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Wie die Helferbranche einen Vater entsorgt
#26
(18-03-2019, 13:54)Simon ii schrieb:
(18-03-2019, 12:10)Alles-durch schrieb: Soll meine Tochter mit dem Vater- / Männerbild eines unterworfenen groß werden lassen?

Es gibt ein Gebet, bei dem eine Zeile ungefähr so lautet:

"Lieber Gott, bitte gib mir die Fähigkeit, Dinge zu akzeptieren, die ich nicht ändern kann."

Es handelt sich um das sogenannte Gelassenheitsgebet. Ich habe es in der Selbsthilfegruppe der Angehörigen von
Alkoholikern kennengelernt. Der vollständige Text lautet:

Zitat:Gott, gib mir die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Der Rest ist hier auch wichtig, weil das Gebet zu aktivem Handeln an den änderbaren Umstanden ermutigen soll
und nicht einfach nur stoisch hinzunehmen von gegebenen Umständen. Wenn man z. B. das Verhalten anderer Personen nicht ändern kann, dann kann man aber sein eigenes Verhalten ändern. Dafür muß man natürlich auch erst mal ein gewisses Maß der Gelassenheit und Akzeptanz erreichen, bevor man solche Dinge selber sieht.

Das Gebet übrigens geht auf Reinholf Niebuhr zurück, einen amerikanischen Theologen. Allerdings hat schon
Friedrich Schiller geschrieben: "Wohl dem Menschen, wenn er gelernt hat, zu ertragen, was er nicht ändern kann, und preiszugeben mit Würde, was er nicht retten kann". (Über das Erhabene)

Ich würde mich auch von dem Gedanken lösen, daß die Kinder später oder im Erwachsenenalter von sich aus nach der "Wahrheit" suchen. Von sich aus wünschen die Kinder Harmonie zwischen den Eltern, negativ behaftetes rutscht im Hirn ganz weit nach hinten und kommt erst viel später, im Erwachsenenleben, beim Psychotherapeuten, wieder hoch. Oder es gibt eben eine gedankliche Abspaltung vom anderen Elternteil (PAS) und dann kann man davon ausgehen, daß die Kinder auch als Erwachsene hoffnungslos indoktriniert bleiben.

Ich habe meinen Kindern mitgeteilt, daß sie zwischenmenschlichen Differenzen zwischen ihrer Mutter und mir schlicht nichts angehen. In einem intakten Haushalt würde man tiefgreifende Eheprobleme/Paarprobleme auch nicht mit seinen Kindern besprechen. Weiter habe ich ihnen mitgeteilt, ihnen dann, wenn sie als Kinder wirtschaftlich nicht mehr von uns abhängig sind, konkret mitteilen kann, welche Gründe konkret zu der Trennung geführt haben. Falls sie das dann überhaupt noch interessiert.

Zitat:Deine Mutter hat mir das Sorgerecht weg genommen, hat dabei dumm gegrinst und ist Schuld, wird meine Tochter noch am ehesten verstehen.


Ein Kind von 6 Jahren wird das wohl kaum verstehen und will das vermutlich auch nicht verstehen. Und einem erwachsenen Kind sind Schuldzuweisungen von Anno Domini herzlich egal oder genauso unangenehm wie damals. Was da außerdem fehlt, ist deine Entscheidung, loszulassen. Einerseits um das Kind vor einem Herumgezerre der Eltern zu schützen und zweitens, weil du auch als Vater ein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben hast und das auch einfordern willst.
"Du Mama. Wenn Papa tot ist kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof!" - CosmosDirect Lebensversicherung, 2007

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
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#27
(18-03-2019, 15:09)Sixteen Tons schrieb: Ein Kind von 6 Jahren wird das wohl kaum verstehen und will das vermutlich auch nicht verstehen.

Dem stimme ich 100% zu. Und wenn die Aufarbeitung Jahre später ggf. erfolgt, ist es zu spät. Es macht schlichtweg keinen Sinn das Kind damit noch zusätzlich zu belasten.
Damit würde man sich auf das Niveau der Mutter begeben.
Es ist eine sehr bittere Pille. Aber Stand heute, geht es erstmals primär um dich. Ein verschlissener Vater bringt dem Kind auch nichts. Und dein Leben geht 100% weiter und wird noch viele positive Erlebnisse für dich bereit halten, auch wenn man es momentan nicht glauben mag.
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#28
Hallo Sixteen Tons,

danke für Deine ausführliche Ergänzung!

