälle (https://www.trennungsfaq.com/forum/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Rhetorik der Helferbranche (/showthread.php?tid=13885) |
Rhetorik der Helferbranche - Alles-durch - 18-07-2025 Ich habe mal eine kleine Frage in die Runde. Mir ist es sehr häufig aufgefallen, dass sich die gesamte Helferbranche bei Gerichtsverfahren im Vorfeld abgestimmt hat. Die Gerichtsverfahren sind nicht fair, sondern zielorientiert. Der Elternteil, wo das Kind leben soll, wird gestärkt und der Elternteil, wo das Kind nicht leben soll wird geschwächt. Was dann logischer Weise beim benachteiligten Elternteil zu immer mehr Haß und bei dem bevorzugeten Elternteil zu immer mehr Gehässigkeiten führt. Da hat sich die KM irgend eine boshafte Aktion gegen das Kind gebracht, die zu einer Eskalation im Haushalt der Mutter führen, was dann unter 4 Augen mit mir besprochen wird und mir erklärt wird, dass die Mutter sich einsichtig zeigt. In offiziellen Stellungnahmen oder Verhandlungen, werden die Ursachen von der Helferbranche und dem Gericht verschwiegen. Stattdessen wird mir sehr Abstrakt über "schlecht Reden über die Mutter" und "Aufwiegeln des Kindes" die Schuld in die Schuhe geschoben. Der Elefant im Raum, wird nicht erwähnt, obwohl ihn alle sehen. Als Ergebnis geht die Mutter gestärkt aus der Situation raus und ich geschwächt. Einerseits ist aktenkundig, dass ich der Bösewicht bin (was eine Gruppe von unbefangenen Menschen festgestellt hat) und andererseits hat das Kind gesehen, dass der Papa gegen die Mama nicht ankommt. Das ist keine Ausnahme oder an ideologisch verstrahlte Personen gebunden. Ich habe ehr das Gefühl, dass es ein technokratisches Vorgehen aus dem Handbuch ist. Kann mir das jemand erklären? RE: Rhetorik der Helferbranche - väterchen_frust - 18-07-2025 (18-07-2025, 09:29)Alles-durch schrieb: Ich habe mal eine kleine Frage in die Runde. Es soll halt "Ruhe" rein. Zu meiner Verhandlung ist es noch ein bisschen hin und ich kenne deinen Fall nicht genau. Aber bei mir überreisst es die Frau Mama durchaus - und sieh' dir in meinem Thread an, was für mich dabei "rausspringt": so gut wie nichts. Die Stellungnahme meiner VB ist positiv für mich - aber mit derart angezogener Handbremse, dass man beim ersten Lesen das Gegenteil glauben könnte. Und so bin ich es durchaus gewöhnt. Wie gesagt: ich kenne den Fall nicht. Aber meiner Erfahrung nach wird immer versucht, zu beschwichtigen. Das gilt übrigens wohl auch andersrum: kenne relativ viele Erfahrungsberichte von Vätern, denen genau dann der "rote Teppich" ausgerollt wurde, wenn sie mit Kontaktabbruch zum Kind gedroht haben, weil sie diese ganzen Ungerechtigkeiten nicht mehr aushalten - während sie zuvor nur abgespeist wurden. Da spielt - denke ich - vieles mit: der Wunsch nach Ruhe. Aber eben durchaus auch das Wissen, dass Väter halt meistens die stabileren Elternteile sind und man ihnen "mehr" abverlangen kann. Sicher auch, dass man so gut wie nix falsch machen kann, wenn man beiden Elternteilen "ein bisschen" die Schuld gibt. Etc. Und ich glaube ab irgendeinem Zeitpunkt haben alle Beteiligten nur noch die Schnauze voll von zwei erwachsenen Menschen, die sich ständig würdelos um ihr Kind streiten (Vorsicht: Außensicht. Nicht meine - deren). Und dann gibt es so lange "Schüsse vor den Bug" (a.k.a.: "Sie stellen hier besser keine Anträge mehr"), bis man dann zuletzt wirklich zur Entsorgung übergeht im schlimmsten Fall. Irgendeiner muss halt aufhören - das ist beim Streiten immer so. Weil meiner Meinung nach ist das ein Systemfehler: man kann