Simon II
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#29
"Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist." - Franz Lehar, Land des Lächelns.
Und auch bitte nicht auf dasselbe Niveau wie die Mutter stellen. Meine Ex hat auch meine Gerichtsanträge zu einer Umgangsregelung mit dem Kind "diskutiert", ich werde trotzdem niemals etwas tun, was so eine Schranke durchbricht. Der Müll, den ein Elternteil produziert darf kein Grund sein, selber solche Fehler machen zu dürfen.
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#30
Der letzte Umgang war vor knapp 6 Monaten.

Am Samstag habe ich meine Tochter wieder gesehen. Die Mutter war dabei. Meine Tochter hat traurig gefragt, warum ich sie nicht mehr im Kindergarten abhole. Sie hätte auf mich gewartet.

Die einzige Antwort, die ich darauf habe ist, dass die Mama alles dafür getan hat, dass der Papa sie nicht mehr Abholen kann. Was soll ich sonst sagen?

Die kam dann nochmal hinter mir her gelaufen und sagte mir ganz traurig, dass die Mama sagen würde, dass ich lüge. Ich habe ihr gesagt, dass das nicht stimmt und der Papa sie lieb hat. Sie hat dann weinend tschüss gesagt.
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#31
Solche Szenen sind immer Eigentore. Die richtige Reaktion wäre gewesen, sofort in eine Seitengasse zu verschwinden.
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#32
Mag sein, aber ich werde mich nicht, wie ein Verbrecher verstecken, sondern den Finger auf den Täter strecken. Diese Würde lasse ich mir nicht nehmen.

Männer lassen sich viel zu oft verscheuchen. Solche Damen gehören an den Pranger, sonst ändert sich nie was.
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#33
Es geht darum, Ziele zu erreichen und nicht, sich mit Würde, Ehre und ähnlichen zu beschweren. Hat die Ex auch nicht getan.
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#34
(18-03-2019, 16:32)Alles-durch schrieb: Männer lassen sich viel zu oft verscheuchen. Solche Damen gehören an den Pranger, sonst ändert sich nie was.

Deine Tochter ist aber in diesem Fall das falsche Publikum für den "Pranger".

Allerdings weiß ich aber auch keine wirklich sinnvolle Lösung; das Kind sitzt zwischen den Stühlen und weiß nicht, wem es glauben soll.

Nicht nur das; es wird regelrecht zerrissen.

Sch* Situation!

Angry 

Simon II
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#35
Entweder ist Mann konsequent, oder er muss sich am Nasenring durch die Manege ziehen lassen.

Kontaktabbruch ist Abbruch, und nicht ängstliche Vermeidung.
Bibel, Jesus Sirach 8.1

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#36
Ich werde mich nicht weg ducken. Überleg mal wie das bei der Kleinen ankommt, wenn die sieht, dass der Vater in eine dunkle Nebengasse flüchtet oder den Vorwurf stehen läßt, dass er sie aus Lust und Laune hätte fallen lassen.

Das ist für mich aufgeben
... und das werde ich nicht machen. Deshalb soll die Kleine auch gern wissen, dass ich sehr böse auf die Mama bin und ich die richtig Bockmist gebaut hat. Diese Loyalitätsbekundung würde ich von meinem Vater ebenso erwarten.
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#37
@ Alles-durch - ich nehme mal an dass hier im Forum die wenigsten aufgegeben haben, wir warten halt ab .....

Es schmerzt zu lesen dass deine Tochter und (ebenso meine Söhne) in Loyalitätskonflikten geraten. Mein ältester Sohn (10 J.) wurde vor einem Jahr sogar in mehr als 6-monatige Psychotherapie geschickt! Wenn man doch sieht wie die Helferindustrie unter Umstände gar nicht erst weiss wie zu helfen, und man wird als entsorgter Vater nicht ernst genommen, sollte man sich überlegen was für uns am sinnvollsten sein könnte.

Mit dem Blick auf dem Kindeswohl und trotzdem ohne schlechtes Gewissen bin ich zum Schluss gekommen (Bravo Forum) dass ich nach neuen langen Jahren jetzt mal abwarten möchte wie sich die Sachen weiterentwickeln werden. Ohne weiterhin zu akzeptieren was meine Kinder und/oder ich durchmachen, halte ich meine Distanz - meine Kinder habe mit 8 und 10 J. genau verstanden was läuft.

Wir greifen irgendwann mal wieder auf da wo die Sache gestrandet ist .....
Panto
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#38
Zitat:Deshalb soll die Kleine auch gern wissen, dass ich sehr böse auf die Mama bin und ich die richtig Bockmist gebaut hat.

Du verkennst deine Position. Die Mutter ist seit Monaten der einzige sichere Stand aus Kindersicht, Angriffe von aussen auf diesen einzigen Stand werden das Kind nur noch mehr an die Mutter binden, verklammern und solidarisieren lassen. Du hast die Antwort schon vom Kind bekommen: Ihr sicherer Stand weiss, dass du lügst. Die Mutter hat schon vorgebaut gegen dich. Nicht überraschend, oder? Was du damit erreichst ist die Bindungsverstärkung zur Mutter und die Reduktion der Chance, dass es irgendwann von sich aus zu dir kommt.

Versuche mal weniger in Erwachsenenkategorien wie Recht, Ehre, Entlarvung, Pranger zu denken. Das ist nicht die Welt des Kindes. Ich hatte es so verstanden, dass deine letzten verblieben Ziele der Aufbruch des Kindes zu dir in ferner Zukunft ist, die Vermeidung von Ordnungsgeld, die Minimierung von Unterhalt. Keinem dieser Ziele kommst durch diese Herangehensweise näher. Dass du emotional aufgewühlt bist und noch nicht den weiteren Horizont siehst, ist verständlich, lass aber aber mal einsickern und denke später noch einmal darüber nach. Vielleicht nach dem Kontakt mit weiteren Vätern, deren Situation schon zeitlich weiter ist. Über ein Forum kommen solche Hinweise nicht so glaubwürdig rüber wie in natura.
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#39
Egal was du jetzt machst, du treibst das Kind nur zur Mutter bzw bestätigst diese. Ein Umdenken beim Kind kommt erst (wenn überhaupt), wenn es irgendwann selbst das Verhalten der Mutter als merkwürdig betrachtet. Der Mutter meines Sohnes kann ich mittlerweile dabei zusehen, wie sie ggü dem Kleinen ihre Maske fallen lässt. Ich korrigiere hier zumindest nichts. Manches muss ich auch dezent kommentieren. Mein Sohn sagt ganz klar, dass seine Mutter lügt. So what. Mein Verhalten indes ist logisch, schlüssig, und auf Normalität ausgerichtet, ich will nur sein Bestes, sie hingegen will ihre Meinung durchdrücken. Mein Verhalten gibt ihm Sicherheit. Seit Mitte Dezember letzten Jahres war er mehr bei mir als bei ihr. Die letzten zwei Wochen war er wieder komplett bei mir.

Du machst derzeit einen signifikanten Fehler. Sry für meine Deutlichkeit. Möglichen - wenn auch diktierten - Umgang komplett einzustellen, ist nicht empfehlenswert. Deine schlauste Position könnte derweil sein, der Puffer und Notnagel für die Mutter zu sein. Deine Tochter wird mitbekommen, wer in der Not für sie da ist. Versuche ein Bein in der Tür zu behalten, auch wenn's schwer wird. Verständnis bekommst du hier im Forum, erwarte es aber nicht von deiner Tochter... noch nicht.
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#40
Danke für all die Kommentare. Das ist sehr hilfreich.

Ich hatt schon darüber nachgedacht der kleinen bei dem nächsten zufälligen Treffen einfach zu sagen, dass sie mich jeder Zeit anrufen und besuchen darf. Ich sie aber nicht mehr abholen kann.

Ich weiß, dass sie erst 6 ist. Das gibt ihr und mir aber eine Option, ohne dass ich wieder ans Gängelband genommen werde. Und wenn es ihr nicht erlaubt wird, dann geht es auf die Kappe der Mutter.
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#41
Entweder du hälst den Kontakt zum Kind, dann wirst du über die Stöckchen springen müssen die die Ex und andere dir hinhalten.

Oder Du willst das nicht, dann musst du konsequent den Kontakt abbrechen. Dazwischen gibt es nichts, auch wenn du krampfhaft danach suchst. Und schon gleich gar nicht kann man einem Kind erklären, welches seiner Elternteile woran schuld ist. Mal ganz abgesehen davon, dass es das Kind letztlich auch gar nicht interessiert. Es gibt jede Menge Väter hier, die ihre Geschichte aufgeschrieben haben, damit die Kinder, wenn sie mal erwachsen sind, diese nachlesen können und verstehen warum ihr Vater so und nicht anders gehandelt hat.

Keins dieser Kinder hat jemals solche Geschichten nachgelesen oder gar geglaubt......
Bibel, Jesus Sirach 8.1

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#42
Was hast Du gemacht Austriake - Stöckchen oder Abbruch?