solche privaten Streitsituationen gar nicht "gerichtlich" klären oder mithilfe irgendwelcher pädagogischer Tricks. Wer nicht will - will nicht. Aus. Da sind Gerichte und die gesamte Industrie drumherum ziemlich machtlos. Und deswegen wird auch so allergisch reagiert, wenn irgendjemand wirklich auf die Idee kommt, den Beteiligten vorzuführen, wie wenig sie wirklich erreichen können. Obwohl sie selbst doch stets behaupten, sie seinen unentbehrlich. RE: Rhetorik der Helferbranche - Alimen T - 18-07-2025 „…Wer nicht will, der will nicht“ Außer bei Kindesunterhalt . Da gibt es klare Strukturen Es wird sogar in Verzug gesetzt. Diese Mechanismen sucht man bei Umgang vergeblich . Anstatt dass das Jugendamt erst den Umgang klärt und dann den Unterhalt, ist es genau andersherum bzw. Es wird sogar gar nicht erst nach Umgang gefragt .. RE: Rhetorik der Helferbranche - p__ - 18-07-2025 (18-07-2025, 09:29)Alles-durch schrieb: Kann mir das jemand erklären? Das halbe Forum dreht sich immer wieder darum incl. einer Vielzahl von Antworten. Letztlich ist für uns nur wichtig, wie es mit uns selbst weitergeht. Ob es uns dabei besser geht, wenn wir den Mist abwerfen, ob wir andere Dinge finden in die wir diese Kräfte übertragen können, wie weit wir uns auf was einlassen. Väter sind bestenfalls Objekt, hier sollten sie die seltene Gelegenheit nutzen, Subjekt zu sein. Zitat:Und dann gibt es so lange "Schüsse vor den Bug" (a.k.a.: "Sie stellen hier besser keine Anträge mehr"), bis man dann zuletzt wirklich zur Entsorgung übergeht im schlimmsten Fall. Das Familienrecht ist ein Bereich, in dem Juristen jedes Detail auf irgendeinen amtlichen Weg gezwungen haben, damit auch jeder seine lange Nase kostenpflichtig hineinstecken kann. Nur das eigentliche offizielle Ziel dieses ganzen Schrotts spielt in der Realität keine Rolle, das angebliche Kindeswohl. Die Durchreglementierung mit Maximaldurchsetzung beim Unterhalt und Nulldurchsetzung beim Kontakt zu beiden Eltern muss zwangsläufig scheitern, sie ist falsch konstruiert. Die Karten sind von Anfang an gezinkt und die Regeln sexistisch einseitig festgelegt, das ist eine effiziente Friedenblockade, die sich den Streit selbst produziert. Der Witz ist ja, der Staat setzt sehr wohl Gewalt ein. Massiv. Aber nur, um Kontakt zu verhindern. Er straft mich, wenn ich Verhinderung beende. Andernfalls hätte ich beim Umgangswochenende nicht wie ein Depp im Schweigen nach dem Klingeln dagestanden, sondern hätte die Türe aufgedrückt, den blockierenden Elternteil weggeschoben und gemäss Regelung das Kind mitgenommen. Wenn ich das mache, kräht die vereinige Juristen- und Helferschaft wie ein Muezzin "Selbstjustiz! Verboten! Strafe!". Ja sicher doch, aber umgekehrt ist die Geiselnahme des Kindes durch die Mutter überhaupt kein Problem. Verhindern immer, aber verhindern beenden: Haram. Daraus schliessen wir: Ihr selber, unverehrte Juristen und Helfer seid das Problem und die eigentliche Verlogenheit in diesem ganzen von euch selbst "geregelten" Spiel. RE: Rhetorik der Helferbranche - Alles-durch - 18-07-2025 (18-07-2025, 16:13)p__ schrieb: Das Familienrecht ist ein Bereich, in dem Juristen jedes Detail auf irgendeinen amtlichen Weg gezwungen haben, damit auch jeder seine lange Nase kostenpflichtig hineinstecken kann. Und um genau das zu umschiffen sind fast alle Protokolle und Stellungnahmen der Helferindustrie frisiert. Die Verstöße der Mutter werden weichgespühlt oder unterschlagen, die Verstöße des Vaters hochgebauscht oder mit einem negativen "persönlicher Eindruck" beschwert. Selbst die Richter frisieren dahingehend ihr Verhandlungsprotokoll oder ihre Kindesbefragungen. Klar gibt es ein paar hardcore Emanzen, aber das meiste sind korrekte Deutsche, die sowas nicht machen! Jedesmal, wenn ich auf diese korrekten Deutschen treffe, dann fange ich reflexartig an denen zu vertrauen, sodass ich mich dann erstmal selbst wieder sortieren muss, um dem nicht wieder auf den Leim zu gehen. Deshalb mein Post und die Erkläungssuche? Was mir dabei immer wieder aufgefallen ist, lieber väterchen-frust, die lesen einfach nicht, was Du schreibst bzw. vergessen die es sofort wieder. Ich dachte auch sehr oft, dass sich die Mutter mit dieser oder jenen Aktion das Grab geschaufelt hat. Es wurde jedesmal weichgespühlt, entschuldigt, ignoriert, vergessen oder erst garnicht registriert. Am Ende war ich dann der Täter, der Mutter und Kind schaden will. Konnte ich mir vor einigen Jahren auch noch nicht vorstellen, wie das gehen soll. RE: Rhetorik der Helferbranche - kay - 18-07-2025 In der westlichen Welt gehoeren Kinder immer zur Mutter. Punkt und aus. Das ist erstmal die Ausgangssituation. Die Kindbesitzerin hat da eine sehr grosse Narrenfreiheit. Da hat der Vater halt erstmal schlechte Karten. Nur wenn es die "Mutter" so richtig, aber auch wirklich dermassen ueberreisst dass es wirklich nicht mehr anders geht, bekommt der Vater eventuell eine Chance. RE: Rhetorik der Helferbranche - Alles-durch - 19-07-2025 Hat irgend wer mal von einem Internen gehört, wie die zum Konsens kommen die Stellungnahmen zugunsten der Mutter zu frisieren? väterchen-frust hat es schön beschrieben: (18-07-2025, 09:53)väterchen_frust schrieb: Die Stellungnahme meiner VB ist positiv für mich - aber mit derart angezogener Handbremse, dass man beim ersten Lesen das Gegenteil glauben könnte. Ich muss Dich enttäuschen "väterchen-frust". Die verarschen Dich und reden Dir ein, dass es anders wäre. Hatte mehrfach die selbe Situation und das selbe Gespräch mit diversen VB, JA-Mitarbeitern, etc. Genaus wie Du Falle ich jedes Mal drauf rein. Umgekehrt gab es übrigens nie die handgezogene Handbremse; ganz im Gegenteil (von wegen "Ruhe reinbringen" -- auch diese Ausrede kenne ich aus eigener Erfahrung). Die treten als korrekte Deutsche auf und Du kaufst denen echt ab, das die keine Väterdiskriminierung betreiben. Die empören sich sogar, wenn Du denen das unterstellst -- und machen einen total netten und 100% korrekten Eindruck. Halten diese Leute einfach die Klappe, wie beim Thema Flüchtlinge, weil Meinungsterror herrscht? Hat sich Deine VB mit Jugendamt / Richter abgestimmt und wurde angefeindet, sodass die das Lied der anderen singt? Oder hat die einfach das Gespühr, dass die bestimmte Sachen nicht schreiben darf und untereinander spricht die Helferbrnache nicht darüber? Oder laufen da zu 100% Schitzophrene rum, die das nicht merken, was die schreiben?..Oder Oder Oder RE: Rhetorik der Helferbranche - p__ - 19-07-2025 (19-07-2025, 10:06)Alles-durch schrieb: Hat irgend wer mal von einem Internen gehört, wie die zum Konsens kommen die Stellungnahmen zugunsten der Mutter zu frisieren? Braucht keiner frisieren, das ist immer schon darauf normiert. RE: Rhetorik der Helferbranche - Panto - 20-07-2025 Hallo alle zusammen, Mein Anwalt hat vor vielen Jahren mal sarkastisch gemeint: "den Richter interessiert nur, was in der Kantine auf dem Speiseplan steht". Schoenen Gruss RE: Rhetorik der Helferbranche - Nappo - 20-07-2025 Ich kenne an unserem Amtsgericht nur noch die Richter, die mittlerweile tot oder pensioniert sind. Das war eine Mischung