Und wie geht es Dir damit?
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#43
(18-03-2019, 21:56)Alles-durch schrieb: Was hast Du gemacht Austriake - Stöckchen oder Abbruch?

Und wie geht es Dir damit?

Abbruch. Allerdings waren zwei der drei Kinder zu diesem Zeitpunkt schon volljährig. Ich habe lange Zeit versucht, Kontakt zu halten - vergeblich. Ich habe seit Jahren keinen Kontakt zu keinem der Kinder mehr.

Ich habe danach Deutschland für ein paar Jahre verlassen. Zum einen, um wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen, und zum anderen um wieder zu mir selbst zu finden. Meine Ex ist nicht nur psychisch gestört (Histrionische Persönlichkeitsstörung), sie ist darüber hinaus noch alkoholabhängig.

Inzwischen sind ein paar Jahre vergangen; wie ich dem Facebook-Account meines älteren Sohnes entnehmen kann bin wohl schon Grossvater.

Mir geht es wieder gut, ich habe meine Unabhängigkeit und meine Selbstachtung wiedergewonnen.
Bibel, Jesus Sirach 8.1

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#44
Wenn man abbricht, dann still, heimlich ohne große Hinweise. Dann ist es einem auch egal, was das Kind über die Mutter denken könnte, denn man will nichts beweisen sondern man will einfach den Kontakt nicht mehr. Weg damit, abhaken, völlig egal, was aus dem Kind mal wird. Eine emotionale Beziehung besteht zu diesem Zeitpunkt nicht (mehr) zum Kind.

Alles andere ist die reinste Selbstfolter, vor allem, wenn man weiß, dass Umgang möglich wäre und insbesondere das Kind zu einem will bzw einen vermisst. Eines Tages wacht man auf und bereut evtl den Kontakt komplett abgebrochen zu haben. Man begegnet evtl dem Kind, möchte es küssen und umarmen, das Kind schaut einen aber wie einen Fremden an. In den Augen eines Kindes lässt man es schlichtweg im Stich. Damit muss man umgehen können.

Möglich wäre auch den Tunnel zu verlassen und die Mutter zu akzeptieren, wie sie ist, sie innerlich zu ignorieren, und verlorenen Dingen wie Sorgerecht nicht nachzutrauern. Ist doch vielleicht gar nicht so schlecht, kann man sich gewissenlos ausnahmslos als Schokopapa betätigen. Da gäbe es für mich nichts zu überlegen. Man will es Mutti schwer machen? Ja dann los und dem Kind einen Dauersonnenplatz bieten.
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#45
Danke für die Geschichte Austriake. War sicherlich nicht einfach Jahrelang damit zu leben und dann abgeschoben zu werden.

Ich kann Dir nicht sagen, ob meine Ex das Kind soweit bringt mich nicht mehr zu wollen. Bisher macht sie Luftsprünge, kreischt vor Freude und ist ganz aufgeregt, wenn sie zu mir darf. Warten so, wie es P__, Panto und Papa sagen. Die Hoffnung, dass das Kind sich nicht abwendet - die Opfer belohnen wird.

Oder wie ich Austriake verstehe. Soll ich auf einen Menschen warten,
* auf dessen Erziehung ich keinen Einfluss habe
* dem ich vielleicht egal sein werde,
* der überhaupt nicht zu mir will, bis er soweit ist es selbst entscheiden zu können
* den ich eventuell noch nicht einmal mag, weil die Mutter abfärbt

Ihr müßt es wissen. Schließlich sind (bis auf Papa) alle anderen seit rd. 10 Jahren in diesem Forum. Habt Ihr Eure Ziele erreicht oder wartet ihr auf jemanden, der ganz anders ist, weil ihr zu wenig Einfluss hattet.

Ich hoffe, dass ich niemanden vor den Kopf stoße mit dieser offenen Art
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#46
(18-03-2019, 23:02)Alles-durch schrieb: Ich hoffe, dass ich niemanden vor den Kopf stoße mit dieser offenen Art

Jeder hier ist selbst in genügend Sackgassen gerannt. Da kann man nicht mehr den grossen Beurteilenden spielen.

Zitat:Soll ich auf einen Menschen warten

Typische Trennungsvatergedanken. Ganz oder gar nicht, denkt man sich. Du hast "ganz" versucht, hast den üblichen Schmu erlebt, dann "gar nicht" gewählt und hast im jetzigen Stadium nicht mehr viele Optionen, kannst nur noch versuchen letzte Fehler zu vermeiden.