aus bekannten, cholerischen Rechtsbeugern, einem Familienrichter der im Taxi kolportierte "Wenn ich endlich in Pension bin, kann ich ohne Folgen im Puff gesehen werden" und einem Richter, der gerne mal zuhause im landwirtschaftlichen Nebengewerk für 5 € die Stunde schwarz rumänische Wanderarbeiter beschäftigte. Der "Puff-Typ" hat nicht mehr viel von der Pension gehabt. Der war so schlimm in seiner Wortwahl, dass selbst die hart gesottene Taxifahrerin einen roten Kopf bekam. Viel dürfte sich nicht gebessert haben. Am Familiengericht befindet sich nun eine Frau mit dem Aussehen irgendwo zwischen Öko-Dörte und Amish-People, die ihren grauen Dutt pflegt, wie Schantall ihre Nägel. Die nimmt bei Scheidungen auch mal gerne das Weibchen in den Arm und drückt sie ganz dolle. Für mich ist das alles Pack. Punkt. Gilt auch für das Jugendamt. Der Marsch durch die Institutionen hat eben letztlich funktioniert. was nun dort zu finden ist, sind die Totengräber der Gesellschaft. Es gibt nur noch die Lösung des Abkoppelns. Da muss jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten, seinen eigenen weg finden. Ich habe über Jahre Dinge erlebt, die gehen auf keine Kuhhaut. Mir hat mal jemand damals gesagt, er würde sich wundern, dass ich noch nicht im Baum gehangen hätte. Mir haben solche Sätze gut getan. Da das nicht der Fall war und nach und nach jeder Opfer seines Karmas wurde, wusste ich, dass ich halbwegs richtig unterwegs bin. RE: Rhetorik der Helferbranche - RDS - 02-04-2026 Ich vermute auch, dass hier nur verarscht wird. Es wird von den Helferstellen so getan, dass man neutral ist und die Seite der Väter versteht. Aber eigentlich geht denen das am [Unterschreitung des Mindestniveaus] vorbei. Die wollen die Väter nur im Beratungsprozess behalten. Wenn der Depp denkt, er kann dort etwas bewirken, haut der nämlich nicht irgendwann in den Sack. Ich hab jetzt 2 Beratungsstellen durch und jedes Mal ist zu Beginn großes Verständnis angesagt, aber man kommt nie über 40/60 hinaus. Das ist die heilig feministische Kuh, welche nie geschlachtet wird. Kindesunterhalt als Tribut des Feminismus wird nie geopfert. Bricht man dann die Beratung ab und fährt zurück aufs Minimum, zeigt sich das wahre Gesicht. Einzig der Wandel der Gesellschaft wird hieran rütteln. Immer mehr Mütter könnten Unterhaltspflichtig werden (bessere Ausbildung, Bildungsgap Männer Frauen, Karrierefokus der Frauen). Das dauert noch locker 15 Jahre. Bis dahin wird über Schutz vor häuslicher Gewalt geredet.... RE: Rhetorik der Helferbranche - p__ - 02-04-2026 Meine Rede seit '45 :-) Der 40:60 Trick läuft seit dem fatalen BGH-Beschluss dazu, als der BGH versuchte, Wechselmodelle nach Kräften abzuwürgen, weil... (Kritik gestrichen, wäre strafrechtlich relevant wenn ich schreibe was ich denke und weiss). Schon seit Jahren wird sogar von Familienrechtlern eine gesetzliche Regelung dazu gefordert, weil der Status Quo sehr unzureichend ist. Das verweigerten aber alle Ministerinnen der langen Liste seit dem Beschluss. 40:60 würde ich übrigens verweigern. Und auch keine Zeit damit verschwenden, mir irgendwas dazu von einer Helferindustrieperson anzuhören. Wenn das so toll ist, dann gerne - 60:40, biddeschön. Dieselben Zahlen, das selbe Verhältnis :-) Wir sollten Eltern sein und nicht die Sickergrube für Schaden und Pflicht nach Massgabe von Dritten. RE: Rhetorik der Helferbranche - bigpuster - 02-04-2026 p__ schrieb:Alles-durch schrieb: Kann mir das jemand erklären? Wow! Hätte ich das mal vor 5 Jahren gelesen UND verstanden. Ich befürchte aber, dass ohne ein Erleben ein Verstehen schwierig ist. Ich wollte nur ergänzen, dass es wahrscheinlich keine bessere Lösung gegen solche eskalierenden Elternteile gibt. Würde in deren Richtung vom Gericht agiert werden, würden sie sofort den Druck auf die Kinder erhöhen, um eine deutlichere Positionierung zu erreichen. Wem ist damit geholfen? Wer will die sich am Türrahmen der mütterlichen Wohnung festklammernden Kinder für ein Wochenende losreißen und wem ist damit geholfen? Es ist schon verrückt wieviele Kinder einen Elternteil verlieren, der nicht gestorben ist und meist noch in der Nähe wohnt. RE: Rhetorik der Helferbranche - RDS - 02-04-2026 Jeder, auch ich, denkt doch " in meinem Fall ist es ganz anders". Das ist gar nicht verwerflich. Niemand gesteht sich ein, dass die Lage aussichtslos ist und es genauso laufen wird, wie bei allen anderen. Einige brauchen länger, bei anderen geht es schneller. Das Erleben ist bei Schmerz aber wohl Grundvoraussetzung für das Verstehen. RE: Rhetorik der Helferbranche - p__ - 02-04-2026 Einer der ganz wenigen wenigen Dinge, wo dieser Staat wirklich überaus erfolgreich ist, das ist über Jahrzehnte hinweg die Fiktion zu erhalten, Recht, Kind, Helfer, seien nur punktuell mängelbehaftet und sexistisch, aber im Grossen und Ganzen doch notwendige Akteure mit Grundbildung und Grundfertigkeiten. Und dann gibt es Dissens mit der Mutter gemeinsamer Kinder. Das erste Jugendamtsgespräch, hm, ja. Die Unterhaltsforderungen. Uff. Dann einen Beschluss dazu. Das Haupttriebwerk zündet, die Gegend erzittert. Das nächste Jugendamtsgespräch, man denkt man sei auf einem anderen Stern. Die Boosterraketen zünden, man hebt mit Wucht ab und verlässt die Scheinwelt Richtung Realität. Weitere Stufen zünden und beschleunigen den Abflug. Falschbeschuldigung, Katastrophen der Mutter die niemand interessieren und das Kind fertig machen, das ganze Thema Umgang, die Rechnungen für Anwälte und Gericht, plötzlich andere Leute und Bekannte, die ähnliches berichten, vorher hat man das nicht ernst genommen und gedacht, die übertreiben, die verschweigen den eigenen Mist den sie gebaut haben. Jetzt hört man zu. Erst jetzt. Und so ist die Fluchtgeschwindigkeit erreicht, die Scheinwelt verschwindet endgültig. Und mit ihr alle, die dort weiter sitzen. RE: Rhetorik der Helferbranche - FlipFlop - 02-04-2026 (02-04-2026, 11:56)p__ schrieb: Und so ist die Fluchtgeschwindigkeit erreicht, die Scheinwelt verschwindet endgültig. Und mit ihr alle, die dort weiter sitzen. Leider immer wieder so erlebt: Bekannten geraten: „Bereite dich vor." „Les mal die FAQ." „Frag mal rum, wo du im Zweifel pennen kannst." Die Antworten: „Ach was, die beruhigt sich auch wieder." „Das ist nur eine Phase." „wenn dann frag ich nen Anwalt." „Frauen sind halt so, aber ich hab ja meine Männerhöhle." Dann Funkstille. Halbes Jahr später, man hört und sieht gar nichts mehr bis auf einmal kommt: „Ist grad stressig bei mir, lange Geschichte, wohne jetzt grad mal wieder bei meiner Mutter." „Hast du ein günstiges Auto für mich?" These eines Kumpel zum Thema Unterhalt: Viele Frauen wären selbst mit Teilzeitbetreuung und staatliche Unterstützung nicht in der Lage, ihren Lebensunterhalt zu sichern. Um diese Abhängigkeit vom Staat zu verhindern, wird der Mann zwangsweise zur Kasse gebeten. Dabei wird gern in Kauf genommen, dass der abgeführte Unterhalt bei der Empfängerin oft unmittelbar in Konsum umgewandelt wird, statt in langfristige Sicherheit (02-04-2026, 10:25)p__ schrieb: 40:60 würde ich übrigens verweigern. Was können die denn machen, wenn