Warte nicht, erwarte nichts, nehme hin was passiert ist und gehe deinen eigenen Lebensweg. Schritt für Schritt. Die Kinder sind sowieso nur ein paar Jahre bei uns Eltern, egal ob getrennt oder nicht. Man ist meistens sogar recht froh, wenn sie mal langsam davondriften :-)
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#47
Hmmm...ich glaube, Mitleser bin ich seit über 10 Jahren und Forenmitglied seit gut 8 Jahren. Aber das ist auch nicht unbedingt
ein Qualitätsmerkmal. ;-)
Ich kann nur für mich selber sprechen und ich denke, daß tun die anderen Beitragsteilnehmer auch.
Man wird wohl beim Lesen des Textes von den eigenen Erlebnissen und Erfahrungen getriggert. Nicht wenige Väter denken, oder glauben wenigstens irgendwann, daß ihre Lebensgestaltung nach der Trennung der Königsweg ist. Das ist auf den Einzelfall bezogen, sicher nicht der Fall. Aber es ist eine Überlebenstrategie.
Wohl ist auch jeder Lebensweg und jeder Erfahrungsschatz individuell. Es gibt keine allgemeinen Lösungen für alle Probleme, die einem Vater wie Steine auf den weiteren Weg durch das Leben nach einer Trennung geworfen werden. Als ich deinen Faden gelesen habe, da dachte ich an meine Erlebnisse als Kind. Meine Eltern haben sich auch scheiden lassen (und sich einen hässlichen Rosenkrieg geliefert). Ich hatte in dem Alter deiner Tochter auch wenig Kontakt zu meinem Vater. Das hat Spuren bei mir hinterlassen, bis heute und trägt auch viel zu den Problemen bei, denen ich heute ausgesetzt bin. So "vererbt" sich quasi das Elend von einer Generation zu nächsten. Mein Vater hatte bei meinem Opa auch kein Stein im Brett.
Ich kann nachvollziehen, daß man irgendwann aufgibt, weil man einfach leer und ausgebrannt von den Streitigkeiten ist und der Frust in die Unendlichkeit wächst. Würde meine Ex so ticken wie deine, würde ich vielleicht einen einzigen Versuch starten, um den Umgang wieder ans Laufen zu bekommen. Wenn das nicht auf Anhieb klappt, würde ich meine Bemühungen einstellen. Eine jahrelange Schlammschlacht beschädigt auch die Kinder. Aber das lässt sich ggf. auch verhindern, wenn man sich selber gegenüber dem Kind und der Mutter entsprechend positionieren kann. Wenn man es schaffen kann, daß die Ex gesichtlos wird und aus dem täglichen Bewußtsein verschwindet. Keine leichte Aufgabe, wenn man wegen der Kinderbetreuung eine hohe Kontaktdichte hat. Aber es ist auch nicht unmöglich.
"Du Mama. Wenn Papa tot ist kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof!" - CosmosDirect Lebensversicherung, 2007

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
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#48
(18-03-2019, 23:17)p__ schrieb: Du hast "ganz" versucht, hast den üblichen Schmu erlebt, dann "gar nicht" gewählt und hast im jetzigen Stadium nicht mehr viele Optionen, kannst nur noch versuchen letzte Fehler zu vermeiden. 

Ich habe einen regelmäßigen Werktagsumgang von wöchentlich 1-2 Tagen angeboten oder die kleine soll bei mir leben. Ich bin bereit meine Resource Geld und Zeit für das Kind zu investieren.

Wenn das aber nicht erwünscht ist, dann lege ich mich genau so gern in die Sonne und spiel den Schokodaddy.

Meine Ex bekommt aber, wie die meisten Mamis,  Kind plus Vollzeitjob kaum auf die Reihe. Die Mutter heult dann rum, dass der Vater in der Sonne liegt und die den Streß hat. 

Das findet die Helferindustrie ganz schön gemein. Das Kind wollen die mir aber nicht geben. Schließlich ist das einzige was sich die Mutter zu schulden kommen lässt, dass die arbeiten muss. 

Dass meine Ex mit allen dreckigen Methoden Entlastung zu erpressen versucht, ist für die Helferindustrie verständlich. Schließlich muss die moderne Mami arbeiten.

Vor 2 Jahren haben die mir das Kind weg genommen und ein Wechselmodell mit eingebautem Unterhalt beschlossen. Das habe ich erfolgreich beim OLG abgebügelt. Seit dem wird mir das in der Sonne liegen versaut, weil die die Mutter auf Teufel komm raus das Wechselmodell mit eingebautem Unterhalt haben will. 