ein Mann sagt: ‚Entweder 50:50 oder gar nicht‘? Wenn ein Vater das durchzieht, dürfte es doch ein relativ scharfes Schwert sein! RE: Rhetorik der Helferbranche - p__ - 02-04-2026 (02-04-2026, 14:58)FlipFlop schrieb: „Hast du ein günstiges Auto für mich?" "Im Moment grad nicht, würde dir aber gerne eins geben. Meins haben sie ja gepfändet, haha. Lange Geschichte, Scheidung und Unterhalt sind ja teuer. Ich penne grad in der Tiefgarage, die Wohnung hat die Ex behalten, da muss der Mann eben gehen, ist halt so, verstehst du ja auch. Aber Dank der Suppenküche der barfüssigen Brüder werde ich einmal die Woche immerhin fast satt. Achja, ruf mich ab nächster Woche nicht an. Ich mach Urlaub. JVA Tegel, Unterhaltspflichtverletzung, die haben mir sechs Monate verpasst. Mal einfahren und ausspannen bei Seife und Sex in meiner Männerhöhle. Muss man eben nehmen, wie es einem kommt." Zitat:Was können die denn machen, wenn ein Mann sagt: ‚Entweder 50:50 oder gar nicht‘? Wenn ein Vater das durchzieht, dürfte es doch ein relativ scharfes Schwert sein! Männer sind de facto betreuungsentpflichtet und das Wechselmodell gibt es nicht im Gesetz, sondern nur Residenzmodell. Betreuender Elternteil und familienferner Elternteil. Damit ist es wie beim Sex in der Partnerschaft: Es bekommt immer der seinen Willen, der weniger will. In drei von vier Fällen gewinnt der kleinste gemeinsame Nenner. A will mehr, B will wenig: Es läuft wenig. A will wenig, B will mehr: Es läuft wenig. A will wenig, B will wenig: Es läuft wenig. A will mehr, B will mehr: Es läuft mehr. RE: Rhetorik der Helferbranche - FlipFlop - 02-04-2026 (02-04-2026, 15:12)p__ schrieb:(02-04-2026, 14:58)FlipFlop schrieb: „Hast du ein günstiges Auto für mich?" Genau so habe ich es erlebt. Ich hatte mir einmal eine Garage gemietet, um dort zu werkeln. Da kam ein Mann vorbei und fragte, ob er sich die Garage kurz ansehen dürfe. An der Garage hingen viele Erinnerungen von ihm. Er erzählte mir, dass er dort mehrere Monate lang gelebt hatte, zusammen mit dem wenigen Hausrat, den ihm seine Ex-Frau überlassen hatte, nachdem sie ihn aus der gemeinsamen Wohnung geworfen hatte. RE: Rhetorik der Helferbranche - p__ - 02-04-2026 Heute mehr denn je. Der Wohnungsmarkt ist schliesslich auch kaputt. RE: Rhetorik der Helferbranche - Nintendo - 02-04-2026 (02-04-2026, 14:58)FlipFlop schrieb:Ich gehe mal davon aus, dass man auch ein bisschen Zeit mit seinen Kindern verbringen will.(02-04-2026, 10:25)p__ schrieb: 40:60 würde ich übrigens verweigern.Was können die denn machen, wenn ein Mann sagt: ‚Entweder 50:50 oder gar nicht‘? Wenn ein Vater das durchzieht, dürfte es doch ein relativ scharfes Schwert sein! Also sofern Umgang stattfindet kann man höhere Wohnkosten durchsetzten und den Selbstbehalt erhöhen. Ansonsten ab 30% auch eine "großzügige" Reduzierung des Unterhalts um eine Stufe. 40% würde ich daher auch nicht machen. RE: Rhetorik der Helferbranche - bigpuster - 02-04-2026 (02-04-2026, 11:32)RDS schrieb: Jeder, auch ich, denkt doch " in meinem Fall ist es ganz anders". Das ist gar nicht verwerflich. Niemand gesteht sich ein, dass die Lage aussichtslos ist und es genauso laufen wird, wie bei allen anderen. Einige brauchen länger, bei anderen geht es schneller. Das Erleben ist bei Schmerz aber wohl Grundvoraussetzung für das Verstehen. Wie wahr! RE: Rhetorik der Helferbranche - Alimen T - 03-04-2026 (02-04-2026, 15:24)p__ schrieb: Heute mehr denn je. Der Wohnungsmarkt ist schliesslich auch kaputt. Sogar Stellplätze kosten mittlerweile 20000€ bei Neubau Wohnungen |