Aber der sch... Vater weigere sich seine Resourcen für die Mutter-Kind-Symbiose einzusetzen. Ich bin für meine Ex und die Helferindustrie ein egoistisches Schwein, dass die Mutter Job versauen will.

Was hätte ich den Deiner Ansicht nach machen sollen?
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#49
Moral, Ehre, Anstand haben keinen Platz in deutschen Familiengerichtssälen und Jugendämtern.

Der Mann/Vater ist das Arschloch. Immer.

Also sollte Mann sich keinen Kopf darum machen, was die FamilienrichterInnen, die JugendamtsmitarbeiterInnen, da ganze Gesocks und Geschwerl von einem denken - am Ende ist der Vater das Arschloch und der Verlierer. Alle wissen das, nur er selbst merkt es als Letzter.

Wenn man schon als Arschloch behandelt wird, dann darf man sich auch als solches benehmen. Deine Exe wollte einen Rechtsstreit, sie hat ihn bekommen und verloren - aber daran ist das Vater-Arschloch schuld. Wieso stellt er sich auch ihrer Lebensplanung in den Weg? Durch nicht-nach-ihrer-Pfeife-tanzen-wollen?

Meinen aufrichtigen Glückwunsch zur Trennung von dieser Dame. Bei der hättest du kein Leben gehabt. Sie hielt und hält dich wohl immer noch für ihren persönlichen Lakaien, der gefälligst alles zu tun und zu unternehmen hat, damit es ihr besser geht. Das Kind ist hierzu nur Vehikel und Mittel zum Zweck.
Wie schon weiter oben gesagt - der sicherste Schutz vor Erpressung ist, nicht erpressbar zu sein. Jeden Millimeter, den du dieser Frau nachgibst, wird sie dazu motivieren noch mehr zu fordern.

Was also ist zu tun oder zu unterlassen? Denk darüber nach, berate dich mit jemandem, und triff eine Entscheidung.
Bibel, Jesus Sirach 8.1

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#50
Die „regretting motherhood“ sagt:
„Ich liebe meine Kinder, aber wenn ich es mir nochmal aussuchen könnte, dann würde ich keine Kinder bekommen wollen.“

Seid Ihr „regretting fatherhoods“ und ich vielleicht auch?

Als Väter haben wir, im Gegensatz zur Mutter, die Chance zu gehen. Wir wurden nämlich entsorgt.

Sorry Austriake, aber auch Du hast nicht wirklich los gelassen. Was aber vielleicht gut ist. Weil es eine positive Charaktereigenschaft ist zu seinen Kindern zu stehen. 

(19-03-2019, 08:48)Austriake schrieb: Was also ist zu tun oder zu unterlassen? Denk darüber nach, berate dich mit jemandem, und triff eine Entscheidung.

Das habe ich Austriake. Mit meiner Mutter, zu der ich ein sehr gutes Verhältnis habe. Sie sagt folgendes:

1. Versau Dir nicht Dein eigenes Leben. Deiner Tochter geht es besser als Dir. Die macht sich nämlich nicht so einen Kopf.

2. Die Dame wird Dir noch viel schlimmeres anhängen, wenn Du weiter machst. Als nächstes kommt die Nummer das Kind kommt irritiert und verstört zur Mutter zurück. Danach kann es noch heftiger werden.

3. Du wohnst direkt um die Ecke. Deine Tochter kann so langsam von ganz alleine kommen und anrufen. Sag ihr einfach dass die Türen offen sind, wenn sie Dich anrufen oder besuchen möchte. Stelle aber die Kommunikation mit der Mutter und der Helferindustrie vollständig ein. Lass Dich auch auf keine Vereinbarungen ein und leb Dein leben.

Meine neue Partnerin - auch wenn sie jünger ist - hat sie mir schon viele gute Ratschläge gegeben, sagt das selbe wie meine Mutter.

Von männlicher Seite heißt es eher, mit der Mutter und der Helferindustrie eine Regelung zu finden. Das Kind außen vor zu lassen.


Ich möchte hier herausfinden, ob ich auf die Frauen oder die Männer hören soll und bin Euch für die Offenheit sehr dankbar.

Würdet ihr den männlichen Weg gehen oder es so machen, wie meine Mutter sagt? Ihr müßt es wissen. Ihr macht den sch... schon länger durch und Eure Kinder sind älter.
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